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	<title>Thilo Baum &#187; Klartext-Rhetorik</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>Intensiv-Kurs Wien</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Auf den Punkt gebracht&#8220;, Wien, 8. Februar 2012: Es gibt noch Pl&#228;tze! In diesem Praxisseminar k&#246;nnen wir konkret an den Projekten einzelner Teilnehmer arbeiten. Infos und Anmeldung per Telefon unter +49-6221-500-501 (Tagungs-Nr. 1202810). Das Seminar ist eine Veranstaltung vom FORUM Institut f&#252;r Management GmbH und kostet 820 Euro zzgl. 20% &#246;st. MwSt.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/?m=20120208&amp;cat=19">&#8222;Auf den Punkt gebracht&#8220;, Wien, 8. Februar 2012</a>: Es gibt noch Pl&#228;tze! In diesem Praxisseminar k&#246;nnen wir konkret an den Projekten einzelner Teilnehmer arbeiten. Infos und Anmeldung per Telefon unter +49-6221-500-501 (Tagungs-Nr. 1202810). Das Seminar ist eine Veranstaltung vom <a href="http://www.forum-institut.de">FORUM Institut f&#252;r Management GmbH</a> und kostet 820 Euro zzgl. 20% &#246;st. MwSt.</p>
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		<title>Gelaber statt Substanz</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 12:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Selten findet sich ein so deutlicher Versto&#223; gegen das journalistische Prinzip &#8222;Wichtiges nach vorne&#8220; wie in der Story von &#8222;Spiegel Online&#8220; &#252;ber Wolfsburg. &#220;berschrift: &#8222;Was hat die Bahn nur gegen Wolfsburg?&#8220; Dachzeile: &#8222;ICE h&#228;lt schon wieder nicht&#8220;. Thema: Schon zum dritten Mal h&#228;lt ein ICE nicht in Wolfsburg, obwohl der Stopp im Fahrplan steht. Mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,789584,00.html"><img class="alignleft size-full wp-image-8656" title="wolfsburg" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/wolfsburg.jpg" alt="" width="150" height="342" /></a>Selten findet sich ein so deutlicher Versto&#223; gegen das journalistische Prinzip &#8222;Wichtiges nach vorne&#8220; wie in der <a href="http://www.spiegel.de/reise/deutschland/0,1518,789584,00.html">Story von &#8222;Spiegel Online&#8220; &#252;ber Wolfsburg</a>. &#220;berschrift: &#8222;Was hat die Bahn nur gegen Wolfsburg?&#8220; Dachzeile: &#8222;ICE h&#228;lt schon wieder nicht&#8220;. Thema: Schon zum dritten Mal h&#228;lt ein ICE nicht in Wolfsburg, obwohl der Stopp im Fahrplan steht. Mir ist es neu, dass Z&#252;ge an Bahnh&#246;fen nicht halten, obwohl sie halten sollten. Also will ich hier sofort eine Antwort lesen. Warum h&#228;lt der Zug nicht? Was sagt die Bahn dazu? Plausibilit&#228;t bedeutet unter anderem, aufgeworfene Fragen sofort zu beantworten: Ist es Absicht? Warum? Und auch weitergehende Fragen zu kl&#228;ren, in denen es um Sicherheit geht: Funktioniert bei der Bahn die Kommunikation zwischen Lokomotive und Bahnhof nicht?</p>
<p>Doch statt einfach etwas Nachrichtliches zu erz&#228;hlen, n&#228;mlich die Geschichte, dass und warum Z&#252;ge fahrplanwidrig durchfahren, verf&#228;llt der Autor in die Attit&#252;de, etwas Launiges schreiben zu wollen – wozu es eines Talents bedarf, das nur wenigen Journalisten gegeben ist. Und so breitet er erst einmal jede Menge Unwichtiges aus, um am Ende alle relevanten Fragen unbeantwortet zu lassen.</p>
<p><strong>Abs&#228;tze 1 und 2: Reiseteil und Volkswagen</strong></p>
<p>Im ersten Absatz erkl&#228;rt &#8222;Spiegel Online&#8220;, es gebe Orte, die es &#8222;eigentlich nie&#8220; in die Medien schafften. Stimmt, aber na und? Eine Nicht-News &#252;ber Wolfsburg, das &#8222;neuerdings auch im Reiseteil&#8220; auftauche. Was bedeutet es, ob ein Ort oft oder selten in den Medien ist? Ist das gut oder schlecht? Keine Ahnung. Oder denkt der Autor, Orte seien unterschiedlich wichtig? Ein v&#246;llig abseitiger Gedanke. Und wenn schon: Was bedeutet das f&#252;r unsere Geschichte? Nichts. Es geht einfach nur um Wolfsburg. Relevanz dieses Absatzes: null.</p>
<p>Im zweiten Absatz folgt Blabla &#252;ber den Kontext, n&#228;mlich dass Wolfsburg mit Volkswagen zu tun hat – alles klar, alles bekannt. Wieder stellt sich die Frage: Na und? Statt die relevanten Fragen zu beantworten, qu&#228;lt uns der Text durch seinen aufgesetzten Humor. Nach wie vor ist unbeantwortet: Warum ignoriert ein ICE Wolfsburg?</p>
<p><strong>Abs&#228;tze 3 und 4: Latein, Sport und &#8222;Kraft durch Freude&#8220;</strong></p>
<p>&#8222;Tu felix Wolfsburg&#8220;, schwadroniert der Autor dann im dritten Absatz und zeigt, dass er Latein in der Schule hatte oder zumindest Asterix kennt. Daraufhin beweist er sich als historisch gebildet: Der VW K&#228;fer war n&#228;mlich fr&#252;her der &#8222;Kraft-durch-Freude-Wagen&#8220; – nur f&#252;r alle, die das bisher nicht wussten. Warum aber schon zum dritten Mal ein ICE der Deutschen Bahn nicht in Wolfsburg h&#228;lt, verr&#228;t er uns nicht.</p>
<p>Auch im vierten Absatz kommt der Autor nicht zum Punkt. Hier doziert er &#252;ber Sport und erkl&#228;rt die Abk&#252;rzung des &#8222;VfL Wolfsburg&#8220; als &#8222;Verein f&#252;r Leibes&#252;bungen&#8220;. Danke f&#252;r die Belehrung, aber warum h&#228;lt der Zug nicht? Dazu w&#228;re ja auch mal ein O-Ton eines Bahn-Sprechers h&#252;bsch. Stattdessen faselt &#8222;Spiegel Online&#8220; von Hannover 96 und Felix Magath. Wo bleiben die Abs&#228;tze &#252;ber Kultur und St&#228;dtebau?</p>
<p><strong>Absatz 5: Thema ohne Erkl&#228;rung</strong></p>
<p>Jetzt endlich, in Absatz f&#252;nf, kommt der Autor zur Sache – zu sp&#228;t f&#252;r journalistische Begriffe. &#8222;Fast schon regelm&#228;&#223;ig rauscht ein ICE der Deutschen Bahn durch den Wolfsburger Bahnhof&#8220;, hei&#223;t es.</p>
<p>In der Tat haben wir eine H&#228;ufung, und genau darum geht es. Das erste Mal kann ein Versehen sein. Das zweite Mal ist eine Geschichte, <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,784093,00.html">wie &#8222;Spiegel Online&#8220; Anfang September auch erkannt hatte</a>. Der dritte Zug aber schreit in jedem Fall nach Erkl&#228;rung. Denn nachdem die Bahn infolge des zweiten Falles Besserung gelobt hatte, geht es jetzt um kontinuierliche Ignoranz.</p>
<p>Und diese Geschichte ist es wert, einfach und ohne selbstgef&#228;lliges Schwadronieren erz&#228;hlt zu werden. Eine Regelm&#228;&#223;igkeit, die so eine schnoddrige Nachl&#228;ssigkeit gegen&#252;ber der Story wie in diesem &#8222;Spiegel-Online&#8220;-Text rechtfertigen w&#252;rde, haben wir noch lange nicht. Eher geht es jetzt darum, der Sache auf den Grund zu gehen.</p>
<p><strong>Spekulationen statt Recherche</strong></p>
<p>Es ist <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/schon-wieder-tod-ohne-ursache/">mal wieder selbstgef&#228;llige Ignoranz gegen&#252;ber dem Leser</a>, ihm die Plausibilit&#228;t zu verweigern. Statt die Geschichte zu bringen und zu kl&#228;ren, liefert man uns ein St&#252;ck, das nur gegen den Autor spricht: Er liest sich selbst offenbar lieber als zu recherchieren. Statt eindeutiger Aussagen zum Fall lesen wir Spekulationen: &#8222;Das &#252;berf&#228;llige ‚Tut uns Leid‘ an die Stadt wird sicherlich bald folgen.&#8220; Was hei&#223;t &#8222;sicherlich&#8220;? Folgt es, oder folgt es nicht? Was sagt denn die Bahn konkret zu diesem dritten Fall? Das wollen wir wissen, und zwar gleich am Anfang.</p>
<p>Wichtiges geh&#246;rt nach vorne, aber der Autor unterschl&#228;gt das Wichtige selbst hinten. Wichtig w&#228;re: Zum dritten Mal hielt ein ICE nicht in Wolfsburg, obwohl die Bahn nach dem zweiten Mal Besserung gelobt hatte. Von hier aus l&#228;sst es sich recherchieren – dann er&#252;brigen sich auch &#8222;Kraft durch Freude&#8220; und &#8222;Verein f&#252;r Leibes&#252;bungen&#8220;. So aber versucht sich der Autor mangels Substanz ins Fabulieren zu retten. Die ironische Attit&#252;de des Autors verschleiert seine journalistische Unf&#228;higkeit allerdings nicht.</p>
<p>Vielleicht sollte man ihm einmal sagen, dass Journalismus nicht die Kunst des Schreibens ist, sondern die Kunst, Informationen zu beschaffen, zu ordnen und zu kanalisieren. Und vor allem: dass ein Text nicht dem Schreiber gefallen soll, sondern den Leser informieren.</p>
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		<title>Komm zum Punkt und denk mit!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 13:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Einfache Erkenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Mach dein Ding!]]></category>
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Im M&#228;rz 2012 erscheint es, und es ist auch schon vorbestellbar: mein neues Buch „Denk mit!“. Es ist die logische Folge in der bisherigen Reihe meiner B&#252;cher.
In „Komm zum Punkt!“ ging es darum, wie wir uns klar ausdr&#252;cken und sagen, was wir meinen. In „Mach dein Ding!“ ging es darum, wie wir klar ausdr&#252;cken, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe frameborder="0" width="400" height="254" src="http://www.youtube.com/embed/Fs15vIejNtI" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Im M&#228;rz 2012 erscheint es, und es ist auch <a href="https://www.amazon.de/Werden-erfolgreich-erkennen-Gegen%C3%BCber-wirklich/dp/386668567X/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316004810&amp;sr=1-1">schon vorbestellbar</a>: mein neues Buch „Denk mit!“. Es ist die logische Folge in der bisherigen Reihe meiner B&#252;cher.</p>
<p>In <a href="http://www.thilo-baum.de/publikationen/komm-zum-punkt-das-rhetorik-buch-mit-der-anti-laber-formel/">„Komm zum Punkt!“</a> ging es darum, wie wir uns klar ausdr&#252;cken und sagen, was wir meinen. In <a href="http://www.thilo-baum.de/publikationen/mach-dein-ding/">„Mach dein Ding!“</a> ging es darum, wie wir klar ausdr&#252;cken, was uns ausmacht, und wie wir die Schlagzeile f&#252;rs Arbeitsleben finden. Der n&#228;chste Schritt ist die Frage: Wie bekommen wir heraus, was von dem, was wir k&#246;nnen und lieben, anderen n&#252;tzlich ist? Und das ist ganz einfach: indem wir uns in die Perspektive unserer Mitmenschen versetzen und mitdenken.</p>
<p>Mitdenken ist ein riesiges Thema, und es taucht bislang nirgends entsprechend auf. Es gibt eine Menge Literatur &#252;ber Empathie, Altruismus und soziale Kompetenz, es gibt eine Menge Zeug &#252;ber Werteverfall und abnehmende R&#252;cksicht, aber das Thema Mitdenken ist unterrepr&#228;sentiert. Vielleicht, weil unsere Gesellschaft dazu neigt, die Realit&#228;t zu theoretisch anzugehen.</p>
<p>Die meisten Leute verbinden „mitdenken“ mit Mitgef&#252;hl und sind schnell beim moralischen Anspruch der emotionalen Intelligenz. Was ihnen den Zugang zum Thema versperrt. Wenn wir die Z&#252;ge unseres Schachpartners voraussehen und &#252;berlegen, wie er wohl reagieren wird, wenn wir den L&#228;ufer ziehen, brauchen wir keinerlei Empathie. Wir brauchen Geistesgegenwart.</p>
<p>Und wenn ein Hotel nicht mitdenkt, weil es uns ein vierzig Zentimeter langes Netzwerkkabel zumutet, wobei die Steckdose am Bett ist, hilft keine empathische Entschuldigung. Denn es geht nicht um die Korrektur des Patzers oder um eine nette Atmosph&#228;re, sondern ums Mitdenken von Anfang an. Mitdenken ist eine Form von Gehirnaktivit&#228;t, die uns zu dem bef&#228;higt, was das Mitdenken ausmacht: zum Wechsel der Perspektive, weg aus unserer Binnensicht hin zum externen Blick auf uns und unser Business.</p>
<p>Die meisten Unternehmen suchen Kunden f&#252;r ihre Produkte. Kl&#252;ger ist es, Produkte zu finden f&#252;r die Kunden. Es ist immer klug, die Perspektive seiner Mitmenschen einzunehmen. Doch die allerwenigsten Unternehmen tun das. Seltsam, denn die meisten Menschen, die in Unternehmen arbeiten, sind doch selbst in vielerlei Hinsicht Kunden!</p>
<p>Und die Egozentrik zieht sich durch die Unternehmenskommunikation. Die meisten Unternehmen denken im Warum-Schema. Warum tun wir etwas? Weil wir es schon immer so gemacht haben. Statt dass sie im Wozu-Schema denken: Was ist das Ergebnis, was steht am Ende unseres Handelns, was wollen wir bewirken? Statt zu &#252;berlegen, was Kunden interessiert, schreiben die meisten nur von sich.</p>
<p>Wer im Wozu-Schema denkt, wird kaum einen so egozentrischen Newsletter verschicken wie das Hotel aus meinem kurzen Film. Man stelle sich vor: Die Top-Story des Newsletters eines Hotels ist die neue Direktorin. Doch eine intern sicher relevante Nachricht muss drau&#223;en noch lange nicht relevant sein. Besser ist da der Newsletter der <a href="http://www.detektive-kocks.de">Detektive Kocks</a>. Lassen Sie sich &#252;berraschen!</p>
<p>Der Film zeigt Ausschnitte aus meinem Auftritt am 12. September 2011 beim <a href="http://www.vip-bc.ch/">VIP-Business-Club </a>in St. Gallen. Viel Spa&#223;!</p>
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		<title>Content, Content, Content!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 07:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Mach dein Ding!]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Berufsverband f&#252;r Redner wirkt auf manche noch immer merkw&#252;rdig: Was ist das? Wozu gibt es das? Aber wer die &#8222;German Speakers Association&#8220; (GSA) kennt und einmal ihre Convention erlebt hat, versteht sofort. Die GSA trifft eine L&#252;cke, die es lange Zeit im deutschsprachigen Raum gab.
Redner geben Impulse
Redner – oder &#8222;Speaker&#8220;, um es im US-Slang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Berufsverband f&#252;r Redner wirkt auf manche noch immer merkw&#252;rdig: Was ist das? Wozu gibt es das? Aber wer die <a href="http://www.germanspeakers.org">&#8222;German Speakers Association&#8220; (GSA)</a> kennt und einmal ihre Convention erlebt hat, versteht sofort. Die GSA trifft eine L&#252;cke, die es lange Zeit im deutschsprachigen Raum gab.</p>
<p><strong>Redner geben Impulse</strong></p>
<p>Redner – oder &#8222;Speaker&#8220;, um es im US-Slang abgeleitet von der &#8222;National Speakers Association&#8220; (NSA) zu sagen – sind Menschen, die vor einer Gruppe stehen, unabh&#228;ngig von deren Gr&#246;&#223;e, und die etwas vermitteln. Einen &#8222;Impuls&#8220;, wie der Begriff &#8222;Impulsvortrag&#8220; nahelegt. Worin dieser Impuls besteht, ist h&#246;chst unterschiedlich, und das macht die Vielfalt in der GSA aus.</p>
<p>Zielgruppen sind meist Organisationen, &#252;berwiegend Unternehmen und Verb&#228;nde. Diese Kunden erwarten einen klaren Nutzen von einem Redner, sonst w&#252;rden sie ihn nicht buchen. Daher sind Redner unter anderem desto besser im Gesch&#228;ft, je substanzieller ihr Fach ist. Und zwar auf eine Weise, dass das Thema mit der Person verbunden ist. Ein Mensch besetzt ein Thema, beispielsweise besetzt <a href="http://www.stefan-fraedrich.de">Stefan Fr&#228;drich</a> die Motivation mit &#8222;G&#252;nter, dem inneren Schweinehund&#8220;, <a href="http://www.seiwert.de">Lothar Seiwert</a> steht f&#252;r Zeitmanagement. Thilo Baum steht f&#252;r Klartext in der Unternehmenskommunikation und hat – anders als andere Text-Profis, einen klar journalistischen Zugang und keinen werbischen. Denn der journalistische Blick (&#8222;Was ist die Story?&#8220;) f&#252;hrt automatisch zur Kundenperspektive.</p>
<p><strong>Individuelle Bed&#252;rfnisse des Unternehmens</strong></p>
<p>Wie man sich klar ausdr&#252;ckt, so dass die Leute verstehen, l&#228;sst sich in einer Rede vermitteln. Keine Rede sollte wie die andere sein. Jedes Unternehmen, jeder Verband hat andere Eigenheiten.</p>
<p>Ein Unternehmen will fit werden f&#252;r eine Messe – also geht es darum, wie man den Nutzen der Produkte beschreibt, statt nur &#252;ber sich selbst oder die Produkte an sich zu reden. Sp&#252;re ich in den Diskussionen vor meinem Auftritt Betriebsblindheit und Binnensicht, gehe ich darauf so stark ein, dass der folgende Perspektivenwechsel dem Unternehmen etwas bringt. Und wird es interaktiv, bekommt die Rede Elemente eines Seminars.</p>
<p>Derzeit habe ich ein Unternehmen als Kunden, das enorm viele und verschiedene technische Innovationen entwickelt. Weltweit m&#252;ssen Produktmanager ihren Verk&#228;ufern die wesentlichen Fakten vermitteln, und das meist in Videos. Es geht konkret um den Verkaufserfolg: Je klarer und verst&#228;ndlicher der Nutzen, desto erfolgreicher wird das Ganze. Also helfe ich im Rahmen &#8222;Seminar&#8220; bei der Zuspitzung des Inhalts dessen, was die Leute sagen. Wir sitzen in Seminarr&#228;umen, und dabei leiste ich konkrete individuelle Beratung, was m&#246;glich ist, weil die Teilnehmer ihre Produktmuster mitbringen.</p>
<p><strong>Rede und Seminar m&#252;ssen Nutzen bringen</strong></p>
<p>Dieses Beispiel ist musterg&#252;ltig f&#252;r den Nutzen, den eine Rede oder ein Seminar bringen. Folgt das Unternehmen meinen Ratschl&#228;gen, wird es bei Weitem mehr Geld einnehmen, als es f&#252;r meine Beratung ausgibt. Denn wir setzen in der Zentrale an, von der aus die Informationen in die Welt gehen. Der Nutzen ist gr&#246;&#223;tm&#246;glich. Und damit sind wir bei einem enorm wichtigen Punkt: Eine Rede und ein Seminar sind Produkte, die etwas bringen m&#252;ssen.</p>
<p>Viele Leute entdecken derzeit den Beruf des Redners. Sie denken, es sei toll, vorne zu stehen und wichtig zu sein. Sie denken nur an sich. Manche kommen sogar ohne Thema an und &#252;berlegen, wor&#252;ber sie denn sprechen k&#246;nnten. Dabei funktioniert es genau andersherum: Die Frage ist, was andere Menschen brauchen und nicht man selbst; und die Frage ist, welches Thema sich organisch aus der individuellen Biografie ergibt.</p>
<p><strong>Gute Redner sind aufgrund ihrer Biografie gut</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich kann sich jemand, dem beim Sprechen nicht die Z&#228;hne aus dem Mund fallen, als Kommunikations- oder Motivationstrainer positionieren, als Gesundheitsexperte oder was auch immer. Kein Problem: Man liest sich das n&#246;tige Wissen an und gibt es wieder wie ein Akademiker in einer Uni. Dann allerdings bleibt die Show tot. Eine Show, in der jemand etwas vermittelt, was nicht seins ist, was er nicht lebt und nie gelebt hat, ist tot. Der Markt will Leben – er will Pers&#246;nlichkeiten, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Taten in der Praxis die Glaubw&#252;rdigkeit besitzen, f&#252;r ihr Thema zu stehen. Der Markt will keine Gelehrten, sondern Erfahrene. Totes akademisches Wissen ist nichts, wof&#252;r ein Unternehmen bezahlen m&#246;chte.</p>
<p>Ein Trainer ist einer, den ich ersetzen kann, wenn er krank wird. Wie in der Uni. Ein Redner ist einer, den ich aufgrund seiner Pers&#246;nlichkeit buche, mit der er f&#252;r sein Thema steht. F&#252;r ihn Ersatz zu finden, ist schon schwerer. Und ganz gleich, ob ein Unternehmen einen Vortrag, ein Seminar oder eine Beratung bucht: Steht jemand mit seinem Namen f&#252;r eine bestimmte Technik und einen bestimmten Nutzen, wird es immer schwierig sein, f&#252;r ihn Ersatz zu finden.</p>
<p><strong>Pr&#228;gnanz als Produkt</strong></p>
<p>Bei mir war es die Liebe zur Pr&#228;gnanz, die mich zum Seminarleiter und dann zum Speaker gemacht hat. Es ist eben nicht der Deutschlehrerblick, der nach Fehlern sucht, sondern meine Erfahrung als Redakteur und Journalistenschulen-Dozent. Es geht nicht darum, Menschen zu belehren und zu korrigieren oder sich gar &#252;ber sie lustig zu machen, weil sie &#8222;Uschi&#8217;s Frisiersalon&#8220; mit Apostroph hei&#223;en. Sondern es ist der Pragmatikerblick, der schaut, ob etwas funktioniert. Intuition spielt eine gro&#223;e Rolle, wenn es um treffende Formulierungen geht. &#8222;Machen Sie die richtigen Fehler richtig!&#8220;, habe ich gestern entwickelt, als es darum ging, wie es uns gelingt, dass eine Rede nicht glatt und geleckt wirkt. Wir m&#252;ssen Fehler machen, aber die in der richtigen Dosis. Also haben wir ein pr&#228;gnantes Wortspiel.</p>
<p>&#8222;Stahluminium&#8220; als Wort f&#252;r eine Legierung aus Stahl und Aluminium ist ein Beispiel f&#252;r etwas, was falsch ist, aber gut. Das Wort existiert nicht, also ist es f&#252;r einen Deutschlehrer falsch. Die Ingenieurin in einem &#246;ffentlichen PR-Seminar hatte die &#220;berschrift vorgeschlagen: &#8222;XY GmbH entwickelt neue Legierung aus Stahl und Aluminium, die ma&#223;geblich zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs im Flugzeugverkehr beitr&#228;gt&#8220;. Alles korrekt, aber tot. V&#246;lig &#252;berfrachtet, akademisch, unn&#246;tig ersch&#246;pfend. Also haben wir &#8222;Stahluminium&#8220; als &#220;berschrift genommen und als Unterzeile: &#8222;Neue Legierung spart Kerosin&#8220;. Alles ist gesagt.</p>
<p>Naturwissenschaftler und Ingenieure &#252;berzeuge ich meist mit meinem &#8222;x=2&#8243;-Beispiel: Wenn die Aussage &#8222;x=2&#8243; pr&#228;gnant ist, warum sollte ich stattdessen &#8222;2x=4&#8243; sagen? Beides sagt dasselbe. Beides ist auch pr&#228;zise. Aber nur &#8222;x=2&#8243; ist pr&#228;gnant. Es l&#228;sst sich nicht mehr k&#252;rzen. Und wer Aufmerksamkeit will, braucht Pr&#228;gnanz statt nur Pr&#228;zision. Die Amerikaner haben das kapiert: W&#228;hrend ein deutscher Wissenschaftler &#8222;bereits diagnostizierte Krebserkrankungen&#8220; sagt, sagt der Amerikaner einfach &#8222;cancer&#8220;.</p>
<p><strong>Anselm Gr&#252;n, Franz Alt, Reinhold Messner sind Content<br />
</strong></p>
<p>Wir m&#252;ssen unsere Sprache nicht aufblasen, wenn wir etwas zu sagen haben. Die GSA hat auf ihrer Convention in diesem Jahr drei Menschen in die &#8222;Hall of Fame&#8220; aufgenommen, die diesem Prinzip ganz selbstverst&#228;ndlich folgen: Anselm Gr&#252;n, Franz Alt und Reinhold Messner (<a href="http://www.thilo-baum.de/podcast/reinhold-messners-kiosk/">Messner hier im Audio-Interview</a>). Drei Menschen, die f&#252;r ihre Themen stehen, wenn sie sprechen. W&#228;hrend andere m&#252;hsam Seminare besuchen, um &#8222;authentisch&#8220; zu sein, und w&#228;hrend viele ihre mangelnde Substanz mit Worth&#252;lsen und Phrasen zu verstecken versuchen, ehrt die GSA Menschen, weil sie f&#252;r etwas eintreten und daher sowieso automatisch authentisch sind – und die Klartext sprechen.</p>
<p>Es gibt, vern&#252;nftig gedacht, &#252;berhaupt keinen Grund, nicht authentisch zu sein. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist und zu den anderen, ist man niemand anderes. Wer unauthentisch ist, bel&#252;gt sich und andere. Und die drei Geehrten brauchen keine Rhetorik-Seminare, sie brauchen keine Authentizit&#228;ts-Trainings. Sie leben ihre Inhalte. Sie liefern Content und sind gewisserma&#223;en auch Content.</p>
<p>Mich freut es, dass Michael Rossié, neuer Vizepr&#228;sident der GSA, f&#252;r die Convention 2012 Content ank&#252;ndigt. Es geht darum, dass jemand etwas zu sagen hat, und auf der gro&#223;en B&#252;hne und in den Workshops wollen wir noch mehr Substanz. Die Welt will keine Workshops, aus denen man gleich wieder rausgeht, und sie will keine Redner, die nichts zu sagen haben. Etwas muss sofort knallen, oder es funktioniert nicht.</p>
<p>Faszination erzielen Redner, indem sie aus ihrer Biografie heraus glaubw&#252;rdig sind. Die Newcomer sollten also ihre Perspektive umkrempeln und nicht &#252;berlegen, wo sie sich gerne s&#228;hen, sondern was sie anderen bringen k&#246;nnen. Motto: H&#246;ren Sie auf, Kunden f&#252;r Ihre Produkte zu suchen. Sondern beginnen Sie, Produkte f&#252;r Ihre Kunden zu finden.</p>
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		<title>Mein Lieblingsschachtelsatz</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 11:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die, die die, die die Dietriche erfunden haben, verdammen, tun ihnen unrecht.“
Quelle: Wikipedia.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die, die die, die die Dietriche erfunden haben, verdammen, tun ihnen unrecht.“</p>
<p>Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypotaxe">Wikipedia</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sprachgef&#252;hl essen Lesen auf</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 12:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ein bisschen Sprachgef&#252;hl hat, dem f&#228;llt das Lesen hin und wieder ziemlich schwer. Denn gute, reibungslose und zweifelsfreie Sprache sollte schon sein, damit ein Autor seinen Lesern keine Stolpersteine zumutet – sie scheint aber leider immer seltener zu werden.
Bei Simon Beckett hei&#223;t es am Beginn des achten Kapitels von &#8222;Verwesung&#8220; (keine Seitenzahl, weil Kindle-Ausgabe):
&#8222;Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein bisschen Sprachgef&#252;hl hat, dem f&#228;llt das Lesen hin und wieder ziemlich schwer. Denn gute, reibungslose und zweifelsfreie Sprache sollte schon sein, damit ein Autor seinen Lesern keine Stolpersteine zumutet – sie scheint aber leider immer seltener zu werden.</p>
<p>Bei Simon Beckett hei&#223;t es am Beginn des achten Kapitels von &#8222;Verwesung&#8220; (keine Seitenzahl, weil Kindle-Ausgabe):</p>
<p>&#8222;Ich kam gerade aus der Dusche, als es an der T&#252;r klingelte.&#8220;</p>
<p>Hm. Das muss er von uns Journalisten haben, die so grenzdebile Formulierungen bringen wie &#8222;F&#252;nf Soldaten starben, als ein Sprengsatz explodierte&#8220; und die damit das &#8222;als&#8220; missbrauchen, wo es nicht um die Gleichzeitigkeit geht. Und auch bei einer &#8222;als&#8220;-Konstruktion mit einem Gedanken, der nicht dauerhaft ist, stimmt was nicht. Drehen wir Simon Becketts Dusche um:</p>
<p>&#8222;Als ich aus der Dusche kam, klingelte es an der T&#252;r.&#8220;</p>
<p>Geht doch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Journalisten-Klischees</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 09:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wie flexibel die Londoner Randalierer doch sind: &#8222;Randalierer w&#252;ten jetzt auch in Loverpool und Birmingham&#8220;, meldet &#8222;Spiegel Online&#8220;. Irgendein genialer Physiker hat mal festgestellt, dass ein K&#246;rper nicht zur selben Zeit an mehreren verschiedenen Orten sein kann. Daher im Sinne einer zweifelsfreien Darstellung:
&#8222;Jetzt w&#252;ten auch in Liverpool und Birmingham Randalierer&#8220;.
Die Sinn-Kollision ist etwa vergleichbar mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/krawalle.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8560" title="krawalle" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/krawalle.jpg" alt="" width="400" height="105" /></a></p>
<p>Wie flexibel die Londoner Randalierer doch sind: &#8222;Randalierer w&#252;ten jetzt auch in Loverpool und Birmingham&#8220;, <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,779096,00.html">meldet &#8222;Spiegel Online&#8220;</a>. Irgendein genialer Physiker hat mal festgestellt, dass ein K&#246;rper nicht zur selben Zeit an mehreren verschiedenen Orten sein kann. Daher im Sinne einer zweifelsfreien Darstellung:</p>
<p>&#8222;Jetzt w&#252;ten auch in Liverpool und Birmingham Randalierer&#8220;.</p>
<p>Die Sinn-Kollision ist etwa vergleichbar mit den <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/klartext-rhetorik/wenn-fuehrungskraefte-eingehen/">eingehenden F&#252;hrungskr&#228;ften</a>: Entweder gehen auf einen Vorschlag F&#252;hrungskr&#228;fte ein, oder F&#252;hrungskr&#228;fte gehen auf einen Vorschlag ein.</p>
<p>Auch h&#252;bsch heute: Das vorauszusehende, immer gleiche verzweifelte Gesicht eines &#8222;B&#246;rsianers&#8220;, das Redaktionen<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,779106,00.html"> </a>angesichts fallender Kurse heraussuchen. Nach diesem Journalisten-Klischee gelten hohe Kurse als gut und niedrige als schlecht, w&#228;hrend Preise ansonsten bitte m&#246;glichst gering sein sollten. Hohe Preise f&#252;r Unternehmensanteile sind super, hohe Preise f&#252;r Benzin und Diesel sind pfui.</p>
<p>Stimmungsmache und Meinungsmache funktionieren &#252;brigens besonders gut mit &#8222;Live-Ticker&#8220; – der gaukelt auf wundersame Weise Aktion vor. Ich warte auf Storys Marke &#8222;Noch zwei Tage bis Weihnachten! Lesen Sie morgen: Noch ein Tag bis Weihnachten!&#8220;</p>
<p>Sp&#228;ter hei&#223;t es dann: „Europas Aktien drehen ins Plus“. Wir sehen im Bild einen hoffnungsvollen „B&#246;rsianer“ – offenbar denken Redaktionen, sie m&#252;ssten der Welt nun Optimismus vorspielen. Um 22.30 Uhr schlie&#223;lich:</p>
<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/minutenprotokoll1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8569" title="minutenprotokoll" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/minutenprotokoll1.jpg" alt="" width="400" height="56" /></a></p>
<p>Och, schaaaaade! Da wird etwas besser? Bitte nicht!</p>
<p>Die beste &#246;ffentliche Stimmungsmache und Panik gelingt durch ein  &#8222;Minutenprotokoll&#8220;. Das suggeriert, es passiere min&#252;tlich etwas. Nat&#252;rlich mit den drei Pluszeichen, die fr&#252;her ein Ticker mitunter erzeugte. Diese Anlehnung an Telex und Fernschreiber heuchelt ganz praktisch Eile und Pseudo-Aktualit&#228;t. Sorgt bestimmt f&#252;r Klicks.</p>
<p>Einige Medien machen die Leute mit ihrem Aktionismus wirklich verr&#252;ckt, statt einfach ihrer Chronistenpflicht nachzukommen. Schade, muss &#8222;Spiegel Online&#8220; denken, dass der DAX und mit ihm die Welt nicht endlich untergeht.</p>
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		<title>Der heilige Grad</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 02:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hm. Ein tagesschau.de-Wortspiel mit einer Metapher? Was ist der &#8222;Grad&#8220;? Ist die Rating-Stufe &#8222;CCC&#8220; mit &#8222;Grad&#8220; gemeint, und das Ganze soll witzig sein? Keine Ahnung. Der Text erkl&#228;rt es nicht.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenlandhilfe138.html"><img class="alignnone size-full wp-image-8332" title="grad" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/grad.jpg" alt="" width="400" height="71" /></a></p>
<p>Hm. Ein <a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenlandhilfe138.html">tagesschau.de-Wortspiel</a> mit einer Metapher? Was ist der &#8222;Grad&#8220;? Ist die Rating-Stufe &#8222;CCC&#8220; mit &#8222;Grad&#8220; gemeint, und das Ganze soll witzig sein? Keine Ahnung. Der Text erkl&#228;rt es nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gef&#252;hle schaffen Fakten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 22:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Einfache Erkenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Nein, nicht Fakten z&#228;hlen, nicht Genauigkeit, ersch&#246;pfende  Beschreibung. Menschen denken nicht mit dem Kopf. Nur eine Minderheit  von Theoretikern denkt abstrakt. Theoretiker m&#246;gen unsere Welt  beherrschen, aber sie sind eine Minderheit. Und meist unf&#228;hig, Menschen zu ber&#252;hren. Obwohl es genau darum geht.
Die meisten Menschen f&#252;hlen  konkret. Und sie denken direkt statt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe frameborder="0" width="400" height="254" src="http://www.youtube.com/embed/BhywSsvowW4" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nein, nicht Fakten z&#228;hlen, nicht Genauigkeit, ersch&#246;pfende  Beschreibung. Menschen denken nicht mit dem Kopf. Nur eine Minderheit  von Theoretikern denkt abstrakt. Theoretiker m&#246;gen unsere Welt  beherrschen, aber sie sind eine Minderheit. Und meist unf&#228;hig, Menschen zu ber&#252;hren. Obwohl es genau darum geht.</p>
<p>Die meisten Menschen f&#252;hlen  konkret. Und sie denken direkt statt um Ecken. Und darum sind Menschen  ber&#252;hrbar. Menschen sind anf&#228;llig f&#252;r die Bedeutung der Dinge.</p>
<p>Wenn Sie mit Ihrer Botschaft Menschen erreichen wollen, hat es keinen  Sinn, sie mit Details zu bel&#228;stigen. Es ist nicht klug, sich nur an  eine Minderheit zu richten, etwa an die Theoretiker. Kl&#252;ger ist es, die Bedeutung der Dinge zu vermitteln.</p>
<p>Wenn Sie die Menschen erreichen wollen, dann geben Sie ihnen einen  Rahmen und einen emotionalen Anker! Nur dann werden die Menschen sich  mit Ihren Fakten befassen. Ob es dabei um wissenschaftliche Studien geht  (die in Ermangelung griffiger Sprache bisher einer Minderheit  vorbehalten bleiben) oder um Unternehmensbotschaften (die aufgrund  verknoteter Management-Sprache bisher Unternehmen eher von den Kunden  entfernen, statt beide miteinander zu verbinden) – sofern Sie in  einfacher Sprache sagen, worum es geht, werden die Menschen Ihnen  folgen.</p>
<p>Eine gute Schlagzeile (Newsletter-Betreffzeile, Twitter-Tweet,  &#220;berschrift in Ihrer Pressemitteilung) vermittelt nie Ihre Fakten in  ihrer ersch&#246;pfenden Pr&#228;zision – auch wenn Ihnen Schule und Universit&#228;t  das beigebracht haben. Sondern sie vermittelt die Bedeutung.</p>
<p>Vergessen Sie nicht: Akademiker sind eine  Minderheit, die ihr akademisches Bildungsideal auf die gesamte Bildung  &#252;berst&#252;lpen mit der Folge, dass Arbeitgeber von Schulabg&#228;ngern nichts  halten.</p>
<p>Und eine gute Schlagzeile vermittelt auch nicht das, was Sie wollen. &#8222;Kauf mich!&#8220; ist eine schlechte Schlagzeile. Denn sie ist egozentriert und vermittelt nicht, was Ihre Leistung Ihrem Publikum bringt. Kaufappelle sind Spam.</p>
<p>Vermitteln Sie lieber, was Sie den Menschen bringen! Eine gute Schlagzeile transportiert darum die  Bedeutung dessen, was Sie sagen wollen.</p>
<p>Was also bedeutet Ihre Nachricht? Und vor allem: Worin besteht der  emotionale Anker? Wie ber&#252;hren Sie die Menschen, genau wie die junge  Dame mit ihrem Text f&#252;r den Blinden? Es geht um eine F&#228;higkeit, die die  Korrektdenker nicht beherrschen. Denn hier geht es um Gestaltung,  Vorstellungskraft und Einf&#252;hlungsverm&#246;gen!</p>
<p>Wenn Sie diese Fragen  klar beantworten – und &#8222;klar&#8220; bedeutet: keine theoretischen Exkurse,  keine akademischen Definitionen, sondern nur konkrete und greifbare  Anwendbarkeit –, dann sind Sie auf dem besten Weg!</p>
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		<title>Social Spam</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 07:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext-Rhetorik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Stephanie landet ab sofort auf dem Spamfilter im E-Mail-Programm, fliegt aus dem Freundeskreis bei Facebook, wird bei Twitter geblockt und soll froh sein, dass ich sie nicht bei Xing anschw&#228;rze.
Und der hier fliegt auch raus, der da Werbung auf meiner Facebook-Pinnwand postet:

Nein, so funktioniert der kluge Umgang mit Social Media definitiv nicht. Wie er funktioniert: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/stephaniespam1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8230" title="stephaniespam" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/stephaniespam1.jpg" alt="" width="400" height="306" /></a></p>
<p>Stephanie landet ab sofort auf dem Spamfilter im E-Mail-Programm, fliegt aus dem Freundeskreis bei Facebook, wird bei Twitter geblockt und soll froh sein, dass ich sie nicht bei Xing anschw&#228;rze.</p>
<p>Und der hier fliegt auch raus, der da Werbung auf meiner Facebook-Pinnwand postet:</p>
<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/110527-facebookspam.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8250" title="110527-facebookspam" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/110527-facebookspam.jpg" alt="" width="400" height="222" /></a></p>
<p>Nein, so funktioniert der kluge Umgang mit Social Media definitiv nicht. Wie er funktioniert: <a href="http://pte3.pressetext.com/workshops/sm-praxis/">Anmelden bei Pressetext</a>.</p>
]]></content:encoded>
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