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	<title>Kommentare zu: Tu Gutes und verhungere</title>
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	<description>Thilo Baum: Klartext-Experte</description>
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		<title>Von: Cujau</title>
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		<dc:creator>Cujau</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Sep 2007 20:51:07 +0000</pubDate>
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		<description>@Thilo: Cujau urlaubt weiter; ehrenamtlich sicher nicht, weil er daf&#252;r gar Geld hergibt; und das mit Freuden, denn das Leben hier in Asturien scheint liebenswert lebenswert - Spanien, Berge, schroffe K&#252;ste, guter Wein, bester K&#228;se - auch das ist Spanien. Bekomme hier ehrenamtliches Internet; kostenlos, aber nicht umsonst. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thilo: Cujau urlaubt weiter; ehrenamtlich sicher nicht, weil er daf&#252;r gar Geld hergibt; und das mit Freuden, denn das Leben hier in Asturien scheint liebenswert lebenswert &#8211; Spanien, Berge, schroffe K&#252;ste, guter Wein, bester K&#228;se &#8211; auch das ist Spanien. Bekomme hier ehrenamtliches Internet; kostenlos, aber nicht umsonst. ;-)</p>
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		<title>Von: Thilo</title>
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		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 18:22:59 +0000</pubDate>
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		<description>@ Wolf: Ja klar, stimmt schon - Gef&#252;hle als Honorar, das klingt schon ein wenig abgedreht ... Dennoch bin ich &#252;berzeugt, dass wir letztlich alles tun, um ein gutes Gef&#252;hl zu haben. Dass so wenige Entscheidungen auf unserer sch&#246;nen grausamen Welt rational sind, ist daf&#252;r ein Indiz. Ich gehe sogar noch weiter: Selbst der extremste Kopfmensch l&#228;sst sich von Argumenten letzten Endes doch nur deswegen &#252;berzeugen, weil er damit ein gutes Gef&#252;hl hat. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wolf: Ja klar, stimmt schon &#8211; Gef&#252;hle als Honorar, das klingt schon ein wenig abgedreht &#8230; Dennoch bin ich &#252;berzeugt, dass wir letztlich alles tun, um ein gutes Gef&#252;hl zu haben. Dass so wenige Entscheidungen auf unserer sch&#246;nen grausamen Welt rational sind, ist daf&#252;r ein Indiz. Ich gehe sogar noch weiter: Selbst der extremste Kopfmensch l&#228;sst sich von Argumenten letzten Endes doch nur deswegen &#252;berzeugen, weil er damit ein gutes Gef&#252;hl hat. ;-)</p>
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		<title>Von: Thilo</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6123</link>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 18:15:39 +0000</pubDate>
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		<description>Ach, Cujau. Aus dem ehrenamtlichen Urlaub zur&#252;ck? ;-)

@ Birgit: Wir bekommen kein Geld aus Spendenmitteln bezahlt, wenn wir Seminare geben. Momentan machen wir das alles ohne Honorar, einfach weil wir den Verein aufbauen. Meine Arbeit im Vorstand beschr&#228;nkt sich auf ein wenig Vereinsmeierei, das Verfassen von Texten f&#252;r Brosch&#252;ren und Webseite, auf Interviews, Koordination unseres Expertenpools und das Abstecken der groben Richtung. Die Initiative von so etwas ist oft ohne Honorar, aber es ist nicht ehrenamtlich, sondern eine Investition in die Zukunft. Ziel ist wie gesagt ein schlagkr&#228;ftiger e.V., und den bauen wir eben auf. Alle aktiven Beteiligten sind &#252;brigens hauptberuflich Selbstst&#228;ndige. Keiner verlangt f&#252;r die Aufbauarbeit kleinkariert Geld, sondern alle wissen, dass sie etwas Gutes aufbauen, was sp&#228;ter einige Arbeitspl&#228;tze schaffen wird. Es ist kein Ehrenamt, sondern wie gesagt eine Investition.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, Cujau. Aus dem ehrenamtlichen Urlaub zur&#252;ck? ;-)</p>
<p>@ Birgit: Wir bekommen kein Geld aus Spendenmitteln bezahlt, wenn wir Seminare geben. Momentan machen wir das alles ohne Honorar, einfach weil wir den Verein aufbauen. Meine Arbeit im Vorstand beschr&#228;nkt sich auf ein wenig Vereinsmeierei, das Verfassen von Texten f&#252;r Brosch&#252;ren und Webseite, auf Interviews, Koordination unseres Expertenpools und das Abstecken der groben Richtung. Die Initiative von so etwas ist oft ohne Honorar, aber es ist nicht ehrenamtlich, sondern eine Investition in die Zukunft. Ziel ist wie gesagt ein schlagkr&#228;ftiger e.V., und den bauen wir eben auf. Alle aktiven Beteiligten sind &#252;brigens hauptberuflich Selbstst&#228;ndige. Keiner verlangt f&#252;r die Aufbauarbeit kleinkariert Geld, sondern alle wissen, dass sie etwas Gutes aufbauen, was sp&#228;ter einige Arbeitspl&#228;tze schaffen wird. Es ist kein Ehrenamt, sondern wie gesagt eine Investition.</p>
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		<title>Von: Cujau</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6122</link>
		<dc:creator>Cujau</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 17:33:35 +0000</pubDate>
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		<description>Bei Geld h&#246;rt die Freundschaft auf, wird sprichw&#246;rtlich kolportiert. Aufs Internet hei&#223;t es dann &#252;bersetzt, einer, der WErbung auf seinem Blog schaltet, ist jetzt einer von denen und keiner der Bloggemeinschaft. Wer richtet hier eigentlich? Einer, der das ungeschriebene Gesetz bricht, mit dem Bloggen nur ja kein Geld zu verdienen, das sei dann gegen die Blogger-Ethik.

Eine h&#252;bsche, naive Denke von gestern, w&#252;rde ich sagen. Deshalb ist Winter keine Silbe wert; es lohnt sich nicht, solchen Leuten mit Argumenten entgegen zu stellen. Man sollte sie ignorieren. Oder noch besser: Man sollte sie gar nicht erst ignorieren.

Was ehrenamtliche Arbeit betrifft, das geht nirgends ohne Geld. Das ging es noch nie. Ehrenamtlich hei&#223;t n&#228;mlich nicht ohne Geld, sondern ohne Gewinn. Das ist ein Unterschied; und zwar ein bedeutender. Jeder selbstgebackene Kuchen, der von einem Verein auf einem Dorffest angeboten wird, muss entgeltich abgeben werden, damit die Kuchen-Unkosten von Mehl, Eiern, Milch, Zucker, Hefe und dergleichen genauso beglichen werden kann wie die Stromrechnung des Vereins, der mit dem Kuchenerl&#246;s Schulmatrial in der dritten Welt mitfinanzieren will. 

Und wenn ich Niggemeiers Initiative richtig verstehe, dann ist sie ein gesellschaftlich wertvolles Projekt, in welchem es um Medienkompetenz geht, die mehr und mehr unterwandert wird und welche jener Winter kaum besitzt. 

Insofern muss Niggemeier weiter unterst&#252;tzt werden, weil wir - zumindest die aufgekl&#228;rte H&#228;lfte des Internets und der Blogger - wollen, dass Niggemeier mit seinem Projekt erfolgreich bleibt. Wer macht es sonst, wenn nicht Niggemeier, der zugegebener Ma&#223;en auch zuspitzt und polarisiert. Bitte weiter so.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Geld h&#246;rt die Freundschaft auf, wird sprichw&#246;rtlich kolportiert. Aufs Internet hei&#223;t es dann &#252;bersetzt, einer, der WErbung auf seinem Blog schaltet, ist jetzt einer von denen und keiner der Bloggemeinschaft. Wer richtet hier eigentlich? Einer, der das ungeschriebene Gesetz bricht, mit dem Bloggen nur ja kein Geld zu verdienen, das sei dann gegen die Blogger-Ethik.</p>
<p>Eine h&#252;bsche, naive Denke von gestern, w&#252;rde ich sagen. Deshalb ist Winter keine Silbe wert; es lohnt sich nicht, solchen Leuten mit Argumenten entgegen zu stellen. Man sollte sie ignorieren. Oder noch besser: Man sollte sie gar nicht erst ignorieren.</p>
<p>Was ehrenamtliche Arbeit betrifft, das geht nirgends ohne Geld. Das ging es noch nie. Ehrenamtlich hei&#223;t n&#228;mlich nicht ohne Geld, sondern ohne Gewinn. Das ist ein Unterschied; und zwar ein bedeutender. Jeder selbstgebackene Kuchen, der von einem Verein auf einem Dorffest angeboten wird, muss entgeltich abgeben werden, damit die Kuchen-Unkosten von Mehl, Eiern, Milch, Zucker, Hefe und dergleichen genauso beglichen werden kann wie die Stromrechnung des Vereins, der mit dem Kuchenerl&#246;s Schulmatrial in der dritten Welt mitfinanzieren will. </p>
<p>Und wenn ich Niggemeiers Initiative richtig verstehe, dann ist sie ein gesellschaftlich wertvolles Projekt, in welchem es um Medienkompetenz geht, die mehr und mehr unterwandert wird und welche jener Winter kaum besitzt. </p>
<p>Insofern muss Niggemeier weiter unterst&#252;tzt werden, weil wir &#8211; zumindest die aufgekl&#228;rte H&#228;lfte des Internets und der Blogger &#8211; wollen, dass Niggemeier mit seinem Projekt erfolgreich bleibt. Wer macht es sonst, wenn nicht Niggemeier, der zugegebener Ma&#223;en auch zuspitzt und polarisiert. Bitte weiter so.</p>
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		<title>Von: Wolf</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6120</link>
		<dc:creator>Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 17:27:22 +0000</pubDate>
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		<description>@Thilo: also f&#252;r Gef&#252;hle zu arbeiten ist so eine Sache. Ohne Dir direkt widersprechen zu wollen sollten wir vielleicht doch den Weg ins Esotherische vermeiden. Bei Gef&#252;hlen k&#228;me sonst vor dem &quot;etwas Sinnvolles&quot; vielleicht auch der &quot;Spa&#223;&quot; und damit eine andere Art von &quot;Profit&quot; … das wird mir dann zu abgehoben. Wenn Du bestreitest, dass ein Mensch uneigenn&#252;tzig arbeitet, dann ist das zu ungenau. Wenn ich behauptete, dass jede ehrenamtliche Arbeit v&#246;llig frei von egoistischen Gr&#252;nden w&#228;re, dann w&#228;re das bestimmt zu romantisch. &#220;berfordern wir Menschen nicht: es ist mal so und mal so. Aber schaden m&#246;chten Menschen mit ehrenamtlicher Arbeit nicht. Meist tun sie es auch nicht. Jedenfalls schaden sie nicht mehr als jene, die hauptamtlich arbeiten.

Zum Thema Pr&#228;vention k&#246;nnen wir uns dann ein andermal streiten, da bin ich in meiner ehrenamtlichen Arbeit &#246;fter mit befasst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thilo: also f&#252;r Gef&#252;hle zu arbeiten ist so eine Sache. Ohne Dir direkt widersprechen zu wollen sollten wir vielleicht doch den Weg ins Esotherische vermeiden. Bei Gef&#252;hlen k&#228;me sonst vor dem &#8222;etwas Sinnvolles&#8220; vielleicht auch der &#8222;Spa&#223;&#8220; und damit eine andere Art von &#8222;Profit&#8220; … das wird mir dann zu abgehoben. Wenn Du bestreitest, dass ein Mensch uneigenn&#252;tzig arbeitet, dann ist das zu ungenau. Wenn ich behauptete, dass jede ehrenamtliche Arbeit v&#246;llig frei von egoistischen Gr&#252;nden w&#228;re, dann w&#228;re das bestimmt zu romantisch. &#220;berfordern wir Menschen nicht: es ist mal so und mal so. Aber schaden m&#246;chten Menschen mit ehrenamtlicher Arbeit nicht. Meist tun sie es auch nicht. Jedenfalls schaden sie nicht mehr als jene, die hauptamtlich arbeiten.</p>
<p>Zum Thema Pr&#228;vention k&#246;nnen wir uns dann ein andermal streiten, da bin ich in meiner ehrenamtlichen Arbeit &#246;fter mit befasst.</p>
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		<title>Von: Birgit</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6119</link>
		<dc:creator>Birgit</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 16:57:49 +0000</pubDate>
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		<description>@ Thilo:  Klar, das Abhalten der Seminare bekommt Ihr aus den Spendenmitteln bezahlt. Tats&#228;chlich gemeint hatte ich die gesamte Aufbauarbeit von der ersten Idee bis zu dem gemeinn&#252;tzigen Verein, wie Ihr ihn als Ziel im Sinn habt. Und vor allem die damit verbundene &#214;ffentlichkeitsarbeit, die doch sicher viel Zeit verschlingt. Und Deine Arbeit im Vorstand. Ich dr&#252;cke mich manchmal auch missverst&#228;ndlich aus. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Thilo:  Klar, das Abhalten der Seminare bekommt Ihr aus den Spendenmitteln bezahlt. Tats&#228;chlich gemeint hatte ich die gesamte Aufbauarbeit von der ersten Idee bis zu dem gemeinn&#252;tzigen Verein, wie Ihr ihn als Ziel im Sinn habt. Und vor allem die damit verbundene &#214;ffentlichkeitsarbeit, die doch sicher viel Zeit verschlingt. Und Deine Arbeit im Vorstand. Ich dr&#252;cke mich manchmal auch missverst&#228;ndlich aus. :-)</p>
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		<title>Von: Thilo</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6114</link>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 14:43:13 +0000</pubDate>
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		<description>Nachtrag @ Birgit: &#220;brigens ist meine Arbeit f&#252;r die DGNP e.V. nicht ehrenamtlich. Es ist mein und unser Ziel, die DGNP zu einem machtvollen Instrument f&#252;r eine neue Pr&#228;vention aufzubauen, das nat&#252;rlich bitte professionell und &#246;konomisch handelnd arbeitet. Es ist auf keinen Fall das Ziel, dass die Menschen kostenlos f&#252;r die DGNP arbeiten. Wir schauen selbstverst&#228;ndlich nach M&#246;glichkeiten der Finanzierung und Schaffung von Stellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag @ Birgit: &#220;brigens ist meine Arbeit f&#252;r die DGNP e.V. nicht ehrenamtlich. Es ist mein und unser Ziel, die DGNP zu einem machtvollen Instrument f&#252;r eine neue Pr&#228;vention aufzubauen, das nat&#252;rlich bitte professionell und &#246;konomisch handelnd arbeitet. Es ist auf keinen Fall das Ziel, dass die Menschen kostenlos f&#252;r die DGNP arbeiten. Wir schauen selbstverst&#228;ndlich nach M&#246;glichkeiten der Finanzierung und Schaffung von Stellen.</p>
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		<title>Von: Thilo</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6069</link>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 18:14:41 +0000</pubDate>
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		<description>Daraus ergibt sich f&#252;r mich noch ein Ansatz. Die 33 Seiten schreibst du vielleicht nicht f&#252;r ein &quot;Vergelt&#039;s Gott&quot;, sondern m&#246;glicherweise f&#252;r das gute Gef&#252;hl, etwas Sinnvolles und Wertvolles getan zu haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Daraus ergibt sich f&#252;r mich noch ein Ansatz. Die 33 Seiten schreibst du vielleicht nicht f&#252;r ein &#8222;Vergelt&#8217;s Gott&#8220;, sondern m&#246;glicherweise f&#252;r das gute Gef&#252;hl, etwas Sinnvolles und Wertvolles getan zu haben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Wolf</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6067</link>
		<dc:creator>Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 17:37:18 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist immer wieder erfreulich wenn jemand Texte schreiben kann. Und wenn dann der Inhalt auch noch …

Ich habe heute ehrenamtlich den ganzen Tag an einem 33 Seiten Text gearbeitet, der Laien einmal helfen soll die Qualit&#228;tsberichte von Krankenh&#228;usern zu verstehen. Rechts und links von mir sa&#223; eine Frau und ein Mann, die das ebenso tun (die sind heute vor 5 aus dem Haus und erst gegen Mitternacht zur&#252;ck, ich habe mir hier ein gem&#252;tliches Hotel gesucht und bekomme das bezahlt). Die anderen Menschen am Tisch erledigten ihre Arbeit. Wenn wir es nicht t&#228;ten w&#228;ren andere ehrenamtlich dran. Wenn die auch nicht wollten bliebe die Patientenseite unvertreten. Es bek&#228;me der Aufgabe nicht unbedingt.

Heute hat es auch noch Spa&#223; gemacht, wir waren alle guter Laune. Noch drei Termine und wir sind fertig. Ob es sich dann mal gelohnt haben wird? Kann sein. Dann ist das eine Art Lohn. Sonst eben nicht. Es ist m&#246;glich das so locker und weit weg vom Geld zu sehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer wieder erfreulich wenn jemand Texte schreiben kann. Und wenn dann der Inhalt auch noch …</p>
<p>Ich habe heute ehrenamtlich den ganzen Tag an einem 33 Seiten Text gearbeitet, der Laien einmal helfen soll die Qualit&#228;tsberichte von Krankenh&#228;usern zu verstehen. Rechts und links von mir sa&#223; eine Frau und ein Mann, die das ebenso tun (die sind heute vor 5 aus dem Haus und erst gegen Mitternacht zur&#252;ck, ich habe mir hier ein gem&#252;tliches Hotel gesucht und bekomme das bezahlt). Die anderen Menschen am Tisch erledigten ihre Arbeit. Wenn wir es nicht t&#228;ten w&#228;ren andere ehrenamtlich dran. Wenn die auch nicht wollten bliebe die Patientenseite unvertreten. Es bek&#228;me der Aufgabe nicht unbedingt.</p>
<p>Heute hat es auch noch Spa&#223; gemacht, wir waren alle guter Laune. Noch drei Termine und wir sind fertig. Ob es sich dann mal gelohnt haben wird? Kann sein. Dann ist das eine Art Lohn. Sonst eben nicht. Es ist m&#246;glich das so locker und weit weg vom Geld zu sehen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Thilo</title>
		<link>http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/tu-gutes-und-verhungere/comment-page-1/#comment-6064</link>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 16:01:35 +0000</pubDate>
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		<description>OK, &#252;berzeugt.

Vielleicht habe ich das ein wenig pauschal gesehen (oder naiv, wie bei der Bedarfshaltestelle zu lesen ist: http://www.bedarfshaltestelle.de/2007/09/03/ehrenamt/) und habe damit wie ein Neoliberaler gewirkt. Ist ja auch nicht so, dass meine Meinung in Beton gegossen ist, auch wenn es so aussieht, weil ich sie vehement vertrete.

Es ist richtig, dass es viele gute Ehren&#228;mter gibt. Die Beispiele von dir, Birgit, sind zutreffend, vor allem das Singen am Krankenbett. Die Leute dahinter sind engagierte Menschen, und es sind auch gute Menschen. &quot;Gut&quot; im Sinne von wohlt&#228;tig und sicher auch &quot;gut&quot; im Sinne von kompetent (h&#228;ngt nat&#252;rlich vom Chor ab).

Am liebsten w&#252;rde ich zwei Dinge differenzieren. &quot;Ehrenamt&quot; und &quot;Investition&quot;. Ich meine mit Investition das, was Birgit beschreibt, wenn sie sagt, dass sich ein Ehrenamt &quot;hinterher auszahlen&quot; kann. Wenn jemand arbeitet, ohne zun&#228;chst Geld oder &#196;hnliches damit zu verdienen, kann weit sp&#228;ter etwas zur&#252;ckkommen. Seien es gesellschaftliche Anerkennung, Gesch&#228;ftskontakte oder auch die Schaffung von Stellen, wenn die ehrenamtliche T&#228;tigkeit sich so zu einer bezahlten T&#228;tigkeit mausert. Das w&#252;rde ich dann eher als Investition sehen. Das machen weite Teile der Gesch&#228;ftswelt so.

Das Singen am Krankenbett w&#228;re f&#252;r mich in dem Sinne keine &quot;Investition&quot;, sondern tats&#228;chlich ehrenamtlich. Meist sind das Leute, die aus eigenem Antrieb Gutes tun und die den Gedanken, dass etwas zur&#252;ckflie&#223;en k&#246;nnte, gar nicht im Sinn haben. Sie denken &quot;karitativ&quot; im Sinne von charity. Nun k&#246;nnte es ja sein, dass pl&#246;tzlich einer von ihnen merkt, dass er eigentlich die ganze Zeit kostenlos ein Produkt anbietet, von dem er auch leben k&#246;nnte. Gelingt es ihm, das entsprechende Gesch&#228;ft aufzuziehen, lebt er sein Leben im Einklang mit der Arbeit wie kaum jemand anderes. Ich sehe solche Leute halt selten.

Und dann gibt es ja noch die Theorie, dass wir nichts tun, was uns kein gutes Gef&#252;hl macht. Wonach der Lebensretter in der strengen Konsequenz nur Leben rettet, weil er kein schlechtes Gewissen oder Schuldgef&#252;hle haben will. Oder dass der Chor am Krankenbett nur singt, damit die S&#228;nger hinterher das angenehme Gef&#252;hl haben, etwas Gutes getan zu haben. Dieser Ansatz vernichtet einerseits so ziemlich unsere ganze westliche Ethik, beinhaltet aber andererseits, dass sich im Idealfall alle Bed&#252;rfnisse aller Menschen &#252;ber Angebot und Nachfrage befriedigen lassen, sogar das Singen am Krankenbett. Und dieser politisch unkorrekte Gedanke ist vielleicht ein Kern dieser Diskussion, hinter dem der naive Wunsch steckt, aus all den guten Dingen auf dieser Welt Gesch&#228;ftsmodelle ableiten zu k&#246;nnen, damit die, die es tun, auch davon leben k&#246;nnen.

Noch ein Beispiel. Warum soll ein Arzt einen mittellosen Kranken versorgen? Wieso? Der kann doch nicht zahlen? Das w&#228;re der Markt-pur-Denkansatz. Aus Gr&#252;nden der Ethik bezahlen wir &#228;rztliche Leistungen also meistens &#252;ber ein relativ komplexes Geld-Verschiebe-System namens Krankenkasse. Warum? Damit auch der Arme Hilfe bekommt, und zwar durch R&#252;ckhalt der Gemeinschaft. Im Grunde eine Art kollektives karitatives Handeln. Erachtet man nun das Singen am Krankenbett als erstrebenswert und w&#228;re das Land nicht pleite, k&#246;nnte man es ja als Versicherungsleistung anerkennen, und schon w&#228;re ein angeblich brotloser Job eine Leistung, die die Gesellschaft honoriert. Wenn ich mich recht entsinne, ist das Rote Kreuz auf &#228;hnliche Weise entstanden: Zuerst lagen da verwundete Soldaten (ohne Cash und ohne Krankenversicherungskarte), dann half man ihnen ehrenamtlich, und dann wurde daraus ein kollektiv bezahlter Job und heute eine der gr&#246;&#223;ten NGOs der Welt, die allerdings durchaus &#246;konomisch rechnet.

Also eine Menge Gedanken, die vielleicht weiterf&#252;hren, wichtig f&#252;r mich vor allem der Gedanke der Investition, aber im Kern stimmt es nat&#252;rlich: Auch gute Leute arbeiten ehrenamtlich, und sie tun es auch aus karitativen Gr&#252;nden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK, &#252;berzeugt.</p>
<p>Vielleicht habe ich das ein wenig pauschal gesehen (oder naiv, wie bei der Bedarfshaltestelle zu lesen ist: <a href="http://www.bedarfshaltestelle.de/2007/09/03/ehrenamt/)" rel="nofollow">http://www.bedarfshaltestelle......ehrenamt/)</a> und habe damit wie ein Neoliberaler gewirkt. Ist ja auch nicht so, dass meine Meinung in Beton gegossen ist, auch wenn es so aussieht, weil ich sie vehement vertrete.</p>
<p>Es ist richtig, dass es viele gute Ehren&#228;mter gibt. Die Beispiele von dir, Birgit, sind zutreffend, vor allem das Singen am Krankenbett. Die Leute dahinter sind engagierte Menschen, und es sind auch gute Menschen. &#8222;Gut&#8220; im Sinne von wohlt&#228;tig und sicher auch &#8222;gut&#8220; im Sinne von kompetent (h&#228;ngt nat&#252;rlich vom Chor ab).</p>
<p>Am liebsten w&#252;rde ich zwei Dinge differenzieren. &#8222;Ehrenamt&#8220; und &#8222;Investition&#8220;. Ich meine mit Investition das, was Birgit beschreibt, wenn sie sagt, dass sich ein Ehrenamt &#8222;hinterher auszahlen&#8220; kann. Wenn jemand arbeitet, ohne zun&#228;chst Geld oder &#196;hnliches damit zu verdienen, kann weit sp&#228;ter etwas zur&#252;ckkommen. Seien es gesellschaftliche Anerkennung, Gesch&#228;ftskontakte oder auch die Schaffung von Stellen, wenn die ehrenamtliche T&#228;tigkeit sich so zu einer bezahlten T&#228;tigkeit mausert. Das w&#252;rde ich dann eher als Investition sehen. Das machen weite Teile der Gesch&#228;ftswelt so.</p>
<p>Das Singen am Krankenbett w&#228;re f&#252;r mich in dem Sinne keine &#8222;Investition&#8220;, sondern tats&#228;chlich ehrenamtlich. Meist sind das Leute, die aus eigenem Antrieb Gutes tun und die den Gedanken, dass etwas zur&#252;ckflie&#223;en k&#246;nnte, gar nicht im Sinn haben. Sie denken &#8222;karitativ&#8220; im Sinne von charity. Nun k&#246;nnte es ja sein, dass pl&#246;tzlich einer von ihnen merkt, dass er eigentlich die ganze Zeit kostenlos ein Produkt anbietet, von dem er auch leben k&#246;nnte. Gelingt es ihm, das entsprechende Gesch&#228;ft aufzuziehen, lebt er sein Leben im Einklang mit der Arbeit wie kaum jemand anderes. Ich sehe solche Leute halt selten.</p>
<p>Und dann gibt es ja noch die Theorie, dass wir nichts tun, was uns kein gutes Gef&#252;hl macht. Wonach der Lebensretter in der strengen Konsequenz nur Leben rettet, weil er kein schlechtes Gewissen oder Schuldgef&#252;hle haben will. Oder dass der Chor am Krankenbett nur singt, damit die S&#228;nger hinterher das angenehme Gef&#252;hl haben, etwas Gutes getan zu haben. Dieser Ansatz vernichtet einerseits so ziemlich unsere ganze westliche Ethik, beinhaltet aber andererseits, dass sich im Idealfall alle Bed&#252;rfnisse aller Menschen &#252;ber Angebot und Nachfrage befriedigen lassen, sogar das Singen am Krankenbett. Und dieser politisch unkorrekte Gedanke ist vielleicht ein Kern dieser Diskussion, hinter dem der naive Wunsch steckt, aus all den guten Dingen auf dieser Welt Gesch&#228;ftsmodelle ableiten zu k&#246;nnen, damit die, die es tun, auch davon leben k&#246;nnen.</p>
<p>Noch ein Beispiel. Warum soll ein Arzt einen mittellosen Kranken versorgen? Wieso? Der kann doch nicht zahlen? Das w&#228;re der Markt-pur-Denkansatz. Aus Gr&#252;nden der Ethik bezahlen wir &#228;rztliche Leistungen also meistens &#252;ber ein relativ komplexes Geld-Verschiebe-System namens Krankenkasse. Warum? Damit auch der Arme Hilfe bekommt, und zwar durch R&#252;ckhalt der Gemeinschaft. Im Grunde eine Art kollektives karitatives Handeln. Erachtet man nun das Singen am Krankenbett als erstrebenswert und w&#228;re das Land nicht pleite, k&#246;nnte man es ja als Versicherungsleistung anerkennen, und schon w&#228;re ein angeblich brotloser Job eine Leistung, die die Gesellschaft honoriert. Wenn ich mich recht entsinne, ist das Rote Kreuz auf &#228;hnliche Weise entstanden: Zuerst lagen da verwundete Soldaten (ohne Cash und ohne Krankenversicherungskarte), dann half man ihnen ehrenamtlich, und dann wurde daraus ein kollektiv bezahlter Job und heute eine der gr&#246;&#223;ten NGOs der Welt, die allerdings durchaus &#246;konomisch rechnet.</p>
<p>Also eine Menge Gedanken, die vielleicht weiterf&#252;hren, wichtig f&#252;r mich vor allem der Gedanke der Investition, aber im Kern stimmt es nat&#252;rlich: Auch gute Leute arbeiten ehrenamtlich, und sie tun es auch aus karitativen Gr&#252;nden.</p>
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