SPD-Niedergang historisch logisch?

 

Vielleicht ist der Niedergang der SPD ja auch historisch zwangsläufig und die SPD nur ein spätes, aber notwendiges Opfer eines historischen Fehlers. Der Fehler war, dass die SED zur SED-PDS wurde, dann zur PDS, dann zur Linkspartei und dann zur „Linken“. Fehler deshalb, weil die SED selbst Ergebnis einer Fusion war. Hätte man mit dem Ende der DDR und der SED nicht erst diese Fusion rückgängig machen und die SED wieder in SPD und KPD aufspalten müssen? Schließlich entstand diese „Einheitspartei“ aus der Vereinigung von Sozialdemokraten und Kommunisten. Hätte man diese Einigung vor den vielen aktionistischen Umbenennungen und Neuaufstellungen und Identitätssuchen erst rückgängig gemacht, wären Frau Wagenknecht und andere in der KPD gelandet, während gemäßigtere Sozialisten möglicherweise zum SPD-Flügel der Ex-SED gehört hätten und heute eben zur SPD. So würde die SPD heute nicht daran zugrundegehen, dass die „Linke“ ihr die Klientel abjagt, sondern sie hätte einen stärkeren linken Flügel, in dem genau diese „Linken“ säßen.

2 Kommentare zu „SPD-Niedergang historisch logisch?“

  1. Herbert

    Morgen, sehr gut betrachtet! Ich denke, dass die wenigsten Linken-Wähler wissen, wo die heutige Partei ihre Wurzeln hat!? Hätte es dann noch genauso viele Wählerstimmen?

  2. Thilo

    Hm, das weiß ich nicht. Die SPD hätte jedenfalls vermutlich ein paar mehr. ;-)

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