Schlechte Vertriebler

 

Dideldideldü.

„Ja, Baum?“ — „Wer ist da bitte?“ — „Thilo Baum hier. Wer spricht denn dort?“ — „Meier, guten Tag. Der Herr Nolz wollte Ihnen das Konzept anbieten und ich wollte fragen, ob Sie möglicherweise Interesse haben, …“ — „Entschuldigen Sie, stopp, Sekunde. Wer sind Sie? Von wo rufen Sie an?“ — „Mein Name ist Schulz und ich rufe für den Herrn Nolz an.“ — „Wer ist Herr Nolz?“ — „Herr Nolz ist selbstständiger Managementberater und bietet ein Konzept an zur Kosteneinsparung …“ — „Danke, kein Interesse. Wiederhören.“

Whow, wie schlecht sind manche Vertriebler. Wenn solche Nieten Jobs haben, brauchen wir uns in Deutschland keine Sorgen um Arbeitslosigkeit zu machen. Das Thema Egozentrik scheint sich stetig zu wiederholen: Menschen mit der kompletten Unfähigkeit, sich in die Perspektive anderer zu versetzen, bevölkern nicht mehr nur die geschlossenen Anstalten, sondern erobern den öffentlichen Raum. Es ist ein Typus Mensch, der wie selbstverständlich davon ausgeht, dass sein spezifisches Jobwissen normal sei und alle anderen es auch hätten. Einigermaßen stumpf, diese Leute.



2 Kommentare zu „Schlechte Vertriebler“

  1. bosch

    Ist es nicht eher ein bißchen andersherum? Gerade weil diese Unfähigen keinen anderen Job bekommen, geraten sie in ihrer Verzweiflung in Callcenter und müssen dort „selbständige Managementberater“ anpreisen. Sind sie dort ebenfalls nicht erfolgreich, ziehen sie von Callcenter zu Callcenter und verkaufen irgendwann Lotterielose am Telefon. Eine Spirale ohne Ende …

  2. Thilo

    Stimmt, so herum könnte es auch sein …

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