Wie nennt man das: Jemand baut Mist und verkriecht sich. Macht Post nicht auf oder sagt, Post sei nicht angekommen. Jemand tut so, als sei sein Handeln in Ordnung, obwohl völlig klar ist, dass es das nicht ist. Darauf angesprochen, räumt er den Fehler nicht etwa ein, sondern spielt Spielchen und diskutiert herum. Unfähig einzusehen, dass er eben Mist gebaut hat. Unfähig dazu, sich zu entschuldigen. Wie nennt man dieses Krankheitsbild? Es muss irgendeine Art psychohygienischer Messie sein.



Ich nenne das jetzt mal das Gü`sche Syndrom. Mein Ex leidet seit Jahrzehnten darunter. Unterdessen kenne ich viele mit diesem Krankheitsbild: Realitätsverlust vor allem in materiellen Belangen. Unfähigkeit zur Selbsteinschätzung. Leben in Eigen- und sich verlieren in Wunschwelten. Unbemerkter Verlust sozialer Maßstäbe und Zerfall von Werten. All dessen sind sie sich aber nicht bewusst. Und das genau ist das Krankheitsbild. Es kommt bei den Betroffenen gar nicht dazu, dass sie so tun, als ob ihr Handeln ok sei. Das Problem besteht in und mit der Handlung selbst. Die Krankheit geht einher mit fehlender Handlungsreflexion. Diese Menschen haben kein Bewusstsein für das, was sie tun. Jedenfalls kein gesellschaftliches. Es geht nicht darum, ob sie Normen anerkennen oder nicht. Ob sie sich eines Regelverstoßes bewusst sind oder nicht. Ihre Taten werden schlicht nicht bewertet und somit auch nicht wo auch immer eingeordnet. Dieser Vorgang fällt völlig flach. Nicht Standards und Handlungsmerkmale fehlen, es fehlt der Blick aus eigener anderer Perspektive. Menschen mit Gü`schem Syndrom tun gewisse Dinge sozusagen eigenhandlungsimmanent. (Was für ein Wort. Sorry Thilo). Sie setzen ihre Taten in keinerlei Zusammenhänge. Leider auch nicht in zwischenmenschliche. Und man kommt ihnen nicht bei. Keine Chance. Sie wissen kein bisschen, was man ihnen vorwirft. Die Maßstäbe, die Kritik begründen, kommen ja in ihrer Handlungswelt nicht vor. Es ist hoffnungslos. Jeder Versuch, so jemanden zu `heilen` macht nur selbst krank. Unbedingt aufhören damit.
Vielleicht ist es doch einfach so wie im Egozentriker-Post:
http://www.thilo-baum.de/loung.....zentriker/
Dort schreibt jemand im Kommentar:
„Egozentriker sind alle gleich. Das mag sich ungeheurlich ausnehmen, aber die haben alle die selbe Stanzung: aggressiv, ungeduldig, gierig, unzuverlässig etc. , als die bösen kleinen Dinge, die einem noch so einfallen. Für jeden Menschen mit Veranwortung und Zuverlässigkeit, all jene Tugenden, die das miteinander so angenehm machen, platzt der Egozentriker mit seiner Räuberhorde ein.“
Dann fällt mir noch die Verwandtschaft zum Schuldner ein, der ja auch ein typisches Verhalten an den Tag legt, das dem Gü-Prinzip entspricht.
Und dabei fällt mir noch auf, dass mal jemand wissenschaftlich den Zusammenhang zwischen Betrug und Spielsucht untersuchen könnte (meines Wissens bislang nicht geschehen), ich halte beide für eng miteinander verwandt. Als Diss in Medizin oder Psycho ganz einfach: Straftäter nachdiagnostizieren und zugleich checken, welche Betrugsanzeichen Spieljunkies in der Therapie so zeigen. Sollte doch gehen …