„McDonald’s“-freie Zone

 

Große Aufregung in Berlin-Kreuzberg wegen der geplanten ersten „McDonald’s“-Filiale. Journalisten von „Spiegel Online“ behaupten, dass man mcdonald’s-freie Kieze allenfalls noch in Nepal oder Nordkorea finde. Einspruch. Es gibt eine Gemeinde, die dem Eindringling seit Jahrzehnten beharrlich und erfolgreich Widerstand leistet. Und das sogar in Deutschland. Es geht um meine Geburtsstadt: Sie heißt Schwäbisch Hall.

In Schwäbisch Hall gibt es keinen „McDonald’s“. Die Menschen in der Stadt pflegen lieber das Image für Geschmack, hohe Lebensqualität und Feinsinn – und diese Haltung wollen sie auch im Stadtbild transportieren, das mit seiner mittelalterlichen Architektur und seinen Marmor-Zebrastreifen vor allem Touristen anzieht. Kleinere Imbiss-Läden mit ordentlicher Currywurst gibt es natürlich. Schwäbisch Haller, die zu McDonald’s wollen, müssen in die benachbarten Gemeinden Crailsheim oder Michelfeld fahren.

5 Kommentare zu „„McDonald’s“-freie Zone“

  1. A.

    Nun ja, Hall hat ja nun nicht so wirklich mit einem „Kiez“ versehen..
    In Schorndorf (Immerhin Geburtsstadt von Gottlieb Daimler und von vergleichbarer Größe) gibt es ebenfalls keinen McDonald’s. Dafür wundervolle Fachwerkhäuser auf dem oberen Marktplatz. Allerdings ist der McD. in der Nachbargemeinde Urbach nicht so weit entfernt wie Crailsheim, Michelfeld oder auch Kü‘au (da gibt es seit ein paar Jährchen ja auch so ein Restaurant mit Clown) von Hall.

  2. Thilo

    Hey – wusste ich ja gar nicht. Vermutlich gibt es noch mehr Gemeinden ohne McD. Ich verstehe ja immer nicht, wie Journalisten behaupten können, es gebe etwas „überall“. Eine Ausnahme, und die Theorie ist futsch.

  3. A.

    Und nicht nur das, in Schorndorf gibt es zudem keine Filiale von Burger King, Nordsee oder Subway. Unglaublich, aber es scheint zu funktionieren..

  4. Birgit

    Hall, Schorndorf, bleibt standhaft, bleibt stark! Damit Ihr weiterhin so schöne Städtchen bleibt. Und damit Eure amerikanischen Touristen, die ihren Augen kaum trauen angesichts solch ungewohnter Idylle, sich ein Beispiel nehmen können.

    Hier in Greenwich (Connecticut) gibt’s im neuenglischen Stadtkern glücklicherweise nur Subway und Starbucks, aber schon ein Stück weiter draußen die ganze Palette an Junk Food Ketten, die mit grellen Quietschefarben und großen Lettern die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer an sich reißen wollen. Beispiel: Dunkin‘ Donuts in Orange-Rosa, https://www.dunkindonuts.com/

    Wobei die Jelly Donuts von Dunkin‘ Donuts den Berlinern vom Kronmüller (Gelbinger Gasse in Hall) nicht das Wasser reichen können.

    Mit Berlinern meine ich die marmeladegefüllten, fettgebackenen, vorwiegend zu Fastnacht gereichten Teilchen, bei denen man die richtige Stelle zum Hineinbeißen erst finden muss. :-)

  5. Arthur McKie

    Zu:
    >> # A. am 23. Mai 2007 um 12:11 Uhr
    >>Und nicht nur das, in Schorndorf gibt es zudem keine Filiale >>von Burger King, Nordsee oder Subway. Unglaublich, aber >>es scheint zu funktionieren..

    LEIDER gibt es keine McD und Burger King in Schorndorf, aber eine Subway haben wird. Klein aber fein, immerhin.

    (Was ist mit den vielen „Dönerbuden“? Zählen ja wohl nicht als Fastfood, sind ja Türkisch, also sowas wie Deutsch schon. Gibt es unzählige in Schorndorf und und den Rest von Deutschland)

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