Ein wunderschöner Titel von Morcheeba: „Slow down“. Mit Harmonien, die mir erst nicht klar waren, auch nicht groß darüber nachgedacht, mal hier gehört, mal da, und dann plötzlich hat mich dieser Song erfasst und getroffen. Manchmal ist das so, seltsam, unerklärlich, denn auch vorher waren die Harmonien und das Arrangement dieses Titels unvergleichlich.
Es war ein Abend vor einigen Wochen im „Cheebo“ am Sunset Boulevard, Restaurant, wir waren zu sechst, Los Angeles, Großstadt, massenhaft Menschen, viel Quatschen, Hintergrundmusik, und dann reißt mich dieses Lied raus aus dem Gespräch.
Das Gefühl ist angesprochen, das Gehirn beginnt zu rechnen in Kadenzen, es bemüht die Harmonielehre … Und nun habe ich es endlich rausgehört, gehen wir mal von a-moll als Grundtonart aus:
g – a
f – d
d – a7 – f – g
Auf a7 bin ich relativ spät gekommen, aber es haut hin und ist auch ein Grund für die Spannung in diesen Harmonien. Die Idee ist eigentlich ganz einfach, die Dur-Akkorde aus herkömmlichem Pop und Rock einfach in Moll umzutransponieren und zu schauen, ob es geht. Man möge es am Klavier ausprobieren, es ist wunderschön. Übrigens auch für die Schlagzeugbegleitung, das aufgrund der Sanftheit anspruchsvoll, und die Breaks verführen zu Sextolen.



Das ist eine ganz wundervolle Herleitung. Aber leider fehlt mir der grundschulmusikalische Zugang.