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	<title>Thilo Baum &#187; Business</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>Verschonen Sie mich mit Xing!</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 09:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine wichtige Bitte an alle, sofern sie es lesen: Bitte keine Kommunikation mehr &#252;ber Xing. Xing ist f&#252;r mich v&#246;llig unbrauchbar und l&#228;stig geworden. Ich mache dort nur noch das Allerallern&#246;tigste und bin froh, wenn ich ausgeloggt bin.
Das ist mein neuer Standard-Text f&#252;r Xing-Anfragen:
Gerne, auch wenn ich Xing kaum noch nutze. Momentan habe ich 1382 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wichtige Bitte an alle, sofern sie es lesen: Bitte <em>keine</em> Kommunikation mehr &#252;ber Xing. Xing ist f&#252;r mich v&#246;llig unbrauchbar und l&#228;stig geworden. Ich mache dort nur noch das Allerallern&#246;tigste und bin froh, wenn ich ausgeloggt bin.</p>
<p>Das ist mein neuer Standard-Text f&#252;r Xing-Anfragen:</p>
<p><em>Gerne, auch wenn ich Xing kaum noch nutze. Momentan habe ich 1382 ungelesene Nachrichten und kann sie nur in Zehnerschritten l&#246;schen, was unzumutbar ist. Xing hilft mir trotz Bitte nicht beim Ordnunghalten, sondern erkl&#228;rt, ich m&#252;sse gar nicht l&#246;schen, weil ich unbegrenzt Speicherplatz zur Verf&#252;gung h&#228;tte.</em></p>
<p><em>Au&#223;erdem ersticke ich in Gruppeneinladungen, oft von Leuten, mit denen ich gar nicht vernetzt bin – also Spam. Gruppeneinladungen kommen im E-Mail-Programm als normale Nachrichten getarnt daher, so dass man sie erst einmal &#246;ffnet. Leider lassen sich Gruppeneinladungen laut Xing nicht abstellen, was den Spam bef&#246;rdert. Xing empfiehlt, ich solle in meinem Profil vermerken, dass ich keine Gruppeneinladungen wolle. Aber kein Spammer liest vor dem Spammen alle Profile.</em></p>
<p><em>Momentan ist Xing daher nicht f&#252;r mich zu gebrauchen.</em><em> Bitte verschonen Sie mich also mit Xing. Sie finden mich unter http://www.thilo-baum.de.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Beste Gr&#252;&#223;e / Thilo Baum</em></p>
<p>In meinem Buch <a href="http://www.thilo-baum.de/publikationen/mach-dein-ding/">&#8222;Mach dein Ding!&#8220;</a> hatte ich Xing noch empfohlen, das war 2009/2010, aber diese Empfehlung werden wir angesichts der Entwicklung bei Xing zur n&#228;chsten Auflage rausnehmen. Sollte Xing wieder nutzerfreundlich werden (Gruppeneinladungen grunds&#228;tzlich deaktivierbar, gesendete Nachrichten auf einen Klick finden, &#8222;Profil drucken&#8220; sofort finden, wieder eine bessere Navigation wie fr&#252;her) bin ich gerne wieder mit dabei.<em><br />
</em></p>
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		<title>Social Media konkret</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Mitdenken]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle st&#252;rzen sich auf Facebook &#38; Co., aber was sollen diese  ganzen Unternehmen noch erz&#228;hlen, wenn sie alles erw&#228;hnt haben? Das ist  das Problem vieler – aber es kommt aus einer bestimmten Sichtweise. Die  meisten Unternehmen denken n&#228;mlich, ihre Unternehmensbotschaften seien  per se f&#252;r andere relevant. Das ist erstens ein Irrtum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle st&#252;rzen sich auf Facebook &amp; Co., aber was sollen diese  ganzen Unternehmen noch erz&#228;hlen, wenn sie alles erw&#228;hnt haben? Das ist  das Problem vieler – aber es kommt aus einer bestimmten Sichtweise. Die  meisten Unternehmen denken n&#228;mlich, ihre Unternehmensbotschaften seien  per se f&#252;r andere relevant. Das ist erstens ein Irrtum und zweitens die  Garantie f&#252;rs baldige Versiegen neuer News. Wer die Perspektive  wechselt, findet dagegen Storys ohne Ende: Was ist relevant f&#252;r die  Leute drau&#223;en? Interessiert es sie wirklich, dass es eine neue  Shampoo-Linie gibt? Oder sind unsere internen Marketing-Kopfgeburten von  au&#223;en betrachtet nicht Anzeichen schlimmster Egozentrik und der  Unf&#228;higkeit, die Sicht der Leute einzunehmen? Wie formulieren Sie  Inhalte, die nicht nur aus Ihrer Sicht bedeutsam sind, sondern auch aus  der Sicht der &#214;ffentlichkeit?</p>
<p>Klartext-Experte Thilo Baum hilft Ihnen, die richtigen Storys aus  Lesersicht zu finden – damit der Infofluss niemals endet. Denn das Leben  geht kontinuierlich weiter, auch nach Ihrem letzten Produkt-Launch, und  Aufh&#228;nger f&#252;r den Dialog mit den Menschen gibt es zahlreiche. Au&#223;erdem  m&#252;ssen Sie gar keine absurden Kampagnen f&#252;r irrationale Hypes erzeugen,  sondern es gen&#252;gt, einfach nur mit den Leuten zu sprechen. Wie Sie Ihre  Storys auf welchen Kan&#228;len platzieren und was bei den einzelnen  Plattformen zu beachten ist, verr&#228;t Ihnen Netzwerk-Profi Alexander Maria  Fa&#223;bender. Das Ganze an einem Tag.</p>
<p>10. November 2011, 9 bis 17 Uhr<br />
D&#252;sseldorf, Metro AG Trainingscenter<br />
290 Euro (ohne MwSt., Veranstalterin ist die Deutsche Akademie f&#252;r Marketing-Kommunikation)</p>
<p><a href="http://www.damk.de/news/einzelansicht-der-news/article/social-media-konkret.html">Infos und Anmeldung eben dort.</a></p>
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		<title>Komm zum Punkt und denk mit!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 13:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Einfache Erkenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Mach dein Ding!]]></category>
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Im M&#228;rz 2012 erscheint es, und es ist auch schon vorbestellbar: mein neues Buch „Denk mit!“. Es ist die logische Folge in der bisherigen Reihe meiner B&#252;cher.
In „Komm zum Punkt!“ ging es darum, wie wir uns klar ausdr&#252;cken und sagen, was wir meinen. In „Mach dein Ding!“ ging es darum, wie wir klar ausdr&#252;cken, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe frameborder="0" width="400" height="254" src="http://www.youtube.com/embed/Fs15vIejNtI" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Im M&#228;rz 2012 erscheint es, und es ist auch <a href="https://www.amazon.de/Werden-erfolgreich-erkennen-Gegen%C3%BCber-wirklich/dp/386668567X/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316004810&amp;sr=1-1">schon vorbestellbar</a>: mein neues Buch „Denk mit!“. Es ist die logische Folge in der bisherigen Reihe meiner B&#252;cher.</p>
<p>In <a href="http://www.thilo-baum.de/publikationen/komm-zum-punkt-das-rhetorik-buch-mit-der-anti-laber-formel/">„Komm zum Punkt!“</a> ging es darum, wie wir uns klar ausdr&#252;cken und sagen, was wir meinen. In <a href="http://www.thilo-baum.de/publikationen/mach-dein-ding/">„Mach dein Ding!“</a> ging es darum, wie wir klar ausdr&#252;cken, was uns ausmacht, und wie wir die Schlagzeile f&#252;rs Arbeitsleben finden. Der n&#228;chste Schritt ist die Frage: Wie bekommen wir heraus, was von dem, was wir k&#246;nnen und lieben, anderen n&#252;tzlich ist? Und das ist ganz einfach: indem wir uns in die Perspektive unserer Mitmenschen versetzen und mitdenken.</p>
<p>Mitdenken ist ein riesiges Thema, und es taucht bislang nirgends entsprechend auf. Es gibt eine Menge Literatur &#252;ber Empathie, Altruismus und soziale Kompetenz, es gibt eine Menge Zeug &#252;ber Werteverfall und abnehmende R&#252;cksicht, aber das Thema Mitdenken ist unterrepr&#228;sentiert. Vielleicht, weil unsere Gesellschaft dazu neigt, die Realit&#228;t zu theoretisch anzugehen.</p>
<p>Die meisten Leute verbinden „mitdenken“ mit Mitgef&#252;hl und sind schnell beim moralischen Anspruch der emotionalen Intelligenz. Was ihnen den Zugang zum Thema versperrt. Wenn wir die Z&#252;ge unseres Schachpartners voraussehen und &#252;berlegen, wie er wohl reagieren wird, wenn wir den L&#228;ufer ziehen, brauchen wir keinerlei Empathie. Wir brauchen Geistesgegenwart.</p>
<p>Und wenn ein Hotel nicht mitdenkt, weil es uns ein vierzig Zentimeter langes Netzwerkkabel zumutet, wobei die Steckdose am Bett ist, hilft keine empathische Entschuldigung. Denn es geht nicht um die Korrektur des Patzers oder um eine nette Atmosph&#228;re, sondern ums Mitdenken von Anfang an. Mitdenken ist eine Form von Gehirnaktivit&#228;t, die uns zu dem bef&#228;higt, was das Mitdenken ausmacht: zum Wechsel der Perspektive, weg aus unserer Binnensicht hin zum externen Blick auf uns und unser Business.</p>
<p>Die meisten Unternehmen suchen Kunden f&#252;r ihre Produkte. Kl&#252;ger ist es, Produkte zu finden f&#252;r die Kunden. Es ist immer klug, die Perspektive seiner Mitmenschen einzunehmen. Doch die allerwenigsten Unternehmen tun das. Seltsam, denn die meisten Menschen, die in Unternehmen arbeiten, sind doch selbst in vielerlei Hinsicht Kunden!</p>
<p>Und die Egozentrik zieht sich durch die Unternehmenskommunikation. Die meisten Unternehmen denken im Warum-Schema. Warum tun wir etwas? Weil wir es schon immer so gemacht haben. Statt dass sie im Wozu-Schema denken: Was ist das Ergebnis, was steht am Ende unseres Handelns, was wollen wir bewirken? Statt zu &#252;berlegen, was Kunden interessiert, schreiben die meisten nur von sich.</p>
<p>Wer im Wozu-Schema denkt, wird kaum einen so egozentrischen Newsletter verschicken wie das Hotel aus meinem kurzen Film. Man stelle sich vor: Die Top-Story des Newsletters eines Hotels ist die neue Direktorin. Doch eine intern sicher relevante Nachricht muss drau&#223;en noch lange nicht relevant sein. Besser ist da der Newsletter der <a href="http://www.detektive-kocks.de">Detektive Kocks</a>. Lassen Sie sich &#252;berraschen!</p>
<p>Der Film zeigt Ausschnitte aus meinem Auftritt am 12. September 2011 beim <a href="http://www.vip-bc.ch/">VIP-Business-Club </a>in St. Gallen. Viel Spa&#223;!</p>
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		<title>Content, Content, Content!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 07:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Mach dein Ding!]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Berufsverband f&#252;r Redner wirkt auf manche noch immer merkw&#252;rdig: Was ist das? Wozu gibt es das? Aber wer die &#8222;German Speakers Association&#8220; (GSA) kennt und einmal ihre Convention erlebt hat, versteht sofort. Die GSA trifft eine L&#252;cke, die es lange Zeit im deutschsprachigen Raum gab.
Redner geben Impulse
Redner – oder &#8222;Speaker&#8220;, um es im US-Slang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Berufsverband f&#252;r Redner wirkt auf manche noch immer merkw&#252;rdig: Was ist das? Wozu gibt es das? Aber wer die <a href="http://www.germanspeakers.org">&#8222;German Speakers Association&#8220; (GSA)</a> kennt und einmal ihre Convention erlebt hat, versteht sofort. Die GSA trifft eine L&#252;cke, die es lange Zeit im deutschsprachigen Raum gab.</p>
<p><strong>Redner geben Impulse</strong></p>
<p>Redner – oder &#8222;Speaker&#8220;, um es im US-Slang abgeleitet von der &#8222;National Speakers Association&#8220; (NSA) zu sagen – sind Menschen, die vor einer Gruppe stehen, unabh&#228;ngig von deren Gr&#246;&#223;e, und die etwas vermitteln. Einen &#8222;Impuls&#8220;, wie der Begriff &#8222;Impulsvortrag&#8220; nahelegt. Worin dieser Impuls besteht, ist h&#246;chst unterschiedlich, und das macht die Vielfalt in der GSA aus.</p>
<p>Zielgruppen sind meist Organisationen, &#252;berwiegend Unternehmen und Verb&#228;nde. Diese Kunden erwarten einen klaren Nutzen von einem Redner, sonst w&#252;rden sie ihn nicht buchen. Daher sind Redner unter anderem desto besser im Gesch&#228;ft, je substanzieller ihr Fach ist. Und zwar auf eine Weise, dass das Thema mit der Person verbunden ist. Ein Mensch besetzt ein Thema, beispielsweise besetzt <a href="http://www.stefan-fraedrich.de">Stefan Fr&#228;drich</a> die Motivation mit &#8222;G&#252;nter, dem inneren Schweinehund&#8220;, <a href="http://www.seiwert.de">Lothar Seiwert</a> steht f&#252;r Zeitmanagement. Thilo Baum steht f&#252;r Klartext in der Unternehmenskommunikation und hat – anders als andere Text-Profis, einen klar journalistischen Zugang und keinen werbischen. Denn der journalistische Blick (&#8222;Was ist die Story?&#8220;) f&#252;hrt automatisch zur Kundenperspektive.</p>
<p><strong>Individuelle Bed&#252;rfnisse des Unternehmens</strong></p>
<p>Wie man sich klar ausdr&#252;ckt, so dass die Leute verstehen, l&#228;sst sich in einer Rede vermitteln. Keine Rede sollte wie die andere sein. Jedes Unternehmen, jeder Verband hat andere Eigenheiten.</p>
<p>Ein Unternehmen will fit werden f&#252;r eine Messe – also geht es darum, wie man den Nutzen der Produkte beschreibt, statt nur &#252;ber sich selbst oder die Produkte an sich zu reden. Sp&#252;re ich in den Diskussionen vor meinem Auftritt Betriebsblindheit und Binnensicht, gehe ich darauf so stark ein, dass der folgende Perspektivenwechsel dem Unternehmen etwas bringt. Und wird es interaktiv, bekommt die Rede Elemente eines Seminars.</p>
<p>Derzeit habe ich ein Unternehmen als Kunden, das enorm viele und verschiedene technische Innovationen entwickelt. Weltweit m&#252;ssen Produktmanager ihren Verk&#228;ufern die wesentlichen Fakten vermitteln, und das meist in Videos. Es geht konkret um den Verkaufserfolg: Je klarer und verst&#228;ndlicher der Nutzen, desto erfolgreicher wird das Ganze. Also helfe ich im Rahmen &#8222;Seminar&#8220; bei der Zuspitzung des Inhalts dessen, was die Leute sagen. Wir sitzen in Seminarr&#228;umen, und dabei leiste ich konkrete individuelle Beratung, was m&#246;glich ist, weil die Teilnehmer ihre Produktmuster mitbringen.</p>
<p><strong>Rede und Seminar m&#252;ssen Nutzen bringen</strong></p>
<p>Dieses Beispiel ist musterg&#252;ltig f&#252;r den Nutzen, den eine Rede oder ein Seminar bringen. Folgt das Unternehmen meinen Ratschl&#228;gen, wird es bei Weitem mehr Geld einnehmen, als es f&#252;r meine Beratung ausgibt. Denn wir setzen in der Zentrale an, von der aus die Informationen in die Welt gehen. Der Nutzen ist gr&#246;&#223;tm&#246;glich. Und damit sind wir bei einem enorm wichtigen Punkt: Eine Rede und ein Seminar sind Produkte, die etwas bringen m&#252;ssen.</p>
<p>Viele Leute entdecken derzeit den Beruf des Redners. Sie denken, es sei toll, vorne zu stehen und wichtig zu sein. Sie denken nur an sich. Manche kommen sogar ohne Thema an und &#252;berlegen, wor&#252;ber sie denn sprechen k&#246;nnten. Dabei funktioniert es genau andersherum: Die Frage ist, was andere Menschen brauchen und nicht man selbst; und die Frage ist, welches Thema sich organisch aus der individuellen Biografie ergibt.</p>
<p><strong>Gute Redner sind aufgrund ihrer Biografie gut</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich kann sich jemand, dem beim Sprechen nicht die Z&#228;hne aus dem Mund fallen, als Kommunikations- oder Motivationstrainer positionieren, als Gesundheitsexperte oder was auch immer. Kein Problem: Man liest sich das n&#246;tige Wissen an und gibt es wieder wie ein Akademiker in einer Uni. Dann allerdings bleibt die Show tot. Eine Show, in der jemand etwas vermittelt, was nicht seins ist, was er nicht lebt und nie gelebt hat, ist tot. Der Markt will Leben – er will Pers&#246;nlichkeiten, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Taten in der Praxis die Glaubw&#252;rdigkeit besitzen, f&#252;r ihr Thema zu stehen. Der Markt will keine Gelehrten, sondern Erfahrene. Totes akademisches Wissen ist nichts, wof&#252;r ein Unternehmen bezahlen m&#246;chte.</p>
<p>Ein Trainer ist einer, den ich ersetzen kann, wenn er krank wird. Wie in der Uni. Ein Redner ist einer, den ich aufgrund seiner Pers&#246;nlichkeit buche, mit der er f&#252;r sein Thema steht. F&#252;r ihn Ersatz zu finden, ist schon schwerer. Und ganz gleich, ob ein Unternehmen einen Vortrag, ein Seminar oder eine Beratung bucht: Steht jemand mit seinem Namen f&#252;r eine bestimmte Technik und einen bestimmten Nutzen, wird es immer schwierig sein, f&#252;r ihn Ersatz zu finden.</p>
<p><strong>Pr&#228;gnanz als Produkt</strong></p>
<p>Bei mir war es die Liebe zur Pr&#228;gnanz, die mich zum Seminarleiter und dann zum Speaker gemacht hat. Es ist eben nicht der Deutschlehrerblick, der nach Fehlern sucht, sondern meine Erfahrung als Redakteur und Journalistenschulen-Dozent. Es geht nicht darum, Menschen zu belehren und zu korrigieren oder sich gar &#252;ber sie lustig zu machen, weil sie &#8222;Uschi&#8217;s Frisiersalon&#8220; mit Apostroph hei&#223;en. Sondern es ist der Pragmatikerblick, der schaut, ob etwas funktioniert. Intuition spielt eine gro&#223;e Rolle, wenn es um treffende Formulierungen geht. &#8222;Machen Sie die richtigen Fehler richtig!&#8220;, habe ich gestern entwickelt, als es darum ging, wie es uns gelingt, dass eine Rede nicht glatt und geleckt wirkt. Wir m&#252;ssen Fehler machen, aber die in der richtigen Dosis. Also haben wir ein pr&#228;gnantes Wortspiel.</p>
<p>&#8222;Stahluminium&#8220; als Wort f&#252;r eine Legierung aus Stahl und Aluminium ist ein Beispiel f&#252;r etwas, was falsch ist, aber gut. Das Wort existiert nicht, also ist es f&#252;r einen Deutschlehrer falsch. Die Ingenieurin in einem &#246;ffentlichen PR-Seminar hatte die &#220;berschrift vorgeschlagen: &#8222;XY GmbH entwickelt neue Legierung aus Stahl und Aluminium, die ma&#223;geblich zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs im Flugzeugverkehr beitr&#228;gt&#8220;. Alles korrekt, aber tot. V&#246;lig &#252;berfrachtet, akademisch, unn&#246;tig ersch&#246;pfend. Also haben wir &#8222;Stahluminium&#8220; als &#220;berschrift genommen und als Unterzeile: &#8222;Neue Legierung spart Kerosin&#8220;. Alles ist gesagt.</p>
<p>Naturwissenschaftler und Ingenieure &#252;berzeuge ich meist mit meinem &#8222;x=2&#8243;-Beispiel: Wenn die Aussage &#8222;x=2&#8243; pr&#228;gnant ist, warum sollte ich stattdessen &#8222;2x=4&#8243; sagen? Beides sagt dasselbe. Beides ist auch pr&#228;zise. Aber nur &#8222;x=2&#8243; ist pr&#228;gnant. Es l&#228;sst sich nicht mehr k&#252;rzen. Und wer Aufmerksamkeit will, braucht Pr&#228;gnanz statt nur Pr&#228;zision. Die Amerikaner haben das kapiert: W&#228;hrend ein deutscher Wissenschaftler &#8222;bereits diagnostizierte Krebserkrankungen&#8220; sagt, sagt der Amerikaner einfach &#8222;cancer&#8220;.</p>
<p><strong>Anselm Gr&#252;n, Franz Alt, Reinhold Messner sind Content<br />
</strong></p>
<p>Wir m&#252;ssen unsere Sprache nicht aufblasen, wenn wir etwas zu sagen haben. Die GSA hat auf ihrer Convention in diesem Jahr drei Menschen in die &#8222;Hall of Fame&#8220; aufgenommen, die diesem Prinzip ganz selbstverst&#228;ndlich folgen: Anselm Gr&#252;n, Franz Alt und Reinhold Messner (<a href="http://www.thilo-baum.de/podcast/reinhold-messners-kiosk/">Messner hier im Audio-Interview</a>). Drei Menschen, die f&#252;r ihre Themen stehen, wenn sie sprechen. W&#228;hrend andere m&#252;hsam Seminare besuchen, um &#8222;authentisch&#8220; zu sein, und w&#228;hrend viele ihre mangelnde Substanz mit Worth&#252;lsen und Phrasen zu verstecken versuchen, ehrt die GSA Menschen, weil sie f&#252;r etwas eintreten und daher sowieso automatisch authentisch sind – und die Klartext sprechen.</p>
<p>Es gibt, vern&#252;nftig gedacht, &#252;berhaupt keinen Grund, nicht authentisch zu sein. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist und zu den anderen, ist man niemand anderes. Wer unauthentisch ist, bel&#252;gt sich und andere. Und die drei Geehrten brauchen keine Rhetorik-Seminare, sie brauchen keine Authentizit&#228;ts-Trainings. Sie leben ihre Inhalte. Sie liefern Content und sind gewisserma&#223;en auch Content.</p>
<p>Mich freut es, dass Michael Rossié, neuer Vizepr&#228;sident der GSA, f&#252;r die Convention 2012 Content ank&#252;ndigt. Es geht darum, dass jemand etwas zu sagen hat, und auf der gro&#223;en B&#252;hne und in den Workshops wollen wir noch mehr Substanz. Die Welt will keine Workshops, aus denen man gleich wieder rausgeht, und sie will keine Redner, die nichts zu sagen haben. Etwas muss sofort knallen, oder es funktioniert nicht.</p>
<p>Faszination erzielen Redner, indem sie aus ihrer Biografie heraus glaubw&#252;rdig sind. Die Newcomer sollten also ihre Perspektive umkrempeln und nicht &#252;berlegen, wo sie sich gerne s&#228;hen, sondern was sie anderen bringen k&#246;nnen. Motto: H&#246;ren Sie auf, Kunden f&#252;r Ihre Produkte zu suchen. Sondern beginnen Sie, Produkte f&#252;r Ihre Kunden zu finden.</p>
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		<title>Kein Abschluss, kein Wissen?</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 16:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine sehr spannende und sch&#246;ne Lekt&#252;re: &#8222;Underground&#8220; von Julian Assange und Suelette Dreyfus. Untertitel: &#8222;Die Geschichte der fr&#252;hen Hacker-Elite&#8220;.
Ein Hacker namens &#8222;Par&#8220; (Kurzform f&#252;r &#8222;The Parmaster&#8220;) ist zwei Jahre auf der Flucht vor dem Geheimdienst, landet in Haft und kommt durch einen geschickten Winkelzug seines Anwalts und eine L&#252;cke im kalifornischen Recht frei. Desorientiert irrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr spannende und sch&#246;ne Lekt&#252;re: &#8222;Underground&#8220; von Julian Assange und Suelette Dreyfus. Untertitel: &#8222;Die Geschichte der fr&#252;hen Hacker-Elite&#8220;.</p>
<p>Ein Hacker namens &#8222;Par&#8220; (Kurzform f&#252;r &#8222;The Parmaster&#8220;) ist zwei Jahre auf der Flucht vor dem Geheimdienst, landet in Haft und kommt durch einen geschickten Winkelzug seines Anwalts und eine L&#252;cke im kalifornischen Recht frei. Desorientiert irrt er durch die USA und ist auf der Suche nach Jobs, um f&#252;r die Flucht geliehenes Geld zur&#252;ckzahlen zu k&#246;nnen.</p>
<p><em>&#8222;Sie haben keine Computerkenntnisse&#8220;, sagte man ihm. Er erkl&#228;rte in aller Ruhe, dass er durchaus &#252;ber Computerkenntnisse verf&#252;ge.<br />
</em><em>&#8222;Ach ja? An welchem College haben Sie denn Ihr Diplom gemacht?&#8220;, fragten sie.</em><em><br />
Er hatte kein Diplom. Sein Wissen stammte nicht von der Universit&#228;t.</em><em><br />
&#8222;In welcher Firma haben Sie denn gelernt?&#8220;<br />
Nein, was er konnte, hatte er auch nicht in einer Firma gelernt.</em></p>
<p>Das ist das Angestelltendenken, das Nine-to-five-Denken. Es ist das Denken in Prozessen statt in Nutzen, in Formalien statt in Inhalten, in Qualifikationen statt in Qualit&#228;t, <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/es-lebe-die-vorstellungskraft/">in konvergenten Ensprechungsmustern statt in divergenten L&#246;sungen</a>, es ist Papier- und Obrigkeitsgl&#228;ubigkeit. Nur was dokumentiert ist, existiert. Was nicht dokumentiert ist, existiert nicht. Es ist ein Denken in Theorie statt in Praxis. Es ist ein Denken in Normen, die in der Realit&#228;t irrelevant sind. Doch solange in einem System praxisferne Theoretiker das Sagen haben, gelten eben auch deren Weltbilder.</p>
<p>Ein Buch &#252;ber Hacker ist nicht unbedingt ein Buch &#252;ber Kriminelle, es ist in allererster Linie ein Buch &#252;ber Selberdenker und Querdenker, &#252;ber Nonkonformisten.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Underground-Geschichte-fr%C3%BChen-Hacker-Elite-Tatsachenroman/dp/394298900X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1309883876&amp;sr=8-1">Unbedingt lesen</a>.</p>
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		<title>Schenke und teile!</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 08:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer mich einmal im Workshop erlebt hat, wei&#223;, wie kritisch ich gegen&#252;ber den meisten Newslettern bin. Die meisten Unternehmen schreiben in ihren Newslettern (wie auch auf Homepage, in Facebook und Twitter) nur von sich. Dabei ist eine Unternehmensnachricht aus Sicht des Unternehmens m&#246;glicherweise gar nicht relevant f&#252;r die Leute drau&#223;en im Lande. Und die selbstverliebten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mich einmal im Workshop erlebt hat, wei&#223;, wie kritisch ich gegen&#252;ber den meisten Newslettern bin. Die meisten Unternehmen schreiben in ihren Newslettern (wie auch auf Homepage, in Facebook und Twitter) nur von sich. Dabei ist eine Unternehmensnachricht aus Sicht des Unternehmens m&#246;glicherweise gar nicht relevant f&#252;r die Leute drau&#223;en im Lande. Und die selbstverliebten und betriebsblinden Absender wundern sich &#252;ber den ausbleibenden Erfolg.</p>
<p><strong>Nutzen und Unterhaltung</strong></p>
<p>Eine gute Newsletter-Betreffzeile macht niemals die Nummer des Newsletters zur Hauptsache, das ist schon mal wichtig. Denn welchen Nachrichtenwert hat der Ausdruck &#8222;Newsletter 12/2011&#8243; f&#252;r die Zielgruppe? Keinen. Also brauchen wir inhaltliche &#220;berschriften, die einen reinziehen. Letztlich also emotionale Anker, weil der Mensch durch Emotion ansprechbar ist. Sch&#246;ne Gef&#252;hle, &#220;berraschung, Verbl&#252;ffung – das sind Anker. Die Relevanz besteht in der Regel aus Nutzen oder Unterhaltung. Mit diesen einfachen Regeln fliegen 90 Prozent der Newsletter in den M&#252;ll, weil sie zu ego-zentriert sind.</p>
<p>Es gibt wenige Newsletter, die ich wirklich gerne lese. Einer stammt vom <a href="http://www.detektive-kocks.de/new/b2010l/startup.html">Detektiv Kocks</a>. Der erz&#228;hlt in seinem Newsletter nicht das langweilige Zeug, das wir erwarten w&#252;rden Marke &#8222;neue Infrarot-Techniken&#8220; oder &#8222;Wir ermitteln auch in Russland&#8220;. Was sollte ich auch damit anfangen? Was f&#252;r ihn wichtig ist, ist f&#252;r mich nicht unbedingt wichtig. Au&#223;erdem brauche ich gar keinen Detektiv. Also was macht er? Krimi-Ratespiele. Regelm&#228;&#223;ig lese ich seine R&#228;tsel und muss herausbekommen, wie es der Frau gelungen ist, aus einer verplombten Spendenb&#252;chse Geld zu entwenden. Irgendwo im Text schlummert die L&#246;sung. Und brauche ich mal einen Detektiv, ist schnell klar, welchen ich nehme. Durch seine Ratespiele habe ich Kocks immer auf dem Schirm. Ich werde nie ein Detektivb&#252;ro recherchieren m&#252;ssen.</p>
<p><strong>&#220;bers Lesen lesen</strong></p>
<p>Der zweite Newsletter, den ich wirklich gerne lese, ist der von <a href="http://www.stefan-fraedrich.de/newsletter/">Stefan Fr&#228;drich</a>. Auch er beherrscht die Kunst, Relevanz aus Sicht des Publikums zu erzeugen. Heute gestattet er uns einen Blick in seine B&#252;cherregale und schreibt vor allem &#252;ber das Lesen an sich:</p>
<p><em>&#220;berlegen Sie mal: Person 1 liest jede Woche ein Buch, Person 2 hingegen maximal den Sportteil der Lokalzeitung. Wer wird wohl nach einem Jahrzehnt mehr draufhaben? (&#8230;) Alle Guten lesen andauernd irgendwelche B&#252;cher, besuchen Seminare und Fortbildungen – und wachsen dabei nonstop. Sie suchen sie ihre Weiterbildungsthemen sehr genau selbst aus und werden so zu immer besseren und schlaueren Top-Leuten. Wow!</em></p>
<p>Und f&#252;r alle Faulen empfiehlt er Podcasts:</p>
<p><em>Meine derzeitigen Lieblingspodcasts sind „Freakonomics Radio“, „TED Talks“, „Neuropod“, der „Nature Podcast“ sowie „Die Profis – der Benecke“ (die finden Sie alle umsonst im iTunes-Store). Und nat&#252;rlich h&#246;re ich „Voices of experience“, unsere monatliche brancheninterne Speakerfortbildung, die von der amerikanischen NSA (National Speakers Association) produziert wird.</em></p>
<p><strong>Prinzip &#8222;Schenken und teilen&#8220;</strong></p>
<p>So wie Detektiv Kocks die Leute &#252;berwiegend mit Unterhaltung gewinnt, gewinnt sie Stefan Fr&#228;drich in seinem Newsletter vor allem mit Nutzen. Sein Prinzip ist &#8222;schenken und teilen&#8220;. Nur sehr wenige Menschen kapieren dieses Prinzip.</p>
<p>Eine Information zur&#252;ckzuhalten, obwohl sie anderen etwas bringen k&#246;nnte, entspricht der alten Ignoranz aus Zeiten vor Facebook und Twitter. Konkurrenzk&#228;mpfe haben sich auf weitgehend intransparenten M&#228;rkten entschieden – wir wussten oft von alternativen Angeboten gar nichts, weil wir gerade das Wochenbl&#228;ttle nicht da hatten.</p>
<p>Heute ist der Markt durchsichtiger: Wer nicht bei Google zu finden ist, existiert nicht. Durch die differenzierten Filterfunktionen des Internets, beispielsweise auf meiner Lieblings-Musikdatenbank <a href="http://www.soundtaxi.net">Soundtaxi</a>, findet jeder Anh&#228;nger eines Nischenproduktes, was er sucht. Umgekehrt bedeutet das: Auch Anbieter von Nischenprodukten finden ihre K&#228;ufer. Wer wertvolle Informationen weitergibt, schafft sich einen Ruf als Geber und bleibt wie Detektiv Kocks im Ged&#228;chtnis der Leute.</p>
<p>Das Prinzip &#8222;Schenken und teilen&#8220; findet sich auch in meinem derzeitigen Lieblingsfilm bei Youtube, &#8222;The Future of Publishing&#8220;:</p>
<p><iframe frameborder="0" width="400" height="254" src="http://www.youtube.com/embed/Weq_sHxghcg" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dessen Kernbotschaft: H&#246;ren Sie auf, Kunden f&#252;r Ihre Produkte zu suchen, sondern finden Sie Produkte f&#252;r Ihre Kunden. Bei dem Perspektivenwechsel, f&#252;r den ich in meinen Vortr&#228;gen und Seminaren eintrete, geht es genau darum. Welche Botschaft ist aus Sicht der Zielgruppe wichtig? Eine nummerierte Newsletter-Betreffzeile offenbart im Grunde nichts anderes, als dass das Absender-Unternehmen die Zeit nicht versteht.</p>
<p>Die Business-Landschaft teilt sich also (das tut sie schon l&#228;nger) in Geber und Nehmer, Schenker und Zur&#252;ckhalter, Konstruktive und Destruktive, Neue und Alte. Altes Denken hei&#223;t raffen, raffen, raffen und dabei gute Kunden verlieren und gute Mitarbeiter, weil heute kaum noch jemand unter derartigen Bedingungen arbeiten will – <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/business/der-business-luegner/">beispielsweise wird der &#8222;Business-L&#252;gner&#8220; heute mit seiner Tour nicht mehr so erfolgreich sein wie fr&#252;her</a>. Neues Denken hei&#223;t geben, geben, geben und dabei gute Menschen anziehen wie ein Magnet.</p>
<p>Wichtig ist heute, die gebenden Unternehmen zu erkennen und sie von den nehmenden klar unterscheiden zu k&#246;nnen. Das ist wichtig f&#252;r Kunden, Projektpartner, Investoren. Die Geber werden auf Dauer eine starke Community bilden, die den Geist der Zukunft vorgibt, w&#228;hrend die Nehmer weiterhin mit ihren Problemen k&#228;mpfen werden, die das Nehmen langfristig mit sich bringt.</p>
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		<title>Bahn: Bitte Sprechzeiten beachten!</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 21:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Mitdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Produktquark]]></category>

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		<description><![CDATA[
Nein, die Bahn kapiert es offenbar nicht. Ein Riesenladen, halb Deutschland ist am Wochenende auf Achse, aber das Top-Management dieses Gro&#223;unternehmens mit &#214;ffentlicher-Dienst-Geisteshaltung bekommt es nicht hin, sich auf die Perspektive der Menschen drau&#223;en im Land einzulassen.
&#8222;Hier antwortet das Twitter-Team der DB auf alle servicerelevanten Fragen zum Personenverkehr von Mo-Fr 6-20 Uhr.&#8220; Bitte Sprechzeiten beachten? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/#!/DB_Bahn"><img class="alignnone size-full wp-image-8343" title="bahn002" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/bahn002.jpg" alt="" width="400" height="127" /></a></p>
<p>Nein, die Bahn kapiert es offenbar nicht. Ein Riesenladen, halb Deutschland ist am Wochenende auf Achse, aber das Top-Management dieses Gro&#223;unternehmens mit &#214;ffentlicher-Dienst-Geisteshaltung bekommt es nicht hin, sich auf die Perspektive der Menschen drau&#223;en im Land einzulassen.</p>
<p>&#8222;Hier antwortet das Twitter-Team der DB auf alle servicerelevanten Fragen zum Personenverkehr von Mo-Fr 6-20 Uhr.&#8220; Bitte Sprechzeiten beachten? Was f&#252;r ein Armutszeugnis gerade in Sachen Perspektivenwechsel und Mitdenken!</p>
<p>Wobei sogar die Formulierung falsch ist: Sicher ist nicht gemeint, dass die Bahn &#252;ber Twitter auf Fragen zum Personenverkehr von Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr antwortet. Sondern vermutlich ist gemeint, dass die Bahn &#252;ber Twitter von Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr auf Fragen zum Personenverkehr antwortet.</p>
<p>Aber Sprachgef&#252;hl ist ja kaum zu erwarten bei einem Unternehmen, das meint, die Belange seiner Kunden auf interne Zeitregularien abstimmen zu k&#246;nnen statt umgekehrt.</p>
<p>Danke, lieber <a href="http://www.facebook.com/Inspiration4life">Alexander Maria Fa&#223;bender</a>, f&#252;r den Hinweis!</p>
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		<title>Die gest&#246;rte F&#252;hrungskraft</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 06:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer seinen Job hinwirft, tut das oft genug aufgrund seiner Chefs. Das Problem: mangelnde Wertsch&#228;tzung, Abwertung, Ignoranz guter Leistungen – und viele weitere narzisstische Pers&#246;nlichkeitsmerkmale. Sind Chefs gest&#246;rt?
Nicht grunds&#228;tzlich nat&#252;rlich. Aber zum einen forcieren F&#252;hrungspositionen den einen oder anderen extremen Charakter, und zum anderen ziehen F&#252;hrungspositionen extreme Charaktere an. Sie sind fachlich oft hoch gebildet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer seinen Job hinwirft, tut das oft genug aufgrund seiner Chefs. Das Problem: mangelnde Wertsch&#228;tzung, Abwertung, Ignoranz guter Leistungen – und viele weitere narzisstische Pers&#246;nlichkeitsmerkmale. Sind Chefs gest&#246;rt?</p>
<p>Nicht grunds&#228;tzlich nat&#252;rlich. Aber zum einen forcieren F&#252;hrungspositionen den einen oder anderen extremen Charakter, und zum anderen ziehen F&#252;hrungspositionen extreme Charaktere an. Sie sind fachlich oft hoch gebildet, aber es mangelt ihnen gerne an der F&#228;higkeit, die Welt und die Dinge aus einer anderen als ihrer Perspektive zu sehen.</p>
<p>Ein tolles Buch f&#252;r alle, die ihre wahnsinnigen Chefs und die mitunter kranken Entscheidungen von Unternehmen verstehen wollen: <a href="http://www.amazon.de/Narzissten-Egomanen-Psychopathen-F%C3%BChrungsetage-Fallbeispiele/dp/3258072264/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1308120142&amp;sr=8-1">&#8222;Narzissten, Egomanen, Psychopathen in der F&#252;hrungsetage&#8220; von Gerhard Dammann</a>. Diese Art F&#252;hrungskraft gibt viel vor, h&#228;lt aber wenig (der Blender), gibt fremde Erfolge als eigene aus (Fremde-Federn-Schmuck) und f&#228;hrt Unternehmen gerne vor die Wand, weil ihm das eigene Image wichtiger ist als nachhaltiges Wirtschaften.</p>
<p>Und diesen Typen zeichnet zumindest meiner Erfahrung nach die Salamitaktik aus, die st&#252;ckweise Annexion der Zustimmung anderer zu irgendwelchen Ideen, die Ignoranz derer Einw&#228;nde, das Kleinreden von Gegenargumenten und die Ignoranz anderer Meinungen. Dieser Typ F&#252;hrungskraft spricht die L&#252;ge einfach so oft aus, bis man sie f&#252;r die Wahrheit h&#228;lt.</p>
<p>Ein wirklich grandioses Buch, &#252;ber das ich gewiss bei Gelegenheit mehr schreibe. Jetzt muss ich erst mal zum Kunden.</p>
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		<title>Wanted: Social-Media-Praktiker M&#252;nchen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt einen Job: Wer will und kann in M&#252;nchen f&#252;r ein Unternehmen die Social-Media-Aufgaben &#252;bernehmen? Facebook-Seite einrichten und pflegen, Twitter, Xing &#8230;
Wichtig eins: Der- oder diejenige sollte in M&#252;nchen oder Umgebung ans&#228;ssig sein, die Stadt und das Businessleben dort kennen, weil es um ein Haus geht, das sehr lebhaft kommuniziert und ins &#246;ffentliche Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einen Job: Wer will und kann in M&#252;nchen f&#252;r ein Unternehmen die Social-Media-Aufgaben &#252;bernehmen? Facebook-Seite einrichten und pflegen, Twitter, Xing &#8230;</p>
<p>Wichtig eins: Der- oder diejenige sollte in M&#252;nchen oder Umgebung ans&#228;ssig sein, die Stadt und das Businessleben dort kennen, weil es um ein Haus geht, das sehr lebhaft kommuniziert und ins &#246;ffentliche Leben stark eingebunden ist.</p>
<p>Wichtig zwei: Es ist kein Von-zu-Hause-aus-Job – der Kunde legt Wert auf Pr&#228;senz am Arbeitsplatz. Und der liegt wo? Genau: mitten in der sch&#246;nen Stadt M&#252;nchen.</p>
<p><a href="mailto:thilo@thilo-baum.de">Interessenten mailen bitte einfach an mich</a>, ich leite die E-Mails weiter.</p>
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		</item>
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		<title>Ihr Konsumenten, produziert!</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/buchtipps/ihr-konsumenten-produziert/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 18:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Mach dein Ding!]]></category>

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		<description><![CDATA[Einige Gedanken aus meinem Buch &#8222;Mach dein Ding!&#8220; finde ich in dem wunderbaren Buch &#8222;Investment Punk&#8220; von Gerald H&#246;rhan wieder: &#8222;Wir sind Konsumidioten&#8220;, &#8222;wahrer Leistungswille fehlt&#8220;. Eine sch&#246;ne Erg&#228;nzung und sehr n&#246;tig f&#252;r die Debatte &#252;ber das weitere Auseinanderklaffen von Arm und Reich und die Zukunft unserer Arbeitswelt. Unbedingt lesenswert!
Das grundlegende Problem ist: Die Mehrzahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Gedanken aus meinem Buch <a href="http://www.thilo-baum.de/publikationen/mach-dein-ding/">&#8222;Mach dein Ding!&#8220;</a> finde ich in dem wunderbaren Buch <a href="http://www.amazon.de/Investment-Punk-Warum-schuftet-werden/dp/3548373844/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1307293991&amp;sr=8-1">&#8222;Investment Punk&#8220; </a>von Gerald H&#246;rhan wieder: &#8222;Wir sind Konsumidioten&#8220;, &#8222;wahrer Leistungswille fehlt&#8220;. Eine sch&#246;ne Erg&#228;nzung und sehr n&#246;tig f&#252;r die Debatte &#252;ber das weitere Auseinanderklaffen von Arm und Reich und die Zukunft unserer Arbeitswelt. Unbedingt lesenswert!</p>
<p>Das grundlegende Problem ist: Die Mehrzahl der Arbeitnehmer glaubt, man verdiene nur mit Arbeit Geld. Sie tauschen Zeit beziehungsweise Arbeit gegen Geld. Die Zeit fehlt ihnen dann, um individuell eine Existenz aufzubauen. Und statt einen Plan B zu erstellen f&#252;r den wahrscheinlichen Fall, dass man sie feuert, sind sie alle paar Wochen im Urlaub.</p>
<p><strong>Alternativen zum fremdbestimmten Arbeiten</strong></p>
<p>Dass es Alternativen zum fremdbestimmten Arbeiten gibt, ist den Leuten nicht klar, weil uns die Schule fast nur auf die abh&#228;ngige Besch&#228;ftigung drillt. Wer das &#8222;Berufsinformationszentrum&#8220; des Arbeitsamtes besucht, bekommt Kataloge zu sehen. Statt Ideen zu entwickeln, wie sich neue Kategorien schaffen lassen, zwingt uns das System, uns in eine bestehende Kategorie einzuordnen. Daraus resultiert ein mitunter irrwitziger Qualifikationsfetischismus, ein sinnloser Glaube an Zeugnisse, Zertifikate, Bescheinigungen, mithin eine kranke Inflation des Akademischen, obwohl akademisches Denken nur f&#252;r eine verschwindend geringe Minderheit relevant ist. Und es resultiert daraus ein ersch&#252;tternder Mangel an Vorstellungskraft und Ideen.</p>
<p>Die Folge dieses grundlegenden Problems ist: Nur eine Minderheit versteht es, Geld zu verdienen, indem sie Leistungen anbietet beziehungsweise Dinge, die gefragt sind. Die Mehrheit versteht es nicht. Die Mehrheit h&#228;lt es f&#252;r normal, im Dienste eines anderen zu rackern. Darum der treffende Untertitel von H&#246;rhans Buch: &#8222;Warum ihr schuftet und wir reich werden&#8220;. Antwort: Weil die Mehrheit &#246;konomisches Denken und Handeln nicht versteht und schon gar nicht beherrscht.</p>
<p><strong>Warum das Geld von den Arbeitnehmern wegflie&#223;t</strong></p>
<p>Das Geld verh&#228;lt sich dabei nach einem System, das vor allem Robert T. Kiyosaki in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442217784/ref=s9_simh_gw_p14_d0_i3?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=0XYN3EPHNXBQSD98M69Z&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128">&#8222;Rich dad, poor dad&#8220;</a> beschreibt: Die Unternehmer nehmen viel Geld ein, und die Arbeitnehmer nehmen wenig Geld ein. Das Geld der Unternehmer flie&#223;t dabei nur selten in den Konsum, die meisten ihrer Ausgaben sind Investitionen und vergr&#246;&#223;ern so das Verm&#246;gen der Unternehmer. Das Geld der Arbeitnehmer dagegen flie&#223;t meist nur in den Konsum, bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Eigenheim und die eine oder andere Geldanlage (die H&#246;rhan ebenfalls als Abzocke der Kleinanleger zerpfl&#252;ckt). Darum werden Arbeitnehmer selten Million&#228;re.</p>
<p>Und es gibt noch einen weiteren, existenzielleren Grund. Arbeitnehmer sind grunds&#228;tzlich schlecht bezahlt. In &#8222;Mach dein Ding!&#8220; erw&#228;hne ich unter anderem, dass Arbeitnehmer per se nicht gut verdienen, weil es sonst f&#252;r ihre Arbeitgeber keinen Sinn h&#228;tte, sie zu besch&#228;ftigen. Und bis auf ein paar Ausnahmen stimmt das vermutlich.</p>
<p>W&#252;rden Arbeitnehmer verstehen, dass sie selbst Unternehmer sind, deren Nutzen jemand abzieht, w&#252;rden sie m&#246;glicherweise selbstbewusster auftreten. Und w&#252;rde die Schule uns nicht auf das Leben in abh&#228;ngiger Besch&#228;ftigung drillen, sondern uns helfen, aus unseren individuellen F&#228;higkeiten individuelle Positionierungen abzuleiten und aufzubauen, m&#252;sste sich auch niemand einen Dumpinglohn gefallen lassen.</p>
<p><strong>Warum den Chef um Erlaubnis f&#252;r Nebent&#228;tigkeit bitten?</strong></p>
<p>Hinzu kommt: Arbeitnehmer haben in der Regel nur eine Geldquelle. Um weitere zu erschlie&#223;en, m&#252;ssen sie ihren Chef um Erlaubnis fragen – was eine Frechheit ist in einem freien Land mit grundgesetzlich verbriefter Berufsfreiheit.</p>
<p>Doch es gibt offenbar Kr&#228;fte, die genau diesen Zustand aufrechterhalten wollen. Die Ohnmacht der Arbeitnehmer; die Unf&#228;higkeit der Schule, &#252;ber das Leben zu sprechen; die Pflicht, den Chef um Erlaubnis f&#252;r eine Nebent&#228;tigkeit zu bitten; das Nicht-Aufbegehren von Arbeitnehmern gegen&#252;ber dem schiefen Weltbild in unserer Gesellschaft. Es ist ein Zwangssystem, ein Paralleluniversum der Unterdr&#252;ckung, das dem Freiheitsgedanken unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung extrem zuwiderl&#228;uft, und dennoch k&#252;mmert es niemanden. Niemand muss sich diesem Wahnsinn unterwerfen, aber die Menschen tun es, weil sie nichts anderes kennen.</p>
<p><strong>Bei 1500 Euro brutto um 5 Prozent mehr k&#228;mpfen?</strong></p>
<p>Bisher haben die Arbeitnehmer nicht verstanden, wie Geld wirklich funktioniert. Sie k&#228;mpfen bei einem Bruttogehalt von 1500 Euro im Monat f&#252;r 5 Prozent mehr. Und gewinnen sie einen solchen l&#228;cherlichen Kampf, glauben sie allen Ernstes, es sei ein Erfolg.</p>
<p>Die Gewerkschaften, nicht unbedingt Hochburgen unternehmerischen Denkens, unterst&#252;tzen die Menschen dabei und zementieren das Denken in Kategorien der abh&#228;ngigen Besch&#228;ftigung. Indem sich die Gewerkschaften f&#252;r den einzelnen unterjochten Arbeitnehmer einsetzen, erwecken sie den Eindruck, Arbeitnehmer zu sein, sei selbstverst&#228;ndlich. Und sie festigen den schiefen Glauben, ein wenig Geld mehr werde den Leistungen gerecht. Statt dem Individuum dabei zu helfen, seine individuellen F&#228;higkeiten herauszuarbeiten und angemessen zu verkaufen.</p>
<p><strong>Wir leben in einer Leistungsgesellschaft? L&#252;ge!</strong></p>
<p>Dabei ist das, was wir hier haben, gar keine &#8222;Leistungsgesellschaft&#8220;: Menschen bekommen Geld daf&#252;r, dass sie ihren Job machen, nicht daf&#252;r, was sie leisten. Arbeitgeber stecken in aller Regel die Leistungen ein, ohne ihre Mitarbeiter daf&#252;r besonders zu entlohnen. Manche Unternehmer behandeln sogar selbstst&#228;ndige, unternehmerisch denkende Partner so, als seien sie Arbeitnehmer: &#8222;Ihr habt zu funktionieren&#8220;. Man gibt jemandem einen bestimmten Betrag (pro Monat, pro Tag, pro Auftritt) und verlangt immer mehr, mehr, mehr und ignoriert dabei, dass der Partner m&#246;glicherweise seine eigenen Priorit&#228;ten hat. Was er einwendet, wird ignoriert.</p>
<p>Private Radiosender verk&#252;nden freitags fr&#246;hlich: &#8222;Endlich Wochenende!&#8220;, und festigen so das Denken der Mehrheit in Kategorien wie Feierabend, Wochenende, Urlaub und Ruhestand – statt endlich mal ein Gesp&#252;r f&#252;r individuelle Entwicklung und individuellen Erfolg zu schaffen.</p>
<p>Beim Tanken fragt man uns nach der &#8222;Payback&#8220;-Karte und redet uns so ein, wir k&#246;nnten durch ein wenig Sammlerwut ein &#8222;Schn&#228;ppchen&#8220; machen. Und das, obwohl wir alleine durch die Aufmerksamkeit f&#252;r derlei Marketing-Schnickschnack unsere Zeit verschwenden, die wir f&#252;r unsere individuelle Entwicklung brauchen.</p>
<p><strong>Arbeitnehmer leasen ihr Leben</strong></p>
<p>Indem Arbeitnehmer f&#252;r den Geldbeutel anderer Menschen arbeiten, leasen sie ihr ganzes Leben, statt es zu besitzen. Allein, sie halten es f&#252;r normal.</p>
<p>Nach meiner Wahrnehmung &#228;ndern sich diese Verh&#228;ltnisse derzeit. Immer mehr Menschen merken, dass sie mit ihren individuellen F&#228;higkeiten etwas bieten k&#246;nnen, was gefragt ist. Immer mehr Menschen entdecken die Selbstst&#228;ndigkeit. Immer weniger Arbeitnehmer auch lassen sich die alte arrogante Haltung von Arbeitgebern gefallen und w&#252;nschen sich mehr Freiraum und Gestaltungsm&#246;glichkeiten. Das ist ein sch&#246;nes Zeichen.</p>
<p><strong>Auch Manager sind nur Arbeitnehmer<br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Ein unsch&#246;nes Zeichen ist der Selbstbetrug weiter Teile des Managements. Da sitzen teilweise Leute, die die herablassende Arbeitgeberhaltung gegen&#252;ber ihren Mitarbeitern praktizieren, selbst aber ebenfalls nur Arbeitnehmer sind. Der Widerspruch ist ein so derma&#223;en eklatanter Selbstbetrug, dass mir in der deutschen Geschichte nur sehr unsch&#246;ne Beispiele einfallen, bei denen jemand gegen&#252;ber Ohnm&#228;chtigen brutal ist, weil er selbst ansonsten von oben Brutalit&#228;t erf&#228;hrt. Eine bestimmte Geisteshaltung brauche ich eben, um mich auf bestimmte Weise zu benehmen.</p>
<p>Wer also sind die Unternehmen, f&#252;r die wir ackern? Es sind die Eigent&#252;mer, also entweder Menschen aus Fleisch und Blut (wobei diese nach meiner Erfahrung durchaus menschlich handeln), oder es sind Anteilseigner in Form von Gesellschaften, die in der Regie von Managern laufen. Manager sind keine Unternehmer. Manager sind Arbeitnehmer, die dabei allerdings nat&#252;rlich schauen, dass sie vom Geldfluss ein wenig mehr abbekommen als andere Arbeitnehmer.</p>
<p><strong>L&#246;sung? Konsumenten schaffen Werte!</strong></p>
<p>Eine L&#246;sung f&#252;r dieses Problem skizziert &#8222;Mach dein Ding!&#8220;, und auch &#8222;Investment Punk&#8220; skizziert es: Ihr Konsumenten, werdet Produzenten! Das ist das Gegenteil der linken Umverteilung. Wir m&#252;ssen nicht Geld von den Reichen weg- und zu den Armen hinschaufeln, sondern wir m&#252;ssen den Armen helfen, selbst Wertsch&#246;pfung zu betreiben, also Werte zu schaffen.</p>
<p>Wie von Zauberhand entsprechen bislang die Arbeitnehmer den Konsumenten (haben keine Betriebsausgaben, nur Konsumausgaben, machen Konsumschulden und verarmen dadurch), und die Arbeitgeber den Produzenten (schaffen Werte und erh&#246;hen dadurch flexibel ihre Einnahmen aus mehreren Quellen, haben kaum Konsumausgaben und investieren stattdessen). Der Ausweg kann nur sein, dass die bisherigen Konsumenten verstehen, selbst Produzenten zu werden.</p>
<p>In &#8222;Mach dein Ding!&#8220; skizziere ich die dazu n&#246;tigen drei Fragen, die bereits Anthony Robbins formuliert hat:</p>
<p>1. Was kann ich?<br />
2. Was will ich?<br />
3. Was kann und will ich, was anderen etwas bringt?</p>
<p><strong>F&#246;rdern wir individuelle F&#228;higkeiten!</strong></p>
<p>Diese Frage geh&#246;rt in die Schulen. Nicht die Frage, wie ich am besten einem der vorgegebenen Kriterien entspreche. Und vielleicht kapieren dadurch auch die Gewerkschaften, dass es nicht um 5 Prozent mehr Lohn geht, sondern darum, die individuellen F&#228;higkeiten jedes einzelnen Menschen so zu finden und herauszuarbeiten, dass jeder und jede daraus selbst Wertsch&#246;pfung entwickeln kann.</p>
<p>Nur wenn wir diesen Zusammenhang kapieren, werden wir auf Dauer die Probleme um Billigjobs, Zuwanderer, Zusammenbruch der sozialen Sicherungssysteme, Steuergerechtigkeit und Arbeitslosigkeit l&#246;sen. Reden wir in Talkshows weiter &#252;ber Hirngespinste und Phantome, geht alles so weiter wie bisher, und wir haben bald keine Mittelschicht mehr.</p>
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