Es gibt ja einige Dinge, die ich nicht verstehe. Zum Beispiel den „Stern“, der über Tom Cruise und Scientology schreibt. Damit meine ich nicht den ungeheuerlichen Vorwurf, Scientology sei „undemokratisch“ — das sind andere Unternehmen, die katholische Kirche und der „Stern“ auch.
Nein, absonderlich finde ich folgende Äußerungen im „Stern“: „Seinen neuen Glauben aber hielt er verborgen.“ Weiter unten: „Die katholisch erzogene Kidman hatte sich zwar Scientology zugewandt, aber ganz bei der Sache war sie nie“. Dann: „Inzwischen hat sie wieder geheiratet — katholisch.“
Der „Stern“ scheint tatsächlich der Ansicht zu sein, Scientology sei eine Religion. Wenn der „Stern“ weiterhin solche Formulierungen verwendet, werden wir es irgendwann für wahr halten. Denn „was man immer und immer wieder hört, daran glaubt man irgendwann“ — wie Peter Weiss in seinem Stück „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ schreibt.
Erfährt das Gehirn neue Gedanken, so richtet es sich auf sie ein. Es vernetzt die dazugehörigen Informationen stärker, so dass wir das Gefühl haben, ein Gedanke werde gewohnt. Erfahren wir Fakten, erweitern wir unser Wissen. Fakten sind beweisbar. Übernehmen wir Meinungen, so festigen wir unsere Ansichten. Meinungen sind argumentierbar. Beim Glauben wird es schwieriger, denn dort geht es meist um Dinge, die weder beweisbar noch argumentierbar sind. Der Glaube wird meist tradiert, pflanzt sich also in der Regel familiär und sozial fort. Es ist, gemäß den Worten von Peter Weiss, nun mal unwahrscheinlich, dass ein in Riad geborener Moslem zum Christentum konvertiert. Die Regel ist, dass Menschen den Glauben übernehmen, der das Denken ihrer Herkunft bestimmt.
Mission nennt man es, wenn Anhänger etablierter Religionen versuchen, anders Denkenden ihre Auffassungen beizubringen. Das geht schwer auf dem Weg von Beweisführung und Argumentation, also greift man zum Schwert oder zur Gehirnwäsche. Gehirnwäsche ist mehr als nur die Umgewöhnung von Nervenzellen an neue Gedanken — das allein ist lediglich Didaktik —, bei der Gehirnwäsche gehört es dazu, dem Opfer in aller Regel abstrusesten Unsinn beizubiegen. Je nachdem, wie man zu den konventionellen Religionen steht, mag man deren Mission als Gehirnwäsche bezeichnen, und sicher ist der eine oder andere Anhänger des einen oder anderen intoleranten Gedankens Opfer einer Gehirnwäsche auch seitens einer etablierten Religionsgemeinschaft.
Üblich ist es dann nun auch seit ein paar Jahrzehnten, dass Gurus Sekten erfinden und versuchen, Glauben auf dem Wege des Beweises und der Argumentation zu verbreiten. Das ist dann quasi die Wahl der falschen Mittel. Üblicherweise kommt einer daher, der eine Idee hat, auf die er einen Absolutheitsanspruch erhebt. Man fragt sich dann jedes Mal: Warum ist ausgerechnet dieser Guru jetzt im Besitz der einzigen Wahrheit? Warum der? Es haben doch schon so viele vorher das Gleiche behauptet und beansprucht. Da sich „Glaube“ so schwer definieren lässt und weil sich das wirre Zeug in den Gehirnknoten des Gurus sowieso aller Logik des Beweisens und Argumentierens entzieht, nennt der Guru es eben Glaube. Die Psychiatrie — von Sekten verständlicherweise verachtet und gehasst — ordnet von Magie oder Esoterik geleitete Glaubensinhalte in Verbindung mit paranoiden Gedankengängen gerne der schizotypischen Persönlichkeitsstörung zu.
Glaube pflanzt sich für mein Verständnis als Tradition fort. Der Bub im bayerischen Bergdorf putzt sich sonntags die Schuh‘, geht in die Kirche, und zwar in die richtige, lernt dann das Biertrinken am Mittag und wählt schließlich eine Partei, und zwar die richtige. Er spricht kein Wuppertaler Platt, sondern den Dialekt seiner Eltern, weil die mit ihrem Dialekt seine Nervenzellen geprägt haben. Das ist keine Gehirnwäsche, das ist Bayern. Oder Riad. Gott ist groß, wie auch immer er heißt, denn das war schon immer so und wird immer so bleiben. Unsere Nervenzellen haben das eben trainiert.
Gehirnwäsche seitens irgendwelcher Sekten versucht, mit Mitteln der Didaktik und Rhetorik Inhalte in Gehirne zu platzieren, die keine Tradition haben und insofern keinen kulturellen Hintergrund. Es sind Kunstwelten wirrer Art, deren Wirrnis den Begriff des Glaubens als Ausrede braucht. Gedanken im Sinne einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung müssen nicht inhaltsleer sein, oft sind Wahnideen schlicht unwahre Tatsachenbehauptungen („Du bist erleuchtet“) oder radikale Meinungen („Die anderen sind böse“).
Kürzlich war ich in der spannenden Situation, einer unreligiös sozialisierten Dreizehnjährigen aus dem Osten Berlins kurz mal zu erläutern, was Sekten sind. Denn derzeit bemühen sich die Zeugen Jehovas um die junge Dame kurz vor der Religionsmündigkeit. Aus meiner Sicht ein Grund, die Polizei zu informieren und die Seelenjäger per Stalking-Paragraf vor Gericht zu bringen. Wir saßen beieinander, und ich versuchte, die wesentlichen Dinge zusammenzufassen:
„Also meistens geht es bei Religionen um Geld und die Manipulation von Gedanken. Das ist wichtig zu wissen, denn eigentlich sind Menschen frei und selbstbestimmt. Viele Religionen wollen einem einreden, man sei das nicht. Aber die Wahrheit ist: Dein Leben gestalten und ändern kannst vor allem du selbst. Und wenn du Hilfe brauchst, fragst du gute Leute um Rat, die dein Bestes wollen. Gute Leute wollen nicht dein Denken manuipulieren. Wenn du das Gefühl hast, dass dich jemand zu irgendwas überreden will, dann brich den Kontakt am besten ab.
Die beiden großen Kirchen, also die katholische Kirche und die evangelische Kirche, sind eigentlich harmlos, da sie meines Wissens keine Leute schicken, die an der Tür klingeln. Schrullig sind sie schon: Die katholische Kirche zum Beispiel verbietet ihren wichtigsten Leuten zu heiraten und Kinder zu bekommen. Dadurch kommt ein Großteil von Gehalt und Rente des Personals per Testament und Erbschaft wieder zurück in die Kirchenkasse. Die Protestanten, so heißen die evangelischen Christen auch, dürfen heiraten und Kinder bekommen und sehen manches lockerer. Aber über allen schwebt das ständige Gefühl, klein und schlecht zu sein, für Sünden bestraft zu werden und auf einen guten Gott angewiesen zu sein, der ihnen vergibt. Das ist eine Art Verfolgungswahn, den Eltern an ihre Kinder weitergeben, weil sie allen Ernstes glauben, sonst sei ihr Seelenheil in Gefahr. Diese Leute stehen meist enorm unter Druck, und nur wenigen gelingt es, aus der Religion nur die wenigen befreienden Aspekte hervorzuheben, wonach uns unsere Sünden am Ende doch vergeben werden und mit dem Tod nicht alles aus ist.
Natürlich gibt es in den Kirchen auch Menschen, die gar nicht religiös sind. Sie sind dort einfach aus Gründen der Tradition. Für sie ist ein Gottesdienst ein sonntägliches Programm, ähnlich wie manche Menschen zu Weihnachten in die Kirche gehen, obwohl sie gar nicht an die Geburt Jesu Christi glauben. Diese Leute sind harmlos, sie tun einfach, was sie immer getan haben.
Die Katholiken haben die Beichte. Das bedeutet, dass man seine ganz geheimen Privatsachen einem fremden Mann unter vier Augen anvertraut. Der kann einem dann angeblich die Fehltritte vergeben. Das ist fragwürdig genug, aber es geht schlimmer: Und zwar bei denen, die dich auf der Straße ansprechen und die an der Tür klingeln. Vor denen solltest du dich in Acht nehmen. Meistens sind das Menschen mit einem sehr engen Denken, weil ihnen manche wichtige Dinge im Leben fehlen. Die behaupten, ihr Denken sei das Maß aller Dinge. Das stimmt aber nicht, weil kein Mensch perfekt ist und darum kein Mensch das Maß aller Dinge ist.
Wenn du dich fragst, warum du hier auf der Welt bist und wie die Welt entstanden ist, und wenn du bei diesen Fragen zu keiner Antwort gelangst, dann ist das normal. Es ist nun mal schwer zu verstehen, es ist vielleicht gar nicht zu verstehen, das macht aber nichts. Es gibt eine Antwort, wir kennen sie nur nicht. Na und? Weil wir nun aber nicht wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen, sind viele Menschen unsicher. Weil manche Menschen keine Unsicherheit ertragen, haben sie sich einfach selbst Antworten auf diese Fragen ausgedacht und angefangen, daran zu glauben. Und glauben heißt nicht wissen, das ist wichtig.
Das bedeutet, dass es in vielen solchen Gruppen sehr viele unsichere und ängstliche Menschen gibt, die unbeantwortete Fragen nicht ertragen. Ängstliche Menschen zeigen oft nicht, dass sie ängstlich sind, sie treten oft als starke Typen auf, zum Beispiel als Gurus. Oft ist in diesen Leuten nichts drin, da herrscht oft nur eine Leere. Ängstliche, leere Menschen hassen starke Menschen mit Erfüllung im Leben und wollen ihnen diese Erfüllung abnehmen. Sie wollen sie mit ihrer Leere anstecken. Darum hüte dich vor solchen Leuten, sei es in Kirchen oder in Sekten. Wenn du einigen von ihnen begegnet bist, wird sich dein Blick für sie schärfen.
Wenn du aber an Gott glauben willst, weil du dich mit ihm sicherer fühlst, dann ist das trotzdem eine gute Sache — auch wenn Kirchen und Sekten viel von dem zerstört haben, was man Religion nennt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man seine unbeantworteten Fragen einfach in die Hände einer großen, beschützenden Gestalt legen kann. Ich hatte das auch, als ich ein Kind war. Bisher hast du es nicht gebraucht, du bist ohne religiöse Erziehung aufgewachsen und daher in mancher Hinsicht freier im Denken, als ich es damals war.
Wenn du dich dazu entscheidest, an Gott zu glauben, also religiös zu werden, dann bitte ich dich nur um eines: Zieh eine dicke Trennlinie zwischen deinem persönlichen Glauben an Gott und dem, was man Kirche oder Sekte nennt. Hüte dich vor den Leuten, die deinen wundervollen Glauben in Regeln zwängen wollen. Bevor du einer Gruppe beitrittst, solltest du sehr sorgfältig recherchieren, wer dahintersteht. Am besten lässt du es bleiben, denn vermutlich wird man dich vereinnahmen wollen. Die Menschen, die so empfinden wie du, findest du leichter außerhalb festgelegter Rahmen.“
Natürlich hat das Mädchen auch Fragen gestellt, es war ein Dialog. Hinterher war ich total fertig. Es ging darum, das Wesentliche in puncto Religion zusammenzufassen und verständlich zu machen. Dabei wurde mir klar, dass wir hier nicht über irgendwas Beliebiges geplaudert haben, sondern über eine wirkliche Gefahr, die gut getarnt und oft in Gestalt netter Menschen daherkommt. Es war wie ein Gespräch über eine gefährliche, hinterhältige Droge.



Sehr interessante und wahre Ausführungen!
Den Text bitte an alle Religions- und Ethiklehrer schicken und in den Unterricht aufnehmen lassen!
Ich habe mich letztes Jahr tierisch darüber aufgeregt, dass mein Sohn, der nicht religiös erzogen wird (und auch nicht werden soll), plötzlich mit dem Spruch heimkam „Böse Kinder kommen in die Hölle!“ und sich dabei ziemlich fürchtete…
Auf die Frage, woher er das habe, sagte er, die Religionslehrerin hätte ihm das gesagt (Mein Sohn ist aber für Ethik angemeldet!).
Beim Nachhaken in der Schule stellte sich heraus, dass die Ethik-Schüler vorwiegend Mandalas ausmalen, oder die Lehrerin krank ist. So hat sich mein Sohn freiwillig den Religionsunterricht angehört, da ihm das andere zu langweilig war.
Glücklicherweise konnten wir ihm das mit der Hölle ausreden….
Was ich damit sagen möchte?
1.) Meines Erachtens sollte kein Religionsunterricht an Schulen stattfinden…zumindest nicht in der Form, wie er bisher stattfindet, sondern ein Unterricht über Werte und das friedliche Miteinander der Menschen. Im weiteren Verlauf sollten dann die verschiedenen Religionen vorgestellt werden, die grundsätzlichen Glaubensprinzipien und ggf. sogar die von Ihnen angesprochenen Gefahren erläutert werden. Aber von Missionierungsversuchen sollte auf jeden Fall Abstand genommen werden!
2.) Wie kommt eine Grundschullehrerin auf die Idee einem Kind, dass von Glaube und Religion keine Ahnung hat, etwas von der Hölle zu erzählen? Und dann noch in einer Form, die dem Kind eine Heidenangst einjagt?! Wer weiß, was die sonst noch erzählt….
Grüßle
Robert
@ Robert: Spannende Erfahrung, die du da gemacht hast. Kindern kann man echt viel einreden, und Ideologen und andere nutzen das natürlich gerne. Für mich (methodistisch aufgewachsen) war es als Kind normal, von allen möglichen Wirrköpfen merkwürdige Messages ins Gehirn gepflanzt zu bekommen. Im Rückblick ziemlich fahrlässig, was da so geschieht.
In der Debatte um Islam-Unterricht an Berliner Schulen (ich war als Reporter dort und durfte nicht rein, nicht mal der Schulleiter durfte rein) sollten wir vielleicht auch die Gehirnwäsche seitens christlicher Fundamentalisten betrachten. Mich wundert es nicht, dass unsere Schulen als katastrophal gelten, aber das ist ein anderes Thema.
Ach ja, noch ein Gedanke zu Scientology: Glaube oder nicht? Schwierige Sache. Warum? Ein Science-Fiction-Autor erfindet eine Geschichte: Ein Wesen namens Xenu packte laut „Stern“ die Menschheit vor 75 Mio. Jahren in Vulkane und sprengte sie mit Wasserstoffbomben (sic). Die Seelen retteten sich in die Körper der wenigen Überlebenden und sind heute „Thetane“. Irgendwelche Fragen? Schöne Filmstory für einen Gruselstreifen, der jede Menge Klischees bemüht. Wie würdest du Menschen nennen, die „Star Trek“ nicht nur wie ein Fan gut finden, sondern tatsächlich daran glauben?
Fiktionale Handlungen für wahr zu halten, ist eigentlich kein Glaube. Ist es Meinung? Eigentlich auch nicht. Offensichtlich Erfundenes für wahr zu halten ist in meinen Augen eher „Irrtum“, und kommt zum Irrtum Absicht, wäre es „Lüge“. Meinung, also Ideologie, wäre es, wenn die Anhänger solcher Geschichten meinen, sie seien etwas Besseres.
Der Nationalsozialismus – Glaube oder Ideologie? Zunächst mal Ideologie: Eine politische Partei namens NSDAP vertritt Thesen wie „Versailles ist eine Schande“ und „Die Juden sind unser Unglück“. Nichts Beweisbares, also keine Fakten, stattdessen Meinungen. Diese in ihrer extremen Form verdichtet zu Ideologie.
Jetzt kommt der Führerkult dazu. „Führer befiehl, wir folgen“ und solche Sprüche, dann das selbst für Blinde offensichtlich sinnlose Durchhalten im Frühjahr 1945 sind Anzeichen für Glaube und Verblendung. Der Glaube an den Endsieg zum Beispiel. Das hat auch mit Meinung nicht mehr viel zu tun („ich meine, dass wir siegen“), sondern da beginnt jemand, an einen unmöglichen Ausgang eines Geschehens (Deutschland gewinnt den Krieg) zu glauben. Und das erscheint dann doch eher psychopathologisch.
Frage 1: Wenn Scientology den Status einer Religionsgemeinschaft bekommen sollte, stünde er dann nicht auch den Nationalsozialisten zu?
Frage 2: Wie benennt man „Glauben“, der einem Hirngespinst entspringt, an das Menschen glauben können, wenn man sie oft genug damit brainwasht? Wie heißt sowas? Im Grunde halten die Leute ja was Falsches für wahr, sie bewegen sich also eher auf dem Gebiet falscher Annahmen bezüglich irgendwelcher Tatsachen („es gibt Thetane“).
Frage 3: Was ist der Glaube der Religionslehrerin deines Sohnes, Robert, wenn nicht ein Hirngespinst, das natürlich psychopathologisch auf dich wirkt, wenn du als aufgeklärter, moderner Mensch siehst, dass sie ihre Angst-Geschichten auf Kinder loslässt?
Ich finde diese Abgrenzungsfragen ziemlich spannend. Ist Glaube wirklich nur das Für-wahr-halten von Dingen, die weder beweisbar noch argumentierbar sind? Dann kann ich mir auch eine Story ausdenken und anderen einreden, sie sei „wahr“. Es muss da noch einen Unterschied geben zwischen Traditionen und etabliertem Glauben und dem Zeug, was man sich als Wirrkopf oder Erfinder fiktionaler Storys so ausdenken kann.
Die meisten Formen von Religionen sind m.E. nur zur Kontrolle der Menschen da. Geistige(-liche) Führer manipulieren die Gläubigen um sie gefügig zu machen und um ihre eigene Machtstellung zu bewahren. Unter diesen Gesichtspunkten beantworte ich Frage Nr.1 mit „Ja“.
Ich denke, Religion ist für schwache Menschen, Menschen, die der eigenen Verantwortung aus dem Weg gehen wollen.
Es gibt jedoch Unterschiede im Glauben (auf SWR1 in „Anstöße“ einen Beitrag gehört), es gibt viele Menschen die behaupten, sie würden glauben, aber nur sehr wenige, die darauf dann auch vertrauen!
Von mir aus kann jeder glauben was er möchte…an Thetane, an Mohammed, das allwissende Spaghettimonster oder meinetwegen an Google…sogar mit Beweisführung…(http://www.thechurchofgoogle.org/Scripture/Proof_Google_Is_God.html), aber sie sollen es lassen, andere bekehren zu wollen, geschweige denn im Namen des Herrn zu morden, zu plündern und zu diskriminieren.
Ich bezweifle, dass die Religionslehrerin meines Sohnes tatsächlich an den Unsinn glaubt, den sie verbreitet…ich vermute, sie manipuliert die Kinder, was mich wieder zu meinem oben gesagten bringt…
Die einzige Religion, die ich als solche bezeichnen würde und die es m.E. wert ist, praktiziert zu werden, ist der Buddhismus (http://de.wikipedia.org/wiki/B.....Buddhismus). Warum? Weil der Mensch im Einklang mit der Natur und sich selbst im Mittelpunkt steht. Buddhismus hat es nicht nötig, durch Missionare verbreitet zu werden. Diese Religion bietet dem Menschen eine Wahl, in wie weit man sie leben möchte.
Achja, würde sich jeder Mensch zumindest an die Gebote 5-10 halten, hätten wir auf der Welt deutlich weniger Schwierigkeiten und man hätte sich die restlichen Seiten der Bibel sparen können.
In diesem Sinne
Robert
Thilo, wann lese ich endlich Dein Buch: „Wissen – Alles, was Sie über die Welt erfahren können“? Du scheinst Antworten auf alle Fragen der Welt geben zu können; vielleicht nicht auf die Frage, wer nächster Fußball-Weltmeister wird. Doch ansonsten scheint es kein Gebiet zu geben, zu dem Du nicht allgemein für jeden verständliche (wie redundant war das jetzt eigentlich?), klare, nüchtern-sachliche und deshalb nachvollziehbare Argumente parat hast. Du musst doch Dauer-Kopfschmerzen von dem ganzten Weltzeug haben…, so wie Du die Dinge durchdrungen hast. Und, beinahe noch viel wichtiger: Du stellst die richtigen Fragen zu den Dingen.
(M)eine Anmerkung zum Buddhismus: der ursprüngliche (so weit das nachverfolgbar ist) Buddhismus findet sich in ZEN am ehesten wieder. Und ZEN ist klar, einfach und ehrlich – und es geht bei diesem Buddhismus um Erfahrungs-Erkenntnis – nicht um Glauben! Es ist ein individueller Weg – m.E. der einzig legitime Weg (der des Individuums). Jede Institutionalisierung führt in die Politik. Von daher neige ich immer wieder dazu, im Buddhismus dieser Ausprägung eine „philosophische“ Religion zu sehen – oder meinetwegen auch „Relgionsphilosophie“, aber bitte nicht mit Theologie zu verwechseln (die ist komplettter Unsinn).
Durch das Weitergeben von Wissen, nicht von Glauben,
durch das Unterstützen des freien Denkens, nicht durch Auferlegen von Zwängen,
durch das Stellen der richtigen Fragen, weil man dem Gedankenrecycling (wie das Nest – so die Brut) verfallen sein könnte und vor allem durch das Vermitteln von Werten haben Menschen wie du oder ich, wie sie oder er, die Möglichkeit, sich selbst zum Sprachrohr und zum Mentor für Kinder, Jugendliche oder selbst Erwachsene zu machen. Diese “Mentoren“ werden gebraucht, Menschen, die selbst “open mind“ sind. Ein neues Seminar?
Es ist gut, zu lesen und somit zu wissen, mit diesem Denken und Handeln nicht allein zu sein und sie, die Dreizehnjährige, ist meine größte Herausforderung, meine wichtigste “Aufgabe“! Sie ist Deutschland, wo immer sie sich befindet, und damit meine ich nicht, dass sie eine gewisse Weltanschauung vertritt oder vertreten soll. Sie ist frei von allen gegebenen Glaubens- und Denkmustern, sie darf allein entscheiden, wie sie mit dem „ihr geschenkten“ Wissen oder Glauben umgeht und ich gebe ihr diese Freiheit!
Tipp/Sehenswert: Du bist Deutschland ~ Kampagne
ich finde passend zu den ersten beiden Kommentaren:
„Wer nichts weiß, muss alles glauben“
und
„Kirche ist Opium fürs Volk.“ (Feiertage übrigens auch :D)
Aber an dieser Stelle könnte man natürlich wieder eine Diskussion vom Zaun brechen „Kirche vs. Glauben/Religion“..
–
Sonstiges: Hast du nicht Lust mal ne Woche lang in Hessen Seminare zu halten? – Und dann noch nen 17jährigen mit auf die Reise bzw. verschiedenen Veranstaltungen zu nehmen?
Ich finde dich von blog(lounge) über nikotinprävention und allem anderen (mir bekanntem) was du tust super und sehr interessant.
Also – selbst wenn du nicht willst ;D – Daumen hoch.