<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Thilo Baum &#187; Lounge</title>
	<atom:link href="http://www.thilo-baum.de/category/lounge/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.thilo-baum.de</link>
	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
	<lastBuildDate>Wed, 10 Mar 2010 19:26:14 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Vorsicht, die Demokratie kommt!</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-die-demokratie-kommt/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-die-demokratie-kommt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 05:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/?p=4084</guid>
		<description><![CDATA[
tagesschau.de: Rolle des Internets in autorit&#228;ten Staaten
Haben Sie schon einmal in einer Demokratie Gesch&#228;fte gemacht? Nat&#252;rlich, sagen Sie? Dann sage ich Ihnen: Auf Gesch&#228;fte in einer wirklichen Demokratie m&#252;ssen sich die meisten Unternehmen erst noch einstellen. Die Demokratie im eigentlichen Sinne kommt erst noch. Ihr Vehikel ist das Internet mit seinen vielen Kommunikationskan&#228;len, und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/demokratie001.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4083" title="demokratie001" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/demokratie001.jpg" alt="" width="400" height="137" /></a></p>
<p><strong>tagesschau.de: Rolle des Internets in autorit&#228;ten Staaten</strong></p>
<p>Haben Sie schon einmal in einer Demokratie Gesch&#228;fte gemacht? Nat&#252;rlich, sagen Sie? Dann sage ich Ihnen: Auf Gesch&#228;fte in einer wirklichen Demokratie m&#252;ssen sich die meisten Unternehmen erst noch einstellen. Die Demokratie im eigentlichen Sinne kommt erst noch. Ihr Vehikel ist das Internet mit seinen vielen Kommunikationskan&#228;len, und in deren Entwicklung sind wir erst am Anfang.</p>
<p>Das Internet spiele in autorit&#228;ten Staaten eine zentrale Rolle f&#252;r Oppositionelle, <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/iran1080.html">schreibt die &#8222;Tagesschau&#8220;</a>. Das ist die &#252;bliche arrogante Haltung klassischer Medien: Man tut so, als sei der Demokratiegedanke des Internets auf totalit&#228;re Systeme beschr&#228;nkt, und man tut so, als erf&#252;lle man hierzulande die Aufgaben der Medien als Instrument der Machtkontrolle auf sinnvolle Weise. Aber das stimmt nicht. Das Internet spielt auch in L&#228;ndern wie Deutschland eine enorm wichtige Rolle f&#252;r Demokratie und Pluralismus, indem es den Informationsfluss st&#228;rkt. Und die klassischen Medien sollten sich wahrlich nicht r&#252;hmen, Verteidiger der Demokratie zu sein – sie waren in vielerlei Hinsicht bislang eher Verteidiger von Kungeleien.</p>
<p>Noch vor wenigen Jahren war es ein Hindernis f&#252;r eine Meinung, wenn der Herausgeber der Lokalzeitung mit der lokalen Wirtschaft kungelte oder ihm eine politische Meinung nicht genehm war. Dann kamen unliebsame Informationen und Ideen m&#246;glicherweise gar nicht erst ans Licht. Missst&#228;nde blieben unter dem Teppich, weil Unternehmer in Gemeinder&#228;ten sa&#223;en, sinnvolle Gedanken fanden nicht den Weg ins Blatt. Und so sa&#223; man letztlich &#252;ber der lokalen Heimatzeitung und las kopfsch&#252;ttelnd Berichte, in denen irrelevantes Geseier den Eindruck einer heilen Welt schaffen sollte, w&#228;hrend die wahren Probleme kein Forum fanden. Die Medien wurden ihrer Aufgabe als Kontrollinstanz nur sehr unzul&#228;nglich gerecht.</p>
<p>B&#252;rgerrechtlich engagierte Radiosender versuchten schon in den Siebziger und Achtziger Jahren, diese L&#252;cke zu f&#252;llen, allerdings mit m&#228;&#223;igem Erfolg, weil meist auch linksalternativ und teestubenm&#228;&#223;ig angehaucht und damit nur auf eine kleine Zielgruppe begrenzt. Stand auf der einen Seite die Arroganz der lokalen Wirtschaft und der etablierten Presse gegen&#252;ber unliebsamen Meinungen, stand auf der anderen Seite die Arroganz der Alternativen gegen&#252;ber allem Popul&#228;ren. Dadurch blieben die Medienkritiker sch&#246;n klein. Denn das Volk trank Bier statt Tee und interessierte sich f&#252;r billiges Einkaufen und Fu&#223;ball statt f&#252;rs s&#252;dliche Afrika und Gender-Themen. Was fehlte, waren businessorientierte Medienalternativen.</p>
<p>Heute &#252;berholt das Internet die klassischen Medien mal eben. Der Herausgeber der Lokalzeitung verliert von nun an schlicht Auflage, wenn er an der Realit&#228;t vorbeiberichtet und das Internet zur besseren Quelle wird. Der Gesch&#228;ftsmann im Gemeinderat fliegt auf, weil man, h&#252;bsch an der Lokalpresse vorbei, im Internet liest, wer wen kennt. Und das zwingt nicht nur die Medien zum Umdenken, sondern auch die Wirtschaft.</p>
<p>Die klassischen Medien haben als &#8222;Gatekeeper&#8220; und &#8222;Agenda Setter&#8220; erstklassig funktioniert: Sie haben entschieden, was als Nachricht durch darf und wor&#252;ber die &#214;ffentlichkeit spricht. Was nicht in den Medien war, war nicht Thema. Sebst heute noch berichten viele herk&#246;mmliche Medien an der Realit&#228;t vorbei: Wir lesen und h&#246;ren Jubelgeschichten &#252;ber Produkte, die im Internet viel schlechter wegkommen – oft krachen widerspr&#252;chliche Bilder aufeinander, und viele klassische Medien geraten damit immer mehr in den Verdacht der K&#228;uflichkeit.</p>
<p>Manche Journalisten fahren tats&#228;chlich noch immer die alte Tour, als w&#252;rden die Menschen nicht l&#228;ngst jede mutma&#223;liche L&#252;ge oder versteckte Werbung &#252;bers internet aufdecken. Das Internet ist das Korrektiv geworden. Traut man einer Story nicht, schaut man mal in den Foren, was die Leute sagen, und sp&#228;testens dort finden sich die unterdr&#252;ckten Wahrheiten. W&#228;hrend der Beruf des Journalisten in Sachen Glaubw&#252;rdigkeit etwa auf dem Level von Konzernmanagern rangiert, ist das Internet der direkte Draht der Menschen zur Bildung der &#246;ffentlichen Meinung geworden.</p>
<p>Und wer ist das Internet? Wir alle. &#8222;Demokratie&#8220; manifestiert sich im Internet auf machtvolle Weise. W&#228;hrend in den Hauptst&#228;dten an der Realit&#228;t vorbeiregiert wird, herrscht im Internet das Volk. Und dabei vergessen wir oft, dass nicht nur der Pullover strickende B&#252;rgerrechtler das Volk ist, sondern auch der Unternehmer – vom kleinen Handwerker bis zum Konzernmanager. Seit jeher spielt der Lobbyismus eine Rolle, wenn es darum geht, dass die B&#252;rger ihre Meinungen und Interessen der Politik zug&#228;nglich machen. Dieser Zugang war bisher allerdings nur jenen vorbehalten, die den entsprechenden langen Atem hatten. &#220;ber das Internet geht das heute viel direkter.</p>
<p>Letztlich &#252;berholt das Volk also die Medien, die bisher gemeinsam mit Wirtschaft und Politik den Zugang zur Macht begrenzt haben. Und das ist wahre Demokratie und ist wahrer Pluralismus: Jeder und jede kann heute neue Gedanken in die &#214;ffentlichkeit bringen, ohne an der Arroganz von Redaktionen zu scheitern oder der Anzeigenabteilung Geld hinlegen zu m&#252;ssen. Aus b&#252;rgerrechtlicher Sicht ist das ein enormer Demokratiefortschritt. Der nat&#252;rlich erkl&#228;rt, weshalb totalit&#228;re Systeme das Internet und den Zugang dazu immer wieder gerne beschr&#228;nken – und weshalb hiesige Medien so tun, als betreffe diese Demokratie-Entwicklung nur totalit&#228;re Systeme.</p>
<p>Die Folgen sind drastisch: Wollen die Medien nicht weiter an Reichweite verlieren, bedeutet das, dass sie ihr realit&#228;tsfernes Spiel tunlichst bleiben lassen und wieder &#252;ber die Dinge berichten sollten, die die Menschen interessieren (was sie nach meiner Beobachtung auch zunehmend tun). F&#252;r Unternehmen bedeutet das: Ich kann selbst an diesem Prozess teilnehmen und die Medien mit meinen Botschaften ganz einfach umgehen. Allerdings muss ich dabei offen und ehrlich sein. Das Gekungel muss ebenso aufh&#246;ren wie der &#252;bliche Kundennepp, denn heute kommuniziert das Volk direkt. Die Maulsperre ist weg, man kann sich in der Redaktion nicht mehr zur&#252;cklehnen und sagen: &#8222;Zum Gl&#252;ck kommt an uns keine Information vorbei.&#8220; Sobald irgendeine Art von Volksverarsche auffliegt, ist das Feedback im Internet kaum noch zu beherrschen. Und darum m&#252;ssen Unternehmen k&#252;nftig ein wenig anders kommunizieren als bisher.</p>
<p>Im alten Setting, vor dem Internet, wie wir es heute haben, unterlag die Politik zwei Filtern: 1. Was erz&#228;hlen die Lobbyclubs? 2. Was bringt die Presse? Tauchte ein Problem in der Presse nicht auf, war das vielleicht ganz gut. Im neuen Setting geht das nicht mehr unbedingt. Da z&#228;hlt m&#246;glicherweise viel mehr, was &#8222;die Leute&#8220; sagen. Denn ein Gedanke l&#228;sst sich nicht mehr so leicht unterdr&#252;cken oder wegreden. Ist ein Gedanke gut, wird er sich verbreiten. Finden die Menschen eine Idee oder eine Meinung relevant, multiplizieren sie sie, ohne die Entscheidung einer Redaktionskonferenz abzuwarten. Und irgendwann kommt auch die Politik nicht mehr daran vorbei. Das ist eine Form von Demokratie jenseits der Volksentscheide, deren b&#252;rokratische H&#252;rden offenbar eher den Sinn haben, Volksentscheide zu verhindern.</p>
<p>F&#252;r alle, die neue Gedanken und Meinungen in die Politik oder die &#246;ffentliche Meinung lancieren wollen, ist das die Chance, die das Internet bietet: Wir k&#246;nnen direkt zur Meinungsbildung beitragen statt nur indirekt. Wozu noch ganzseitige Anzeigen in Zeitschriften buchen? Sinnvoller mag es sein, s&#228;mtliche Kan&#228;le zu nutzen, die das Internet bietet. Gerade als Lobbyist. Durch das Internet fliegt die miese Tour sowieso immer h&#228;ufiger auf, und wenn Lobbyismus transparent wird, wird er vielleicht auch besonders spannend.</p>
<p>Zugleich muss klar sein: Die Schere des Internets ist letztlich die Schere der Menschen. Menschen entscheiden, was relevant ist und was sie weitererz&#228;hlen. Darum tun es keine Fake-Blogs und keine hohlen Marketingspr&#252;che. Gerade weil sich das Volk durch das Internet nun vernehmbar machen kann, sollten Unternehmen dem Volk aufs Maul schauen wie niemals zuvor. Eine Menge PR und Werbung erweisen sich im Spiegel der Menschen als verlogen – wer st&#228;ndig nur Werbespr&#252;che twittert, dem folgen die Menschen eben bald nicht mehr. Stattdessen z&#228;hlen Geschichten, Nutzen und Sinn. Da sich nur wertvolle Informationen durchsetzen, sind wir alle zu wesentlich mehr Qualit&#228;t verdammt als jemals zuvor. Nicht die Idee des M&#228;chtigsten wird sich durchsetzen, sondern die beste.</p>
<p>Wenn es also darum geht, wie Sie mit Ihren Botschaften am besten Menschen erreichen, sollten Sie sehr genau darauf achten, wie das Volk im Internet PR, Marketing und Werbung aufnimmt und kommentiert. M&#246;glicherweise brechen nicht nur die klassischen Medien weg und damit die vielen M&#246;glichkeiten, das Volk einzuseifen. Sondern m&#246;glicherweise ist nun auch eine Zeit angebrochen, in der Unternehmen nicht mehr l&#252;gen sollten, wenn sie mit ihren Produkten erfolgreich sein wollen.</p>
<p>Wie sieht diesbez&#252;glich Ihre individuelle Strategie aus? Wie nutzen Sie diese neue Entwicklung, um Ihre Gedanken und Produkte zu multiplizieren?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-die-demokratie-kommt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>31</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Komm zum Punkt!&#8220; f&#252;r Gesch&#228;ftsleute</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/news/komm-zum-punkt-fuer-geschaeftsleute/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/news/komm-zum-punkt-fuer-geschaeftsleute/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 13:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/news/komm-zum-punkt-fuer-geschaeftsleute/</guid>
		<description><![CDATA[Kommunizieren Sie deutlich? Formulieren Sie Ihre Positionierung und Ihr Produkt klar? Ob auf Ihrer Webseite, in Brosch&#252;ren, in Newslettern, E-Mails, Meetings, Pr&#228;sentationen oder Reden vor Publikum: Thilo Baum verr&#228;t Ihnen in seinem H&#246;rbuch &#8222;Komm zum Punkt! f&#252;r Gesch&#228;ftsleute&#8220;, wie Sie Ihre Botschaften auf den Punkt bringen und Ihre pers&#246;nliche und &#246;ffentliche Kommunikation so aufstellen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommunizieren Sie deutlich? Formulieren Sie Ihre Positionierung und Ihr Produkt klar? Ob auf Ihrer Webseite, in Brosch&#252;ren, in Newslettern, E-Mails, Meetings, Pr&#228;sentationen oder Reden vor Publikum: Thilo Baum verr&#228;t Ihnen in seinem H&#246;rbuch &#8222;Komm zum Punkt! f&#252;r Gesch&#228;ftsleute&#8220;, wie Sie Ihre Botschaften auf den Punkt bringen und Ihre pers&#246;nliche und &#246;ffentliche Kommunikation so aufstellen, dass die Menschen Ihre Botschaft gerne aufnehmen. Ideal f&#252;r iPhone, iPod und f&#252;rs Auto – und f&#252;r alle, die bessere Gesch&#228;fte machen wollen.</p>
<p><a href="http://www.thilo-baum.de/shop">Ab sofort im Shop zum Download!</a></p>
<p>© 2010 by Thilo Baum<br />
2:32:53 (140,06 MB, MP3)<br />
14,95 Euro incl. MwSt.</p>
<p>H&#246;rprobe hier:</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/news/komm-zum-punkt-fuer-geschaeftsleute/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
<enclosure url="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/audio/100309-punkt-hoerprobe.mp3" length="" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>H&#246;rbuch-Aufnahmen</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/in-eigener-sache/hoerbuch-aufnahmen/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/in-eigener-sache/hoerbuch-aufnahmen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 09:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/lounge/in-eigener-sache/hoerbuch-aufnahmen/</guid>
		<description><![CDATA[Um H&#246;rb&#252;cher aufzunehmen, empfiehlt sich ein Haus auf dem Lande. Obwohl auch das hin und wieder Nachteile hat, wie Sie h&#246;ren &#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um H&#246;rb&#252;cher aufzunehmen, empfiehlt sich ein Haus auf dem Lande. Obwohl auch das hin und wieder Nachteile hat, wie Sie h&#246;ren &#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/in-eigener-sache/hoerbuch-aufnahmen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
<enclosure url="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/audio/100305-motorsaege.mp3" length="" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Durchf&#252;hrung der Veranlassung</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/durchfuehrung-der-veranlassung/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/durchfuehrung-der-veranlassung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/?p=4045</guid>
		<description><![CDATA[
Oh, oh, oh. Ein Seminar zum Thema Pressearbeit, und dann in der Beschreibung ein solcher Satz. Das Seminar wird durchgef&#252;hrt. B&#252;rokratischstes Passiv-Deutsch! Ob Frau Pressesprecherin etwas von journalistischer Sprache versteht?
Momentan wird hier beispielsweise die Lekt&#252;re eines Blogbeitrags durchgef&#252;hrt, und zwar durch Sie. Zuvor sind Sie zur Veranlassung dieser Durchf&#252;hrung geschritten, nachdem Sie die Einschaltung Ihres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/passivpresse.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4044" title="passivpresse" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/passivpresse.jpg" alt="" width="400" height="101" /></a></p>
<p>Oh, oh, oh. Ein Seminar zum Thema Pressearbeit, und dann in der Beschreibung ein solcher Satz. Das Seminar wird durchgef&#252;hrt. B&#252;rokratischstes Passiv-Deutsch! Ob Frau Pressesprecherin etwas von journalistischer Sprache versteht?</p>
<p>Momentan wird hier beispielsweise die Lekt&#252;re eines Blogbeitrags durchgef&#252;hrt, und zwar durch Sie. Zuvor sind Sie zur Veranlassung dieser Durchf&#252;hrung geschritten, nachdem Sie die Einschaltung Ihres Rechners vorgenommen haben. Vor wenigen Wochen haben Sie die Durchf&#252;hrung der Feierlichkeiten zu Weihnachten vorgenommen, und in den Sommermonaten nehmen Sie die Anheiratung Ihres/r Verlobten vor, am besten unter sch&#246;nsten Witterungsbedingungen. Schon klar. Mit dieser Sprache gewinnen Sie gewiss keine Journalisten, die <a href="http://www.amazon.de/Deutsch-f%C3%BCr-Profis-Illustriert-Murschetz/dp/3442161754/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1267603216&amp;sr=8-1">Wolf Schneider</a> nicht nur gelesen, sondern auch verinnerlicht haben.</p>
<p>Wenn Sie so einen Satz finden, sind drei Dinge n&#246;tig:</p>
<p>1. Alarmglocken im Hirn wegen des Wortes &#8222;durchf&#252;hren&#8220;. Ekel-Alarm wegen spr&#246;der, abstrakter, vorstellungsfeindlicher Sprache. Wenn etwas &#8222;durchgef&#252;hrt&#8220; wird, schlimmstensfalls eine &#8222;Ma&#223;nahme&#8220;, dann befinden wir uns mental in einer Beh&#246;rde. Das ist der affektive Effekt des Wortes, und das h&#252;bsche Pressearbeitsseminar erscheint vor meinem geistigen Auge sofort in einem sterilen Beh&#246;rdenraum mit kafkaesker Neonbeleuchtung, sofern es die schon zu Zeiten Kafkas gegeben haben sollte. Und da will ich nicht hin.</p>
<p>2. Alarmglocken im Hirn wegen des Passivs und derselbe Ekel-Alarm wie bei der Durchf&#252;hrung. Passiv (&#8222;Die Gelder werden gestrichen&#8220;) macht Sprache distanziert, h&#246;lzern und ebenso ungreifbar wie &#8222;durchf&#252;hren&#8220;. Passiv unterschl&#228;gt das handelnde Subjekt (&#8222;Wer streicht das Geld?&#8220;) und ist daher bei Politikern beliebt, die im Vagen bleiben wollen. In einer Sprache aber, die Menschen f&#252;r Ideen gewinnen soll – etwa in Pressemitteilungen –, hat das Passiv nichts verloren. Und es ist die Aufgabe von Journalisten, das Ungenaue zu pr&#228;zisieren.</p>
<p>3. Fragen Sie also sofort: <em>Von wem</em> &#8222;wird&#8220; etwas &#8222;durchgef&#252;hrt&#8220;? Das ist n&#228;mlich Ihre Chance, aus dem Passivsatz einen Aktivsatz zu machen. Und da hier das handelnde Subjekt klar ist (&#8222;von Frau Pressesprecherin&#8220;), k&#246;nnen Sie sofort einen Aktivsatz bilden: &#8222;Frau Pressesprecherin leitet dieses Seminar&#8220;. Formulieren Sie das eben ein bisschen hin, damit es flie&#223;t, aber Aktiv muss sein.</p>
<p>Die besten Bilder im Kopf erzeugt einfache, konkrete und klare Sprache. &#8222;Die Sonne scheint, ein Kind spielt mit dem Ball.&#8220; Nicht etwa ein Schmonz wie &#8222;Ein Kind ist mit seinem Spielzeug besch&#228;ftigt, und das Wetter l&#228;sst nichts zu w&#252;nschen &#252;brig&#8220;. Gute Sprache ist bildhaft, und je mehr Verben Sie durch Substantive ersetzen, desto abstrakter und schwieriger zu greifen wird der Text. Stellen Sie sich eine Zielscheibe vor, in deren Mitte Sie zum Punkt kommen:</p>
<p>Mitte der Zielscheibe: <em>&#8222;Der Iran reichert wieder Uran an&#8220;</em></p>
<p>Erster Ring: <em>&#8222;Der Iran nimmt Urananreicherung wieder auf&#8220;</em></p>
<p>Zweiter Ring: <em>&#8222;Der Iran veranlasst Wiederaufnahme von Urananreicherung&#8220;</em></p>
<p>Dritter Ring: <em>&#8222;Der Iran schreitet zur Veranlassung der Wiederaufnahme von Urananreicherung&#8220;</em></p>
<p>Irgendwo au&#223;en, m&#246;glichst weit weg vom Kern, siedelt sich der &#252;bliche Stil des Politikjournalismus an, den wir auch in schlechten Pressemitteilungen finden. Wir haben uns an dieses Journalesisch so sehr gew&#246;hnt, dass wir uns von einer spr&#246;den Sprache vom Geschehen entfernen lassen. Je weiter au&#223;en auf der Zielscheibe Sie kommunizieren, desto weiter weg sind die Menschen vom Thema. Ich denke, guter Journalismus unterst&#252;tzt niemals diese Tendenz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/durchfuehrung-der-veranlassung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zielgruppenorientierung? Perspektivenwechsel!</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/business/zielgruppenorientierung-perspektivenwechsel/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/business/zielgruppenorientierung-perspektivenwechsel/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 12:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/?p=4016</guid>
		<description><![CDATA[
Perspektivenwechsel: &#8222;zu kaufen&#8220; statt &#8222;zu verkaufen&#8220;
Das Zauberwort &#8222;Zielgruppenorientierung&#8220; klingt viel komplizierter, als Zielgruppenorientierung ist: Wer eine Botschaft platzieren will, steigert seine Chancen schon dann, wenn er sie aus Perspektive der Zielgruppe formuliert. Und das ist kein Hexenwerk: Aus &#8222;zu verkaufen&#8220; (Perspektive des Verk&#228;ufers) wird &#8222;zu kaufen&#8220; (Perspektive des K&#228;ufers). Aus &#8222;Anbei sende ich Ihnen&#8220; wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/zukaufen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4015" title="zukaufen" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/zukaufen.jpg" alt="" width="400" height="233" /></a></p>
<p><strong>Perspektivenwechsel: &#8222;zu kaufen&#8220; statt &#8222;zu verkaufen&#8220;</strong></p>
<p>Das Zauberwort &#8222;Zielgruppenorientierung&#8220; klingt viel komplizierter, als Zielgruppenorientierung ist: Wer eine Botschaft platzieren will, steigert seine Chancen schon dann, wenn er sie aus Perspektive der Zielgruppe formuliert. Und das ist kein Hexenwerk: Aus &#8222;zu verkaufen&#8220; (Perspektive des Verk&#228;ufers) wird &#8222;zu kaufen&#8220; (Perspektive des K&#228;ufers). Aus &#8222;Anbei sende ich Ihnen&#8220; wird &#8222;Anbei erhalten Sie&#8220;.</p>
<p>Voraussetzung sind drei Dinge:</p>
<p>- das Verst&#228;ndnis daf&#252;r, dass es mitunter n&#246;tig ist, die Perspektive zu wechseln;<br />
- die F&#228;higkeit, die Perspektive zu wechseln;<br />
- Empathie, also das Erkennen der Perspektive des Gegen&#252;bers.</p>
<p>Trainieren Sie diese Dinge, und Ihre Botschaften kommen besser an.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/business/zielgruppenorientierung-perspektivenwechsel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Letzter Schnee</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/letzter-schnee/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/letzter-schnee/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 12:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/letzter-schnee/</guid>
		<description><![CDATA[
Diese Optik wird nun erst mal f&#252;r ein paar Monate der Vergangenheit angeh&#246;ren: Der Schnee taut nun auch hier. Schluss mit Post-aus-dem-Tiefschnee-Schleppen. Herzlich willkommen, Schneegl&#246;ckchen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/letzterschnee.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-4013" title="letzterschnee" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/letzterschnee.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a></p>
<p>Diese Optik wird nun erst mal f&#252;r ein paar Monate der Vergangenheit angeh&#246;ren: Der Schnee taut nun auch hier. Schluss mit Post-aus-dem-Tiefschnee-Schleppen. Herzlich willkommen, Schneegl&#246;ckchen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/letzter-schnee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>S&#228;tze, die B&#252;cher versauen</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/saetze-die-buecher-versauen/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/saetze-die-buecher-versauen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 21:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/saetze-die-buecher-versauen/</guid>
		<description><![CDATA[Vor Jahren habe ich mal David Baldacci interviewt. Nun nehme ich sein Buch &#8222;Die W&#228;chter&#8220; in die Hand. Auf Seite 9 lese ich den Satz:
Einen Augenblick hatte es den Anschein, als w&#228;re der Hubschrauber verschwunden; dann aber fiel direkt &#252;ber den M&#228;nnern der Lichtstrahl eines Suchscheinwerfers durch das Bl&#228;tterdach.
Und das irgendwo auf dem Land, nachts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor Jahren habe ich mal David Baldacci interviewt. Nun nehme ich sein Buch &#8222;Die W&#228;chter&#8220; in die Hand. Auf Seite 9 lese ich den Satz:</p>
<p><em>Einen Augenblick hatte es den Anschein, als w&#228;re der Hubschrauber verschwunden; dann aber fiel direkt &#252;ber den M&#228;nnern der Lichtstrahl eines Suchscheinwerfers durch das Bl&#228;tterdach.</em></p>
<p>Und das irgendwo auf dem Land, nachts in Virginia. Mein Gehirn fragt: Mooooment – m&#252;ssten sie den Hubschrauber nicht <em>h&#246;ren</em>, wenn er doch wenige Zeilen sp&#228;ter &#8222;zwanzig Meter &#252;ber den Wipfeln&#8220; schwebte? Ein Widerspruch! Keine sofortige Aufl&#246;sung! Auch in den folgenden Zeilen keine Aufl&#246;sung! Und schon bin ich raus aus der Story.</p>
<p>Oder das lieb gemeinte Buch &#8222;Unser Wald muss moderner werden – eine Fabel von der sch&#246;nen neuen Zeit&#8220; von Robert Griesbeck: Auf Seite 7 erkl&#228;rt mir der Autor, die Kuhglocken einiger K&#252;he seien auf A-Dur gestimmt – und zwar auf a, c und e. Tja Pech, wenn der Leser Musiker ist und wei&#223;, dass a, c und e a-moll ergeben und nicht A-Dur. Und schon wieder bin ich raus aus der Story.</p>
<p>Ich verstehe nicht, wie das beim Schreiben fiktionaler Handlungen passieren kann. Entweder ich habe eine Szenerie vor Augen – dann wei&#223; ich, dass der Helikopter h&#246;rbar sein muss. Oder ich habe eben keine Szenerie vor Augen. Das Problem ist ja: Ich schaffe durchs Erz&#228;hlen ja erst eine Szenerie, die die Menschen beim Lesen vor Augen haben. Sie dechiffrieren meinen Text zur&#252;ck zu der Szenerie, die ich gesehen haben muss. Haut die nicht hin, ist die Story kaputt. Und dass so eine einfache Aussage, wie a-c-e sei A-Dur, niemandem auff&#228;llt in der Buchproduktion, finde ich strange.</p>
<p>Soll ich den Baldacci nun weiter lesen? Irgendwie habe ich die Lust verloren. Wenn der noch mehr solche Inkonsistenzen bringt, dann st&#246;rt er mich beim Nachvollziehen seiner Handlung. Also – weg damit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/verschiedenes/saetze-die-buecher-versauen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Authentizit&#228;t ist alles!</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/authentizitaet-ist-alles/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/authentizitaet-ist-alles/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 19:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/?p=3998</guid>
		<description><![CDATA[Wer in irgendeiner Weise &#246;ffentlich kommunizieren will, sollte sich an ein Dogma halten: Authentizit&#228;t ist alles. Nur wenn ich so kommuniziere, wie man es von mir erwartet, wirke ich konsistent.
Mir ist klar, jetzt sagen viele: Nein, manche k&#246;nnen sich alles erlauben. Es gibt Typen, die sind so derb drauf, die d&#252;rfen Tabus brechen. Ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in irgendeiner Weise &#246;ffentlich kommunizieren will, sollte sich an ein Dogma halten: Authentizit&#228;t ist alles. Nur wenn ich so kommuniziere, wie man es von mir erwartet, wirke ich konsistent.</p>
<p>Mir ist klar, jetzt sagen viele: Nein, manche k&#246;nnen sich alles erlauben. Es gibt Typen, die sind so derb drauf, die d&#252;rfen Tabus brechen. Ist der Ruf mal ruiniert, kann man auch rump&#246;beln.</p>
<p>Und genau dem widerspreche ich. Niemand kann sich alles erlauben. Typen wie Klaus Kinski und Harald Schmidt k&#246;nnen es sich nicht erlauben, pl&#246;tzlich Schwiegermutters Liebling zu sein – sie w&#252;rden ihre Marke zerst&#246;ren. Das w&#228;re deren Tabu.</p>
<p>Letztlich ist es ganz simpel: Die Menschen wollen keine Wahrheit. Es interessiert sie auch nicht, ob jemand Recht hat oder f&#252;r die Moral eintritt. Sondern sie wollen Plausibilit&#228;t. Die Menschen wollen Gedankenvorschl&#228;ge, die sie annehmen oder ablehnen k&#246;nnen. Sie wollen Optionen zum W&#228;hlen, ganz einfach, damit ihr st&#228;ndig abgleichendes Gehirn seine Abgleiche machen kann. Und sie stimmen einem Verhalten nur dann zu, wenn es konsistent und plausibel ist. Es darf ihrer Meinung widersprechen, aber es muss in sich stimmen.</p>
<p>Wenn Margot K&#228;&#223;mann als EKD-Ratsvorsitzende und Bisch&#246;fin zur&#252;cktritt, weil sie einen Fehler gemacht hat, der ihre Glaubw&#252;rdigkeit im Amt besch&#228;digt, dann ist der R&#252;cktritt plausibel. Er passt. Eine f&#252;r Konsequenz und Werte bekannte Frau handelt konsequent und wertebewusst.</p>
<p>Wenn die Katholische Kirche die staatliche Verfolgung von sexuellem Missbrauch unter die innerkirchliche Ahndung stellt und erst nach Auftauchen extrem vieler F&#228;lle das Problem thematisiert, dann ist das plausibel. Niemand erwartet etwas anderes von der Katholischen Kirche, niemand erwartet fr&#252;here Aufkl&#228;rung. Auch dass die konsequente Holocaust-Leugnung seitens manchen W&#252;rdentr&#228;gers keine wirksame Ahndung erf&#228;hrt, passt ins Bild. Eine f&#252;r Bigotterie bekannte Organisation handelt bigott, also wie erwartet. So what?</p>
<p>Wenn Muammar Gaddhafi der Schweiz den Heiligen Krieg erkl&#228;rt, dann ist es genau das, was man von ihm erwartet. Es wundert einfach niemanden. Gaddhafi handelt damit v&#246;llig rollenkonform.</p>
<p>Wenn die Schweizer gegen den Verkauf von Daten deutscher Steuers&#252;nder sind, dann versteht man das ebenso, wie dass die einen deutschen Politiker daf&#252;r sind und die anderen eben dagegen. Man wird jeweils seine Gr&#252;nde haben und handelt damit – genau – plausibel, erwartungsgem&#228;&#223; und konform.</p>
<p>Jeweils passen die Bilder. Und nur darum geht es. Es geht nicht um moralische Instanzen, sondern um ein gro&#223;es Rollenspiel. Ein &#220;belt&#228;ter wird unglaubw&#252;rdig, wenn er Gutes tut, und ein Heiliger wird unglaubw&#252;rdig, wenn er s&#252;ndigt. So einfach ist das.</p>
<p>Was mich am&#252;siert, ist, dass wir dieses Rollenspiel ernst nehmen.</p>
<p>Tabus brechen w&#228;re:</p>
<p>- Harald Schmidt &#252;bernimmt ironiefrei die Rolle von Peter Hahne.<br />
- &#8222;Bild&#8220;-Chef Kai Diekmann setzt sich f&#252;r Medienopfer ein.<br />
- Ein katholischer Kardinal ist auf Plakaten der Aids-Hilfe zu sehen und wirbt f&#252;r Kondome.</p>
<p>Wenn Sie mit irgendeiner Botschaft an die &#214;ffentlichkeit wollen – egal mit welcher –, geht es f&#252;r Sie letztlich nur darum, der Rolle dahinter konsequent und kontinuierlich zu entsprechen. Sie kommen um Ihr Personal Marketing nicht umhin. Sie sind die Marke, Ihre Botschaft ist die Marke, und Sie kommunizieren im Sinne des Branding so, dass Sie den Erwartungen an Ihre Marke stets gerecht werden und eben keine Tabus brechen – weder im moralisch guten noch im schlechten Sinne. Sie d&#252;rfen provozieren, aber niemals den Kern Ihrer Botschaft oder Ihrer Marke preisgeben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/authentizitaet-ist-alles/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Punkt!&#8220;-Webinar: Die Themen heute</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/punkt-webinar-die-themen-heute/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/punkt-webinar-die-themen-heute/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/?p=3995</guid>
		<description><![CDATA[Um 16 Uhr MEZ geht&#8217;s los: In meinem kostenlosen Webinar &#8222;Komm zum Punkt!&#8220; zeige ich wieder, wie Sie mit einfachen Worten klar zum Punkt kommen und Ihre Botschaft treffend r&#252;berbringen. Das Ganze dauert eine Stunde – am besten so gegen 15.50 Uhr unter diesem Link hier einloggen.
F&#252;r einige Freiwillige bin ich wieder der externe Blick: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um 16 Uhr MEZ geht&#8217;s los: In meinem kostenlosen <a href="http://www.thilo-baum.de/?m=20100225&amp;cat=19">Webinar &#8222;Komm zum Punkt!&#8220;</a> zeige ich wieder, wie Sie mit einfachen Worten klar zum Punkt kommen und Ihre Botschaft treffend r&#252;berbringen. Das Ganze dauert eine Stunde – am besten so gegen 15.50 Uhr <a href="https://xing1.spreed.com/checkin/jc/186808909">unter diesem Link hier</a> einloggen.</p>
<p>F&#252;r einige Freiwillige bin ich wieder der externe Blick: Kostenfrei gebe ich einige Tipps zur Optimierung heute vor allem von Webseiten. Der Deal ist: Daf&#252;r schauen andere zu. Zugleich ist dieses Spiel nat&#252;rlich auch spannend, um Gedanken und Produkte gerade durch das Webinar und die Ank&#252;ndigungen dazu zu multiplizieren.</p>
<p>Heute geht es um folgende Webseiten:</p>
<p><a href="http://www.ideenmanagement365.de">http://www.ideenmanagement365.de</a><br />
<a href="http://www.jesushouse.de">http://www.jesushouse.de</a><br />
<a href="http://www.solundhaben.com">http://www.solundhaben.com</a><br />
<a href="http://www.may-room.de">http://www.may-room.de</a><br />
<a href="http://www.magdableckmann.at">http://www.magdableckmann.at</a></p>
<p>Und damit es heute nicht nur um Webseiten geht und um schriftliche Kommunikation, werde ich zu Beginn auch ein wenig &#252;ber das Thema &#8222;Rede&#8220; sprechen. Ein besonderes Beispiel daf&#252;r ist die Rede von Ken Robinson &#252;ber den Kreativit&#228;tskiller Schule – bitte schauen Sie sich dieses Video vor dem Webinar an (deutsche Untertitel sind ausw&#228;hlbar):</p>
<p><a href="http://www.ted.com/talks/ken_robinson_says_schools_kill_creativity.html">http://www.ted.com/talks/ken_robinson_says_schools_kill_creativity.html</a></p>
<p>Und ansonsten freue ich mich auf zahlreiche Teilnahme ab 16 Uhr!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/punkt-webinar-die-themen-heute/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vorsicht, Twitter-Wurm!</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-twitter-wurm/</link>
		<comments>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-twitter-wurm/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-twitter-wurm/</guid>
		<description><![CDATA[
&#8222;Haha. This you????&#8220; und &#196;hnliches f&#252;hrt zu einer betr&#252;gerischen Webseite. Falls Sie so etwas von mir bekommen, es ist nicht von mir.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/100225-wurm.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3993" title="100225-wurm" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/100225-wurm.jpg" alt="" width="397" height="102" /></a></p>
<p>&#8222;Haha. This you????&#8220; und &#196;hnliches f&#252;hrt zu einer betr&#252;gerischen Webseite. Falls Sie so etwas von mir bekommen, es ist nicht von mir.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/vorsicht-twitter-wurm/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
