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	<title>Kommentare zu: Die Adjektiv-Falle</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 08:03:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Michael</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-7704</link>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 20:25:54 +0000</pubDate>
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		<description>Kleine Erweiterung zum Thema &quot;staatlicher Rentenempf&#228;nger&quot;.

In Wien sind wir grad bei der Geburt von was Neuem dabei: Plakatkampagne - wer profitiert von der Pensionsreform? Kleine und mittlere Pensionisten.

Jetzt neu auf 1000en Plakaten - und sicher in ein paar Tagen in aller Munde. Entschuldigt bitte dieses unfrische Klischee.

Hat aber auch Vorteile: da bleibt der kleine Mann von der Stra&#223;e nicht ganz allein. Er bekommt Gesellschaft. Und wie immer: an die Gro&#223;en denkt keiner ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine Erweiterung zum Thema &#8222;staatlicher Rentenempf&#228;nger&#8220;.</p>
<p>In Wien sind wir grad bei der Geburt von was Neuem dabei: Plakatkampagne &#8211; wer profitiert von der Pensionsreform? Kleine und mittlere Pensionisten.</p>
<p>Jetzt neu auf 1000en Plakaten &#8211; und sicher in ein paar Tagen in aller Munde. Entschuldigt bitte dieses unfrische Klischee.</p>
<p>Hat aber auch Vorteile: da bleibt der kleine Mann von der Stra&#223;e nicht ganz allein. Er bekommt Gesellschaft. Und wie immer: an die Gro&#223;en denkt keiner &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Langen</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6744</link>
		<dc:creator>Langen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 16:01:45 +0000</pubDate>
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		<description>Nach Lehmanns Aussagen zu dem Fall eines p&#228;dophilen, schon wiederholt begutachteten Knabensch&#228;nders ist er, Lehmann, der Vorsitzende der &quot;deutschen [sabber-absichtlich kleine geschrieben!] Bischofskonferenz&quot; n i c h t  der deutsche Katholikenchef.

Und zwar wg. schlicht-administrativer Kompetenzlosigkeit; denn eigentlich m&#252;sste der Erz-Meister des Regensburger Bischofs M&#252;ller die Straf-Sache an sich ziehen und zeihen, der Erzbischof von M&#252;nchen-Freising, - und den Erzs&#252;nder aus dem Katholen-Zirkus schmei&#223;en.


Aber der findet das nicht so schlimm, wenn sich Kapl&#228;ne und Priesterlein - wg. ihrer gottgegebenen Ehre und ihrer Fraternit&#228;t, die sakramental-liturgische Pr&#228;senz hat (siehe CJC des vorigen Papstes und seines heutigen Administrators.

F&#252;r den konkreten, unfl&#228;tigen Priester-Phall:

wenn der Vater eines missbrauchten Kindes dort - ins Pfarrhaus - nicht mit dem Haberfeld-Kn&#252;ppel hingeht - und den T&#228;ter vor sich her zur Polizei treibt - tut sich nichts...


... und: Was tut sich? Das schweigende Entsetzen g&#228;hnt vor sich hin!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Lehmanns Aussagen zu dem Fall eines p&#228;dophilen, schon wiederholt begutachteten Knabensch&#228;nders ist er, Lehmann, der Vorsitzende der &#8222;deutschen [sabber-absichtlich kleine geschrieben!] Bischofskonferenz&#8220; n i c h t  der deutsche Katholikenchef.</p>
<p>Und zwar wg. schlicht-administrativer Kompetenzlosigkeit; denn eigentlich m&#252;sste der Erz-Meister des Regensburger Bischofs M&#252;ller die Straf-Sache an sich ziehen und zeihen, der Erzbischof von M&#252;nchen-Freising, &#8211; und den Erzs&#252;nder aus dem Katholen-Zirkus schmei&#223;en.</p>
<p>Aber der findet das nicht so schlimm, wenn sich Kapl&#228;ne und Priesterlein &#8211; wg. ihrer gottgegebenen Ehre und ihrer Fraternit&#228;t, die sakramental-liturgische Pr&#228;senz hat (siehe CJC des vorigen Papstes und seines heutigen Administrators.</p>
<p>F&#252;r den konkreten, unfl&#228;tigen Priester-Phall:</p>
<p>wenn der Vater eines missbrauchten Kindes dort &#8211; ins Pfarrhaus &#8211; nicht mit dem Haberfeld-Kn&#252;ppel hingeht &#8211; und den T&#228;ter vor sich her zur Polizei treibt &#8211; tut sich nichts&#8230;</p>
<p>&#8230; und: Was tut sich? Das schweigende Entsetzen g&#228;hnt vor sich hin!</p>
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	<item>
		<title>Von: Thilo</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6527</link>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 19:24:04 +0000</pubDate>
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		<description>Guter Ansatz. Die Erkl&#228;rung klingt denkbar, denn derzeit sind Anglizismen Mode (&quot;Sinn machen&quot;, &quot;einmal mehr&quot;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Ansatz. Die Erkl&#228;rung klingt denkbar, denn derzeit sind Anglizismen Mode (&#8222;Sinn machen&#8220;, &#8222;einmal mehr&#8220;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Scherer</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6519</link>
		<dc:creator>Stefan Scherer</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 10:40:52 +0000</pubDate>
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		<description>Beispiele von Konstruktionen wie &quot;deutscher Katholikenchef&quot; oder &quot;staatlischer Rentenempf&#228;nger&quot; liest man tats&#228;chlich immer &#246;fter. Ich frage mich, ob dies nicht ein verkappter Anglizismus ist - im Englischen jedenfalls lie&#223;en sich solche Kombinationen sinnvoll bilden: Das Adjektiv bezieht sich dann nicht auf das zusammengesetzte Substantiv, sondern nur auf dessen ersten Teil.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Beispiele von Konstruktionen wie &#8222;deutscher Katholikenchef&#8220; oder &#8222;staatlischer Rentenempf&#228;nger&#8220; liest man tats&#228;chlich immer &#246;fter. Ich frage mich, ob dies nicht ein verkappter Anglizismus ist &#8211; im Englischen jedenfalls lie&#223;en sich solche Kombinationen sinnvoll bilden: Das Adjektiv bezieht sich dann nicht auf das zusammengesetzte Substantiv, sondern nur auf dessen ersten Teil.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Birgit</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6324</link>
		<dc:creator>Birgit</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 15:31:55 +0000</pubDate>
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		<description>Steini:

„Elterlich“ hei&#223;t so viel wie “den Eltern geh&#246;rend”.

Wenn meine Eltern umziehen, nachdem ich bereits zuhause ausgezogen bin, und auch kein Zimmer mehr f&#252;r mich mit umgezogen wird, ist das „elterliche Haus“ nicht mehr mein „Elternhaus“, sondern das „Haus meiner Eltern“. 

Mein „Elternhaus“ ist das, wo ich aufgewachsen bin. Es kann sogar mehrere H&#228;user umfassen. Der Begriff „Elternhaus“ beinhaltet oft nicht nur das jeweilige „Haus“, sondern auch die Erziehung, die Kultur und die gesamte Atmosph&#228;re. Ich sage zum Beispiel „In meinem Elternhaus gab es Tischgebete“ und f&#228;nde es komisch, wenn mein Gespr&#228;chspartner mich dann fragt, welches von den vier H&#228;usern, in denen ich im Laufe der Zeit mit meinen Eltern zusammen gewohnt habe, ich denn hier meine.

Aufgrund dieser umfassenden Bedeutung von  „Elternhaus“  w&#252;rde ich auch den Satz „Die Geschwister haben das Elternhaus verkauft“ in meinem Sprachgef&#252;hl als unpassend empfinden.  Ich w&#252;rde eher erwarten „Die Geschwister haben das elterliche Haus verkauft“ oder „Die Geschwister haben das Haus der Eltern verkauft“.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Steini:</p>
<p>„Elterlich“ hei&#223;t so viel wie “den Eltern geh&#246;rend”.</p>
<p>Wenn meine Eltern umziehen, nachdem ich bereits zuhause ausgezogen bin, und auch kein Zimmer mehr f&#252;r mich mit umgezogen wird, ist das „elterliche Haus“ nicht mehr mein „Elternhaus“, sondern das „Haus meiner Eltern“. </p>
<p>Mein „Elternhaus“ ist das, wo ich aufgewachsen bin. Es kann sogar mehrere H&#228;user umfassen. Der Begriff „Elternhaus“ beinhaltet oft nicht nur das jeweilige „Haus“, sondern auch die Erziehung, die Kultur und die gesamte Atmosph&#228;re. Ich sage zum Beispiel „In meinem Elternhaus gab es Tischgebete“ und f&#228;nde es komisch, wenn mein Gespr&#228;chspartner mich dann fragt, welches von den vier H&#228;usern, in denen ich im Laufe der Zeit mit meinen Eltern zusammen gewohnt habe, ich denn hier meine.</p>
<p>Aufgrund dieser umfassenden Bedeutung von  „Elternhaus“  w&#252;rde ich auch den Satz „Die Geschwister haben das Elternhaus verkauft“ in meinem Sprachgef&#252;hl als unpassend empfinden.  Ich w&#252;rde eher erwarten „Die Geschwister haben das elterliche Haus verkauft“ oder „Die Geschwister haben das Haus der Eltern verkauft“.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Steini</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6314</link>
		<dc:creator>Steini</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 06:19:31 +0000</pubDate>
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		<description>Birgit: Was ist denn ein elterliches Haus wenn nicht das Elternhaus?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Birgit: Was ist denn ein elterliches Haus wenn nicht das Elternhaus?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Birgit</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6205</link>
		<dc:creator>Birgit</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 14:31:25 +0000</pubDate>
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		<description>Wie viele Menschen habe ich Ende 1999 den Orkan Lothar selbst erlebt, damals die Boxen gelesen, und wei&#223; seitdem, dass Lothar ein Orkan war. Und auch, dass Lothar in einer niedrigeren Stufe kein Orkan mehr gewesen w&#228;re. Also habe ich – ohne Klimatologin zu sein – durch diese hautnahe Erfahrung ein gewisses Wissen, wo die Grenze zum Orkan ist. Wie wohl viele andere Spiegel-Leser auch. Es w&#228;re f&#252;r mich also irref&#252;hrend, wenn der Spiegel einen tats&#228;chlich nur „schweren Sturm“ als einen „Orkan“ bezeichnet. Ich m&#246;chte mich gerne darauf verlassen k&#246;nnen, dass ich Korrektes lese und dies so auch anderen weitererz&#228;hlen kann.

Auch ohne die Wissenschaft zu bem&#252;hen, gibt es doch Nyancen in der Sprache, die den feinen Unterschied in der Bedeutung ausmachen. Meiner Ansicht nach sollte man diese Nyancen nicht einfach plattmachen.

Ein „schwerer Sturm“ ist nicht immer ein „Orkan“.

Mein „anwaltlicher Berater“ ist nicht immer mein „Anwalt“.

Mit dem „elterlichen Haus“ ist nicht immer das „Elternhaus“ gemeint.

Ich halte es also nicht f&#252;r w&#252;nschenswert, wenn beim Spiegel, den ich wegen seiner Recherchen sch&#228;tze, der Schlussredakteur kommt und ohne Kenntnis der Recherchen einfach platt den „schweren Sturm“ durch „Orkan“, den „anwaltlichen Berater“ durch den „Anwalt“ und das „elterliche Haus“ durch das „Elternhaus“ ersetzt. 

Dein Beispiel mit den staatlichen Rentenempf&#228;ngern finde ich jedoch sehr gut. 

Habe vor wenigen Wochen in der Tagesschau noch ein weiteres Beispiel geh&#246;rt, das Dir gefallen m&#252;sste: „Die Bev&#246;lkerung f&#252;rchtet sich vor teurer werdenden Lebensmitteln.“ :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viele Menschen habe ich Ende 1999 den Orkan Lothar selbst erlebt, damals die Boxen gelesen, und wei&#223; seitdem, dass Lothar ein Orkan war. Und auch, dass Lothar in einer niedrigeren Stufe kein Orkan mehr gewesen w&#228;re. Also habe ich – ohne Klimatologin zu sein – durch diese hautnahe Erfahrung ein gewisses Wissen, wo die Grenze zum Orkan ist. Wie wohl viele andere Spiegel-Leser auch. Es w&#228;re f&#252;r mich also irref&#252;hrend, wenn der Spiegel einen tats&#228;chlich nur „schweren Sturm“ als einen „Orkan“ bezeichnet. Ich m&#246;chte mich gerne darauf verlassen k&#246;nnen, dass ich Korrektes lese und dies so auch anderen weitererz&#228;hlen kann.</p>
<p>Auch ohne die Wissenschaft zu bem&#252;hen, gibt es doch Nyancen in der Sprache, die den feinen Unterschied in der Bedeutung ausmachen. Meiner Ansicht nach sollte man diese Nyancen nicht einfach plattmachen.</p>
<p>Ein „schwerer Sturm“ ist nicht immer ein „Orkan“.</p>
<p>Mein „anwaltlicher Berater“ ist nicht immer mein „Anwalt“.</p>
<p>Mit dem „elterlichen Haus“ ist nicht immer das „Elternhaus“ gemeint.</p>
<p>Ich halte es also nicht f&#252;r w&#252;nschenswert, wenn beim Spiegel, den ich wegen seiner Recherchen sch&#228;tze, der Schlussredakteur kommt und ohne Kenntnis der Recherchen einfach platt den „schweren Sturm“ durch „Orkan“, den „anwaltlichen Berater“ durch den „Anwalt“ und das „elterliche Haus“ durch das „Elternhaus“ ersetzt. </p>
<p>Dein Beispiel mit den staatlichen Rentenempf&#228;ngern finde ich jedoch sehr gut. </p>
<p>Habe vor wenigen Wochen in der Tagesschau noch ein weiteres Beispiel geh&#246;rt, das Dir gefallen m&#252;sste: „Die Bev&#246;lkerung f&#252;rchtet sich vor teurer werdenden Lebensmitteln.“ :-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thilo</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6202</link>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2007 10:57:21 +0000</pubDate>
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		<description>:-))</description>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hanswurst</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6196</link>
		<dc:creator>Hanswurst</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 20:55:18 +0000</pubDate>
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		<description>Klingt in meinen Ohren ein bisschen feuilletonistisch, das Ganze. Wo bleibt der Nutzwert?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Klingt in meinen Ohren ein bisschen feuilletonistisch, das Ganze. Wo bleibt der Nutzwert?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Cujau</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/die-adjektiv-falle/comment-page-1/#comment-6195</link>
		<dc:creator>Cujau</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Sep 2007 20:04:14 +0000</pubDate>
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		<description>Hier &#252;berschneiden sich offenbar zwei ganz interessante Denk- und damit Schreibweisen (im Sinn von Inhalt, nicht Form) - die journalistische und die wissenschaftliche, also jene, die der Genauigkeit den Vorrang vor der Allgemeinverst&#228;ndlichkeit liefert.

Bei Sprache geht es auch um Genauigkeit; deshalb hei&#223;t es ja auch Sinn haben und nicht Sinn machen.

Das Ph&#228;nomen ist nun, dass sich beide streiten, wer recht hat. Das jedoch ist eine sinnfreie Diskussion, weil beide recht haben. Denn jeder ist darum bem&#252;ht, das Beste f&#252;r seine Branche zu tun: der Wissenschaftler f&#252;r die genaue Kategorisierung und der Journalist f&#252;r die verst&#228;ndliche Umsetzung dessen; also, was versteht der durchschnittliche Leser; und vor allem, wer ist der durchschnittliche Leser und wie ist er?

Irre interessant, wie ich finde. Denn es kommt nat&#252;rlich darauf an zu formulieren, ist es noch ein Sturm oder schon ein Orkan. Eine Nuance, die f&#252;r den Meteorologen eine Rolle spielt, kann f&#252;r den Journalisten wichtig oder unwichtig sein.

Vor einiger Zeit hatte die ARD in ihrem Wetterbericht zu harmlos &#252;ber einen heraufziehendes Unwetter berichtet, das sich sp&#228;ter als verw&#252;stendes Naturereignis herausstellte. Es gab h&#246;llischen &#196;rger, weil viele die Schuld bei der ARD f&#252;r den zu w&#252;tenden Sturm sahen. Was f&#252;r eine Reaktion; man macht Journalisten daf&#252;r haftbar, dass ein Sturm zu heftig war und ein Orkan h&#228;tte gewesen sein m&#252;ssen. Also geht es f&#252;r den Nutzer - also Rezipienten - um genaue Infos beim Wetter. Noch ein Sturm oder schon ein Orkan oder nur ein orkanartiger Sturm, weil er nur vereinzelt und zeitweise so rennt wie ein Orkan?

Journalsiten sitzen also in einer Falle. Sie sollen zum einen wissenschaftliche Sprache verst&#228;ndlich an den Mann bringen und dabei ja nichts verharmlosen, nichts &#252;bertreiben, nichts weglassen - und dann noch jedermann begreiflich bleiben.

Wenn das schon beim Wetter schief geht ...!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier &#252;berschneiden sich offenbar zwei ganz interessante Denk- und damit Schreibweisen (im Sinn von Inhalt, nicht Form) &#8211; die journalistische und die wissenschaftliche, also jene, die der Genauigkeit den Vorrang vor der Allgemeinverst&#228;ndlichkeit liefert.</p>
<p>Bei Sprache geht es auch um Genauigkeit; deshalb hei&#223;t es ja auch Sinn haben und nicht Sinn machen.</p>
<p>Das Ph&#228;nomen ist nun, dass sich beide streiten, wer recht hat. Das jedoch ist eine sinnfreie Diskussion, weil beide recht haben. Denn jeder ist darum bem&#252;ht, das Beste f&#252;r seine Branche zu tun: der Wissenschaftler f&#252;r die genaue Kategorisierung und der Journalist f&#252;r die verst&#228;ndliche Umsetzung dessen; also, was versteht der durchschnittliche Leser; und vor allem, wer ist der durchschnittliche Leser und wie ist er?</p>
<p>Irre interessant, wie ich finde. Denn es kommt nat&#252;rlich darauf an zu formulieren, ist es noch ein Sturm oder schon ein Orkan. Eine Nuance, die f&#252;r den Meteorologen eine Rolle spielt, kann f&#252;r den Journalisten wichtig oder unwichtig sein.</p>
<p>Vor einiger Zeit hatte die ARD in ihrem Wetterbericht zu harmlos &#252;ber einen heraufziehendes Unwetter berichtet, das sich sp&#228;ter als verw&#252;stendes Naturereignis herausstellte. Es gab h&#246;llischen &#196;rger, weil viele die Schuld bei der ARD f&#252;r den zu w&#252;tenden Sturm sahen. Was f&#252;r eine Reaktion; man macht Journalisten daf&#252;r haftbar, dass ein Sturm zu heftig war und ein Orkan h&#228;tte gewesen sein m&#252;ssen. Also geht es f&#252;r den Nutzer &#8211; also Rezipienten &#8211; um genaue Infos beim Wetter. Noch ein Sturm oder schon ein Orkan oder nur ein orkanartiger Sturm, weil er nur vereinzelt und zeitweise so rennt wie ein Orkan?</p>
<p>Journalsiten sitzen also in einer Falle. Sie sollen zum einen wissenschaftliche Sprache verst&#228;ndlich an den Mann bringen und dabei ja nichts verharmlosen, nichts &#252;bertreiben, nichts weglassen &#8211; und dann noch jedermann begreiflich bleiben.</p>
<p>Wenn das schon beim Wetter schief geht &#8230;!</p>
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