Man verreißt sich die Mäuler über mich: Hier, da und da. Für den Blogger „German Psycho“ bin ich ein armseliger Kerl. Meines Wissens haben wir uns noch nie gesehen. Ich weiß nicht, was er von mir weiß, ich weiß nicht, wie er denkt, was er denkt, ob er denkt. Wir haben noch nie miteinander gesprochen, soweit ich weiß, er kennt mein Leben nicht, er kennt nicht die Werte, nach denen ich lebe, aber er ist so schnell im Denken, dass er mich in Windeseile gemäß seiner öffentlichen Darstellung als „armseligen Kerl“ bezeichnet. Etwas, was ich über ihn nie sagen würde, da ich ihn nicht kenne, aber die Tatsache, dass er es so unbedarft tut, bestätigt mein Bild der Mehrheit der deutschen Blogger.
Ich weiß nicht, was im Gehirn dieses Menschen vorgeht, und warum er mich unbedingt kränken will, keine Ahnung. Wie gesagt, wir kennen uns nicht. Aber wenn er meint, was er meint, möge er das meinen. Vielleicht ist ja der Name „German Psycho“ Programm.
Ach ja: Eine Erklärung, warum auf meiner „Termine“-Seite keine Termine sind: Erstens finden meine meisten Termine inzwischen inhouse statt, das heißt, sie sind nicht öffentlich. Zu den meisten Seminaren besteht kein Zugang für die Öffentlichkeit – warum also sollte ich sie annoncieren? Zweitens, wenn es mal einen öffentlichen Termin gibt, bin ich zu faul, Termine einzutragen. Warum auch? Die „Termine“-Option war zu Urzeiten meiner Webseite mal die Idee, mein öffentliches Treiben anzukündigen. Das tritt nun in den Hintergrund. Dinge verändern sich. Ich überlege, ob ich die „Termine“-Option noch brauche und wie ich sie einsetze. Solange ist sie halt online, und meinetwegen kann sie das auch bleiben. Ob das jemand professionell findet oder nicht, ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Die Webseiten der mich kritisierenden Blogger finde ich noch ehrlicher gesagt noch unprofessioneller als meine.
Wovon lebt ihr eigentlich? :-) Nur mal so ne bescheidene Frage.
Und jetzt ist Schluss mit dem so genannten Meta-Blogging. Das Leben ist wirklich draußen, um mal auf meinen wirklich ohne Hintergedanken und aus einer Laune heraus geschrieben Beitrag zurückzukommen, auf den manche hier heftig angezickt reagieren. Und noch mal: Mehr als 30 Minuten Beschäftigung mit deutschen Blogs ist wirklich bescheuert. Sie sind meist einfach zu schlecht.
Amüsierte Grüße in die Nacht.


Dein Bild über die Mehrheit der deutschen Blogger und das Bild einiger deutscher Blogger über dich haben den gleichen Schönheitsfehler.
Es sind Bilder. Aus wenigen Informationen. Da wo es keine Informationen gibt werden die bekannten Versatzstücke eingesetzt.
Für dich sind deutsche Blogs unbedeutend, aber du füllst einen. Ich bin ein Schnellschreiber. Aber du füllst ihn nicht in 30 Minuten.
Natürlich sind die deutschen Blocks links. Weil sie anders sind als du sein willst. Projektionen ohne Information dahinter.
Ich habe ein kleines unbedeutendes politisches Blog am Rande des Nichts. Kleinbloggersdorf hinter dem Friedhof 9. da wo die Kränze des Friedhofs modern.
Es ist unbedeutend und wird aufgrund seine Themenstellung und vor allem meiner Ansichten immer unbedeutend bleiben. Die echten Linken mögen es nicht, weil ich nicht an Sozialismus und schon gar nicht an Kommunismus glaube sondern ständigen Wettbewerb für die Triebfeder des Menschen halte.
Die Rechten mögen mich nicht weil ich für sie die Keule immer bereit habe und zwar die größte die es gibt. Das Kapital mag mich nicht weil ich seine Fehler aufzeige. Ich sitze also zwischen allen Stühlen.
Warum also tue ich mir dieses Blog an. Schreiben kann ich auch an meinen Krimis oder an Werbung für die beste Erdbeermarmelade der Welt. Handbücher für Zahnbürsten.
Ich schreibe in meinem Blog weil ich das was ich sage, sagen muss. Lass es doch bedeutungslos sein. Meine Kinder werden irgendwann sagen könne, der dumme alte hat gewarnt, hat sich quergestellt. Ich habe nicht still zittert zugesehen sondern brülle meine Wut heraus.
Das kostet extrem viel Zeit, Geld und vor allem Nerven. Aber es macht auch Spaß. Ich hab seit neuestem eine Kolummne Aufgelesen, wo ich nur das bringe was ich in Blogs und seltener mal in Zeitungen gut fand.
Es ist viel und es lohnt sich. Für mich und die paar die es anklicken. Aber es gibt Leute die es nicht interessiert.
Ich hab dich aufgrund irgendeines Artikels schon lange im Feedreader, da bleibst du auch selbst wenn du auf mich und die anderen dummen Blogger schimpfst.
Allerdings sehe ich deine Site nur wenn ich sie verlinke oder kommentiere. Was du für Termine hast ist mir mit Verlaub egal. Ich hätte nie die Zeit mehr als die Inhalte der von mir abbonierten Blog wahr zu nehmen. Oft reicht es nur für Überschriften.
Ein guter Blogger braucht eben Konsequenz. Wir nennen es nicht Arbeit. Es ist Arbeit.
Pfui! Nestbeschmutzer! ;-) ;-) ;-)
@ Jochen Hoff: Ja, ich stimme dir zu mit den Bildern. Nur: Meine relativ umfangreiche Blogroll da links will schon sagen, dass ich auch ein paar Blogs gut finde, und speziell dich zähle ich zu den guten Blogs. Du hast Recht, es geht um Bilder, um eine Tendenz. Insgesamt sind mir viele Blogs halt einfach zu langweilig oder zu schlecht geschrieben.
@ Stefan: Ja, ist ein bisschen wie im Pfadfinderlager hier.
Übrigens geht die Diskussion auch hier weiter:
http://www.thilo-baum.de/loung.....-schreibe/
Aus meinem Kommentar lässt sich jedenfalls in meinen Augen nicht ableiten, dass ich mir über deine Gedanken das Maul zerreiße!
Schließlich kennen solche Gedanken ganz bestimmt viele Kolleginnen und Kollegen. Ich gehöre jedenfalls dazu. Und ich schreibe ab und an ähnliche Gedanken dazu nieder. Nur lesen bei mir vermutlich wesentlich weniger Leute oder, was ja auch nicht ausgeschlossen ist, in dieser „sauren Gurkenzeit“ ist die Beschäftigung mit sich selbst (also der Blogsphäre) noch höher als üblich.
Keine Ahnung, weshalb dein Artikel zu derart überzogenen Reaktionen geführt hat.
Apropos blogroll: ich habe in meiner Linkliste/blogroll Seiten, die ich gut finde (manche wegen der Infos, manche wegen des Engagements, manche wegen des Unterhaltungswerts, amnche wegen der Bilder usw.).
In keinem Fall findet man da einen Link aus „Geschäftsgründen“ „Seo-Kacke“ oder vergleichbares Lügenzeugs.
@ Frank: Sind die letzten zwei Zeilen der Hauch einer Andeutung? Worüber sprichst du? Was meinst du?
@ Horst Schulte: Genau. Ihren Kommentar meinte ich auch nicht …
Damit meine ich nicht dich, Thilo, sondern die A-Blogger, die sich so aufregen über dich (wirres z.B.) – die verlinken sich nicht nur untereinander, sondern machen bei jedem Klick-Link-Mist mit, um sich weiter über Wasser zu halten, was mich anwidert.
@ Frank: Verstanden … Ist derzeit nicht so einfach, die Zielrichtung der einzelnen Geschosse zu erkennen, die hier durch die Gegend donnern.
Wirres gilt als „A-Blogger“? Ist ja übel. So ein mieses und schlampiges Gesülze habe ich ja sonst selten gelesen. Ist die Tatsache, dass dieses wirre Wirres als A-Blog gilt, nicht der beste Grund dafür, dass deutsche Blogs schlecht und bedeutungslos sind? Oder andersrum: Warum gibt es so wenig Rückendeckung seitens kleinerer, guter Blogs, die diesen Schwachsinn solcher „A-Blogs“ erkennen und entlarven? Nur weil die alle hecheln, damit Geld machen zu können? Das ka-pie-re ich nicht.
„Man verreißt sich die Mäuler über mich: Hier, da und da.“
Da ich direkt angesprochen bin, auch eine direkte Antwort: Also, nur so von Kollege zu Kollege: Ich würde sagen, die Redensart heißt „sich das Maul *zer*reißen“, nicht verreißen, aber das mag ja landsmannschaftlich unterschiedlich sein.
Inhaltlich möchte ich aber widersprechen: Ich habe mich auf Ihren Blog-Beitrag bezogen und meine Meinung dazu geäußert. Genau das ist es, was Blogs eigentlich ausmachen – das sich aufeinander beziehen, das widersprechen.
Und wer so austeilt, Herr Baum, wie Sie, der sollte doch eigentlich nicht gleich bei ein bisschen „Häh?“ und Widerspruch mimosenhaft den angegriffenen Helden spielen.
„Die Webseiten der mich kritisierenden Blogger finde ich noch ehrlicher gesagt noch unprofessioneller als meine. Wovon lebt ihr eigentlich? :-) Nur mal so ne bescheidene Frage.“
Von meinem Beruf. Kommt mir so vor, als ob man den Zeugwart des FC Rumpelfeld fragt, warum der FC Bayern ein viel besseres Stadion habe und wovon er eigentlich lebe, der Herr Filialleiter, der abends und am Wochenende seiner Fußballeidenschaft frönt.
Aber ok, Fragen kann man ja alles.
„Mehr als 30 Minuten Beschäftigung mit deutschen Blogs ist wirklich bescheuert. Sie sind meist einfach zu schlecht.“
Nö. Kommt nur drauf an, was man sucht. Wenn ich in die Staatsbibliothek gehe sollte ich mich auch nicht wundern, dass es da so viele Bücher, aber so wenig Kinosäle und schon gar keine Fast-Food-Restaurants gibt. Für manchen könnte da tatsächlich Enttäuschung programmiert sein.
@ Andreas:
Danke für die Korrektur wegen der Redensart! Zum Glück gibt es Leute wie dich, denen so etwas wichtig ist. Ohne sie könnte ich wohl einpacken. Du könntest mich bei der Gelegenheit auch mal auf meine zahlreichen Tippfehler in Kommentaren auf anderen Webseiten hinweisen.
Ja, du hast Recht, dein Beitrag kritisiert mich eigentlich ganz ok. Insofern sorry, wenn ich im Überschwange der Fassungslosigkeit über die Schmähkritik bei Wirres ein wenig voreilig war. Du ver- oder zerreißt dir dein Maul tatsächlich nicht über mich.
Austeilen tun viele, ich oft auch, ja. Nur will ich eines festhalten: Im Unterschied zu Leuten wie Felix beschreibe ich meine Meinung über die „wahrgenommen Mehrheit“ der Blogger recht allgemein und bewusst subjektiv. D.h. ich greife niemanden persönlich mit Namensnennung öffentlich an, und ich beleidige niemanden. Wer mich nicht mit Gewalt missverstehen will, weiß, dass ich einige Blogs auch sehr gut finde.
Und auch wenn ich jemanden direkt angreife, etwa wenn es um Unternehmenskritik o.ä. geht, bleibe ich sachlich, und ich biete vor allem den jeweiligen Leuten vor Veröffentlichung die Gelegenheit zur Stellungnahme. Das gebietet nicht nur der Anstand, sondern gehört auch zu den journalistischen Sorgfaltspflichten, die jemanden wie Felix nicht zu interessieren scheinen.
Zu den 30 Minunten: Hast du für mich Tipps, welche deutschen Blogs gut sind?
Nö, Tippfehler in Kommentaren irgendwo interessieren mich wirklich nicht. An sich ist mir das Thema auch gar nicht so wichtig, was ich zu Deinem Beitrag – einem von Millionen in der weiten Blogosphäre ;-) – zu sagen hatte, habe ich bei mir im Blog gesagt.
Allerdings:Mit „journalistischen Sorgfaltspflichten“ bei Blogs zu kommen erscheint mir ähnlich sinnvoll wie mit diesen bei einer Kneipendebatte hausieren zu gehen. Und selbst im Journalismus gibt es ja Unterschiede zwischen Nachricht, Kommentar oder gar Glosse. Nur mal so am Rande.
Was die „guten“ deutschen Blogs angeht, das ist so ähnlich wie die Frage nach einem „guten“ Getränk. Für den einen ist es Cola, für den anderen ein kaltes Bier, den Dritten Wein und dem Vierten fällt schließlich ein edler Cognac dazu ein. Und mir käme es dann immer noch auf die Gelegenheit, die Uhrzeit und die Stimmung an, wie meine Antwort auf so eine Frage ausfallen würde.
Die meisten Blogs, nicht nur deutsche, die ich mehr oder weniger regelmäßig lese, kannst Du hier sehen:
http://www.bloglines.com/public/astreim
Ob da etwas dabei ist, was Dich interessiert, kann ich nicht sagen. Ich denke aber, dass man z.B. rund ums iPhone oder eine Linuxdistribution wie Ubuntu außerhalb von Blogs – deutsch- und anderssprachigen – eigentlich nichts tagesaktuelles finden wird. Wo denn auch?
„Warum gibt es so wenig Rückendeckung seitens kleinerer, guter Blogs, die diesen Schwachsinn solcher „A-Blogs“ erkennen und entlarven?“
Ganz einfach: Weil solch geistiger Dünnschiss wie der von wirres und seinen Kommentatoren viel zu unbedeutend ist, um sich dazu Gedanken zu machen. ;-)
Ein Misthaufen, auf dem Fliegen sitzen … wozu soll man sich darüber aufregen …