Ein überflüssiger und zugleich weithin für vernünftig erachteter Unsinn ist die Rot-Gelb-Phase deutscher Ampeln. Bevor eine Ampel in Deutschland auf Grün schaltet, zeigt sie für wenige Sekunden Rot-Gelb.
Die Gelb-Phase vor dem Rot ist sinnvoll – denn so sind Autofahrer vor dem nahenden Fahrverbot gewarnt. Ampeln in der DDR hatten vor der Gelb-Phase noch eine Grün-Gelb-Phase, in Österreich blinkt das Grün, bevor es auf Gelb umspringt. Beides macht den Countdown noch deutlicher, die Warnung vor dem nahenden Rot drastischer.
Doch es ergibt keinen Sinn, jemanden vor Grün zu warnen – also vor der Erlaubnis zu fahren. Nichts spricht dagegen, dass Ampeln ohne Umweg von Rot auf Grün springen, wie etwa in Spanien und vielen anderen Ländern auf der Welt. Denn Verkehrsteilnehmer tun beim Wechsel von Rot auf Rot-Gelb oder auf Grün sowieso nur das Naheliegende: Sie fahren los.



Ich glaub, der Sinn liegt in der Ampelschaltung: So wird erreicht, dass der Kreuzungsbereich sicher wieder frei ist, sprich dass auch die Autos, die noch bei Gelb rübergerast sind, weg sind, wenn die Autos losfahren.
Das glaube ich nicht. Dazu müsste man nur die Rot-gelb-Phase weglassen und die paar Sekunden länger Rot lassen …
Die Rot-Gelb-Phase ist dazu da, dass der Autofahrer sich aufs Weiterfahren vorbereiten kann, dh. Gang einlegen, dass man bei Grün gleich los kann.
So haben wir es gelernt.