Was für ein Traum. Selten träume ich beziehungsweise selten erinnere ich mich an meine Träume.
Ich hatte Streit mit der Katze. Mit der Katze in der Mühle. Die mich maulend empfängt, wenn nach Tagen der Kälte endlich ein Auto vorfährt. Die was zu fressen haben will, und zwar erst ihr eigenes Fressen und dann meins. Und die sich dann flachlegt am Ofen und sich wärmt an dem Feuer, für das wir vorher mühsam Holz gehackt haben. Die Katze, die ich schätze und liebe und die Frau Schröder heißt. Eine Katze mit Charakter, die weiß, was sie will.
Wenn ich das Haus verlasse, werfe ich die Katze raus. Oft wehrt sie sich krallend und fauchend. Aber ich gewinne immer. Zu ihrem Glück: Ist keiner da, ist die Katze eingesperrt und verhungert.
Sie wollte das nicht sehen. Sie wollte bleiben. Sie wollte nicht verstehen, dass es Notwendigkeiten gab.
Der Streit mit der Katze eskalierte. Ich wachte morgens auf und ging runter in die Wohnstube. Ein großer Raum aus Wohnecke mit Kamin und Esstisch, dann die amerikanische Küche. Die Katze saß an meinem Laptop. Sie schaute mich an. Ich ging hin, und die Katze sprang weg. Mein Laptop war beim Starten, und die übliche Eingabemaske fragte:
PASSWORD: _ _ _ _ _ _ _ _
Ich gab mein Passwort ein, und mein Laptop reagierte:
PASSWORD ERROR
PASSWORD: _ _ _ _ _ _ _ _
Ich versuchte es erneut. Mein Passwort stimmte nicht mehr.
Das verdammte Katzenvieh hatte mein Boot-Passwort verändert.
Sie saß da und schaute mich an. Hämisch grinsend. Na, was willst du? Wirfst du mich immer noch raus?
Warum zum Teufel verstehen Katzen nicht, was notwendig ist? Liebe Katze: Wenn ich dich nicht rauswerfe, wenn ich das Haus verlasse, möglicherweise für mehrere Tage, verhungerst du! Warum erkennst du das nicht? Ich muss dich rauswerfen, denn nur dann findest du Mäuse in der Scheune oder bekommst Essen vom Menschen im anderen Haus. Mir ist schon klar, dass es hier schön warm ist und nett, aber manchmal musst du eben raus!
Die Katze und ich verstehen uns normalerweise wunderbar. Sie empfängt mich, wenn ich mit dem Auto die Mühle ansteuere und im fahlen Mondlicht und wabernden Nebel ankomme. Sie begleitet mich durchs Haus auf Schritt und Tritt. Sie legt sich auf die Kissen am Kamin und schläft und schnurrt.
Doch jetzt war die Katze zu weit gegangen. Sie hatte das Boot-Passwort meines Rechners verändert. Ich kam nicht mehr an meine Daten heran. Ich konnte nicht mehr arbeiten, meine Mails nicht mehr checken, nichts mehr in mein Blog schreiben. Und das nur, weil die Katze übel nahm. Dass sie übel nahm, was ich tun musste. Sie rauswerfen, wenn ich das Anwesen verließ.
Wir haben uns nie mehr verstanden. Es kam zum Zwist, es kam zum Bruch. Die Katze und ich wurden Feinde.
Ich wachte auf. Mein Passwort stimmte, meine Daten waren wieder da. Die Katze und ich waren wieder Freunde.



Hast Du als Passwort etwa den Namen der Katze gewählt? ;-)
Nein, einen so technischen Namen hat die Katze nicht :-)
Warum zum Teufel verstehen Katzenbesitzer nicht, was notwendig ist? Lieber Thilo: Wenn ich dein Passwort nicht ändere, dann schreibst du keine so schöne Geschichten über mich in deinem Blog!
Liebe Grüsse, Deine Katze (die heute Nacht wieder heimlich an deinem Laptop war) :-)
ich empfehle die Installation einer Katzenklappe (mit zugehörigem Magnetschlüssel am Halsband)
http://www.zooplus.de/app/WebO.....einbautuer
Sie haben ja schließlich auch einen Hausschlüssel! ;)
Liebe Grüße
Robert
Ja, eine Katzenklappe ist eine wunderbare Sache, auch wenn ich einer wilden Katze ein Halsband lieber ersparen würde, daran hat sich schon so manche aufgehängt. Aber unterm Strich: Katzenklappe, Trockenfutter, Wasser…das erspart Dir ein schlechtes Gewissen und düstere Träume…
Kein Grund zur Panik. Die Katze hat höchstwahrscheinlich, wie weltweit Millionen Internetuser, ihr eigenes Geburtsdatum als Passwort eingegeben und das kennen Sie ja bestimmt.. :-)
Bedaure, das Katzengeburtsdatum ist unbekannt …
schroeder123
Heiteres Passwortraten?
au ja:
Schr0ed3R