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	<title>Thilo Baum &#187; Reisen</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>Von welchem Gedicht &#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 19:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230; ist dieses merkw&#252;rdige Arrangement inspiriert? Es war ein selten sch&#246;ner und skurriler Blick aus einem Seminarraum heraus – eine der spannendsten Locations, in denen ich bisher aufgetreten bin. Die Frage nach dem Gedicht soll es Insidern ein wenig schwerer machen, ansonsten stellt sich auch die Frage: Wo sind wir hier?
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/blick000.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3982" title="blick000" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/blick000.jpg" alt="" width="400" height="249" /></a></p>
<p>&#8230; ist dieses merkw&#252;rdige Arrangement inspiriert? Es war ein selten sch&#246;ner und skurriler Blick aus einem Seminarraum heraus – eine der spannendsten Locations, in denen ich bisher aufgetreten bin. Die Frage nach dem Gedicht soll es Insidern ein wenig schwerer machen, ansonsten stellt sich auch die Frage: Wo sind wir hier?</p>
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		<title>Webseiten-Gurke des Jahres</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 22:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Produktquark]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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Webseiten-Gurke des Jahres: Die Autoreisezugseite der Deutschen Bahn. Ich dachte, ich will mal wieder nach Lappland. Statt 3000 Kilometer mit dem Auto zu fahren, w&#228;re der Autoreisezug cool. Aber versuchen Sie mal, eine Reise nach Skandinavien zu buchen, welches dort unter &#8222;Reiseziele&#8220; steht, und welches auch im ADAC-Vorteilsprogramm erw&#228;hnt wird: &#8222;Mit Autozug ab 99 Euro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/reisezugfail.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3477" title="reisezugfail" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/reisezugfail.jpg" alt="reisezugfail" width="400" height="275" /></a></p>
<p>Webseiten-Gurke des Jahres: Die <a href="http://www.dbautozug.de/site">Autoreisezugseite der Deutschen Bahn</a>. Ich dachte, ich will mal wieder nach Lappland. Statt 3000 Kilometer mit dem Auto zu fahren, w&#228;re der Autoreisezug cool. Aber versuchen Sie mal, eine Reise nach Skandinavien zu buchen, welches dort unter &#8222;Reiseziele&#8220; steht, und welches auch im ADAC-Vorteilsprogramm erw&#228;hnt wird: &#8222;Mit Autozug ab 99 Euro in den Sommerurlaub! Z.B. nach Skandinavien oder S&#252;deuropa&#8220;, schreibt die &#8222;Motorwelt&#8220; in ihrer Januar-Ausgabe. Die Notiz dort hat mich inspiriert, den Autoreisezug nach Skandinavien bei der Bahn zu suchen. Ich wollte buchen. Aber meinen Sie, ich fand ihn?</p>
<p>Wer glaubt, man k&#246;nne einen Autoreisezug nach Inari oder Kiruna buchen, also auf Strecken, f&#252;r die sich ein Autoreisezug lohnen w&#252;rde, wird entt&#228;uscht: Nicht einmal nach Stockholm oder Oslo bringt einen der Autoreisezug der Bahn – jedenfalls nicht nach dem, was meine beherzte Recherche zutage bringt. Wo, liebe Bahn, transportiert ihr mein Auto nach Skandinavien, wie es euer Partner ADAC behauptet?</p>
<p>Nichtsdestoweniger steht unter &#8222;Reiseziele&#8220; Skandinavien. Wer darauf klickt, dem schw&#228;rmt die Bahn was vor, wie toll das da ist im Norden – und ein kleiner Link rechts l&#228;sst einen ahnen, worauf das hinausl&#228;uft: &#8222;Verwandtes Thema: Terminalbeschreibung Autozug-Terminal Hamburg-Altona&#8220;. Ach so? Soll ich also von Hamburg aus mit dem Auto bis Kiruna weiterfahren?</p>
<p>Und so las ich noch mal nach, und dann erkannte ich den wahren Sinn des Hinweises, die Lage vieler Terminals eigne sich zur Weiterfahrt – Sie finden den Satz oben auf dem Screenshot. Erst hatte ich ihn nicht gelesen, weil ich Usability gewohnt war (nicht viel reinlesen, um eine Webseite nutzen zu k&#246;nnen), doch dann erkannte ich, dass mir mein modernes schlaglichtartiges Webseitennutzungsverhalten zur Falle geworden war. Ach, die meinen offenbar echt mit dem Auto! Ernsthaft! Und ich dachte, kurz umsteigen samt Auto und auf den n&#228;chsten Autoreisezug. In Malm&#246; oder Trelleborg beispielsweise auf einen schwedischen Autoreisezug, den ich selbstverst&#228;ndlich – wie alle internationalen Bahnreisen – &#252;ber die Deutsche Bahn buchen kann.</p>
<p>Mein Irrtum? Vielleicht. Aber vielleicht kam es mir auch einfach zu abwegig vor, dass die Bahn den Leuten Reiseziele pr&#228;sentiert, die sie nicht buchen k&#246;nnen – was sollte das auch? Cool: St&#228;dtereisen jetzt auch nach Graz! Eignet sich prima, um von dort nach Wien zu trampen. Ich meine, vielleicht gibt es ja schwedische Autoreisez&#252;ge. Aber warum verr&#228;t mir die Deutsche Bahn davon nichts?</p>
<p>Von meiner H&#252;tte aus sind es 180 Kilometer bis Hamburg, nach Berlin sind es 120. Soll ich nach Berlin fahren und den Autoreisezug von Berlin-Wannsee nach Hamburg-Altona nehmen, um dann von dort nach R&#252;gen zu d&#252;sen und die F&#228;hre nach Trelleborg zu nehmen? Die Bahn k&#246;nnte auch &#8222;Russland&#8220; als Reiseziel angeben, schlie&#223;lich kann man von Hamburg auch mit dem Auto nach Russland fahren, nachdem man mit dem Autoreisezug in Hamburg angekommen ist. Oder nach New York, schlie&#223;lich kann man sich bestimmt von Hamburg aus in die USA einschiffen.</p>
<p>Auf der Suche nach der in Aussicht gestellten Autozugreise nach Skandinavien eine Frage per E-Mail abzusetzen, das ist auf dieser Seite nach meiner Suche nicht m&#246;glich – offenbar ist DB Autozug eines dieser Unternehmen, die die Leute von sich fernhalten beziehungsweise auf &#214;ffnungszeiten ihrer Hotline verweisen. Ein No-Go in heutigen Zeiten, wenn es doch um m&#246;glichst viele sofortige Buchungen geht – entweder, die Hotline ist rund um die Uhr erreichbar, oder Widerspr&#252;che und Fragen m&#252;ssen sich per E-Mail l&#246;sen lassen. So aber, in dieser Kombination, verdient die Bahn die Usability-Note sechs. Offenbar will man keine Kunden.</p>
<p>Warum das so ist, liebe DB? Eine b&#246;se Sechs? Weil eure Restriktionen einzig euch und eurem Arbeitsalltag dienen und damit nur aus eurer Perspektive sinnvoll sind, die Kunden aber in dem Moment ihre Fragen beantwortet oder zumindest abgesetzt haben wollen, in dem die Fragen auftauchen. Einfach nur ein bisschen Perspektivenwechsel machen, k&#246;nnt ihr das? &#8222;Empathie&#8220;. Bekannt? Schon mal irgendwo Kunde gewesen? Bestimmt. Seht ihr, sollte also gehen, dass ihr den Begriff der Usability nicht auf euch bezieht, sondern auf die, die euer Gehalt finanzieren. Das ist auch geboten, wenn die weiter zahlen sollen. Macht ihr schlechte Arbeit, die Kunden fernh&#228;lt, gef&#228;hrdet ihr damit massiv eure Arbeitspl&#228;tze. Diesen Zusammenhang schon mal gesehen?</p>
<p>Skurril geht es weiter: Unter &#8222;FAQ&#8220;, beispielsweise bei &#8222;Terminals und Verbindungen&#8220;, finden sich keine &#8222;Questions&#8220;. Wo sind da Fragen? Ich finde irgendwelche rudiment&#228;re Themen zu Dingen, die nicht wirklich sinnvoll erscheinen. Beim Klick auf &#8222;Finden und Buchen&#8220; dann sto&#223;e ich nicht etwa auf eine Maske, in der ich Abfahrts- und Zielterminal eingeben kann (beispielsweise von Hamburg-Altona nach Kiruna), sondern auf jede Menge wirres Zeug, das selbst nach einem Klick auf &#8222;Finden und buchen Sie Ihre gew&#252;nschte Verbindung&#8220; nicht zu einem vern&#252;nftigen Ergebnis f&#252;hrt. Stattdessen soll ich mir Terminalpl&#228;ne anschauen. Einzig die &#8222;Europakarte mit Verbindungsanzeige&#8220;, ganz klein, macht mir Hoffnung – und auf der sehe ich schlie&#223;lich, dass es keine Verbindung nach Skandinavien gibt. Zum &#8222;Buchen&#8220; hat man mich da noch immer nicht gef&#252;hrt.</p>
<p>Fazit: Eine am Nutzer vorbeiprogrammierte Webseite, die mehr verspricht, als sie h&#228;lt; umst&#228;ndlich und offenbar von Leuten programmiert, die von Navigation nicht wirklich Ahnung haben, weil sie offenbar noch in tiefen HTML-Hierarchien denken wie vor zehn Jahren. Und es ist eine Webseite, die auf diese Weise dem Unternehmen in seinem Bestreben schadet, Tickets zu verkaufen. Es ist eine programmierte Ausgeburt einer Haltung in der Art &#8222;Was wollen die? Reisen? Warum sollte man es denen einfach machen? Die wollen doch was von uns!&#8220;.</p>
<p>Wieder einmal frage ich mich, was f&#252;r ein Typ Mensch da arbeitet. Die Antwort findet sich beim Klick auf &#8222;Hilfe&#8220;: Da erscheint nicht etwa eine Liste mit Hinweisen zum Durchkommen durch dieses Dickicht, sondern Informationen zu Computersystemen – und schon ist meine Frage beantwortet. Hier grassiert der IT-Wahn! Die Leute dort denken offenkundig, das Problem an der Seite sei nicht ihre Dummheit, sondern die ihrer Besucher. Sie schreiben allen Ernstes unter &#8222;Hilfe&#8220;:</p>
<p><em>&#8222;Die Standard Navigation ist auf allen Seiten sichtbar. Sie beinhaltet die Elemente: Suche, Startseite, Kontakt, <span lang="en-GB">Sitemap</span>, FAQ und Hilfe oben sowie Datenschutz, AGB und das Impressum im unteren Sockelelement.&#8220;</em></p>
<p>Ich wei&#223; nicht, ob Sie es schon wussten, aber wenn Sie in diesem Blog nach links schauen, finden Sie ganz oben die &#8222;Guten Links&#8220;, darunter meine &#8222;Themen&#8220; und unten schlie&#223;lich das &#8222;Archiv&#8220;. Oben, also gewisserma&#223;en quer, finden Sie die Verweise (&#8222;Links&#8220;) zu anderen Teilen meiner Webseite, die auf gleicher Ebene angesiedelt sind wie das Blog hier. &#196;hm, wer will sowas wissen? Es ist mehr als nur das &#252;bliche, Kunden nervende Konzern-Ph&#228;nomen der Egozentrik, die viele Menschen in den Konzernen f&#252;r so normal halten, dass sie externe Kritik daran nicht mehr verstehen. Es ist komplett am Thema &#8222;Hilfe&#8220; vorbei, weil vom Entwickler aus gedacht statt vom Besucher. Und insofern auch wieder konzerntypisch.</p>
<p>Auf diese Weise bleibt der Autoreisezug unattraktiv, in Sachen Skandinavien ist er eine Mogelpackung, und ich frage mich mal wieder im Zusammenhang mit der Bahn, <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/stammtisch/soll-die-bahn-weg/">ob dahinter Methode steckt</a>. Es scheint fast so, denn um ein Unternehmen und seine Produkte im Internet so wirr und verwinkelt darzustellen, bedarf es schon etwas mehr als nur des Peter-Prinzips und betriebsblinder Ignoranz. Und wenn es irgendwann um Stellenabbau geht und die Leute auf der Stra&#223;e demonstrieren, die bisher auf so eine Weise potenzielle Kunden abgeschreckt und damit Umsatz vermieden haben, dann habe ich f&#252;r diese Leute nur sehr wenig Verst&#228;ndnis.</p>
<p>Jede Billigflieger-Seite ist einfacher gebaut. Und weil die Billigflieger mir keine Reiseziele vort&#228;uschen, die es nicht gibt, und weil ich mir da gleich noch einen Mietwagen buchen kann, ziehe ich die Kombi Flug plus Mietwagen dem Autoreisezug der Bahn vor. Und wenn es da keine erschwinglichen Fl&#252;ge gibt, fahre ich eben wieder die gesamte Strecke mit dem Auto, sind ja eh nur ein paar tausend Kilometer.</p>
<p><strong>Ach ja, und noch zehn Tipps an die Bahn:</strong></p>
<p><strong>1. </strong>interaktive Karte mit Verbindungslinien auf die Startseite setzen, damit die Leute sofort verstehen, wohin die Reise geht, au&#223;erdem den ADAC richtig briefen, der sich den Text f&#252;r seine Notiz m&#246;glicherweise nur schnell aus Ihrer Webseite zusammenrecherchiert hat;<br />
<strong>2.</strong> beim Klick auf eine Stadt gleich Option zum Buchen einer Reise anbieten, ob diese Stadt nun Start ist oder Ziel;<br />
<strong>3.</strong> weg mit den Mogelpackungen aus den &#8222;Reisezielen&#8220;;<br />
<strong>4.</strong> an anderer Stelle erkl&#228;ren, dass man durch l&#228;ngere Autofahrten von den Endpunkten aus an spannende Ziele kommt, und diese Ziele dann mit exakter Reisedauer vom Endpunkt einer Autozugreise aus erw&#228;hnen (&#8222;Sie fahren nur noch 200 Kilometer bis Murmansk&#8220;);<br />
<strong>5.</strong> das l&#228;sst sich in eine weitere interaktive Karte einbetten, indem man um die Endpunkte jeweils Kreise zieht (100 km, 200 km, 300 km, 400 km, 500 km), in denen St&#228;dte verzeichnet sind;<br />
<strong>6.</strong> flachere Hierarchien auf der gesamten Webseite;<br />
<strong>7.</strong> &#8222;FAQ&#8220; mit Fragen und Antworten aufmachen und die &#8222;FAQ&#8220; vor allem redaktionell pflegen;<br />
<strong>8.</strong> dringend eine E-Mail-Adresse oder wenigstens Maske f&#252;r Fragen anbieten und s&#228;mtliche Anfragen auch am Wochenende innerhalb von 24 Stunden beantworten (immer dran denken: &#8222;Wochenende&#8220; im Sinne von Freizeit gibt es nur f&#252;r Sie, nicht f&#252;r die Nutzer, vor allem Urlaubsbucher, die ja Ihre prim&#228;re Zielgruppe zu sein scheinen, buchen in ihrer Freizeit);<br />
<strong>9.</strong> die &#8222;Hilfe&#8220; nicht technisch aufziehen, sondern inhaltlich (&#8222;Die Webseiten der DB AG erkennen meine Adresse beim Buchen nicht an, was soll ich tun?&#8220; – das nur als Beispiel f&#252;r einen DB-typischen Bug)<br />
<strong>10.</strong> Weg mit dem Hinweis auf &#8222;Urlaubsregionen&#8220; auf der Startseite – der Autoreisezug ist auch f&#252;r Business-Reisende interessant. Der Begriff &#8222;Reisen&#8220; schlie&#223;t im Unterschied zum Begriff &#8222;Urlaub&#8220; niemanden aus.</p>
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		<title>Oh, wie ist das sch&#246;n!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 19:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Oh, wie ist das sch&#246;n. Endlich wieder in Bayern! Und damit in einer Region, in der Hoteliers wissen, wie man mit G&#228;sten umgeht. Ich liebe diese Ecke Deutschlands. Blick auf Berge, nette Menschen, hohe Lebensqualit&#228;t. Und was hier ist, hat Substanz.

&#8222;HVA&#8220;, vulgo: &#8222;Haus von au&#223;en&#8220;: Mein Zimmer ist das obere Giebelfenster rechts &#8230;

&#8230; und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/bavaria04.jpg" alt="bavaria04.jpg" /></p>
<p>Oh, wie ist das sch&#246;n. Endlich wieder in Bayern! Und damit in einer Region, in der Hoteliers <a target="_blank" href="http://www.thilo-baum.de/lounge/reisen/der-mittelstand-braucht-hilfe/">wissen, wie man mit G&#228;sten umgeht</a>. Ich liebe diese Ecke Deutschlands. Blick auf Berge, nette Menschen, hohe Lebensqualit&#228;t. Und was hier ist, hat Substanz.</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/bavaria01.jpg" alt="bavaria01.jpg" /></p>
<p>&#8222;HVA&#8220;, vulgo: &#8222;Haus von au&#223;en&#8220;: Mein Zimmer ist das obere Giebelfenster rechts &#8230;</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/bavaria03.jpg" alt="bavaria03.jpg" /></p>
<p>&#8230; und das hier ist das Volk drinnen, was nicht wirklich ein Jungbrunnen ist abgesehen vom Tisch links (nette Familie). Nichts gegen alte Leute, aber hier war der Durchschnitt noch h&#246;her als <a target="_blank" href="http://www.thilo-baum.de/lounge/reisen/seeluft/">an der Nordsee</a>, und ich frage mich warum. (Selbstverst&#228;ndlich w&#252;rde ich es ebenso anmerken, wenn hier nur Teenies rumr&#228;nnten.) Ist hier auch Reizklima? Sind die Berge am Ende das Gleiche wie die See? Fr&#252;her haben wir da noch einen Unterschied gemacht.</p>
<p>Spannend: Es ist ein Hotel aus dem Netz, also auf Gl&#252;ck gebucht, und weil man nach 730 Kilometern m&#252;de ist vom Wandern, will man was zu essen haben, freut sich auf eine bajuwarische Brotzeit, reserviert einen Tisch, wirft im Zimmer die Last des Tages von sich ab und – bekommt nur Men&#252;. Nix Essen à la Carte. Es gibt eine bestimmte Suppe, irgendein v&#246;llig unbayerisches Hauptgericht und eine viel zu s&#252;&#223;e Nachspeise. Ich denke: Na und? Und esse, was alle essen. Au&#223;er der Nachspeise.</p>
<p>Kein Essen à la Carte ist zwar irgendwie untypisch, aber es erinnert mich an die <a target="_blank" href="http://www.thilo-baum.de/lounge/berlin/hostaria-del-monte-croce/">Hostaria</a>, in der auch nur alle bekommen, was auf den Tisch kommt. Men&#252; anzubieten ist einfach preiswerter f&#252;r Gastronomen, man kocht alles nur einmal. Doch w&#228;hrend man in der Hostaria dennoch auf Klasse setzt, f&#252;ttert man hier im Karwendel quasi die Reisebusse durch.</p>
<p>Das Publikum, bei dem es mir schwerf&#228;llt, es zielgruppenmilieuspezifisch einzuordnen (gehoben sprechende Rentner in Anoraks), empfindet es offenbar als normal. Liegt Schnee, karrt man eben busweise Skifahrer an und ab. Und ich falle hier komplett auf. Kein grauer Anorak. Und keine Abrei&#223;karte f&#252;r den Bus vor sich, der morgen zur Karwendelbahn f&#228;hrt oder zum Saufen auf die Wies&#8216;n nach Minga.</p>
<p>Trotzdem: Mir gef&#228;llt es hier. Lieber werde ich massenhaft gut behandelt als individuell schlecht. In dem kurz zuvor kritisierten Hotel bei Braunschweig war ich am Abend der einzige Restaurantgast. Und es w&#228;re der Bedienung sicher nicht schwer gefallen, die heruntergebrannte Kerze an meinem Tisch auszutauschen, die am n&#228;chsten Morgen zum Fr&#252;hst&#252;ck seltsamerweise immer noch heruntergebrannt war, w&#228;hrend alle anderen Kerzen brannten.</p>
<p>Deutschland! Oder eher Norddeutschland? Mir gef&#228;llt es hier in Bayern.</p>
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		<title>Der Mittelstand braucht Hilfe</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 18:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es steht wirklich schlimm um die kleinen, familiengef&#252;hrten Hotels in Deutschland. Ich komme nach 400 Kilometern an und muss sofort f&#252;r die Frage geradestehen, wann ich fr&#252;hst&#252;cken will. „Das wei&#223; ich noch nicht, der Plan liegt im Auto&#8220;, sage ich wahrheitsgem&#228;&#223;. „Aber Sie sagen mir das noch!&#8220;, schallt es zur&#252;ck. Gut, okay, ich gehe noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es steht wirklich schlimm um die kleinen, familiengef&#252;hrten Hotels in Deutschland. Ich komme nach 400 Kilometern an und muss sofort f&#252;r die Frage geradestehen, wann ich fr&#252;hst&#252;cken will. „Das wei&#223; ich noch nicht, der Plan liegt im Auto&#8220;, sage ich wahrheitsgem&#228;&#223;. „Aber Sie sagen mir das noch!&#8220;, schallt es zur&#252;ck. Gut, okay, ich gehe noch mal zum Auto.</p>
<p>Wieder zur&#252;ck, nehme ich an einem Restauranttisch Platz. St&#252;rmt eine andere Dame auf mich zu mit einem Meldezettel. „W&#252;rden Sie das bitte ausf&#252;llen? Und dann m&#246;chte ich noch Ihren Personalausweis sehen.&#8220;</p>
<p>Deutschland, Deutschland. Meinen Personalausweis? Ich schaue wohl ziemlich seltsam. Ihre Antwort mit hochgezogenen Brauen: „Ist jetzt Vorschrift.&#8220; Ach. Vorschrift. Na und? Ich frage: „Wegen der Terrorgefahr vor der Bundestagswahl oder warum?&#8220; – „Nein, wegen Hotelbetrugs.&#8220; Okay, denke ich und frage: „Was machen Sie denn, wenn Ihnen bei der Frage jemand die Knarre ins Gesicht h&#228;lt?&#8220; Sie: „Dann habe ich ein Problem.&#8220; Ich: „Und wenn ich verdeckter Ermittler bin und gerade keinen Ausweis auf meinen Decknamen dabei habe?&#8220; Sie: Fragezeichen in Gesicht und Gehirn. Ich: „Warum machen Sie nicht Vorkasse? Ist doch egal, wann die Leute zahlen, zahlen m&#252;ssen sie doch sowieso.&#8220;</p>
<p>Wie verkorkst kann man als Servicemitarbeiterin sein. Man bringt einem Kunden erst mal B&#252;rokram auf den Tisch und Misstrauen entgegen – statt der Speisekarte. Geht man da gerne noch mal hin?</p>
<p>&#8222;Kann ich bitte die Karte haben?&#8220; Seltsamerweise wirkt der Spruch. Ich bestelle und f&#252;lle dann den Zettel aus. Als ich ihn abgebe, schaut sie dr&#252;ber und fragt: „Und die Firma?&#8220; Ich frage: „Welche Firma?&#8220; Antwort: „Na, damit Sie das absetzen k&#246;nnen.&#8220;</p>
<p>Was will diese Frau von mir? Wer ist sie wirklich? &#8222;Ich bin meine Firma.&#8220;</p>
<p>Mache ich irgendwas falsch? Ich f&#252;lle aus, wenn es die kafkaesken Zust&#228;nde in ihrem Gehirn schon fordern. Ich gehe zum Auto, um die Fr&#252;hst&#252;cksfrage zu beantworten. Ich versuche wirklich, ein guter Gast zu sein. Und ich will echt nur was essen und ansonsten ein paar Notizen machen. Sie fragt: „Und dann k&#246;nnen Sie es absetzen?&#8220; Ich denke: &#8222;Ja, ich bin nicht zum ersten Mal in einem Hotel.&#8220; Und sage: „Ja, keine Sorge. Meine Adresse ist die Rechnungsadresse.&#8220; Sie ein paar Minuten sp&#228;ter vom Tresen aus: „Hei&#223;t dieser Ort wirklich Heiligengrabe?&#8220; Ich kaue auf einem f&#252;rchterlich versalzenen Zander herum: „Entschuldigung, ja, habe ich denn etwas anderes geschrieben?&#8220; Sie: „Nein, Sie haben eine ziemlich leserliche Schrift.&#8220; Ja, eben. Fragezeichen in meinem Gesicht und in meinem Gehirn. Sie muss ein Alien sein.</p>
<p>Kaum bin ich fertig mit essen, fragt sie, wann ich fr&#252;hst&#252;cken will. Pflichtschuldig z&#252;cke ich meinen Zettel mit dem Seminar-Briefing. „Ich muss um acht in Braunschweig sein. Wie lange f&#228;hrt man von hier nach Braunschweig?&#8220; Antwort: „Also Sie fahren zur&#252;ck auf die Autobahn, an der Auffahrt Braunschweig-Ost …&#8220; – „&#196;hm, halt. Bitte. Wie ich fahre, verr&#228;t mir das Navi. Die Frage ist, wie lange es dauert.&#8220; – „Vielleicht eine Viertelstunde.&#8220; – „Na also, dann w&#228;re Fr&#252;hst&#252;ck um viertel nach sieben ganz prima.&#8220;</p>
<p>Problem gel&#246;st? Nein. Madame verk&#252;ndet: „Wir haben Fr&#252;hst&#252;ck erst ab acht.&#8220; Hilfe! Wenn! Ich! Doch! Schon! Sage! Dass! Ich! Um! Acht! In! Braunschweig! Sein! Muss! Warum! Dann! Die! Rechnerei!</p>
<p>Ich: „Also gut, dann kein Fr&#252;hst&#252;ck.&#8220; Hei&#223;t: Tankstellen-Kaffee. Warum nicht, ich bin auf der Autobahn zu Hause. Ich bin einer dieser Aral- und Agip-Penner mit einem Lenkrad in den H&#228;nden. Meine H&#228;nde duften nach Diesel. Sie: „Ich kann Ihnen ein Lunchpaket vorbereiten und Kaffee in der Thermoskanne vorbereiten.&#8220;</p>
<p>Hey! Der erste konstruktive Spruch seitens dieses Hotels! Die Frau muss doch ein Engel sein. Ich schlage ein und verleihe der Frau gedanklich einen Servicepreis in Gold. Eine Viertelstunde sp&#228;ter geht das Fr&#252;hst&#252;ck um viertel nach sieben pl&#246;tzlich doch. Wieder Fragezeichen in meinem Gehirn.</p>
<p>Der Mittelstand braucht Hilfe, <a target="_blank" href="http://www.thilo-baum.de/lounge/business/wie-finde-ich-ein-gutes-hotel/">vor allem die kleinen Hotels in Deutschland</a>. Wer k&#252;mmert sich um die? Der DEHOGA? Denn eigentlich ist es wirklich schade, wenn man bei einer H&#228;ufung solcher Erfahrungen irgendwann gleich in ein Hotel einer Kette geht oder ins Steigenberger, weil man einfach wei&#223;, dass die einem nicht auf den Senkel gehen. Wie bringt man den kleinen Klitschen bei, wie’s geht?</p>
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		<title>Seeluft</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 19:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[N&#228;chstes Hotel! Keine M&#252;cken wie vergangene Nacht, aber trotzdem Wasser in der N&#228;he. Bis zum Strand wenige hundert Meter, morgen Abend gehe ich mal hin. Wittmund-Carolinensiel, Dachzimmer, Blick auf zwei Seiten und Durchzug dank mehrerer Fenster, Leuchtturm in Sicht, dazu sind Leuchtt&#252;rme schlie&#223;lich da.
Was ich noch nie verstanden habe:
1. Warum gilt Seeluft als gut? Kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>N&#228;chstes Hotel! Keine M&#252;cken wie vergangene Nacht, aber trotzdem Wasser in der N&#228;he. Bis zum Strand wenige hundert Meter, morgen Abend gehe ich mal hin. Wittmund-Carolinensiel, Dachzimmer, Blick auf zwei Seiten und Durchzug dank mehrerer Fenster, Leuchtturm in Sicht, dazu sind Leuchtt&#252;rme schlie&#223;lich da.</p>
<p>Was ich noch nie verstanden habe:</p>
<p>1. Warum gilt Seeluft als gut? Kein Wald – keine Photosynthese – kein Sauerstoff. M&#252;ssten wir hier nicht alle ersticken?</p>
<p>2. Ich habe hier eine Kurkarte, eine Strandkarte, ein Verzeichnis von Gratis-Parkpl&#228;tzen und bezahle Kurtaxe. Dabei will ich doch gar keinen Urlaub machen, sondern steige hier zum Arbeiten ab. Darf man als freier B&#252;rger denn nicht einfach zum Strand?</p>
<p>3. Die Humtata-Musik in den Restaurants: Wieso ist das so? Warum ist die Region so fest in Rentnerhand? Das Meer ist doch f&#252;r alle was, oder trifft das auf die deutsche Nordseek&#252;ste nicht zu?</p>
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		<title>Neues aus dem Hotelfach</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 20:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Ist das Hamburg? Ja, das ist Hamburg! 
Hamburg, 11. Etage. Beim Blick aus dem Fenster sehe ich Hamburg, aber ich sehe dennoch nichts von Hamburg. Vielleicht ja ein Klischee, denn man sieht auch von machem Berliner Hotelzimmer aus nicht den Fernsehturm. Eigentlich wei&#223; ich gar nicht, wo ich hier bin. Eine Adresse, ein Navi-Befehl und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/hamburgo.jpg" alt="hamburgo.jpg" /></p>
<p><strong>Ist das Hamburg? Ja, das ist Hamburg! </strong></p>
<p>Hamburg, 11. Etage. Beim Blick aus dem Fenster sehe ich Hamburg, aber ich sehe dennoch nichts von Hamburg. Vielleicht ja ein Klischee, denn man sieht auch von machem Berliner Hotelzimmer aus nicht den Fernsehturm. Eigentlich wei&#223; ich gar nicht, wo ich hier bin. Eine Adresse, ein Navi-Befehl und ab die Post. Rein in den Stau und raus aus dem Stau. Denken? Nein. Navi macht faul und bl&#246;d. Ich k&#246;nnte auch in Dortmund sein, und das Schlimme ist: Es ist im Grunde egal.</p>
<p>Dann, im Hotel angekommen: ein schwarzer Plastikkn&#246;del auf dem Tisch mit einem USB- und einem Netzwerkkabel. Hurra, denke ich – endlich mal nicht so ein beknacktes WLAN, das eh nicht funktioniert, sondern solide Kabelwirtschaft. Dass ein Hotel das endlich mal blickt! Auf dem Kn&#246;del steht: einstecken, Rechner starten, Browser aufrufen. Ich mache wie befohlen. Doch nach einiger Zeit qu&#228;lt mich der Rechner mit Timeouts und unerreichbaren Webseiten.</p>
<p>Nein, dass die Programmierer dieser Welt Rechner und Internet h&#228;tten anders bauen k&#246;nnen, dieses Fass will ich jetzt nicht aufmachen. H&#228;tten sie k&#246;nnen, ja. Vorher denken und dann erst machen, sicher. Das Netz, wie es sich heute darstellt, ist unausgegoren und fehlerhaft. Auch die Frage, was man als Kunde an Fachwissen braucht, um die Defizite der Entwickler wett zu machen, f&#252;hrt am Thema vorbei. Die Kunden m&#252;ssen gar nichts wissen, sie sind Kunden. In keinem Hotel erwartet man von den Leuten, dass sie in den Heizraum gehen und die Klimaanlage einstellen, aber bei Rechnersachen sollen die G&#228;ste wissen, was welches Netz ist.</p>
<p>Die Frage ist eher, wie man als Hotel-Provider einen einigerma&#223;en sinnvollen Service gew&#228;hrleistet, der 22 Euro f&#252;r 24 Stunden wert ist.</p>
<p>An der Rezeption ein netter Mensch, der mich zu dem Provider verbindet. Auch dort ein netter Mensch. Der mich fragt, &#252;ber welches Netzwerk ich im Netz sei. Ich antworte: &#220;ber LAN und &#252;ber WLAN. Beide Symbole sind aktiv. Wobei ich mich nicht in ein WLAN eingew&#228;hlt hatte. Er empfiehlt, eines von beiden zu deaktivieren. WLAN deaktivieren geht nicht, weil Protokolle laufen. LAN deaktivieren geht. Und fortan funktioniert das Netz per WLAN. Und ich frage mich: Warum um alles in der Welt habe ich diesen grenzdebilen schwarzen Plastikkn&#246;del mit zwei Kabeln an meinen Rechner angeschlossen? Oder sitzt da nur ein Geheimdienst dran?</p>
<p>Dann: die Minibar. Ein Blick hinein – fast leer. War mein Vormieter ein Schluckspecht? Vermutlich nicht. Denn im K&#252;hlschrank steht ein kleines Schild: &#8222;Die Getr&#228;nke aus der Minibar stehen Ihnen kostenfrei zur Verf&#252;gung! Ein erfrischender Service des Holiday Inn Hamburg.&#8220; Ein Bitburger, zwei Apollinaris, eine Coca-Cola. Das finde ich in Ordnung. Eine wunderbare Idee, um Kunden zu Freunden zu machen – und die bescheuerte Rechnerei kleinerer Betr&#228;ge aus der Minibar beim Auschecken erspart sich das Hotel auch. Was soll das auch, bei einer Mords-Zimmerrechnung aufzuz&#228;hlen: &#8222;Ich hatte ein Bier, die Pringles und die Erdn&#252;sse.&#8220; Posten wie Tiefgarage und Internet rechnen sich schon, aber beim Minibar-Miniaturrechnen &#252;bersteigt der Aufwand des Personals sicher die seitens der G&#228;ste oft herunterbetrogenen Betr&#228;ge. Da positioniere ich mein Hotel doch lieber eine Preisstufe h&#246;her und erlasse den G&#228;sten und meinem Personal an der Rezeption diese kleinteilige Rechnerei.</p>
<p>Aus verschiedenen Gr&#252;nden habe ich keine Lust, im Hotel zu Abend zu essen. Schlie&#223;lich ist man zum ersten Mal in diesem Hamburger Viertel, meines Wissens Rothenburgsort. Wo ist das? Wo bin ich? Keine Ahnung. Also raus aus dem Haus. Keine Restaurants in dem Sinne. Aber vier Imbiss-Restaurant-Container nebeneinander.</p>
<p>Versuch eins: jede Menge Vorgebratenes in der Auslage. Ich bestelle ein Kotelett, einen Salat, ein Kristallweizen, eine &#8222;Bild&#8220; und eine &#8222;Hamburger Morgenpost&#8220;. Ein Riesenauftrag und ein Essen, das zu diesem Viertel passt. Das M&#228;del hinterm Tresen ist erst nett, aber dann kippt sie die halbe Flasche Weizen in ein unausgesp&#252;ltes Weizenglas, ein Drittel Bier, zwei Drittel Schaum. Ich frage sie, wie ich das trinken soll, und ob ich vielleicht ein neues Bier haben k&#246;nnte. Kurzes Aussp&#252;len des Glases w&#252;rde reichen, den Rest mache ich. Sie spult ein schon lange nicht mehr gesehenes pubert&#228;res Getue Marke Augenrollen ab und erkl&#228;rt, f&#252;rs Aussp&#252;len sei nicht die Zeit. Ich schaue mich um – ich bin der einzige Gast. Keine Zeit zum G&#228;stebedienen? Was f&#252;r ein Managementproblem. Sie knallt mir ein neues Glas auf den Tisch – nicht ausgesp&#252;lt. Ich nehme meine Jacke, bedanke mich f&#252;r den Service und sage ihr, ich esse lieber woanders.</p>
<p>Versuch zwei, wenige Schritte weiter: ein Volltreffer. Polnischer Imbiss. Alles cool. Netter Typ, dem es Spa&#223; macht, mit den Leuten zu reden, und der keine Fresse zieht wie seine Kollegin vom Laden &#252;ber die Stra&#223;e. Er erkennt, dass ich keine Speisekarte lesen will. Ich bestelle ein Bier und einen Salat und bitte ihn, mir dar&#252;ber hinaus was zu empfehlen. Knoblauch verboten wegen des Seminars am n&#228;chsten Tag. Daraus wird ein hervorragendes Gericht aus Rindergulasch mit R&#246;sti und Salat – wunderbar und unerwartet.</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/roesti.jpg" alt="roesti.jpg" /></p>
<p><strong>Hingehen und Rindergulasch mit R&#246;sti bestellen </strong></p>
<p>Ich bin im Milieu des &#8222;5-Dollar-Essens&#8220; – diesen Begriff habe ich f&#252;r mich vor einigen Jahren in Dubai gepr&#228;gt f&#252;r kleine Restaurants und Kneipen von Locals und Indern, die eine regionale Alternative mit den echt scharfen D&#246;nern bieten im Unterschied zum Hyatt und zum Interco. Nichts gegen gutes Essen und Haute Cuisine, aber 5-Dollar-Essen irgendwo auf der Welt macht mir mehr Spa&#223; als das ganze affektierte und pr&#228;tenti&#246;se Gastro-Posing vieler L&#228;den, die einen &#252;blichen spanischen Wein f&#252;r 6 Euro die Flasche bei der Metro holen, vom Preisschild das Schwarze-Beeren-Aroma abschreiben und im Restaurant so tun, als sei das ganz ein exotischer Tropfen.</p>
<p>Und was man &#228;rgerlich finden k&#246;nnte: Schon beim Einchecken zieht man meine Kreditkarte durch. Als &#8222;Sicherheit&#8220;. Warum verlangen sie nicht gleich Vorkasse? Aber letztlich ist es ja egal, ob Hacker meine Kreditkartendaten beim Ein- oder beim Auschecken abgreifen. Sache ist, dass ich k&#252;rzlich schon wieder eine neue VISA-Karte bekommen habe: Erst griffen Hackerinnen und Hacker meine Daten beim Zahlen <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/verbraucherschutz/big-brother-is-helping-me/" target="_blank">in einem Hotel in San Francisco</a> ab, jetzt mutma&#223;lich in einem Hotel in Bonn. Der Schaden war dieses Mal null, weil die Verbrecherinnen und Verbrecher die Karte mit einer so gro&#223;en Summe auf einmal belasten wollten, dass das System &#8222;no way&#8220; sagte. In der Folge musste ich daher nicht eidesstattlich versichern, dass die fraglichen Buchungen nicht von mir get&#228;tigt worden waren, und bekam meine neue Karte mit weniger Aufwand als zuvor. Vielleicht k&#252;nftig in bar zahlen?</p>
<p>Altes Hamburg. Eigentlich ist es ja eine sch&#246;ne Stadt. Aber heute bin ich mir schlicht nicht klar dar&#252;ber, &#252;berhaupt in Hamburg zu sein. Hinfahren, ins Hotel, kurz um den Block, &#252;bernachten, Seminar, wegfahren. Andererseits denke ich, diese anonymen Trips sind ja auch eher die Ausnahme; meistens achte ich darauf, mehr vom kulturellen Kern der St&#228;dte und Regionen zu erleben, und ich plane Reisen daher auch vorzugsweise gerne selbst. Und selbst wenn ich gezwungen w&#228;re, st&#228;ndig in schlechten Hotels in &#252;blen Gegenden zu &#252;bernachten, w&#228;re die Art zu leben auch nicht schlimmer als das, was viele Angestellte praktizieren: morgens hin, Dienst nach Vorschrift in einer lieblosen Umgebung, abends nach Hause. Dann schon lieber der Wechsel aus sch&#246;nen und schr&#228;gen Reisen.</p>
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		<title>Gute Hotels gesucht!</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 06:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein gutes Hotel zu finden, ist eine anspruchsvolle Sache. Es geht nicht um Hotels zum Urlaubmachen, sondern um M&#246;glichkeiten guter &#220;bernachtung. Infolge meines Jobs als durch Europa reisender Irrer habe ich schon eine Menge Hotels besucht, und nicht zuletzt aufgrund meiner Erfahrungen als Autotester und Reisejournalist bin ich ganz gut geeignet, um Hotels auch zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gutes Hotel zu finden, ist eine anspruchsvolle Sache. Es geht nicht um Hotels zum Urlaubmachen, sondern um M&#246;glichkeiten guter &#220;bernachtung. Infolge meines Jobs als durch Europa reisender Irrer habe ich schon eine Menge Hotels besucht, und nicht zuletzt aufgrund meiner Erfahrungen als Autotester und Reisejournalist bin ich ganz gut geeignet, um Hotels auch zu bewerten.</p>
<p>Die Ressorts Auto und Reise sind im herk&#246;mmlichen Journalismus klassische Korruptionsressorts. Autohersteller und -importeure sowie Reiseveranstalter laden Journalisten f&#252;r lau ein und beschenken sie mit Kram &#252;ber Geb&#252;hr – und so haben wir in der Presse kaum Verrisse. Denn wer unliebsam auff&#228;llt, spielt bald nicht mehr mit. So viel zum Thema „Pressefreiheit“: W&#252;rden Redakteure nicht von der Industrie alimentiert, s&#228;hen Zeitungen wohl kaum einen Anlass, in Auto- und Reisebeilagen redaktionelle Werbung zu verbreiten.</p>
<p>Freiheit der Presse im Sinne der Leser, vulgo Konsumenten, l&#228;sst sich nur gew&#228;hrleisten, wenn Schreiber kein Blatt vor den Mund nehmen und Klagedrohungen jovial &#252;bergehen. N&#246;tig ist ein Perspektivenwechsel: Kritik von Autos und Reisen nicht mehr aus Sicht der Veranstalter und der gekauften Journalisten, die selbstverst&#228;ndlich niemals Grund zu einer Beanstandung haben. Sondern Kritik aus Sicht der Kunden. Kunden – die &#196;lteren werden sich erinnern – sind die, denen jeder Manager sein Geld verdankt, wobei das Manager gerne vergessen. Weil Manager Angst haben, dass Kunden fernbleiben, bem&#252;hen sie Agenturen, um Produkte sch&#246;nzureden – und Reklamationsabteilungen, um Beanstandungen als „Einzelf&#228;lle“ oder „Unterstellungen“ abzutun. F&#252;r viel Geld, das in einer sinnvollen Kundenbindung besser investiert w&#228;re.</p>
<p>Zur&#252;ck zu den Hotels: Das Sterne-System ist &#252;berholt. Was soll das sein – drei, vier oder f&#252;nf Sterne? Denn ob es im Hotelzimmer einen F&#246;n gibt, ist inzwischen weniger ma&#223;geblich als ein funktionierendes WLAN. Und zwar eines, das keine Online-Anbieter-Kundengewinnungsmasche namens „Hotspot“ ist, auf die viele Hotels am Anfang der Internet-Verbreitung reingefallen sind. In Sachen WLAN versagen auch viele Luxusliner in der Branche. Zumal heute auch der Begriff „Luxus“ sehr fraglich geworden ist, da immer mehr Menschen auf normale und nat&#252;rliche Umgangsformen zur&#252;ckkommen und es als &#252;beraus unluxuri&#246;s empfinden, wenn ein Etepetete-Kellner sich geschwurbelt ausdr&#252;ckt und man die Fenster wegen laufender Klimaanlage nicht mehr &#246;ffnen kann. Der Luxus hat den Weg von der Barbarei &#252;ber die Kultur zur Dekadenz l&#228;ngst genommen, und heute versuchen uns Manager den &#252;belsten Nervkram als Luxus zu verkaufen.</p>
<p>Gefragt also: Hotels, in denen man absteigen kann. F&#252;r Typen wie mich, deren Zuhause die deutschen und &#246;sterreichischen Autobahnen sind. Hotels in Berlin, M&#252;nchen und K&#246;ln sind dabei eher Nice-to-have, denn in Gro&#223;st&#228;dten findet man &#252;bers Internet in der Regel sofort etwas Akzeptables. Spannend sind kleinere St&#228;dte. Oder vollgestopfte St&#228;dte wie zum Beispiel Frankfurt am Main. Wo &#252;bernachten, wenn Messe ist? Wo im Taunus oder in Richtung Gie&#223;en gibt’s noch was Normales und Ad&#228;quates in akzeptabler Autobahn-N&#228;he? Oder wo geht man in der Gegend von N&#252;rnberg hin? Dort beispielsweise ins <a href="http://www.burgabenberg.de/" target="_blank">Burghotel in Abenberg</a> bei Roth bei N&#252;rnberg, von mir recherchierter Tip-Top-Tip. Als Kind muss ich hier schon mal gewesen sein, der Gang &#252;ber die Br&#252;cke barg ein Déjà-vu. Das Haus ist perfekt zum Absteigen, wenngleich ohne WLAN, aber das Ambiente macht’s wieder wett, und tags drauf bin ich stressfrei in zwanzig Minuten beim Termin. Wo liegen solche Hotels sonst noch an der Strecke? In der Rh&#246;n, im bayerischen Wald, in der Eifel?</p>
<p>Ich habe Tipps f&#252;r Regensburg, Bamberg, Braunschweig, Linz, Salzburg und viele andere Ecken. Gedanklich sortiert nach WLAN Ja/Nein, Ambiente Ja/Nein und vielen anderen Kriterien. Aber ich will mehr. Ich will au&#223;erhalb der zehn gr&#246;&#223;ten deutschen und &#246;sterreichischen St&#228;dte eine Liste der Hotels mit den besten Features. Welche Kriterien die erf&#252;llen sollen – siehe bitte <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/business/wie-finde-ich-ein-gutes-hotel/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Wer hat Ideen?</p>
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		<title>Autonummern raten</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 06:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Autonummern raten Level eins: B = Berlin, D = D&#252;sseldorf. F&#252;r beliebige Spieler von 6 bis 99. Laaaaaaaaangweilig.
Autonummern raten Level zwei: ZH = Z&#252;rich, W = Wien. F&#252;r beliebige Spieler von 6 bis 99 mit Affinit&#228;t zu Alpenl&#228;ndern. Auf Dauer auch laaaaaaaaangweilig.
Autonummern raten Level drei: 75 = Paris, 88 = Les Vosges. F&#252;r beliebige Spieler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autonummern raten Level eins: B = Berlin, D = D&#252;sseldorf. F&#252;r beliebige Spieler von 6 bis 99. Laaaaaaaaangweilig.</p>
<p>Autonummern raten Level zwei: ZH = Z&#252;rich, W = Wien. F&#252;r beliebige Spieler von 6 bis 99 mit Affinit&#228;t zu Alpenl&#228;ndern. Auf Dauer auch laaaaaaaaangweilig.</p>
<p>Autonummern raten Level drei: 75 = Paris, 88 = Les Vosges. F&#252;r beliebige Spieler von 6 bis 99 mit Frankreich-Erfahrung. Ebenfalls bald laaaaaaaaangweilig. Denn was man wei&#223;, wei&#223; man eben.</p>
<p>Lustig wird Level vier: Die zu nennende Stadt darf nicht in Deutschland liegen. Auf welche ausl&#228;ndische Stadt passt welche deutsche Autonummer? MD = Mogadischu, RV = Rovaniemi, KS = Kapstadt, ABI = Abu Dhabi, BT = Bogotá, ED = Edinburgh, SHA = Shannon, PM = Palma de Mallorca, LDS = Leeds, KA = Kalkutta, OSL = Oslo, OF = Oxford, LA = Los Angeles, LM = Lima, SFA = San Francisco. Ist also ganz einfach.</p>
<p>Beim folgenden Spiel geht es nur um tats&#228;chlich existente Autonummern aus Deutschland. Welche St&#228;dte stecken hinter folgenden K&#252;rzeln? Keine Stadt darf doppelt sein.</p>
<p>M =<br />
EF =<br />
MI =<br />
JL =<br />
J =<br />
JE =<br />
Z =<br />
S =<br />
E =<br />
HB =<br />
MA =<br />
BAR =<br />
D =<br />
R =<br />
BS =<br />
OPR =<br />
DD =<br />
DM =<br />
RT =<br />
DU =<br />
RH =<br />
SB =<br />
IN =<br />
DGF =<br />
RO =<br />
TF =<br />
N =<br />
L =<br />
G =<br />
NT =<br />
HH =<br />
HL =<br />
F =<br />
LU =<br />
HN =<br />
FB =<br />
BN =<br />
FR =<br />
HVL =<br />
K&#220;N =<br />
ROW =<br />
THW =<br />
Y =</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erstklassig!</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/reisen/erstklassig/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 18:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Na ja gut, es ist nicht gerade sehr anspruchsvoll, riesige Monsterunternehmen des Transportgewerbes niederzuschreiben. Eine zu leichte Beute sind sie, zu offensichtlich ihre Unzul&#228;nglichkeiten.
Doch auch wenn mein Anwalt mein Auto gegen&#252;ber dem Autohaus inzwischen am Telefon als &#8222;Schrottkarre&#8220; bezeichnet, bleibe ich bevorzugt Autofahrer und gebe Fahrzeugen auf Schienen nur selten eine Chance. Denn der Erfahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na ja gut, es ist nicht gerade sehr anspruchsvoll, riesige Monsterunternehmen des Transportgewerbes niederzuschreiben. Eine zu leichte Beute sind sie, zu offensichtlich ihre Unzul&#228;nglichkeiten.</p>
<p>Doch auch wenn mein Anwalt mein Auto gegen&#252;ber dem Autohaus inzwischen am Telefon als &#8222;Schrottkarre&#8220; bezeichnet, bleibe ich bevorzugt Autofahrer und gebe Fahrzeugen auf Schienen nur selten eine Chance. Denn der Erfahrung nach ist immer irgendwas.</p>
<p>Heute war es wieder einmal so weit. Ich war mit einem Hochgeschwindigkeitszug unterwegs, in einem relativ fortgeschrittenen Land irgendwo auf dieser sch&#246;nen Erde. Clever, wie ich dachte zu sein, buchte ich erste Klasse. Ich wollte arbeiten – ungest&#246;rt von betrunkenen Soldaten, l&#228;rmenden Jugendgruppen, singenden Zimmermannsgesellen, gr&#246;lenden Leichtmatrosen, vernachl&#228;ssigten alten Jungfern, stinkenden Fischern und marodierenden Familienv&#228;tern.</p>
<p>Doch ach: Am Tisch neben mir sa&#223; ein Trupp betrunkener Anti-Sozialisten, der Anf&#252;hrer unter ihnen ein alter Haudegen, der nach dem Krieg Steine in S&#228;rge gelegt hat, damit die Angeh&#246;rigen meinten, es mit einer vollst&#228;ndigen Leiche zu tun zu haben, was nun der ganze Waggon wei&#223;. Ein Trupp alles schon immer gewusst habender konservativer Bildungsb&#252;rger mit Herz f&#252;r den kleinen Mann, die sich vier Stunden lang die Ohren vollheulten &#252;ber die Politik der europ&#228;ischen Linken. Und die Glast&#252;r zur Klasse des Lumpenproletariats ging alle zehn Sekunden laut zischend auf, weil der Zeitungsleser auf der anderen Seite der T&#252;r etwa alle zehn Sekunden seinen Fu&#223; bewegte.</p>
<p>Dass wir Versp&#228;tung hatten, ist klar und braucht nicht erw&#228;hnt zu werden – wie immer, wenn ich einer der zahlreichen Bahngesellschaften der Welt eine Chance gebe. Hinzu kam: Bei zwei Z&#252;gen (ich durfte einmal umsteigen) war die Reihenfolge der Waggons vertauscht – Hacken wundlaufen war die Folge, nicht nur f&#252;r mich, sondern f&#252;r alle. Was mich dazu brachte, einen Bediensteten der Bahn in seiner Landessprache zu fragen: &#8222;Warum ist bei euch eigentlich immer irgendwas? Warum kann man nicht ein einziges Mal Bahn fahren, und es l&#228;uft so, wie&#8217;s laufen soll?&#8220; Und er antwortete mir sehr gelassen und ehrlich, wie es in dem Land eigentlich eher selten ist: &#8222;Alles kaputtgespart. Seien Sie doch froh, dass der Zug &#252;berhaupt f&#228;hrt. Ist auch nicht mehr selbstverst&#228;ndlich.&#8220;</p>
<p>Danke! Offene Worte von einem Vertreter eines Unternehmens. Unternehmen – Sie erinnern sich – das sind die Gebilde, die die schlimme Wirklichkeit ihrer unzul&#228;nglichen Produkte (&#8222;Schrottkarre&#8220;) gegen&#252;ber Verbrauchern und &#214;ffentlichkeit zunehmend sch&#246;nreden und viele ihrer Mitarbeiter f&#252;rs L&#252;gen bezahlen. Selbstverst&#228;ndlich w&#252;rde keine Pressestelle das Zitat des jungen Mannes undementiert und ohne Klage auf sich sitzen lassen – die Produktwelt eines jeden Unternehmens ist schlie&#223;lich gl&#228;nzend, fehlerlos, wunderbar! Vor diesem Hintergrund fand ich die Replik dieses jungen Bahners erstklassig. Solche Bahner w&#252;nsche ich mir f&#252;r unser Land.</p>
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		<title>Dann halt nicht</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 20:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eins:


Zwei:

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eins:</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/kalkutta1.jpg" alt="kalkutta1.jpg" /></p>
<p><span id="more-2456"></span></p>
<p>Zwei:</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/08/kalkutta2.jpg" alt="kalkutta2.jpg" /></p>
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