Klartext-Rhetorik

Wer bezahlt Ihre Zeit?

2104, 2017

Von |21. April 2017|Business, Klarheit, Klartext-Rhetorik, Mitdenken|1 Kommentar

Eine kleine Episode aus einem Inhouse-Seminar will ich erzählen. Meine Seminargruppe bestand geschlossen aus hoch spezialisierten Wissenschaftlern – vor allem Mediziner, Biologen und Chemiker. In der Runde war einer, der zur übertriebenen Präzision neigte.

Aus Gründen der Geheimhaltung lassen Sie mich ein Beispiel konstruieren: Stellen Sie sich vor, jemand spreche von Kochsalz. Dann würde der Kollege […]

Zwei Botschaften in einer

1308, 2016

Von |13. August 2016|Klartext-Rhetorik, Sprache|1 Kommentar

„Parken nur für Kirchenbesucher auf eigene Gefahr“: Gesehen in Gersfeld in der Rhön. So eine Formulierung kann entstehen, wenn jemand zwei Botschaften in einer formulieren will. Jeder darf hier parken – Kirchenbesucher allerdings auf eigene Gefahr. Für alle anderen haftet die Kirche. Das ist nicht gemeint, aber so steht es geschrieben.

Warum sollten wir nicht beide […]

Vierte Auflage: „Komm zum Punkt!“ ist überarbeitet

106, 2016

Von |1. Juni 2016|Klartext-Rhetorik, Sprache, Unternehmenskommunikation|0 Kommentare

Es war eine Menge Arbeit, aber jetzt ist alles fertig: „Komm zum Punkt!“ ist neu erschienen. Nachdem das Buch erstmals 2009 bei Eichborn herausgekommen war, habe ich es jetzt, 2016, unter meinem neuen Verlags-Label „Relevanz“ selbst verlegt. Es ist bei Amazon zu haben und als PDF hier im Shop.
Zunehmende Ideologisierung der Sprache

Warum habe ich „Komm […]

AfD-Maulwurf ARD

2904, 2016

Von |29. April 2016|Klartext-Rhetorik, Vermischtes|0 Kommentare

Dass die heutigen Medien Deutschlands in Sachen Qualität und Kompetenz an ihrer bislang tiefsten Stelle stehen, ist leider Fakt. Und leider ist da noch Platz nach unten. Zugleich haben wir die Lügenpresse-Debatte – sind die Medien „Lügenpresse“ oder nicht? Wie auch immer: tagesschau.de arbeitet mal wieder daran, dass die Leute genau das denken. Und die […]

Kundenorientiert kommuniziert: „Wir bauen für Sie“

1301, 2016

Von |13. Januar 2016|Bildung, Klarheit, Klartext-Rhetorik, Kundenorientierung, Sprache|0 Kommentare

Schilder sollen ja Informationen vermitteln. Also Kommunikation. Sender und Empfänger. Der Sender sagt auf einem Schild dem Empfänger was, sodass er es versteht. Ein schönes Beispiel ist das hier:

Die B 5 verstehe ich, auf der fahre ich. Doch dann wird es kryptisch: „DE L14“ könnte ein Technokratenkürzel sein für die L 14 in Deutschland, aber […]

Pressemitteilung: No-Go der GdL

2609, 2014

Von |26. September 2014|Klartext-Rhetorik, Sprache|0 Kommentare

Als Bahnfahrer freut man sich nicht unbedingt über einen Bahnstreik. Doch der drohende Bahnstreik steht ja unter merkwürdig anderen Vorzeichen als sonst.

Die aktuelle Pressemitteilung der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) ist bei der Beurteilung der Lage Gold wert. Denn zahlreiche relevante Informationen stehen dort – genau – zwischen den Zeilen. Und nicht im Text.

Welche Informationen gibt […]

Der um-Satz

308, 2014

Von |3. August 2014|Klarheit, Klartext-Rhetorik|0 Kommentare

Gerade irgendwo gelesen: „Soziale Netzwerke bieten viele Funktionen, um auf sich aufmerksam zu machen.“ Das ist in etwa so wie: „Der Friseur schneidet mir die Haare, um gut auszusehen.“

Offenbar ist es ein Geheimnis, und darum sei es hier gelüftet: Beim um-Satz bezieht sich das Prädikat des Nebensatzes auf das Subjekt des Hauptsatzes. Vulgo: Das, was […]

Die Satzbau-Falle

2107, 2014

Von |21. Juli 2014|Klarheit, Klartext-Rhetorik|2 Kommentare

Hier mal ein deutliches Beispiel für die Satzbau-Falle: „Vater wollte zwölf Monate altes Baby in Brandenburg vergiften“ lautet der Aufmacher der „Märkischen Allgemeinen“ (MAZ) von heute. Das klingt ganz so, als sei so eine Vergiftung in Brandenburg ein Unding, woanders aber in Ordnung, beispielsweise in Kiel. Woher rührt der Eindruck?

Zuerst kommt es daher, dass wir […]

Glück auf, Barbara!

1707, 2014

Von |17. Juli 2014|Bildung, Klartext-Rhetorik|3 Kommentare

Wie sehr doch Satzzeichen die Bedeutung von Texten verändern. Vielleicht sollten manche Angehörige der MINT-Berufe das Schreiben doch besser in Texterhände legen? Der Irrglaube, man selbst könne schreiben, ist leider ziemlich weit verbreitet …

Wie relevant sind Ihre PR-Botschaften?

3004, 2014

Von |30. April 2014|Business, Klartext-Rhetorik|0 Kommentare

Als ich noch Redakteur bei der Zeitung war, erreichte mich jeden Tag ein Wust von Informationen. Von der Polizei, vom Kleingärtnerverband, von Kultureinrichtungen. Darunter natürlich auch jede Menge Unternehmenskommunikation. Also Botschaften von Unternehmen, die keine Behörden, Vereine oder Kultureinrichtungen sind. Sondern eben Unternehmen.

„Wenden Sie sich doch an die Anzeigenabteilung!“

Viele Redakteure lehnen so etwas ja ab. […]