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	<title>Thilo Baum &#187; Stammtisch</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>G&#228;ste, bitte zahlen!</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 06:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>
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Bei uns hier drau&#223;en gibt es ja keine Hotels. Die n&#228;chste M&#246;glichkeit, gegen Bezahlung zu &#252;bernachten, ist etwa sieben Kilometer entfernt. Doch es ist keine Option, nach einem Abend unter Freunden erst einmal auf Wanderschaft durch Nacht und Grausen zu gehen.
Was wir nun wissen: Bettina Schausten vom ZDF bezahlt, wenn sie privat bei Freunden n&#228;chtigt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe frameborder="0" width="400" height="254" src="http://www.youtube.com/embed/d2IymCuxmjQ" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bei uns hier drau&#223;en gibt es ja keine Hotels. Die n&#228;chste M&#246;glichkeit, gegen Bezahlung zu &#252;bernachten, ist etwa sieben Kilometer entfernt. Doch es ist keine Option, nach einem Abend unter Freunden erst einmal auf Wanderschaft durch Nacht und Grausen zu gehen.</p>
<p>Was wir nun wissen: Bettina Schausten vom ZDF bezahlt, wenn sie privat bei Freunden n&#228;chtigt. Das hat sie dem Bundespr&#228;sidenten gesagt, als er sie danach fragte. 150 Euro. Schade, dass Frau Schausten uns nicht verraten hat, ob das brutto oder netto ist und ob in den erforderlichen Belegen die Mehrwertsteuers&#228;tze ordentlich getrennt sind: 7 Prozent f&#252;r die &#220;bernachtung, 19 f&#252;rs Fr&#252;hst&#252;ck.</p>
<p>Und die Frage stellt sich: Wenn ein Kollege sie ein paar Kilometer im Auto mitnimmt, zahlt sie dann auch 14,80 Euro? Zahlt sie auf Privatpartys 15 Euro Eintritt und f&#252;r ein Glas Wei&#223;wein 4,50 Euro? Ich sollte Frau Schausten von nun an zu jeder Party einladen. Irgendwelche Zimmer sind hier auf dem Hof immer frei, und 150 Euro pro Nacht sind f&#252;r ein Zimmer im Status 19. Jahrhundert echt gut. Da ist das Fr&#252;hst&#252;ck sogar inklusive.</p>
<p>Es war vermutlich das erste Mal, dass ein Bundespr&#228;sident auf diese Weise im Verh&#246;r stand, und k&#246;nnte man &#8222;ein Amt besch&#228;digen&#8220;, was ich f&#252;r Unfug halte, dann w&#228;re das gestern Abend in ARD und ZDF der Fall gewesen. Eine ZDF-Journalistin fragt den Bundespr&#228;sidenten, ob er nicht bei seinen Freunden 150 Euro pro Nacht lassen k&#246;nnte, wenn er dort &#252;bernachte. Da der Bundespr&#228;sident f&#252;r sich den Anspruch erhebt, ebenso Pers&#246;nlichkeitsrechte und ein Privatleben zu haben wie andere B&#252;rger auch, drehte er den Spie&#223; um, und das war sehr klug. So entlarvte er genau die Bigotterie der Medien, die er kritisierte.</p>
<p>Unabh&#228;ngig von der Frage, ob Christian Wulff Fehler gemacht hat, ob sein &#246;ffentliches Bekenntnis dazu ausreicht und ob er nun gehen oder bleiben sollte, hat diese Geschichte eine sehr unsch&#246;ne Folge: Gute Leute werden noch seltener in die Politik gehen. Kein Mensch will sich so etwas gefallen lassen, auch dann nicht, wenn er Fehler macht.</p>
<p>Eine Merkw&#252;rdigkeit in dieser Aff&#228;re, die mich sehr gewundert hat: Alle Welt tut so, als k&#246;nne sich jemand f&#252;r einen Fehler einfach entschuldigen. Meines Wissens <em>bittet</em> man um Entschuldigung, das jedenfalls ist die rhetorische Wendung. Der Gebetene kann dann stattgeben oder nicht. Eine Konvention sagt, es geh&#246;re sich, einer Bitte um Entschuldigung stattzugeben. Und dann entschuldigt das Opfer den T&#228;ter, nicht der T&#228;ter sich selbst.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/wulffinterview114.html">Das gesamte Gespr&#228;ch ist f&#252;r einige Zeit bei der ARD online.</a></p>
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		<title>Die Falschspieler</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 10:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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Angenommen, Helmut Schmidt und Peer Steinbr&#252;ck w&#252;rden Klavier spielen statt Schach, dann s&#228;he ihre Tastatur so aus.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schachklavier.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8818" title="schachklavier" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schachklavier.jpg" alt="" width="400" height="157" /></a></p>
<p>Angenommen, Helmut Schmidt und Peer Steinbr&#252;ck w&#252;rden Klavier spielen statt Schach, dann s&#228;he ihre Tastatur so aus.</p>
<a name="heading-0"><h6></h6></a>
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		<title>Schach-Dilettanten beim Falschspiel</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 20:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Schachbrett auf dem Cover von &#8222;Zug um Zug&#8220; von Helmut Schmidt und Peer Steinbr&#252;ck steht falsch – und wenn es stimmt, wie Peer Steinbr&#252;ck die Panne bei &#8222;Spiegel Online&#8220; begr&#252;ndet, dann sollte der Mann abtreten und sich im Keller einschlie&#223;en.
Nur Dilettanten beugen sich &#252;ber ein Spiel, das falsch herum aufgebaut ist, ohne es zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schachbrett auf dem <a href="http://www.amazon.de/Zug-um-Helmut-Schmidt/dp/3455501974/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1320007018&amp;sr=8-1#reader_3455501974">Cover von &#8222;Zug um Zug&#8220; von Helmut Schmidt und Peer Steinbr&#252;ck</a> steht falsch – und wenn es stimmt, wie Peer Steinbr&#252;ck die Panne bei &#8222;Spiegel Online&#8220; begr&#252;ndet, dann sollte der Mann abtreten und sich im Keller einschlie&#223;en.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,793964,00.html"><img class="aligncenter size-full wp-image-8787" title="schachbrett" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/schachbrett.jpg" alt="" width="400" height="59" /></a>Nur Dilettanten beugen sich &#252;ber ein Spiel, das falsch herum aufgebaut ist, ohne es zu merken. Der Schachtisch lie&#223;e sich drehen. Die beiden werden doch hoffentlich nicht seit Jahren falsch herum Schach spielen? Auch wenn Schmidt kurz zuvor noch geschlafen hatte, wie man liest, m&#252;sste er als heller Kopf den Aufbaufehler sofort bemerken. Zugleich aber hei&#223;t es, man habe &#8222;nach dem Kaffeetrinken&#8220; fotografiert. Wie oberfl&#228;chlich ist der Blick von Steinbr&#252;ck, der offenbar nicht kurz zuvor geschlafen hatte?</p>
<p>Selbst wenn das Schachbrett nur f&#252;r den Fototermin aufgestellt wurde – ein solcher Kardinalfehler f&#228;llt jedem Schachkenner auf, der am Tisch sitzt. Es kann nicht sein, dass einem Schachspieler beim Fotoshooting dieser Fehler nicht auff&#228;llt. Ein Schachspieler erkennt das innerhalb einer halben Sekunde. Helmut Schmidt h&#228;tte es merken m&#252;ssen, Peer Steinbr&#252;ck h&#228;tte es merken m&#252;ssen. Schachliebhaber h&#228;tten das sofort korrigiert. Schachspieler h&#228;tten das Brett erst niemals so aufgebaut.</p>
<p>Offenbar aber sind beide keine Schachspieler, wenn sie das nicht merken. Einem Schachspieler ist so etwas niemals auf so respektlose Weise <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,794833,00.html">&#8222;schei&#223;egal&#8220;</a> wie Steinbr&#252;ck. Kein Musiker akzeptiert einen falschen Akkord, kein Schachspieler akzeptiert einen falschen Aufbau.</p>
<p>Dilettanten sollten vielleicht nicht als vermeintliche Strategen mit der Metapher &#8222;Schach&#8220; kokettieren, wenn sie ein falsch aufgestelltes Spiel beginnen. Es ist kein kleiner Fehler. Sondern es entlarvt den Mangel an Glaubw&#252;rdigkeit zweier Leute, die sich als Schach-Profis und damit als Strategen zu inszenieren versuchen. Es ist nahezu vergleichbar mit Karl-Theodor zu Guttenberg, der sich als Doktor inszenieren wollte. Auch sein Tun war kein &#8222;Fehler&#8220;. Man bel&#252;gt uns mal wieder.</p>
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		<title>Vereine: Bitte nichts bewegen!</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 10:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein altes Kloster, Landgasthof, &#220;bernachtung vor Vortrag. Am Morgen im Restaurant beim Fr&#252;hst&#252;ck: neben mir der Vorstand eines e.V. bei seiner Sitzung. Was der Verein macht, wird nicht klar, die Leute befassen sich mit Formalien. „Wie sind denn jetzt die Abl&#228;ufe?“, fragt ein &#228;lterer Herr.
In diesem Moment habe ich eines begriffen: Wir wollen nicht, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein altes Kloster, Landgasthof, &#220;bernachtung vor Vortrag. Am Morgen im Restaurant beim Fr&#252;hst&#252;ck: neben mir der Vorstand eines e.V. bei seiner Sitzung. Was der Verein macht, wird nicht klar, die Leute befassen sich mit Formalien. „Wie sind denn jetzt die Abl&#228;ufe?“, fragt ein &#228;lterer Herr.</p>
<p>In diesem Moment habe ich eines begriffen: Wir wollen nicht, dass das Volk an der politischen Mitbestimmung teil hat und jeder seinen Lobby-Club gr&#252;ndet. Wer schon einmal einen e.V. gegr&#252;ndet hat, wei&#223; das: Das Vereinsrecht ist so kompliziert, dass kaum ein ergebnisorientiert denkender Mensch sich dieses Elend antut.</p>
<p>In der Folge besch&#228;ftigen sich die in Vereinen engagierten B&#252;rger vor allem mit Vorschriften und Abl&#228;ufen. Dadurch ziehen Vereine eben Vereinsmeier an – der Nebentisch hier im Restaurant ist gl&#252;cklich, wenn er Vorschriften entsprechen darf und ein Vorgang „rund“ ist. Bewegen werden solche B&#252;rger nichts.</p>
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		<title>Unqualifiziert? In die Politik!</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 06:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um in der Politik Karriere zu machen, bedarf es keinerlei Qualifikation – und das erkl&#228;rt vermutlich die zum gro&#223;en Teil sehr dumme, kurzsichtige und undurchdachte Politik in Deutschland und Europa. Die Karriere von Silvana Koch-Mehrin ist ein wundervolles Beispiel daf&#252;r: Kaum ist der Doktortitel weg, darf sie in den Forschungsausschuss des EU-Parlaments. Das ist in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um in der Politik Karriere zu machen, bedarf es keinerlei Qualifikation – und das erkl&#228;rt vermutlich die zum gro&#223;en Teil sehr dumme, kurzsichtige und undurchdachte Politik in Deutschland und Europa. Die Karriere von Silvana Koch-Mehrin ist ein wundervolles Beispiel daf&#252;r: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,770215,00.html">Kaum ist der Doktortitel weg, darf sie in den Forschungsausschuss des EU-Parlaments</a>. Das ist in etwa so sinnvoll wie der Wechsel von G&#252;nther Oettinger nach Br&#252;ssel: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8bGKfvBG9sM">Wer kein Englisch kann, ist offenbar super f&#252;r den Job als EU-Kommissar geeignet</a>. Um dann ohne demokratische Legitimation sein Unwesen zu treiben.</p>
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		<title>Politischer Bankrott</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 13:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Unbedingt anh&#246;ren: DRS-2-Podcast mit dem Autor Petros Markaris &#252;ber die Griechenland-Misere. Er beschreibt, was uns auch bald treffen kann: Handelt die politische &#8222;Elite&#8220; weiter nur in ihrem eigenen Sinne und lernt sie nicht, mit Geld umzugehen, drohen der politische Bankrott und B&#252;rgerkrieg.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Unbedingt anh&#246;ren: DRS-2-Podcast mit dem Autor Petros Markaris &#252;ber die Griechenland-Misere. Er beschreibt, was uns auch bald treffen kann: Handelt die politische &#8222;Elite&#8220; weiter nur in ihrem eigenen Sinne und lernt sie nicht, mit Geld umzugehen, drohen der politische Bankrott und B&#252;rgerkrieg.</p>
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		<title>Katastrophe Schule</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 08:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,760430,00.html"><img class="alignnone size-full wp-image-8014" title="schule111" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/schule111.jpg" alt="" width="400" height="89" /></a></p>
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		<title>Usability in Unternehmen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 09:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktquark]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Gro&#223;es Thema: Nur ganz wenige Unternehmen scheinen in der Lage zu sein, aus Kundensicht zu kommunizieren. Die Usability ist oft mangelhaft.
Das eine Hotel mutet einem einen engen Schlauch als Seminarraum zu, so dass man in ein anderes Hotel wechseln muss. Das andere Hotel schaltet das &#252;berfrachtete System eines &#252;bertechnisierten Netz-Anbieters zwischen Internet und Gast. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gro&#223;es Thema: Nur ganz wenige Unternehmen scheinen in der Lage zu sein, aus Kundensicht zu kommunizieren. Die Usability ist oft mangelhaft.</p>
<p>Das eine Hotel mutet einem einen engen Schlauch als Seminarraum zu, so dass man in ein anderes Hotel wechseln muss. Das andere Hotel schaltet das &#252;berfrachtete System eines &#252;bertechnisierten Netz-Anbieters zwischen Internet und Gast. Die Accounts funktionieren f&#252;nf Minuten, dann hei&#223;t es &#8222;Account deaktiviert&#8220;.</p>
<p>Eine Angestellte des Hotels erkl&#228;rt, sie sei den ersten Tag hier. Der Techniker hat sich verkrochen. Der Hotliner des Netz-Anbieters will die Schuld auf meinen Rechner schieben, doch als wir den Anbieter umgehen und die IP-Adressen unserer Rechner dort freischalten, geht es. Die Rezeption erkl&#228;rt, dass sich Kunden st&#228;ndig &#252;ber das Internet beschweren und dass man nicht aus dem Vertrag mit dem Netz-Anbieter rauskomme.</p>
<p>Ein anderes Hotel leidet unter seinem Anbieter von Zimmerkarten und will aus dem festen Vertrag raus. St&#228;ndig beschweren sich Kunden dar&#252;ber, dass die Karten nicht funktionieren.</p>
<p>Warum nur kommunizieren so wenige Unternehmen aus Kundensicht? Warum trauen sich so viele Unternehmen mit unausgereiftem Schrott auf den Markt?</p>
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		<title>Wasserwerfer gegen Kernkraftwerk</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 14:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Skurril: Fr&#252;her ging man mit Wasserwerfern gegen Atomkraftgegner vor. Heute geht man mit Wasserwerfern gegen Kernkraftwerke vor.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima178.html"><img class="alignnone size-full wp-image-7713" title="wasserwerfer-1" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/wasserwerfer-1.jpg" alt="" width="400" height="98" /></a></p>
<p>Skurril: Fr&#252;her ging man mit Wasserwerfern gegen Atomkraftgegner vor. Heute geht man mit Wasserwerfern gegen Kernkraftwerke vor.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Welche &#8222;Kapelle&#8220; hat sich &#8222;gem&#252;ht&#8220;?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 19:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Manche Schreiber bei &#8222;Spiegel&#8220; beziehungsweise &#8222;Spiegel Online&#8220; machen es ihren Gegnern oft leicht. In der Geschichte &#252;ber den Gro&#223;en Zapfenstreich zum Abschied Karl-Theodor zu Guttenbergs als Verteidigungsminister schreibt &#8222;Spiegel Online&#8220; im Vorspann, zu Guttenberg h&#228;tte sich &#8222;ein Grinsen&#8220; nicht verkneifen k&#246;nnen.
Wer den Gro&#223;en Zapfenstreich gesehen hat, wei&#223;: Es war kein Grinsen. Und die Behauptung ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,750210,00.html"><img class="alignnone size-full wp-image-7608" title="spiegelhaeme" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/spiegelhaeme.jpg" alt="" width="400" height="180" /></a></p>
<p>Manche Schreiber bei &#8222;Spiegel&#8220; beziehungsweise &#8222;Spiegel Online&#8220; machen es ihren Gegnern oft leicht. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,750210,00.html">In der Geschichte &#252;ber den Gro&#223;en Zapfenstreich zum Abschied Karl-Theodor zu Guttenbergs als Verteidigungsminister</a> schreibt &#8222;Spiegel Online&#8220; im Vorspann, zu Guttenberg h&#228;tte sich &#8222;ein Grinsen&#8220; nicht verkneifen k&#246;nnen.</p>
<p>Wer den Gro&#223;en Zapfenstreich gesehen hat, wei&#223;: Es war kein Grinsen. Und die Behauptung ist eine Frechheit. Karl-Theodor zu Guttenberg hat an keiner Stelle, an der er im Blick der ARD-Kamera war, gegrinst. Er hat gel&#228;chelt, geschmunzelt, aber nicht gegrinst. Und steht im ersten Absatz des Haupttextes pl&#246;tzlich nur noch ein &#8222;kleines L&#228;cheln&#8220;, dann hat man als Journalist den Verdacht, da wollte jemand etwas an prominenter Stelle absichtlich verzerren.</p>
<p>Es w&#228;re typisch, wenn ein h&#246;herrangiger Redakteur im Vorspann etwas h&#228;rter macht, als es im Text ist. Wie sonst l&#228;sst sich der nun mal eindeutige Widerspruch zwischen &#8222;grinsen&#8220; und &#8222;l&#228;cheln&#8220; erkl&#228;ren? Kein kluger Autor verwechselt beides oder meint beides auf einmal, ohne es zu differenzieren. Wirft jemand &#8222;den Medien&#8220; eine &#8222;Kampagne&#8220; vor, dann ist der Vorwurf angesichts der Wortwahl in dem &#8222;Spiegel-Online&#8220;-Beitrag kaum von der Hand zu weisen.</p>
<p>Au&#223;erdem: zu Guttenberg war laut &#8222;Spiegel Online&#8220; wieder &#8222;ganz Dressman&#8220;. Der Anzug habe perfekt gesessen.</p>
<p>Was f&#252;r ein Bl&#246;dsinn: Es war kalt, zu Guttenberg trug einen Mantel. Wo war hier ein Anzug zu sehen und wie er sa&#223;? Wer war bitte als Reporter dort, um zu entscheiden, der Anzug habe gut gesessen? Sa&#223; er schlecht, h&#228;tte man es nicht gesehen unter dem Mantel. &#8222;Spiegel Online&#8220; verzerrt hier die Realit&#228;t und schafft falsche Klischee-Bilder.</p>
<p>Noch ein Punkt, in dem der &#8222;Spiegel&#8220; sich hier disqualifiziert: Das Stabsmusikkorps (in &#8222;Spiegel&#8220;-Sprache despektierlich &#8222;Kapelle&#8220; genannt) &#8222;m&#252;hte&#8220; sich in keiner Weise durch &#8222;Smoke on the Water&#8220;. Sondern diese Profi-Musiker haben das Rockst&#252;ck hervorragend als Milit&#228;rmusikst&#252;ck gespielt, es war hervorragend arrangiert und geradezu naturalistisch interpretiert. Zwischen Wunsch und Premiere lag so wenig Zeit, dass von &#8222;m&#252;hte&#8220; nur sprechen kann, wer von Musik keine Ahnung hat.</p>
<p>Nein, mit so einer Sprache bekleckert sich der &#8222;Spiegel&#8220; nicht mit Ruhm. Das Einzige, was man ihm lassen muss: Er hat diese H&#228;me vermutlich nirgendwo abgekupfert. Oder sprach schon die DPA, die im Autorenk&#252;rzel-Friedhof steht, von &#8222;grinsen&#8220;, &#8222;Kapelle&#8220; und &#8222;m&#252;hte&#8220;?</p>
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