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	<title>Thilo Baum &#187; Volvo</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>Jubil&#228;um</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 20:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volvo]]></category>

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Und au&#223;erdem gab&#8217;s da k&#252;rzlich ein kleines Jubil&#228;um: die 300.000 Kilometer. Es soll ja  Verkaufstrainer geben, die behaupten, ab 100.000 Kilometer verliere ein  Auto an Wert. Was f&#252;r ein Bullshit! Vermutlich fahren diese Leute  Discounter-Karren. Sobald ein gutes Auto eingefahren ist, produziert es  nur noch, statt Kosten zu verursachen. Und steht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/300000.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8070" title="300000" src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/300000.jpg" alt="" width="400" height="249" /></a></p>
<p>Und au&#223;erdem gab&#8217;s da k&#252;rzlich ein kleines Jubil&#228;um: die 300.000 Kilometer. Es soll ja  Verkaufstrainer geben, die behaupten, ab 100.000 Kilometer verliere ein  Auto an Wert. Was f&#252;r ein Bullshit! Vermutlich fahren diese Leute  Discounter-Karren. Sobald ein gutes Auto eingefahren ist, produziert es  nur noch, statt Kosten zu verursachen. Und steht es da wie neu wie  meines, ist es eine Freude. N&#228;chsten Monat darf mein Volvo zum  zweiten Mal in seinem Leben zur HU.</p>
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		<title>Neue Entscheider braucht das Land</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
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Das Mitmach-Internet hat f&#252;r Unternehmen eine Menge Folgen, die viele Unternehmenslenker nicht sehen oder nicht sehen wollen. Vor dem Web 2.0 lief Unternehmenskommunikation via Einbahnstra&#223;e – PR- und Marketingabteilungen schufen Images und pflegten sie. Missstimmungen unter Verbrauchern und Nutzern blieben verborgen, weil es daf&#252;r keinen Kommunikationskanal gab, und so spielten sich &#196;rgernisse mit Unternehmen vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe frameborder="0" width="400" height="254" src="http://www.youtube.com/embed/5YGc4zOqozo" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Mitmach-Internet hat f&#252;r Unternehmen eine Menge Folgen, die viele Unternehmenslenker nicht sehen oder nicht sehen wollen. Vor dem Web 2.0 lief Unternehmenskommunikation via Einbahnstra&#223;e – PR- und Marketingabteilungen schufen Images und pflegten sie. Missstimmungen unter Verbrauchern und Nutzern blieben verborgen, weil es daf&#252;r keinen Kommunikationskanal gab, und so spielten sich &#196;rgernisse mit Unternehmen vor allem unerkannt als Millionen Einzelf&#228;lle zivilrechtlich ab oder bestenfalls als Geschichte f&#252;r den Verbraucherschutz. Und dessen Verb&#228;nde, fr&#252;her einziges Sprachrohr f&#252;r &#196;rger mit Unternehmen, waren und sind chronisch &#252;berlastet.</p>
<p>Nun gibt es Youtube und die anderen Kan&#228;le und damit jede Menge Sprachrohre auch f&#252;r &#196;rger mit Unternehmen. Ein Image entsteht nicht mehr nur durch das Marketing des Unternehmens, sondern auch durch Nachrichten von Usern. Jeder kann seine Erfahrungen mit Unternehmen dokumentieren wie beispielsweise David Carroll mit seinem Lied &#8222;United breaks Guitars&#8220;. Gep&#228;cktr&#228;ger besch&#228;digten seine Gitarre beim Umladen, seine Beschwerden f&#252;hrten zu Begegnungen mit ignoranten Angestellten, das Unternehmen stellte auf stumm und stur und reagierte komplett nach dem alten Muster.</p>
<p>Ein Jahr lang versuchte Carroll nach eigenen Angaben erfolglos, den Schaden ersetzt zu bekommen und vor allem ein Signal vom Unternehmen, dass es Mist gebaut hatte und eine anst&#228;ndige L&#246;sung vorschl&#228;gt – doch da kam nichts. Es ist das &#252;bliche Unternehmensverhalten eben, wie ich es auch einmal mit Volvo erlebt hatte, <a href="http://www.amazon.de/Business-Book-Horror-Stefan-Fr%C3%A4drich/dp/3897498448/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1276161076&amp;sr=8-1">was ich in Stefan Fr&#228;drichs Buch &#8222;The Business Book of Horror&#8220; niederschrieb</a>, auch wenn ein Buch f&#252;r solche F&#228;lle heute ein wenig oldschool ist. Carroll stellte seinen Song ins Netz, bekam Millionen Zugriffe, dar&#252;ber berichtete CNN, und die Airline hatte ein Problem.</p>
<p>Das &#252;bliche Procedere von Unternehmen im Umgang mit reklamierenden Kunden besteht aus folgenden Schritten:</p>
<ul>
<li>Ignorieren. Man l&#228;sst den Kunden gegen die Wand laufen und l&#228;sst ihn verschiedenen Mitarbeitern die gleiche Sache zehn Mal erz&#228;hlen, um ihn zu zerm&#252;rben.</li>
<li>Kleinreden. Man macht den Kunden l&#228;cherlich und stellt ihn als Idioten dar, der wegen Kleinigkeiten einen Riesenaufstand macht.</li>
<li>Mit Klage drohen. Droht der Kunde mit dem einzigen ihm bleibenden Mittel, n&#228;mlich mit einer Ver&#246;ffentlichung, reagiert das Unternehmen seinerseits mit einer Klagedrohung.</li>
</ul>
<p>So gelang es Unternehmen bislang sehr gut, l&#228;stige Kunden mundtot zu machen. Heute funktioniert das nicht mehr. Denn die Klagedrohung wird sofort &#246;ffentlich, denn im Internet spricht man ja sowieso &#252;ber solche Dinge, und wieder hat das Unternehmen einen Imageschaden. Es ist heute nicht mehr unbedingt klug, Konflikte rechtlich durchzufechten. Unternehmen brauchen hier andere Routinen.</p>
<p>Und das bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Unternehmenskommunikation: Juristen haben in vielerlei Hinsicht ausgedient. Viel wichtiger werden Leute, die etwas von Medien und &#246;ffentlicher Meinung verstehen. Es ist nicht mehr ratsam, als Unternehmenslenker bei Beschwerden auf Juristen zu h&#246;ren. Im Gegenteil: Oft ist es genau die falsche Entscheidung, den juristischen Weg einzuschlagen.</p>
<p>Nehmen wir die Firma Bohle, die meine &#8222;unplattbaren&#8220; Schwalbe-Fahrradreifen produziert. Irgendein H&#228;ndler nutzte Bilder, deren Rechte bei Bohle lagen, und handelte sich eine Abmahnung ein. Diese absurde Sache (wie muss man drauf sein, um die eigenen Vertriebspartner abzumahnen?) <a href="http://www.tomsbikecorner.de/fahrrad-tipps/abmahnung-ralf-bohle-schwalbe">ging durchs Netz</a>. Zahlreiche Schwalbe-Kunden schrieben an Bohle, so auch Blogger wie ich: &#8222;Stimmt diese Geschichte hier? Schwalbe mahnt einen H&#228;ndler ab wegen Produktfotos? Bitte geben Sie mir doch Bescheid, ob das stimmt, damit ich meine Mitmenschen dar&#252;ber informieren kann, dass ich ab sofort keine unplattbaren Reifen mehr kaufe.&#8220;</p>
<p>Und das ist der Super-GAU. Solche Blogger-Anfragen transportieren die Bedeutung der Dinge, f&#252;r die die Juristen offenbar keinen Sinn haben. Abmahnungen machen unsympathisch. Das ist viel wichtiger als die Frage, ob eine Abmahnung in der Sache korrekt ist. Unternehmen k&#246;nnen nicht mehr so selbstherrlich handeln wie zu Zeiten ohne Mitmach-Internet, sie m&#252;ssen sich heute benehmen. Und zwar unabh&#228;ngig davon, ob sie &#8222;Recht&#8220; haben.</p>
<p>Kurze Zeit sp&#228;ter kam eine Antwort, in der man sich entschuldigte – bei mir, obwohl man mir nichts getan hatte. Und es folgten einige Hinweise darauf, dass die Abmahnung in der Sache durchaus korrekt gewesen w&#228;re – was ich nie angezweifelt hatte und worum es &#252;berhaupt nicht ging. Es ist eben nicht der Punkt, ob die Abmahnung rechtlich korrekt ist. Der Verweis auf die Rechtslage zeugt vielmehr gerade von der Geisteshaltung, die Unternehmen heute nicht mehr hilfreich ist. Die rechtliche Bewertung ist v&#246;llig gleichg&#252;ltig.</p>
<p>Es geht einfach nur um die Frage, ob man so mit Partnern umgeht. Und es geht darum, dass eine coole Marke wie &#8222;Schwalbe&#8220; pl&#246;tzlich so uncool agiert. Um diese Dimension geht es, nicht ums Rechthaben. Das Know-how der Juristen ist hier schlicht nicht gefragt, sondern wichtig ist eine Qualifikation, die mit Juristerei so ziemlich gar nichts zu tun hat. Es geht um Klugheit und Sinn f&#252;r Sinn. Sicher gibt es kluge Juristen, aber f&#252;r Unternehmen sind Juristen in solchen F&#228;llen keine guten Ratgeber, wenn sie nur im Schema &#8222;juristisch korrekt&#8220; denken statt im Schema &#8222;sinnvoll&#8220;.</p>
<p>(Ich selbst kaufe weiter unplattbare Reifen von &#8222;Schwalbe&#8220;. Ich denke, dass es letztlich einzelne Menschen sind, die in Unternehmen Bockmist bauen, und dass Sp&#228;ne fallen, wo man hobelt. Und ich denke, dass immer mehr feuernswertes Dummvolk Angestelltenjobs hat, eben die bl&#246;den Tanjaanjas, die der Carroll-Film als United-Mitarbeiterinnen zeigt, und dass auch diese zunehmende Bl&#246;dheit von jungem Personal ein Problem f&#252;r Unternehmen ist, &#252;ber das man im HR-Management einmal offen sprechen sollte.)</p>
<p>W&#228;hrend Schwalbe das eigene Verhalten zumindest in der E-Mail an mich als &#8222;unangemessen&#8220; bezeichnet und damit das einzig Sinnvolle tut, n&#228;mlich den Fehler einzur&#228;umen, glauben andere Unternehmen immer noch, sie k&#246;nnten Probleme wie in Zeiten vor dem Web 2.0 aus der Welt schaffen. Das Volvo-Autohaus bot mir nach der Ver&#246;ffentlichung an, den Wagen zur&#252;ckzunehmen, wenn ich nicht weiter &#252;ber die Sache berichte – das stand so in dem Vertragsentwurf, den man f&#252;r mich aufgesetzt hatte.</p>
<p>Und genau das ist das Problem. Juristen scheinen ernsthaft zu glauben, sie k&#246;nnten mit solchen Klauseln Probleme l&#246;sen. Ihnen ist offenbar null bewusst, dass genau diese Maulkorb-Klausel wieder in der &#214;ffentlichkeit landen k&#246;nnte. Und ich frage mich, was sie davon abh&#228;lt, das vorauszusehen. Warum tun sie diesen kleinen gedanklichen Schritt nicht? Was fehlt da?</p>
<p>Das Denken vieler Leute an Entscheiderstellen in Unternehmen scheint komplett ohne jedes Vorstellungsverm&#246;gen auszukommen. Es l&#228;uft nur in der Bahn sturer Regelentsprechungen. Dabei sind heute in Unternehmen an solchen Stellen eben nicht Routiniers gefragt, sondern Leute, die zu kreativen und originellen L&#246;sungen f&#228;hig sind, also eine <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/alltagsphilosophie/es-lebe-die-vorstellungskraft/">andere Form von Intelligenz</a> mitbringen als die klassischen Entscheider. Es gab ein Unternehmen, das Carroll eine neue Gitarre schenkte – aber das war nicht United, sondern der Gitarrenproduzent Taylor.</p>
<p>(Der Vollst&#228;ndigkeit halber: &#220;ber meinen Anwalt lehnte ich die Maulkorbklausel ab, daraufhin entfernte das Autohaus die Maulkorbklausel. Ich habe nicht weiter dar&#252;ber geschrieben, weil durch die Ver&#246;ffentlichung im Buch die Geisteshaltung der betreffenden Personen bei Volvo schon klar wurde. Au&#223;erdem machte das Auto wie von Zauberhand pl&#246;tzlich keine Probleme mehr und lief wie eine Eins. Und ich kaufe auch in Zukunft gerne wieder einen Volvo, trotz meiner Erfahrungen mit dem f&#252;r mich v&#246;llig abstrusen Verhalten einiger Angestellter beim Importeur und im Autohaus.)</p>
<p>Die &#252;bliche falsche Routine von Unternehmen bei Ver&#246;ffentlichungen (<em>nicht</em> im Falle Volvo) ist meist diese:</p>
<ul>
<li>Man versucht, die Ver&#246;ffentlichung zu stoppen. Bei Youtube gelingt das kaum, denn was raus ist, ist raus. Bei B&#252;chern klappt das auch nicht, wenn sie, wie unser &#8222;Business Book of Horror&#8220;, juristisch wasserdicht sind. Und nat&#252;rlich m&#252;ssen sie das sein.</li>
<li>Man versucht mit Geld, weitere Ver&#246;ffentlichungen zu unterbinden. Oft nicht mal mit viel Geld, sondern nur mit der Leistung, die dem Kunden ohnehin als Entsch&#228;digung oder Schadenersatz f&#252;r Zeit- und Energieaufwand zust&#252;nde. Unternehmen bezeichnen es ja gerne als &#8222;Kulanz&#8220;, wenn sie sich einen Millimeter weiter bewegen, als sie m&#252;ssen, und nur tun, was sich geh&#246;rt.</li>
<li>Man geht als Unternehmen selbst in die &#214;ffentlichkeit und beharrt gegen&#252;ber den Medien auf dem &#8222;korrekten&#8220; juristischen Standpunkt. Wodurch alles nur noch schlimmer wird, weil die Menschen drau&#223;en im Lande diese AGB-Mentalit&#228;t hassen, mit der Unternehmen ihnen die Rechte beschneiden.</li>
</ul>
<p>Unterm Strich scheint es wieder um Denkweisen zu gehen und darum, <a href="http://www.thilo-baum.de/lounge/business/sache-oder-bedeutung/">die Sache und die Bedeutung zu differenzieren</a>. Es geht um die beiden Formen von Intelligenz nach Malcolm Gladwells Buch &#8222;&#220;berflieger&#8220;:</p>
<p>Die <strong>Konvergenten</strong> (Muster-Gehorcher) haben Regeln gelernt und gehen juristisch mit Abmahnungen gegen Regelverletzungen vor, was, wie im Falle Schwalbe, vielleicht rechtlich sauber ist, aber menschlich total Banane. Dieser Typus Entscheider beharrt auf absurden Rechtsstandpunkten und erkennt die Dimension des Handelns und seine Bedeutung nicht, und er ist v&#246;llig konsterniert, wenn es pl&#246;tzlich einen Image-Schaden via Internet gibt. Das k&#246;nnen sich die Konvergenten nicht vorstellen, daf&#252;r denken sie zu begrenzt.</p>
<p>Die andere Gruppe sind die <strong>Divergenten</strong> (Muster-Hinterfrager): Sie zweifeln den sturen Musterabgleich als Konzept an, sie suchen st&#228;ndig und bei allem nach dem Sinn der Dinge. Bevor sie sich zu einem Schritt entscheiden, fahnden sie nach der Bedeutung des Handelns. Sie haben Vorstellungskraft und wissen, was eine Maulkorbklausel im Falle einer Ver&#246;ffentlichung f&#252;r das Unternehmen bedeuten kann, und erkennen alleine die Idee einer solchen Klausel aufgrund ihrer m&#246;glichen Folgen nicht f&#252;r klug an. Sie sehen langfristig das Ergebnis unternehmerischen Handelns voraus und tun die richtigen Dinge, um sinnvolle Ziele zu erreichen, statt nur die falschen Dinge korrekt und nach Schema F durchzuziehen, weil das dem Muster entspricht oder weil es ein Konvergenz-Denker im Meeting vorschl&#228;gt.</p>
<p>Und das bedeutet letzten Endes: Durch das Mitmach-Internet brauchen wir in den Unternehmen einen anderen Typ Entscheider. Wir brauchen Vorstellungskraft, Phantasie und vor allem F&#228;higkeit zum Sinn. Wir brauchen Divergenz statt nur Konvergenz. Das bringt einem kein MBA-Studium bei, das lernt man nicht in der Schule. Juristen scheinen es im Studium auch nicht zu lernen. Und doch ist das divergente Denken heute eine der wichtigsten Qualifikationen &#252;berhaupt. Leider nur scheint das kaum jemand in der Unternehmenswelt zu merken.</p>
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		<title>Am Kunden vorbei ins Aus</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 09:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Volvo]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Saab-Autos wurden von Enthusiasten gekauft, die genau wussten, was sie wollten. Zu glauben, es falle dieser Klientel nicht auf, wenn unter den extravagant geformten Blechen auf einmal Allerwelts-Gro&#223;serientechnik verbaut wurde, war ein fataler Irrtum.&#8220; Das schreibt J&#252;rgen Pander bei &#8222;Spiegel Online&#8220; &#252;ber den &#8222;Niedergang der Marke Saab&#8220; unter dem Dach von General Motors (GM).
Gernot Kramper [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Saab-Autos wurden von Enthusiasten gekauft, die genau wussten, was sie wollten. Zu glauben, es falle dieser Klientel nicht auf, wenn unter den extravagant geformten Blechen auf einmal Allerwelts-Gro&#223;serientechnik verbaut wurde, war ein fataler Irrtum.&#8220; Das schreibt J&#252;rgen Pander bei &#8222;Spiegel Online&#8220; &#252;ber den <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,608966,00.html" target="_blank">&#8222;Niedergang der Marke Saab&#8220;</a> unter dem Dach von General Motors (GM).</p>
<p>Gernot Kramper <a href="http://www.stern.de/auto/service/:Saab-Insolvenz--Zu/655462.html" target="_blank">zitiert in &#8222;stern.de&#8220;</a> den Autoexperten Ferdinand Dudenh&#246;ffer: &#8222;Saab war einmal eine hochinnovative, starke Marke, und dann kam GM. Jetzt sind die Fahrzeuge umgestaltete, alte Vectras, die mit Premiumanspruch verkauft werden wollen und gegen BMW und Audi antreten sollen. Das geht nat&#252;rlich nicht gut.&#8220;</p>
<p>An den Interessen der Kunden vorbei zerst&#246;ren Manager ein Kleinod. Der Sinn f&#252;rs Wertige und das, was kultige Marken ausmacht, scheint in den K&#246;pfen betriebswirtschaftlich orientierter Firmenlenker ab und an ein wenig versch&#252;ttet zu sein. Und es zeigt, dass Synergie schnell das Besondere nivelliert und das Mittelma&#223; f&#246;rdert.</p>
<p>Angenommen, ein milliardenschwerer Fan &#252;bern&#228;hme eine Marke wie Saab oder auch Volvo (derzeit sucht Ford einen K&#228;ufer) – h&#228;tten diese Automarken die technischen M&#246;glichkeiten noch, nach Jahren der Fremdbestimmung zu ihrer Individualit&#228;t zur&#252;ckzukehren?</p>
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		<title>Das perfekte Langstreckenauto</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 20:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business]]></category>
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		<description><![CDATA[
Schwachsinns-Navi meines Volvo XC70, der nun offenbar endlich wegkommt: Ich habe eine pr&#228;zise Adresse, aber das Navi bietet mir doch zwei oder mehrere m&#246;gliche Stra&#223;en. Welche w&#228;hle ich aus? Unf&#228;hig, einfach mal nur die durch verschiedene Bezirke f&#252;hrenden Stra&#223;en einer Stadt als jeweils eine zu z&#228;hlen, differenziert diese Fehlkonstruktion von Navi Stadtteile – und erwartet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/12/volvonavi3.jpg" alt="volvonavi3.jpg" /></p>
<p>Schwachsinns-Navi meines Volvo XC70, der nun offenbar endlich wegkommt: Ich habe eine pr&#228;zise Adresse, aber das Navi bietet mir doch zwei oder mehrere m&#246;gliche Stra&#223;en. Welche w&#228;hle ich aus? Unf&#228;hig, einfach mal nur die durch verschiedene Bezirke f&#252;hrenden Stra&#223;en einer Stadt als jeweils eine zu z&#228;hlen, differenziert diese Fehlkonstruktion von Navi Stadtteile – und erwartet von Volvo-Kunden, dass sie die Stadtteile von Bielefeld und Castrop-Rauxel kennen und anhand der Hausnummer erkennen, in welchen Stadtteil es geht. Es ist nur einer von mehreren Denkfehlern, die die Konstrukteure dieses Navis begangen haben. Wenn alles gut geht, hat dieses Elend nun ein Ende.</p>
<p>Ich! Will! Neues! Auto!</p>
<p>Keine Ahnung, warum Autohersteller auf ihren Webseiten so komplizierte Konfiguratoren bringen und so kryptische Begriffe f&#252;r ihre Modelle. Warum kann ich nicht einem Hersteller einfach die Features senden, die ich brauche, und er macht mir ein Angebot? Warum muss ich mich auf den Webseiten von Autoherstellern durch deren konzerninterne Denk-Ekzeme graben und Begriffe verstehen wie &#8222;Summum&#8220;, &#8222;JBL&#8220; und &#8222;Tendance&#8220;?</p>
<p>Offenbar ist den kleinen Jungs bei den Autokonzernen nicht klar, dass der Kunde nur <em>ein</em> Auto braucht und sich nicht in eine ganze Unternehmenswelt hineindenken will. Na dann mal viel Spa&#223; in der Wirtschaftskrise, ihr Kinder, die ihr euch f&#252;r den Nabel der Welt haltet. Egozentriker haben in meinen Augen keine Zukunft.</p>
<p>Was ich suche? Nichts weniger als das, was jeder Langstreckenfahrer sucht, den die Autoindustrie so gerne ignoriert! Das perfekte Langstreckenauto &#8230;</p>
<p>- ist ein Kombi oder ein Offroader;<br />
- hat eine sehr gute Pannenstatistik und ist zuverl&#228;ssig;<br />
- hat Basics wie die &#252;blichen Airbags, Nebelscheinwerfer, elektronische Wegfahrsperre, ABS, Gurtstraffer und die &#252;blichen heutigen Serien-Features;<br />
- hat ein Navi, das logisch denkt, alle Stra&#223;en und Hausnummern kennt, nicht zwischen Stadtteilen unterscheidet, sinnvolle Routen vorschl&#228;gt, bei gleichen Strecken die gleiche Route vorschl&#228;gt, mich nicht von einem Stau in den anderen leitet und dessen deutsche Stimme ertr&#228;glich ist;<br />
- hat einen Tempomaten, der das Tempo auch bergab h&#228;lt;<br />
- hat ein ordentliches Ersatzrad und nicht nur einen 50-km/h-Schmal-Reifen;<br />
- hat Allrad-Antrieb und nur zur Not Front-Antrieb;<br />
- hat ein 6-Gang-Automatik-Getriebe;<br />
- bekommt bei der Zulassung eine gr&#252;ne Feinstaub-Plakette;<br />
- ist laut Fahrzeugschein f&#252;r eine ganze Menge Reifen zugelassen und nicht nur f&#252;r einen einzigen;<br />
- hat ein Glasschiebedach;<br />
- hat Klimaautomatik;<br />
- hat einen Regensensor;<br />
- hat ein Autotelefon, das nicht nur eine Bluetooth-Schnittstelle ist, sondern mit einer Twin-Card zu betreiben ist und neben der Freisprecheinrichtung einen H&#246;rer hat;<br />
- hat Sitzheizung der Vordersitze;<br />
- hat Standheizung, damit die Frontscheibe nicht verkratzt;<br />
- hat einen AUX-Anschluss f&#252;r die Stereoanlage, die nicht schlecht ist.</p>
<p>Das Auto &#8230;</p>
<p>- sollte ein Diesel sein, muss aber nicht;<br />
- darf Xenon-Scheinwerfer haben, muss aber nicht;<br />
- darf eine Einparkhilfe hinten haben, muss aber nicht;<br />
- sollte lendenwirbels&#228;ulenunterst&#252;tzende Sitze haben;<br />
- darf eine Vollbremsautomatik haben, muss aber nicht;<br />
- darf einen ordentlichen Autoschl&#252;ssel haben, es sollte kein kastrierter Chipkartenschl&#252;ssel sein;<br />
- darf eine H&#228;ngerkupplung haben, muss aber nicht;<br />
- sollte eine Wintertaste f&#252;rs Automatikgetriebe haben, wenn nicht, ist halb so wild;<br />
- sollte einen 12-V-Stromanschluss haben, der auch unabh&#228;ngig von der Z&#252;ndung immer l&#228;uft.</p>
<p>No-Gos f&#252;r das Auto sind &#8230;</p>
<p>- Heckantrieb;<br />
- Schaltgetriebe;<br />
- Navigationssysteme, die das Auto virtuell weiterfahren lassen, obwohl es steht, oder die St&#228;dte und Adressen nicht finden;<br />
- Bluetooth-basierte Autotelefone.</p>
<p>Kurz: Ich suche *das* Langstreckenauto. Wer bietet mir was an? Wer f&#228;hrt mir dieses Auto als Testwagen vor die T&#252;r? Wen muss ich anrufen? Auf den Webseiten der Hersteller wird mir schlecht!</p>
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		<title>Business Book of Horror</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 23:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Baum</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Volvo]]></category>

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Hier ist es: unser neues Buch! Man lese das &#8222;Business Book of Horror&#8220;, eine von Stefan Fr&#228;drich  im GABAL-Verlag herausgegebene Anthologie &#252;ber Horrorgeschichten aus dem Business-Leben. Neben Stefan und mir (Volvo!) berichten eine Menge Menschen von ihren Erfahrungen mit Unternehmen, etwa Eckart von Hirschhausen.
Meine Beobachtung, dass heutige Unternehmen immer arroganter und ignoranter werden, findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/volvo004.jpg" alt="volvo004.jpg" /></p>
<p>Hier ist es: unser neues Buch! Man lese das &#8222;Business Book of Horror&#8220;, eine von <a href="http://www.stefan-fraedrich.de" target="_blank">Stefan Fr&#228;drich</a>  im <a href="https://www.gabal-verlag.de/" target="_blank">GABAL-Verlag</a> herausgegebene Anthologie &#252;ber Horrorgeschichten aus dem Business-Leben. Neben Stefan und mir (Volvo!) berichten eine Menge Menschen von ihren Erfahrungen mit Unternehmen, etwa <a href="http://www.hirschhausen.com" target="_blank">Eckart von Hirschhausen</a>.<span id="more-2510"></span></p>
<p>Meine Beobachtung, dass heutige Unternehmen immer arroganter und ignoranter werden, findet sich best&#228;tigt: Ich! Bin! Nicht! Allein! Und ich hoffe, dass meine Erfahrungen mit meinem Auto Leid verhindern: Was ich mit Volvo erlebe, ist niemandem zu w&#252;nschen.</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/volvo001.jpg" alt="volvo001.jpg" /></p>
<p><strong>Aufmacher: Ich bin Kunde. Und das ist mein Problem. </strong></p>
<p>Mit der Story rund um meinen Volvo XC70 macht das Buch auf – und vor allem mit meinen Erfahrungen mit der <a href="http://www.volvocars.com/de/Pages/default.aspx" target="_blank">Volvo Car Germany GmbH in K&#246;ln</a> und dem <a href="http://www.koch-automobile-ag.de/" target="_blank">Autocenter Koch in Berlin</a>. H&#228;tte ich gewusst, wie die beiden Unternehmen mit mir umgehen, falls ich an ein Montagsauto geraten sollte, h&#228;tte ich von der Marke und von dem Autohaus abgesehen. Und darum muss ich die Menschheit warnen.</p>
<p>Nach Redaktionsschluss des Buches war der Horror mit meiner schmucken Zauberkutsche nicht zu Ende: Ich hatte drei Pannen in drei Monaten; zwei Mal war ein abgerutschter Turboschlauch die Ursache. Und nachdem auch nach mehrfachen Reparaturversuchen immer noch etwas am linken Hinterrad scheppert, schreibt mir Koch-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Thomas Greitzke, er sehe das &#8222;Vertrauen&#8220; gest&#246;rt. W&#228;hrend ich nie wei&#223;, ob ich Volvo vertrauen kann oder ob ich morgen zum sechsten Mal mit einer Panne liegen bleibe, gerne auf Langstrecke mit Gep&#228;ck, redet der Mensch, der den Verkauf dieses Autos an mich verantwortet, von &#8222;Vertrauen&#8220;, einem der Grundwerte der Marke Volvo.*</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/volvo002.jpg" alt="volvo002.jpg" /></p>
<p><strong>Gezeichnet von <a href="http://www.timowuerz.com" target="_blank">Timo Wuerz</a>: Troll im Volvo XC70 </strong></p>
<p>Es geht nicht darum, dass man mal ein Montagsauto erwischt. Kommt vor. Sondern es geht darum, wie die verantwortlichen Unternehmen sich gegen&#252;ber einem Kunden benehmen. Es geht darum, dass ich seit den ersten Anzeichen von M&#228;ngelh&#228;ufung sowohl bei der Volvo Car Germany GmbH als auch beim Autohaus um eine L&#246;sung bitte, aber bis heute keine zufriedenstellende L&#246;sung angeboten bekomme.</p>
<p>Zuletzt schrieb der Anwalt des Autohauses an meinen Anwalt:</p>
<p><em>&#8222;Nach den uns vorliegenden Erkenntnissen m&#252;ssen wir davon ausgehen, dass die von Ihnen kurz angerissene, von Ihrem Auftraggeber in der Vergangenheit bereits ausf&#252;hrlich behauptete Mangelhaftigkeit so nicht best&#228;tigt werden kann, als dieser im Zeitraum von lediglich etwas mehr als zwei Jahren mit diesem Fahrzeug wohl mehr als 120.000 km gefahren war.&#8220;</em></p>
<p>Beim Autokauf war ich noch davon ausgegangen, Volvo sei f&#252;r hohe Laufleistungen geeignet. Damit habe ich mich wohl geirrt, wenn ich den Gedanken des Koch-Anwalts richtig folge und mir die enorme M&#228;ngelliste dieses Autos so ansehe. Dass der Anwalt eines Volvo-Autohauses die Zuverl&#228;ssigkeit von Volvos so relativert, ist sicher f&#252;r Unternehmen spannend, die den Kauf von Volvos f&#252;r den Taxi-Bestand oder f&#252;r den Manager-Fuhrpark erw&#228;gen.</p>
<p>Abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin, ob der Koch-Anwalt mit seinen Bemerkungen seinem Mandanten und dessen Image in der &#214;ffentlichkeit dient: &#8222;Behauptet&#8220; ist gut. Mir scheint, als kenne der Anwalt der Gegenseite das Ausma&#223; meiner Reklamationen nicht. Zigtausende Kilometer gehen schon mal ins Land, wenn man gegen eine Wand redet und ein Auto w&#228;hrenddessen normal nutzt. Vielleicht sollte er mal in den Leitz-Ordner schauen, der die Reparaturberichte und den uns&#228;glichen Briefwechsel beinhaltet? Falls man f&#252;rs Aktenstudium keine Zeit hat, kann man sich ja im &#8222;Business Book of Horror&#8220; informieren. Belegexemplare sind unterwegs, auch an den <a href="http://www.autoblog.com/2008/09/02/stephen-odell-appointed-volvo-ceo-and-president/" target="_blank">neuen Volvo-CEO</a> in G&#246;teborg, den das Deutschland-Marketing und diese Form der Image-Pflege vielleicht interessieren.</p>
<p><img src="http://www.thilo-baum.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/volvo003.jpg" alt="volvo003.jpg" /></p>
<p><strong>Kundenservice: Das Navi kannte die Prenzlauer Allee nicht, und Volvo verweigerte zun&#228;chst das kostenfreie Update </strong></p>
<p>Die Volvo-Story wird noch viel Platz brauchen. Daher habe ich hier die Rubrik &#8222;Volvo&#8220; eingerichtet. In wenigen Tagen berichte ich, was zwischen Buch-Redaktionsschluss und heute im Einzelnen geschehen ist, und bald folgen ein paar Filme &#252;ber Youtube.</p>
<p>Kommentare w&#252;rde ich am liebsten ausschlie&#223;en, weil die Haftung f&#252;r Blog-Kommentare ungekl&#228;rt ist. Aber ich lasse sie mal zu und bitte zugleich um Nachsicht, wenn ich l&#246;sche und redigiere. Schlie&#223;lich lehnte Volvo-Deutschland-Sprecher Olaf Meidt am 8. Mai nicht nur jede Stellungnahme zu meinen Fragen ab, sondern stellte auch in Aussicht, er werde auf Ver&#246;ffentlichungen &#8222;gegebenenfalls reagieren&#8220;. Das nehme ich mit Freude in Kauf, wenn es um meine &#196;u&#223;erungen geht, aber f&#252;r die Auslassungen meiner Leserinnen und Leser m&#246;chte ich keine Verantwortung &#252;bernehmen.</p>
<p>Mich freut das &#8222;Business Book of Horror&#8220; au&#223;erordentlich. In den Wirtschaftsabteilungen der Buchhandlungen f&#228;llt es durch sein gelungenes Cover extrem auf, und h&#228;lt man es in der Hand, verwundert einen sofort die erhabene Haptik des Covers. Inhaltlich ist das Buch mehr als nur up-to-date, es beschreibt mehr als nur einen Trend, sondern eine Perspektive: Die Probleme im Buch sind Thema, egal mit wem man spricht, und es scheint, als k&#246;nnte die verlogene Phase der PR-Sch&#246;nf&#228;rberei demn&#228;chst ein Ende haben. Was nahezu alle Konsumenten und Nutzer wissen, wird nun offiziell: In immer mehr Unternehmen regieren Inkompetenz und Egozentrik, und das muss Folgen f&#252;r die Unternehmenskultur haben. Zu sp&#252;ren bekommen die Missst&#228;nde in Unternehmen nicht mehr nur Mitarbeiter, sondern vor allem auch Kunden.</p>
<p>Das Thema &#8222;Corporate Inkompetenz&#8220; wird mit Sicherheit neue Seminare und weitere B&#252;cher generieren. Die Zielgruppe sind alle, die in Sachen Unternehmenskommunikation nicht nur warme Worte schwingen, sondern Kunden wirklich zufrieden stellen wollen. Wenn wir Gl&#252;ck haben, k&#246;nnten im Zuge der Finanzkrise auch die kundenfeindlichen Unternehmen der heutigen Zeit bald dem oberfl&#228;chlichen Shareholder Value den R&#252;cken kehren und wieder Qualit&#228;t bringen. M&#246;glicherweise kommt ja wie bei den Banken nun auch im Management von Auto-, Software- und IT-Unternehmen die Erkenntnis an, dass das Vertrauen der Leute zerst&#246;rt ist und sich nur noch in Form von Selbstbetrug in den Unternehmen h&#228;lt. Die L&#246;sung w&#252;rde – wie bei den Banken – eine Art R&#252;ckbesinnung auf wahre Werte bedeuten. Vielleicht tut sich ja was, und bald wird eine Marke pl&#246;tzlich nicht mehr schon alleine deswegen in die Gr&#252;tze geritten, weil pl&#246;tzlich ein bislang fremder Konzern der Eigent&#252;mer ist.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>* Bisherige Pannen: 1. Kraftstofffilter gel&#246;st – Diesel-Havarie auf der Friedrichstra&#223;e; 2. Wirbelklappen gebrochen bei Bayreuth – Ersatzwagen-Arie, bei der ich Strecken f&#252;r meinen Wagen und den Ersatzwagen bezahlen darf, also doppelt; 3. K&#252;hlwasser leer direkt nach Abholung vom Getriebe-Austausch, bei dem auch der K&#252;hler ausgebaut wird – eine Stunde Warterei um 23 Uhr auf der A 24 auf den Pannendienst; 4. Turboschlauch eins defekt bei Wolfen – Verabredung mit Freund aus den USA zum EM-Spiel Deutschland-T&#252;rkei verpasst und Strecke doppelt bezahlt; 5. Turboschlauch zwei defekt irgendwo in Nordrhein-Westfalen – wieder hunderte Kilometer in einem unkomfortablen Ersatzwagen unterwegs und Strecke doppelt bezahlt. Plus Reparaturen ohne Panne. Meine Ersatzwagen: mehrere V50, dann C30, V70 und XC70 bis zu XC90 und Autos anderer Marken wie etwa die schwierige B-Klasse, jeweils ohne Autotelefon, oft mit Schaltgetriebe und ohne Navi.</p>
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