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	<title>Thilo Baum &#187; Film-Tipps</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>Film der Erkenntnis: Pleasantville</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 21:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Film ist eine wunderbare Parabel auf die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung: Die Kom&#246;die &#8222;Pleasantville&#8220; von Gary Ross (zu kaufen bei Amazon) feuert die 90er-Teenager David (Tobey Maguire) und Jennifer (Reese Witherspoon) in eine TV-Serie der 50er. Sie verwandeln sich in die Soap-Figuren Bud und Mary Sue, wobei sie ihr Wissen der heutigen Zeit mitnehmen.
Sie erleben Menschen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Film ist eine wunderbare Parabel auf die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung: Die Kom&#246;die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pleasantville_%E2%80%93_Zu_sch%C3%B6n,_um_wahr_zu_sein">&#8222;Pleasantville&#8220; von Gary Ross</a> (<a href="http://www.amazon.de/Pleasantville-Tobey-Maguire/dp/B00004T8AC/ref=sr_1_1?s=dvd&amp;ie=UTF8&amp;qid=1301782812&amp;sr=1-1">zu kaufen bei Amazon</a>) feuert die 90er-Teenager David (Tobey Maguire) und Jennifer (Reese Witherspoon) in eine TV-Serie der 50er. Sie verwandeln sich in die Soap-Figuren Bud und Mary Sue, wobei sie ihr Wissen der heutigen Zeit mitnehmen.</p>
<p>Sie erleben Menschen in einer perfekten Welt, in der alles funktioniert, und in der es weder Angst noch Schmerz noch Regen noch wahre Gef&#252;hle gibt. Dass diese Welt schwarzwei&#223; ist – die Szenerie der Handlung in der Handlung ist schwarzwei&#223;, von den Bauten bis zu den Darstellern –, st&#246;rt ihre Bewohner nicht, da sie nichts anderes kennen. David und Jennifer wissen: Sie sind zu Besuch in einer fiktiven Welt.</p>
<p>Leider nur stecken die beiden Zeitreisenden mit ihrem externen Wissen bald die anderen an. Und die anderen, bisher gefangen in ihrem goldenen K&#228;fig des Unwissens in einer heilen Welt, schnuppern die Freiheit. Sie beginnen zu sp&#252;ren, dass es nicht nur um Sicherheit geht, sondern dass die Freiheit es verdient, die Unsicherheit in Kauf zu nehmen. Sie erfahren etwas, was sie bisher nicht kannten.</p>
<p>Vorl&#228;ufig sind die Bewohner von Pleasantville darauf angewiesen, dass alles wie gewohnt funktioniert: Bar-Chef Bill (Jeff Daniels) ist hilflos, wenn die Prozesse mit seinem Angestellten Bud nicht perfekt ablaufen. Er verharrt sinnentleert in einer Routine, wenn die Abfolgen nicht mehr stimmen, weil Bud zu sp&#228;t kommt – &#228;hnlich wie Mitarbeiter in Unternehmen hilflos mit den Armen rudern, wenn Unvorhergesehenes geschieht.</p>
<p>Alles im Leben der Ablaufdenker hat seine Ordnung. Und niemand in Pleasantville kommt auf die Idee, einmal etwas Nonkonformes zu tun. Die Regeln sind definiert. &#8222;Bud?&#8220;, fragt Buds Mutter (grandios, grandios, grandios: Jane Kaczmarek). &#8222;Es ist acht Uhr morgens, du siehst doch nicht etwa fern?&#8220; Das Weltbild der Ablauforientierten in &#8222;Pleasantville&#8220; beschreibt exakt, worunter unsere Gesellschaft leidet. Wir reagieren nicht den Situationen gerecht, sondern an Regeln orientiert. Dadurch verhindern wir die Entwicklung von Potenzialen.</p>
<p>Als Jennifer in der &#8222;Pleasantville&#8220;-Figur Mary Sue Parker  ihren Verehrer verf&#252;hrt, kommt Farbe in den Film. Barbesitzer Bill  erkennt, dass er gar nicht auf Abl&#228;ufe angewiesen ist, sondern dass er  selbst entscheiden kann, was er wann und vor allem wozu tut. &#8222;Nie ver&#228;ndert sich etwas&#8220;, klagt er, &#8222;nichts  wird besser oder schlechter.&#8220; In einer wundersch&#246;nen Szene reicht  ein M&#228;dchen Bud eine Frucht vom Baum der Erkenntnis, und auch er bei&#223;t zu, obwohl er das Schicksal der Figuren kennt. Noch wissen sie nicht, dass sie sich befreien – nur Bud wei&#223; es. &#8222;Diese Leute wollen  nicht beknackt sein, sie wollen attraktiv sein&#8220;, sagt Jennifer.</p>
<p>Nachdem Freiheitsromane wie &#8222;Huckleberry Finn&#8220; auftauchen,    sind immer mehr junge Menschen im bisher sterilen Pleasantville infiziert.   Immer mehr Menschen bekommen Farbe (technisch ergeben die einzelnen   Farbtupfer in einer Schwarzwei&#223;welt mitunter gro&#223;artige Bilder). Schlie&#223;lich n&#228;hert sich  Buds Soap-Mutter Bill an, der seine Liebe zur Malerei entdeckt hat – und  weil sie zu Hause nicht mehr den Regularien des  Hausfrau-und-Mutter-Daseins entspricht, holen die Bewahrer der  Verh&#228;ltnisse zum Gegenschlag aus. Nun wehren sich die Bewahrer, und das tun sie in den  Bildern der Regie in faschistischer Weise, mit B&#252;cherverbrennung,  Kunstvernichtung und Schauprozess.</p>
<p>Verboten wird Musik, die nicht &#8222;als gem&#228;&#223;igt und angenehm empfunden wird&#8220;. Einzige Malfarben sind Schwarz, Wei&#223; und Grau. Auf die Lehrpl&#228;ne kommt die &#8222;Unver&#228;nderlichkeitsgeschichtsauffassung mit Schwerpunkt auf Kontinuit&#228;t und nicht auf Ver&#228;nderung&#8220;. Die Regelorientierungen unterwerfen die Sinnorientierten.</p>
<p>Die Bewohner von Pleasantville sind nur vordergr&#252;ndig so banal wie Soap-Charaktere. In Wahrheit sind sie so banal wie Menschen, die ein Schablonenleben f&#252;hren wie Soap-Charaktere und daher sehr leicht nicht nur willf&#228;hrige Helfer von Diktaturen werden, sondern eben auch brave Aufgabenerf&#252;ller in sinnentleerten Systemen sind. Wenn die Filmkritik nur den reinen Unterhaltungswert des Films beurteilt, wie ihn Menschen ohne Empfinden f&#252;r die Bedeutung des Filmes sehen, verpasst sie leider den wesentlichen Aspekt. &#8222;Pleasantville&#8220; zeigt, <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/unvorstellbar-kernkraft-ist-gefaehrlich/">warum Menschen nur f&#252;r m&#246;glich halten, was sie bereits kennen</a>; warum das Denken in Abl&#228;ufen das Denken in M&#246;glichkeiten verhindert und warum das blinde System-Gehorchen das Individuum blockiert. Der Film macht klar, dass Gesellschaften Kreativit&#228;t, Selbstbestimmung und vor allem den externen Blick auf sich selbst brauchen, um sich selbst entwickeln zu k&#246;nnen.</p>
<p>Nachdem Bud und Bill das neue Gesetz absichtlich brechen und die Polizeiwache mit verbotenen Farben und Motiven bemalen, knickt Bill vor Gericht erst ein – aber Bud beweist, dass die Verwandlung vom schwarzwei&#223;en Denken ins Denken in Farben jedem Menschen innewohnt. Freiheit ist nicht relativierbar. &#8222;Menschen ver&#228;ndern sich&#8220;, sagt Bud zu seinem Soap-Vater (genial: William H. Macy). Der erwidert: &#8222;Das ist nicht fair! Du gew&#246;hnst dich an eine Sache, und dann &#8230;&#8220; – &#8222;&#8230; ich wei&#223;: ist alles anders&#8220;, reagiert Bud.</p>
<p>Wir k&#246;nnen die Entwicklung der Menschen nicht aufhalten, ist die Botschaft – und es lohnt sich auch nicht, deswegen Diktaturen zu errichten (oder auch nur Bildungssysteme, die den Menschen die wesentlichen Inhalte vorenthalten). Kl&#252;ger ist es, den Menschen ihre Entwicklungspotenziale zuzugestehen. Bud befreit durch die richtigen Worte sogar seinen Vater vor Gericht von der Schwarzwei&#223;welt und macht ihn farbig. Doch der Vorsitzende Richter beharrt nach wie vor auf seinen Theorien, statt die Realit&#228;t anzuerkennen, obwohl er genau sieht, was geschieht – wie so mancher Richter in unserer Welt, der lieber Theorien folgt als der Wirklichkeit.</p>
<p>Verr&#252;ckt, oder? All dies erz&#228;hlt ein Hollywood-Film. Vom Genre her ist &#8222;Pleasantville&#8220; mitunter als Kom&#246;die verschlagwortet, zugleich aber auch als Drama und Fantasy. Ich finde es sch&#246;n, dass ein Film ohne klares Genre so gut sein kann. Verwandt ist die <a href="http://www.amazon.de/Die-Truman-Show-Jim-Carrey/dp/B00005R69F/ref=sr_1_1?s=dvd&amp;ie=UTF8&amp;qid=1301777786&amp;sr=1-1">&#8222;Truman Show&#8220;</a>, aber auch so etwas Kom&#246;diantisches wie <a href="http://www.amazon.de/M%C3%A4usejagd-Nathan-Lane/dp/B00005EAX7/ref=sr_1_2?s=dvd&amp;ie=UTF8&amp;qid=1301777754&amp;sr=1-2">&#8222;Mouse Hunt&#8220;</a>, zwei weitere Lieblingsfilme von mir.</p>
<p>Der Film ist nicht nur eine Gesellschaftsmetapher, sondern beschreibt auch f&#252;rs Individuum genau, worum es geht, wenn wir von einem fremdbestimmten Leben oder einem selbstbestimmten Leben sprechen. Es geht in der Tat um Erkenntnis. Sie ist der Schl&#252;sselbegriff. Die Unterscheidung wird klar zwischen einem Leben in Mustern und einem kreativen Leben, in dem jemand die M&#246;glichkeiten sieht und selbst entscheidet, welche Systeme wir brauchen, um zu leben.</p>
<p>Der Schl&#252;sselsatz des Films, ausgesprochen von Tobey Maguire: &#8222;Es gibt keine Regeln, wie das Leben sein soll.&#8220; Seine Schwester am Ende zu ihm, als sich Pleasantville der Welt &#246;ffnet: &#8222;Ich habe genug herumgehangen, David, irgendwann ist es langweilig&#8220;. Und pl&#246;tzlich sind beide erwachsen, und sie tun das, was wirklich wichtig ist.</p>
<p>Warum war der Film kein Blockbuster? Ich vermute: Die wenigen, die seine Aussage verstehen, gen&#252;gen nicht, um die Kinos zu f&#252;llen. Die anderen verstehen nicht, worum es geht, weil wir Menschen nun einmal nur anerkennen, was wir schon kennen, wie der Film zeigt.</p>
<p>Die Welt ver&#228;ndert sich – wer am Alten festh&#228;lt, verliert. Wer sich dagegen bereit erkl&#228;rt, seine Potenziale angesichts von Ver&#228;nderungen zu entdecken und zu erarbeiten, gewinnt. Und um Jennifers Replik zu zitieren, wonach Menschen nicht beknackt sein wollen: Sie wollen gl&#252;cklich sein.</p>
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		<title>Tipp: Marcus Jeroch</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 19:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
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		<title>Ich bin der Held der Welt!</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>
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Es tut sehr gut, wenn man nach langer Zeit der gesellschaftlichen Missachtung endlich die W&#252;rdigung erh&#228;lt, die man verdient &#8230;

&#8230; als Held f&#252;r die Menschen &#252;berall auf der Welt, die in dem&#252;tiger Dankbarkeit endlich einmal zu w&#252;rdigen wissen, was jemand wie ich alles so leistet, vor allem wenn es darum geht, den Menschen Orientierung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3646" title="001hero01" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero01.jpg" alt="001hero01" width="400" height="257" /></p>
<p>Es tut sehr gut, wenn man nach langer Zeit der gesellschaftlichen Missachtung endlich die W&#252;rdigung erh&#228;lt, die man verdient &#8230;</p>
<p><span id="more-3650"></span><img class="alignnone size-full wp-image-3647" title="001hero03" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero03.jpg" alt="001hero03" width="400" height="258" /></p>
<p>&#8230; als Held f&#252;r die Menschen &#252;berall auf der Welt, die in dem&#252;tiger Dankbarkeit endlich einmal zu w&#252;rdigen wissen, was jemand wie ich alles so leistet, vor allem wenn es darum geht, den Menschen Orientierung und eine Perspektive zu schenken, &#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3658" title="001hero05" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero051.jpg" alt="001hero05" width="400" height="263" /></p>
<p>&#8230; ob als gesellschaftliches Vorbild f&#252;r jung und alt, Arbeitnehmer und Selbstst&#228;ndige, konvergent und divergent denkende Menschen, &#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3648" title="001hero04" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero04.jpg" alt="001hero04" width="400" height="208" /></p>
<p>&#8230; Kunstliebhaber und Freunde moderner Abstraktionen, &#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3649" title="001hero02" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero02.jpg" alt="001hero02" width="400" height="219" /></p>
<p>&#8230; und auch als Gro&#223;er Bruder, der &#252;ber den Frieden in der Stadt wacht, &#252;bereifrige Juristen in die Schranken weist und auf jeder Werbetafel und in jedem privat gesprochenen Wort auf Klartext achtet.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3653" title="001hero06" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero06.jpg" alt="001hero06" width="400" height="224" /></p>
<p>Und das nur, weil ich in Schweden brav Rundfunkgeb&#252;hren bezahle, wie man <a href="http://en.tackfilm.se/?id=1263924238946RA83">in diesem Image-Film hier</a> sieht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3654" title="001hero07" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/001hero07.jpg" alt="001hero07" width="400" height="259" /></p>
<p>Ist es nicht eine sch&#246;ne Idee f&#252;r virales Marketing, in so einen Film einfach Fotos von Menschen reinzuladen, die man kennt? Danke an <a href="http://schroeter-entwicklung.de">Linda</a> f&#252;r den Hinweis! Wer selbst sein Konterfei oder das eines lieben Menschen in dem schwedischen &#8222;Danke-Film&#8220; sehen will, <a href="http://en.tackfilm.se/">kann es hier in den Film an Stelle meiner reinladen</a>.</p>
<p>Oder eben <a href="http://www.worldsgreatestbusinessmind.com/20081209-Thilo-Baum-create.html&amp;WT.mc_id=WGBM">so</a>:</p>
<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/000hero08.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3727" title="000hero08" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/000hero08.jpg" alt="000hero08" width="400" height="233" /></a></p>
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		<title>H&#246;r-, Lese- und Sehstoff</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/buchtipps/hoer-lese-und-sehstoff/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 14:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind grandios. Nichts ist los. Es hat geschneit, es ist Stille. Die Katze war die Nacht drau&#223;en und kam heute fr&#252;h verfroren durchs Fenster. Jetzt liegt sie auf der Ofenbank und schl&#228;ft.
Von einigen Dingen abgesehen, die zu erledigen sind – das eine oder andere Konzept formulieren, zwei Seminare vorbereiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/winterscheune.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3518" title="winterscheune" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/winterscheune.jpg" alt="winterscheune" width="400" height="267" /></a></p>
<p>Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind grandios. Nichts ist los. Es hat geschneit, es ist Stille. Die Katze war die Nacht drau&#223;en und kam heute fr&#252;h verfroren durchs Fenster. Jetzt liegt sie auf der Ofenbank und schl&#228;ft.</p>
<p>Von einigen Dingen abgesehen, die zu erledigen sind – das eine oder andere Konzept formulieren, zwei Seminare vorbereiten und anderes –, ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr perfekt zum Musikh&#246;ren, Lesen und Filmeschauen:</p>
<p>Meine Musikempfehlung ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arvo_P%C3%A4rt">Arvo P&#228;rt</a> f&#252;r alle, die zeitgen&#246;ssische Komponisten m&#246;gen, die kein affektiertes Zeug glauben machen zu m&#252;ssen, um modern zu sein – und sowieso f&#252;r alle Freunde ernster Musik, denen Bachs &#8222;Matth&#228;uspassion&#8220; inklusive solcher Super-Hits wie &#8222;O Haupt voll Blut und Wunden&#8220; oder Verdis &#8222;Requiem&#8220; wie fr&#246;hliche K&#246;lner Karnevals-Schenkelklopfer vorkommen. Vor allem empfehlenswert sind Arvo P&#228;rts Alben <a href="http://www.amazon.de/Fratres-Cantus-Spiegel-Festina-Little/dp/B000005GQC/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1262176311&amp;sr=1-2">&#8222;Fratres&#8220;</a>, <a href="http://www.amazon.de/Profundis-Theatre-Voices/dp/B0000007FL/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1262176285&amp;sr=1-2">&#8222;De profundis&#8220;</a>, <a href="http://www.amazon.de/Lamentate-Hilliard-Ensemble-Boreyko-Lubimow/dp/B000A69QCW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1262176259&amp;sr=8-1">&#8222;Lamentate&#8220;</a> und <a href="http://www.amazon.de/Passio-Antony-Pitts/dp/B00008IHVX/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1262176358&amp;sr=1-1">&#8222;Passio&#8220;</a>. Soeben h&#246;re ich &#8222;Passio&#8220;, sehr d&#252;ster. Neu und eben erst bestellt ist <a href="http://www.amazon.de/Principio-P%C3%A4rt/dp/B001O2BR5K/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1262176390&amp;sr=1-1">&#8222;In principio&#8220;</a>, ich bin gespannt. Das Video unter dem letzten Link gibt einen Vorgeschmack f&#252;r alle, die P&#228;rt noch nicht kennen, au&#223;erdem findet man P&#228;rt auch bei iTunes.</p>
<p>In Sachen Lesen habe ich <a href="http://www.amazon.de/Maus-Art-Spiegelman/dp/3596180945/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1262177017&amp;sr=8-1-catcorr">&#8222;Maus&#8220; von Art Spiegelman</a> wieder ausgegraben: Die Geschichte eines Holocaust-&#220;berlebenden, dem Sohn berichtet und von diesem als Comic gezeichnet – das Buch, das &#252;ber Nacht die Geschichte des Comics &#228;nderte, wie der Verlag schreibt. &#8222;Art Spiegelman verwendet den Comic-Strip und sprechende Tiere, um das Unbeschreibliche auch jenen nahezubringen, f&#252;r die der Holocaust Geschichte ist – und eine Geschichte unter vielen – geworden ist&#8220;, schreibt The New York Times Book Review. &#8222;Ein Epos in winzigen Bildern.&#8220; Sicher gibt es &#8222;Maus&#8220; auch im amerikanischen Original, aber gerade die deutsche &#220;bersetzung ist hier bemerkenswert, auch wegen der teilweise jiddischen Grammatik.</p>
<p>Dann empfehle ich <a href="http://www.amazon.de/Kaltbl%C3%BCtig-Roman-Truman-Capote/dp/3442469031/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1262179285&amp;sr=1-2">&#8222;Kaltbl&#252;tig&#8220; von Truman Capote</a>. Es ist kein Thriller im landl&#228;ufigen Sinne, kein Whodunit, sondern das Buch erz&#228;hlt die Geschichte eines authentischen Vierfach-Mordes im Jahr 1959 in Kansas und die folgenden Ermittlungen bis zur Hinrichtung der T&#228;ter. Das Buch ist trotz seiner mehr als 500 Seiten sehr rasch zu lesen, und Spa&#223; macht die Erz&#228;hlung in jeder Hinsicht: &#8222;Er war ein guter Wachhund, achtsam, tapfer und jederzeit zum Anschlagen bereit; er hatte nur einen Fehler: Kaum erblickte er, wie jetzt, ein Gewehr – denn die Eindringlinge waren bewaffnet –, senkte er auch schon den Kopf und zog den Schwanz ein.&#8220; – &#8222;Ich wollte dem Mann nichts tun. Ich fand ihn eigentlich sehr nett. H&#246;flich. Bis ich ihm die Kehle durchschnitt.&#8220; – &#8222;Green hilet inne und betastete ein Furunkel in seinem Nacken, ein entz&#252;ndetes Geschw&#252;r, das, wie sein zorniger Tr&#228;ger, jeden Augenblick zu platzen drohte.&#8220; Kaltbl&#252;tig ist auch die stupide Regelorientierung des Richters, der eine Menge entlastender Aussagen nicht h&#246;rt, weil er sich strikt an die Gesetze des Staates Kansas h&#228;lt: Die Frage &#8222;K&#246;nnen Sie das n&#228;her erl&#228;utern?&#8220; ist eine Entscheidungsfrage, alle Antworten au&#223;er Ja oder Nein sind unzul&#228;ssig, und der Zeuge wird entlassen.</p>
<p>In Sachen Film schlie&#223;lich: die Krimis von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Murnberger">Wolfgang Murnberger</a>, ein Geschenk von <a href="http://www.stefan-fraedrich.de">Stefan Fr&#228;drich</a>, vor allem h&#252;bsch der Thriller <a href="http://www.amazon.de/Silentium-Josef-Hader/dp/B000V2SGOY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1262183331&amp;sr=8-1-catcorr">&#8222;Silentium&#8220;</a>. Hinter der strengen &#246;sterreichisch-religi&#246;sen Fassade Salzburgs und der Salzburger Festspiele schanzt der Festspielleiter mithilfe eines Geistlichen den B&#252;hnenstars Frischfleisch zu, und hier besticht nicht nur der trockene Humor (&#8222;Wir brauchen hier keine Schn&#252;ffler.&#8220; – &#8222;Ich bin nur aus touristischen Gr&#252;nden hier.&#8220; – &#8222;Wehe, wenn ich Sie mal abseits irgendwelcher Sehensw&#252;rdigkeiten treffe.&#8220; – &#8222;Das kann nicht passieren, ich habe einen Reisef&#252;hrer.&#8220;), sondern auch die Besetzung mit Josef Hader (der gute Verlierer), Joachim Król (der korrupte Pfaffe), J&#252;rgen Tarrach (der perverse Operns&#228;nger) und Christoph Schlingensief (der Opernregisseur). Unbedingt sehenswert.</p>
<p>Seltsame Entdeckung in dem Zusammenhang: Viele alte Filme lassen sich nicht mehr sehen, andere doch. Beispielsweise &#8222;Schtonk&#8220; erscheint mir heute langatmig und bem&#252;ht, ebenso &#8222;Kottan ermittelt&#8220;, und zwar ebenso wie &#8222;Sissi&#8220; und &#8222;Kir Royal&#8220;, es gibt viele weitere Beispiele. Die Filmsprache hat sich ver&#228;ndert, das Hollywood-Prinzip &#8222;Sp&#228;t rein, fr&#252;h raus&#8220; gilt heute mehr denn je, und erz&#228;hlerische Redundanzen nerven – ich habe etwas begriffen, wenn ich es begriffen habe, und dann brauche ich nicht noch weitere f&#252;nf Sekunden zum Kapieren, sondern will, dass es weitergeht. (Auch manche heutigen Filme ignorieren diesen zunehmenden Anspruch an Verdichtung komplett, etwa der in meinen Augen v&#246;llig misslungene Til-Schweiger-Film &#8222;Keinohrhasen&#8220;, in dem es vor unmotivierten und dramaturgisch nichtssagenden Episoden nur so wimmelt). Andere alte Werke sind noch immer ansehnlich und zeitlos wie beispielsweise &#8222;Michel aus L&#246;nneberga&#8220; oder die &#8222;Tatort&#8220;-Folgen mit Schimanksi. Storylining ist eben noch immer eine seltene Kunst in Deutschland.</p>
<p>Au&#223;erdem freue ich mich auf einen Film, den ich – ich wei&#223;, unverzeihlich – bis heute nicht gesehen habe, mir aber irgendwann die Tage g&#246;nne: &#8222;E.T.&#8220;.</p>
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		<title>MRR-Biografie: Gro&#223;e Klasse</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 20:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen gro&#223;en Stoff an einem Abend zu erz&#228;hlen, ist eine Aufgabe, die gute Dramaturgen wie Aristoteles und Shakespeare noch beherrschten, an der heutige Filmemacher in Deutschland aber reihenweise scheitern. Und so denken sie, gro&#223;e Stoffe auch &#252;berdimensioniert erz&#228;hlen zu m&#252;ssen, ob &#8222;Die Manns&#8220;, &#8222;Buddenbrooks&#8220; oder die Geschichte der Familie Krupp.
In den vergangenen Monaten verlangte jeder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen gro&#223;en Stoff an einem Abend zu erz&#228;hlen, ist eine Aufgabe, die gute Dramaturgen wie Aristoteles und Shakespeare noch beherrschten, an der heutige Filmemacher in Deutschland aber reihenweise scheitern. Und so denken sie, gro&#223;e Stoffe auch &#252;berdimensioniert erz&#228;hlen zu m&#252;ssen, ob &#8222;Die Manns&#8220;, &#8222;Buddenbrooks&#8220; oder die Geschichte der Familie Krupp.</p>
<p>In den vergangenen Monaten verlangte jeder gro&#223;e deutsche Stoff dem TV-Publikum die Unzumutbarkeit ab, den Fernseher zu festen Zeiten mehrmals einzuschalten, damit man dann allerhand weitschweifiges und redundantes Zeug sah, das f&#252;r die Erz&#228;hlung selbst nicht wichtig war. Es scheint, als w&#252;rden deutsche Filmemacher nicht verstehen, dass jeder Stoff an einem Abend zu erz&#228;hlen ist, und als w&#252;rde es das Fernsehen selbst heute angesichts schneller Erz&#228;hlungen nicht verstehen.</p>
<p>Beim Leben Marcel Reich-Ranickis kann es das Fernsehen pl&#246;tzlich. Was nicht vom Stoff abh&#228;ngt. Bei jedem Stoff geht das. Auch wenn die Biografie mit MRRs Anfang in der alten BRD endet, h&#228;tten andere Filmemacher mehrere Teile daraus gestrickt, dazu br&#228;uchten sie nur das Stichwort &#8222;Zweiter Weltkrieg&#8220; zu h&#246;ren. Insofern war die K&#252;rze der Darstellung f&#252;r mich v&#246;llig &#252;berraschend. Bei der Verfilmung von Reich-Ranickis Leben bis Anfang der 50er ist alles klar und kurz erz&#228;hlt, keine Einleitungen, kein &#252;berfl&#252;ssiger Schmuck, es ist fast ein Hollywood-Schnitt, in der jede Sekunde z&#228;hlt. Und die Hauptperson des Geschehenes dieser Verfilmung, Reich-Ranicki, hat f&#252;r diesen Film <a href="http://www.koeln.de/koeln/nachrichten/lokales/premiere_marcel_reichranicki_mein_leben_im_cinenova_143215.html" target="_blank">nur Lobesworte</a>.</p>
<p>Es gibt viel, was mir an diesem Film gef&#228;llt. Regie, Darsteller, Montage. Und es gibt fast nichts, was mich an diesem Film st&#246;rt. Zu wenig, um es zu erw&#228;hnen, daher erw&#228;hne ich es nicht. Erst dachte ich, mich st&#246;rt die Erz&#228;hlung anhand der R&#252;ckblenden, weil ich nichts f&#252;r R&#252;ckblenden &#252;brig habe. Doch hier erkenne ich die R&#252;ckblenden an, weil MRRs T&#228;tigkeit beim polnischen Geheimdienst erst in j&#252;ngster Zeit zum Thema wurde und daher zu Recht das Leitmotiv der Biografie des gr&#246;&#223;ten Literaturkritikers Deutschlands darstellt.</p>
<p>Es ist dramaturgisch in jeder Hinsicht sinnvoll, Reich-Ranickis Leben als Erkl&#228;rung aus dieser Perspektive darzustellen. Und es ist viel spannender und lebendiger, als wenn man hochvergeistigt Reich-Ranickis Leben als das Leben eines Literatur- und Theaterkenners aus rein intellektueller Sicht dargestellt h&#228;tte, mit seinen oft geh&#246;rten Argumenten f&#252;r Kleist, Thomas Mann, Tucholsky und all die anderen Gr&#246;&#223;en, mit deren Verehrung Reich-Ranicki im &#8222;Literarischen Quartett&#8220; und in &#8222;FAZ&#8220;-Beilagen das breite Publikum oft von sich ferngehalten und selbst die Akademiker zeitweise genervt hat. Literatur ist wichtig, aber hier geht es weniger um Reich-Ranickis Passion, sondern um sein Leben. Die Abwesenheit gro&#223;er Literatur und stattdessen die Anwesenheit konkreten Erlebens machen diesen Film zu mehr als nur sehenswert und wichtig. Er ist gro&#223;e Klasse.</p>
<p>Mittwoch, 15. April 2009, ARD, 20.15 Uhr</p>
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		<title>Herrschaft der Deppen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 15:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Was f&#252;r ein wundersch&#246;ner Film: &#8222;Idiocracy&#8220; von 2006 beschreibt die USA im Jahre 2505. Weil dumme Paare mehr Kinder bekommen als intelligente und sich die Denkmuster dummer Menschen daher st&#228;rker verbreiten als die intelligenter Menschen, ist der durchschnittliche Intelligenzquotient in der Zwischenzeit auf das Niveau von Weinbergschnecken gesunken. Die Menschen sind strunzbl&#246;d, aber da es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was f&#252;r ein wundersch&#246;ner Film: &#8222;Idiocracy&#8220; von 2006 beschreibt die USA im Jahre 2505. Weil dumme Paare mehr Kinder bekommen als intelligente und sich die Denkmuster dummer Menschen daher st&#228;rker verbreiten als die intelligenter Menschen, ist der durchschnittliche Intelligenzquotient in der Zwischenzeit auf das Niveau von Weinbergschnecken gesunken. Die Menschen sind strunzbl&#246;d, aber da es keine anderen gibt, sind sie Entscheider und an der Regierung.</p>
<p>Der US-Soldat Joe Bauer und die prostituierte Zivilistin Rita werden f&#252;r ein Experiment eingefroren und leider vergessen. Durch einen Erdrutsch auf einer M&#252;llhalde f&#252;nfhundert Jahre sp&#228;ter &#246;ffnen sich ihre Metalls&#228;rge, und beide sehen sich einem verbl&#246;deten, verslumten und von einer Inflation gequ&#228;lten Amerika entgegen.</p>
<p>Die Parallelen zur heutigen Welt sind beeindruckend: Eine m&#228;chtige Industrie vermarktet unn&#252;tze Energydrinks. Man hat vergessen, dass Wasser zum Trinken ausreicht und Pflanzen beim Wachsen hilft. Die Landwirtschaft ist tot, weil gr&#252;ne Energydrinks kein Getreide wachsen lassen, und obwohl nichts funktioniert, verteidigt die bl&#246;de Masse von PR-L&#252;gen eingeseifter Idioten das gr&#252;ne Zeug, weil es Elektrolyten beinhalte und weil die Energydrink-Industrie Arbeitspl&#228;tze schaffe. Joe Bauer, der sich f&#252;r Wasser auf Feldern einsetzt, wird Opfer des spottenden P&#246;bels und verliert bei einer Brot-und-Spiele-Veranstaltung fast sein Leben. Nur durch Zufall schwenken Fernsehkameras auf zarte Keimlinge, die dank Joe Bauers Wasser-Einsatz wachsen.</p>
<p>Ein Zur&#252;ck ins Amerika der Gegenwart gibt es f&#252;r die beiden leider nicht: Zum Bauen funktionierender Zeitmaschinen sind die Menschen der Zukunft zu bl&#246;d. Also wird Joe Bauer, einst f&#252;r das Experiment als Durchschnitts-Amerikaner ausgew&#228;hlt, wegen seines extrem hohen IQ Pr&#228;sident der USA. Rita, die zun&#228;chst CEO bei Starbucks werden will, wird First Lady.</p>
<p>Und leider ist es wie am Anfang: Das intelligente Paar zeugt wiederum weniger Kinder als all die dummen Paare, und wieder zeigt sich die Tendenz, dass sich die Denkmuster dummer Menschen st&#228;rker durchsetzen als die Denkmuster intelligenter Menschen. Das Niveau strebt unaufhaltsam nach unten.</p>
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		<title>Good bye, Hollywood</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 07:46:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Leider hatte ich heute Abend meine Kamera nicht dabei. Ich h&#228;tte das Motorrad aus &#8222;Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull&#8220; fotografiert, den Stefan und ich heute Abend endlich mal gesehen haben, nachdem die Karten gestern ausverkauft waren. Aber es w&#228;re ja auch nur ein Foto einer Filmrequisite, der man vor allem nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider hatte ich heute Abend meine Kamera nicht dabei. Ich h&#228;tte das Motorrad aus &#8222;Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull&#8220; fotografiert, den Stefan und ich heute Abend endlich mal gesehen haben, nachdem die Karten gestern ausverkauft waren. Aber es w&#228;re ja auch nur ein Foto einer Filmrequisite, der man vor allem nicht ansieht, dass sie in einer Hochschulbibliothek gest&#252;rzt und &#252;ber den Fu&#223;boden gekratzt ist. Insofern: egal! Es w&#228;re nur ein Motorrad gewesen, das da im Foyer des Arclight-Kinos am Sunset Boulevard stand. Eine Harley eben mit einem Sozius-Sattel voll von Schwei&#223;spuren der erlauchten Hinterbacken eines gewissen Harrison Ford, die &#196;lteren werden sich erinnern.</p>
<p>Ein Film mit absurder Handlung, aber das ist v&#246;llig gleichg&#252;ltig, es geht nur um die Bilder, die Effekte und die Spannung. Steven Spielberg konstruiert Kunst, und Film ist Kunst, Film ist nicht realistisch oder naturalistisch, oder muss es zumindest nicht sein. Der Vergleich mit &#8222;Munich&#8220;, dem in meinen Augen besten Spielberg-Film, zeigt mir mal wieder, zu welch verschiedenen Genres der Mann f&#228;hig ist. Manche Bands bestehen zwar aus wundervollen Musikern, spielen aber immer das Gleiche, immer dasselbe Genre. Spielberg macht, was er will, und jeweils kann er es.</p>
<p>Anders als gewohnt, au&#223;er Berlinale: Die Leute im Kino klatschen wie im Theater. Bei den Auftritten von Ford, Cate Blanchett, Karen Allen – und bei gelungenen Drehbuchpassagen in Dialog oder Handlung. Man sp&#252;rt, das Publikum hat Filmahnung. Aber das ist am Sunset Boulevard vielleicht nicht unbedingt Zufall. Auch w&#228;hrend der Abspann mit den Noname-Mitwirkenden l&#228;uft, brandet in der einen oder anderen Ecke des Kinosaals immer mal wieder Applaus von f&#252;nf bis zwanzig Leuten auf. Man ist da. Man sieht seinen Film.</p>
<p>Danach in einen Laden namens <a href="http://www.citizensmith.com/" target="_blank">&#8222;Citizen Smith&#8220;</a>, einer wundersch&#246;nen Open-Air-Location im Hinterhof mit Blick auf Nachthimmel, entlegene Werbetafeln, einer pomp&#246;sen Treppe zu einer pomp&#246;sen Dachterrasse, Kronleuchtern, Stahltr&#228;gern, roten und gelben Lichtern. &#8222;Das Schweigen der L&#228;mmer&#8220; auf dem Spielfilm-Channel und jede Menge sch&#246;ner und unaufgeregter Menschen.</p>
<p>Hollywood ist relaxt. Es ist up-to-date und modern, in guten L&#228;den l&#228;uft House oder Rock, und die guten alten Rocktitel Amerikas laufen in Superm&#228;rkten, Boutiquen, Friseurl&#228;den und Zeitschriftenl&#228;den.</p>
<p>In 16 Stunden geht es weg von hier und eine elend lange Strecke im Flieger heimw&#228;rts. Dort werde ich im Auto Rockradio einstellen und mich auf die n&#228;chste Reise hierher freuen.</p>
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		<title>Du bist nicht allein</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 07:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Neues aus dem Plattenbau: &#8222;Du bist nicht allein&#8220; spielt wie der &#228;sthetische und inhaltliche Vorg&#228;nger &#8222;Halbe Treppe&#8220; im Ost-Milieu der kleinen Leute, und es geht um Liebe, Treue und Zukunft. Axel Prahl spielt den Arbeitslosen Hans Moll, der sich in die neue russische Nachbarin verliebt (Katerina Medvedeva) und zwischen der Sehnsucht nach Neuem und dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neues aus dem Plattenbau: <a target="_blank" href="http://www.ikdb.de/filme/film_du_bist_nicht_allein.html">&#8222;Du bist nicht allein&#8220;</a><span id="intelliTXT"> spielt wie der &#228;sthetische und inhaltliche Vorg&#228;nger &#8222;Halbe Treppe&#8220; im Ost-Milieu der kleinen Leute, und es geht um Liebe, Treue und Zukunft. <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Prahl">Axel Prahl</a> spielt den Arbeitslosen Hans Moll, der sich in die neue russische Nachbarin verliebt (Katerina Medvedeva) und zwischen der Sehnsucht nach Neuem und dem War-schon-immer-so mit seiner Frau (<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Thalbach">Katharina Thalbach</a>) hin- und herpendelt.</span></p>
<p><span id="intelliTXT">Dabei macht er allerhand Dummheiten: Er schenkt der neuen Nachbarin eine Waschmaschine vom gemeinsamen Ehe-Geld, er verschenkt den Gummibaum aus der gemeinsamen Wohnung mit seiner Frau. Alles durchsichtig und nicht hinterh&#228;ltig, und darum wird die Figur in dem Moment unglaubw&#252;rdig, wo sich Moll gegen&#252;ber seiner Frau eine L&#252;ge ausdenkt, warum die 200 Euro (f&#252;r die Waschmaschine) fehlen. Er mache einen Holl&#228;ndisch-Kurs, l&#252;gt Prahl, nicht nur aus Perspektive der Figur v&#246;llig aus der Luft gegriffen, sondern offenkundig auch aus Sicht des Drehbuchs. Und das macht die Figur kaputt, denn Prahl ist Charakterdarsteller f&#252;r einfache, ehrliche Figuren. Den L&#252;gner nehme zumindest ich ihm nicht ab.</span></p>
<p><span id="intelliTXT">Drehbuch und Regie in Personalunion zu packen (Bernd B&#246;hlich) ist &#252;blicherweise ein Garant f&#252;r ein Misslingen eines Films, da die Regie die Ungereimtheiten aus der Feder einer K&#252;nstlerseele nicht zu gl&#228;tten wei&#223;, wenn der Produzent zu schwach ist, um das Missverh&#228;ltnis auszugleichen und offenbar kein Gesp&#252;r f&#252;r den wirtschaftlichen Erfolg eines Plots hat. Arm, wenn &#252;berdies die Grundidee aus Andreas Dresens &#8222;Halbe Treppe&#8220; geklaut ist. Und so nimmt das dramaturgische Unheil aus lauter halbgaren Einf&#228;llen seinen Lauf: jede Menge angerissene Motive und tote Handlungsf&#228;den, schlie&#223;lich kein sauberes Ende der vielen angefangenen Ideen &#8211; eine dramaturgische Qualit&#228;t, die mancher Filmhochschul-Streifen schl&#228;gt.</span></p>
<p><span id="intelliTXT">Wozu die Nebenstory mit dem arbeitslosen Physiker (Herbert Knaup) und seiner Ex (Karoline Eichhorn), die zwar nichts mehr von ihm h&#246;ren will und ihn weder liebt noch hasst, aber dennoch in seinem Namen und ohne sein Wissen Zettel &#8222;Gebe kostenlos Mathe- und Physik-Nachhilfe&#8220; an Laternenpf&#228;hle pappt? Wozu der Aufstand des Physikers beim Arbeitsamt, warum sucht er pl&#246;tzlich einen Job, obwohl er vorher vorgerechnet hat, dass er ausgesorgt hat? Fehlende Motive, tote Motive &#8211; lauter wirre Einf&#228;lle, die der Autor der Geschichte wohl h&#252;bsch fand und die der Regisseur nicht rauswerfen konnte, weil er eben auch der Autor ist.</span></p>
<p>Schlie&#223;lich l&#246;st der Film den angerissenen Konflikt nicht einmal. Moll f&#228;hrt mit der Bahn nach Holland (warum?), obwohl er beim Abschied am Telefon am lauten Bahnsteig irrt&#252;mlicherweise glauben muss, seine geliebte Russin habe ihm ein &#8222;Ich liebe dich&#8220; ins Ohr gehaucht.</p>
<p>&#8222;Halbe Treppe&#8220; war wesentlich besser, dort fand der Plot eine Aufl&#246;sung, wie man das vom Erz&#228;hlkino erwartet (und die angerissenen Motive bei &#8222;Du bist nicht allein&#8220; finden nicht aus k&#252;nstlerischen Erw&#228;gungen kein Ende, sondern aus dramaturgischer Hilflosigkeit). Ging das Geld aus, weil der Autor-Regisseur &#252;ber zu viele Nebensachen plaudern wollte, wurde der Streifen etwa gar nicht zu Ende gedreht? Diesen Eindruck hat man am Schluss, wenn mitten in der Handlung der Abspann kommt und der Film die Zuschauer sitzen l&#228;sst wie bei einem Coitus Interruptus.</p>
<p>Keine erwachsene Erz&#228;hlkunst, bestenfalls eine Finger&#252;bung und ein Negativbeispiel f&#252;r angehende Drehbuchautoren, Dramaturgen und Regisseure, dank der Schauspieler und der Drehorte immerhin eine Projektionsfl&#228;che f&#252;r Ost-Erinnerungen, aber wesentlich weniger gut und nur halb erz&#228;hlt wie &#8222;Halbe Treppe&#8220;. &#8222;Viertel Treppe&#8220; sozusagen.</p>
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		<title>Filmappell</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2007 20:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;blicherweise spricht man von &#8222;Filmkritiken&#8220;. Man schaut sich einen Film an und erz&#228;hlt weiter, wie man ihn fand, wie gut oder schlecht er war, und das m&#246;glichst noch in Differenzierung der Unterschiede zwischen Buch und Regie, Schauspiel, Montage und Effekten und anderen Elementen, die das Gesamtkunstwerk &#8222;Film&#8220; ausmachen.
Der klassische Filmkritiker ist ein &#252;berern&#228;hrter, satter Medienheini, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;blicherweise spricht man von &#8222;Filmkritiken&#8220;. Man schaut sich einen Film an und erz&#228;hlt weiter, wie man ihn fand, wie gut oder schlecht er war, und das m&#246;glichst noch in Differenzierung der Unterschiede zwischen Buch und Regie, Schauspiel, Montage und Effekten und anderen Elementen, die das Gesamtkunstwerk &#8222;Film&#8220; ausmachen.</p>
<p>Der klassische Filmkritiker ist ein &#252;berern&#228;hrter, satter Medienheini, der sich Wochen vor den Filmstarts die Pressevorf&#252;hrungen reinzieht, etwa fast t&#228;glich 10.30 Uhr im Filmpalast am Kurf&#252;rstendamm, und der dann entsprechend Wochen Zeit hat, seine Story zu schreiben, die dann als Vorprodukt irgendwann im Blatt landet oder im H&#246;rfunk verlesen wird &#8211; und der den Job seit Jahren macht und aufgrund der Kontinuit&#228;t in den entsprechend gleich bleibenden Schemata denkt.</p>
<p>Selten brechen Filmkritiken aus diesem gewohnten klischeehaften Raster aus. Einen solchen Ausbrecher bringt <a target="_blank" href="http://www.spreeblick.com/2007/05/16/shooting-dogs/">Spreeblick</a>. Es geht um <a target="_blank" href="http://www.shootingdogs-derfilm.de/">&#8222;Shooting Dogs&#8220;</a>. Sicherlich kein &#8222;sch&#246;ner&#8220; Film &#8211; und ihn zu &#8222;kritisieren&#8220; mag aufgrund seines ber&#252;hrenden und auf Fakten beruhenden Inhaltes kaum m&#246;glich sein. Aber es ist auf jeden Fall ein Film, den ich aufgrund dieses Textes anschauen werde, der so weise ist, dass er eben nicht kritisiert. Und das hat schon lang keine Filmkritik mehr geschafft. Ins Kino bekommen mich meistens nur Vorschauen, also Produktproben. So wie jemand ein Parfum beschreiben kann, wie er will &#8211; &#252;berzeugend ist die Probe, die in einer Zeitschrift eingeklebt ist oder die ich in der T&#252;te finde.</p>
<p>Wenn es nicht nur Filmkritiken, sondern auch Kritikenkritiken gibt, dann ist das hier eine. Ich finde Talkys ber&#252;hrenden Text &#252;ber &#8222;Shooting Dogs&#8220; grandios, weil er nicht nur Gef&#252;hle erzeugt, sondern auch emotional beweist, dass die Gef&#252;hle im Kritiker authentisch sind. Sie sind nicht &#8211; wie bei Buchbesprechungen und Filmkritiken &#252;blich &#8211; der Abdruck des xten vorsichtig vorgebrachten Aufgusses eines emotionalen Themas, leserheischende Masche oder schwulstig-kitschige Attit&#252;de. Wobei ich &#8222;Kitsch&#8220; hier als &#8222;falsches Gef&#252;hl&#8220; und &#8222;falsches Sentiment&#8220; im Sinne von Sinn verstanden wissen will, wodurch &#8222;Kitsch&#8220; auch unehrliche Gef&#252;hle zum Zwecke der Quoten- oder Auflagensteigerung in seinen Begriff mit einbezieht.</p>
<p>Was mich an dieser Stelle au&#223;erdem wieder dazu motiviert, die k&#252;hne These ins weltweite Gewebe zu werfen, dass Blogs, sind sie gut gemacht, das Zeug haben, den saturierten und beh&#228;bigen klassischen Journalismus zumindest zum Teil und zumindest mittelfristig abzul&#246;sen. Ein sehr ber&#252;hrendes Beispiel hat Spreeblick f&#252;r den Kulturjournalismus gerade gegeben.</p>
<p>Der ehrliche und ohne journalistische Floskeln auskommende Text m&#252;sste f&#252;r Feuilletonisten jedweder Gattung eine Warnung sein. Denn es gibt Dinge, die st&#228;rker sind als publizistische Standard-Klischees, verlogener Weichsp&#252;ler und Marketing-Gags. Es gibt Dinge, die sich dem klassischen Denken des Journalismus nicht unterordnen lassen. Und das sind interessanterweise die Dinge, die die Menschen ber&#252;hren. Und Menschen wollen keine Klischees. Sie wollen Fakten und Gef&#252;hle. Das k&#246;nnen die herk&#246;mmlichen Medien nicht mehr leisten, weil sie zu sehr in ihren eigenen Schranken befangen sind. Blogs k&#246;nnen das. Blogger sollten das wissen und nutzen.</p>
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		<title>Wirkt wie ein harmloser Hase &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2007 08:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film-Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230; wie er Kindern gef&#228;llt. Ist aber beim genauen Hinsehen ein Monster. Gesehen in den H&#228;nden eines gl&#252;cklichen Kleinkindes.

Aus welchem Film stammt dieses Tier?
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image980" alt="haserl1.jpg" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/03/haserl1.jpg" /></p>
<p>&#8230; wie er Kindern gef&#228;llt. Ist aber beim genauen Hinsehen ein <span id="more-982"></span>Monster. Gesehen in den H&#228;nden eines gl&#252;cklichen Kleinkindes.</p>
<p><img alt="haserl2.jpg" id="image981" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/03/haserl2.jpg" /></p>
<p>Aus welchem Film stammt dieses Tier?</p>
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