„Lamentate“ von Arvo Pärt

 

Die neue Platte von Arvo Pärt ist da: „Lamentate“ („Klaget“) ist ein Muss für Freunde neuer Musik, die das Minimale lieben. Die Stücke für Klavier und Orchester sind unfassbar tief, klar und reinigend, und damit befinden sie sich in vollendender Fortsetzung geistlicher Kompositionen Pärts wie „De profundis“ („Aus der Tiefe“) und „Fratres“ („Brüder“).

Im Unterschied zu anderen Komponisten neuer Musik arrangiert der Este Arvo Pärt nicht nur schöne Klangteppiche, sondern berührt mit seiner Musik das Herz. Pärt wurde am 11. September 1935 geboren und lebt in Berlin.

Die CD gibt’s hier.

2 Kommentare zu „„Lamentate“ von Arvo Pärt“

  1. zauberkatze

    mein absoluter favorit ist die „fratres“-cd. DAS hören zauberkatzen gerne!

  2. Thilo

    Übrigens hat sich mein Verdacht bestätigt: „Lamentate“ ist streng genommen falsches Latein. Das Verb konjugiert sich im Passiv, doch „Lamentate“ ist der Imperativ des aktiven Verbums „lamentare“, was es so nicht gibt. Ein freundlicher Altphilologe hat mir das auf meine Nachfrage hin bestätigt.

    Weiß Jupiter, wie es richtig heißen muss – ist aber auch egal. Ich weiß ja nicht einmal, wie dieser kleine Rest gymnasialen Halbwissens sich 16 Jahre lang durch mein Leben retten konnte.

    Kurz: Im klassischen Latein ist „Lamentate“ falsch, d.h. die alten Römer hätten ebenso reagiert wie wir heute auf „Lass uns treffen“ oder „Zeit für ’nen Date?“. Im Kirchenlatein nimmt man es nicht so krumm. Und Pärt ist Kirchenmusiker.

    Das Latein der Heiligen Römisch-Katholischen Kirche und ergo das Latein der Sakrokomponisten ist ein fehlertolerantes Latein. Es ist wie das internationale Englisch in New York: Hauptsache, man versteht’s.

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