18. August 2010 | 18:51
Bildung, GSA, Bücher, Wir sind Umsatz
Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,
hier erhalten Sie mal wieder einen der seltenen Thilo-Baum-Newsletter. Der geht nur raus, wenn es etwas zu sagen gibt.
Zu sagen gibt es heute:
1. Lassen Sie uns das Bildungssystem umkrempeln!
2. Wählen Sie Stefan Frädrich zum GSA-Präsidenten!
3. Schreiben Sie Ihr Buch!
4. Besuchen Sie das Mega-Webinar „Wir sind Umsatz“!
5. „Mach dein Ding!“ als Live-Seminar in Berlin!
6. Termine, Termine, Termine!
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1. Bildungssystem
Wer sich mit Coaching-Themen, Fachbüchern und Weiterbildung befasst, stellt sich irgendwann eine einfache Frage: Warum ist es eigentlich nötig, so viele Inhalte nachzuholen? Warum lehrt nicht bereits die Schule die wichtigen Dinge? Oft erscheint es mir, als würden wir in dieser Szene Lücken füllen, die das klassische Bildungssystem hinterlässt. Und zugleich scheint uns die Schule konsequent schiefe Vorstellungen ins Gehirn zu pflanzen, wenn es darum geht, welches Wissen nötig ist und welches nicht.
Ich selbst beispielsweise war in der Schule fürchterlich schlecht in Mathe. Mein Mathe-Abi hat mir meinen Abi-Schnitt verhagelt. Damit war der Numerus Clausus fürs Hauptfach Publizistik unerreichbar. Dabei wollte ich mit Sprache arbeiten und weniger mit Zahlen, und in der Tat habe ich die Oberstufen-Mathematik bisher kaum wieder gebraucht. Da staatliches Regeldenken aber üblicherweise vor lauter Perfektionismus fehlerhaft ist, fand sich eine Lücke: Ich begann das Studium im Nebenfach und machte dort so viele Scheine innerhalb kurzer Zeit, dass die Professoren mich fürs Hauptfach anerkennen mussten (und auch wollten). Ich hatte das angeblich so perfekte Bildungsystem, komplex zusammengedacht von den paragrafenverliebten Machern einer aberwitzigen Bürokratie, einfach ausgetrickst.
Zugleich lehrt die Schule viele wichtige Dinge nicht. Man verschweigt uns nicht nur, wie man eine Steuererklärung macht. Sondern auch, wie man Geschäftsideen bewertet, wie man abseits der Regelorientierung Lösungen findet, wie man mit Geld umgeht. Über Deutsch-Aufsätzen stehen Titel wie „Textgebundene Erörterung“ – die Schule bringt uns nicht einmal bei, wie man Überschriften schreibt.
Später, im Erwachsenenleben, teilt sich die Menschheit in zwei Lager: Teil eins bestreitet mit dem Schulwissen und dem folgenden akademischen Wissen sein Leben, und Teil zwei füllt die vielen Lücken durch Weiterbildung. Teil eins läuft in den fürs Volk vorgesehenen Bahnen, Teil zwei macht etwas aus dem Leben. Zwar findet sich auf dem Weiterbildungsmarkt auch jede Menge Trash, aber vor allem findet sich dort sinnvoller Input. Warum hören davon nicht schon Schülerinnen und Schüler?
In Vereinigungen wie der „German Speakers Association“ (GSA) finden sich eine Menge gute Leute, die mit ihren geistigen Schöpfungen und ihrem Denken dazu beitragen können, die Bildung nachhaltig zu verändern und zu verbessern. Ob es um Motivation geht, um Sprache, um Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung, Selbstvermarktung, Verkauf, innere Balance oder Leistungsbewusstsein – ich kenne Speaker und Trainer, die diese Themen hervorragend vermitteln. Und mein Appell an Sie alle ist: Lassen Sie uns gemeinsam versuchen, dieses wertvolle Wissen in die Schulen zu bringen. Vielleicht auch gegen die Widerstände der Schulbürokratie, deren Ministerialbeamte und Lehrer weitestgehend nicht als besonders veränderungsaffin gelten mögen. Die Landesschülervertretungen sind meiner Erfahrung nach daher ein geschickter Zugang in die Schulen. Ich meine, es sollte uns auf Dauer gelingen, an den Lehrplänen mitzuschreiben, damit Schulbildung nicht mehr nur das Ergebnis von Denkern des öffentlichen Dienstes ist.
Wer macht mit?
2. Stefan Frädrich for president
Die GSA-Mitglieder unter Ihnen wissen es: Die „German Speakers Association“ wählt am 9. September in Köln ihren künftigen Präsidenten. In seinem Newsletter hat Stefan Frädrich deutlich gemacht, weshalb er sich für den Posten besonders eignet, bitte lesen Sie dazu seine Argumentation in seinem Blog.
Stefan und ich sind seit Schulzeiten befreundet, aber das ist nicht der Grund, weshalb ich mich für ihn einsetze. Ich habe auch Schulfreunde, die ich in so einer Position nicht sehen möchte. Aber Stefan Frädrich ist zugleich der Mensch, der mich und meine Entwicklung in den vergangenen Jahren am meisten positiv und nachhaltig beeinflusst hat. Daher habe ich mein aktuelles Buch „Mach dein Ding! Der Weg zu Glück und Erfolg im Job“ (Eichborn 2010) ihm gewidmet.
Neben dieser Verbindung zu Stefan Frädrich versammelt er in meinen Augen die wichtigsten und besten Eigenschaften in sich, die ein GSA-Präsident haben sollte:
- Stefan Frädrich selbst ist Speaker und lebt von Vorträgen und seinem geistigen Eigentum. Damit sieht die Öffentlichkeit an ihm selbst, dass der Speaker ein kreativer Beruf ist, dem wir gesellschaftsweit eine Bedeutung zumessen sollten. Der Speaker ist eine Form von Wissensvermittler, die auch aufgrund der schleichend wachsenden Kluft zwischen „dumm“ und „klug“ in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Erwachsenenbildung braucht mehr als nur den klassischen Trainer, der lediglich vorgegebene Inhalte wiedergibt, wie wir es aus vielen Seminaren kennen. Sondern sie braucht Menschen mit originären Ideen und Schaffenskraft für neue Themen, die dazu beitragen können, die Bildungsmisere tatsächlich einzudämmen und den Menschen angesichts der zunehmenden Verunsicherung in der Welt ein Geländer an Wissen an die Hand zu geben, mit dem sich das Leben meistern lässt. Dazu bedarf es eines Typus‘ von Speaker, der eins ist mit seinem Thema, mitreißend spricht, überzeugt, sofort verständlich ist und die Menschen für Ideen gewinnt. Das ist Stefan Frädrich.
- Stefan Frädrich ist hochintelligent und klug. Beides sind verschiedene Eigenschaften, Stefan Frädrich besitzt beide. Er ist intelligent, indem er neue Überlegungen sehr schnell nachvollzieht und sehr schnell messerscharf die richtigen Schlüsse zieht. Er ist zugleich klug, indem er alle Zieldefinitionen und Entscheidungen über Wege einem Sinn und einem Zweck unterordnet. Stefan Frädrich ist für mich der Inbegriff des zielorientierten Denkens und Handelns. Zu seiner Klugheit gehört auch, dass er das angeblich Selbstverständliche hinterfragt – ob es die Grundsätze der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ sind oder die Annahme des Bundesgesundheitsministeriums, man könne Rauchern das Rauchen vor allem durch wochenlange Verhaltenstherapien abtrainieren, obwohl es die meisten Ex-Raucher ohne solchen Budenzauber gelassen haben. Stefan Frädrichs Systemkritik ist universell. Das mag für Besitzstandswahrer unbequem sein, zeichnet Stefan Frädrich aber zugleich als jemanden aus, der auch außerhalb der GSA sehr viel Veränderung zum Besseren bewirken kann.
- Stefan Frädrich ist selbst als Speaker und Autor grandios aufgestellt und damit ein Vorbild für alle anderen. Sein Thema ist glasklar. Bei seinen Formulierungen und Titeln müssen wir nicht nachfragen, was er meint, sondern wir verstehen sofort. Seine Inhalte sind deutlich und verständlich, und sie sind konkret und anwendbar. Stefan Frädrich ist „best practice“.
- Stefan Frädrich ist ein Geber. Er verschenkt sein Wissen mit vollen Händen. Seine beiden Hauptmotive, wie ich ihn kenne, sind zum einen Autarkie und Selbstbestimmung, zugleich aber auch der unbändige Wille, zum Lauf der Welt und zur Entwicklung der Menschen etwas Sinnvolles und Konstruktives beizutragen. An seinem Modell können sich Trainer und Speaker orientieren, wenn sie sich selbst mit starken Themen aufstellen und etablieren möchten. Und das wird mit Stefan Frädrich als GSA-Präsident Programm. Es geht darum, Stärken zu stärken und damit jedes GSA-Mitglied bei seiner Selbstpositionierung zu unterstützen.
- Stefan Frädrich ist ein Kommunikator, der die GSA sehr stark mit den Kolleginnen und Kollegen in den USA vernetzen wird. Er spricht ihre Sprache, und das nicht nur in Form von Schul-Englisch, sondern nahezu wie ein Muttersprachler. Und er kennt und versteht die amerikanische Seele und ihre Kreuzungspunkte und Unterschiede bei Begegnungen mit dem „alten Europa“.
- Stefan Frädrich ist ein Integrator. Treffen widersprüchliche Ansichten aufeinander, ist er der ideale Mediator, der Konflikte zwischen Menschen stets so beeinflusst, dass diese Menschen zu einer für alle Seiten sinnvollen Lösung finden. Mit ihm wird die Konsolidierung der GSA und die Identifikation ihrer Mitglieder mit der GSA funktionieren. Mit Stefan Frädrich wird die GSA zu einem Pool von exzellentem Wissen, in dem jede/r Speaker/in, der oder die dazu bereit ist, sich individuell mit einem Thema aufstellen und damit erfolgreich werden kann.
Zum Thema GSA-Kandidatur ist Stefan Frädrich übrigens am 31. August in meinem Internet-Talk, wie gewohnt einfach zum Reinklicken und kostenlos. Und als GSA-Mitglied denken Sie bitte daran: Sofern Sie verhindert sind, können Sie Ihre Stimme einem Mitglied Ihres Vertrauens geben. Ein Formular bekommen Sie bei der GSA.
3. Schreiben Sie Ihr Buch!
Gute Inhalte gehören fixiert, und daher wird das Buch uns auch in Zeiten des iPads weiter begleiten, selbstredend in den unterschiedlichsten Formen. Nie war es so einfach wie heute, den Menschen Inhalte verfügbar zu machen. Auch für eine professionelle Positionierung ist ein eigenes Buch wichtig, das das Thema setzt. Wobei ich den gängigen Begriff der „Positionierung“ ein wenig kritisierend einschränken möchte: Es hat in meinen Augen wenig Sinn, sich ein Thema auszusuchen nach dem Motto „Rhetorik könnte mir gefallen“ und dann eine „Positionierung“ nach den heutigen Marketing-Kriterien durchzupauken mit dem dreihundertachtundsiebzigsten Buch zum Thema. Eine Positionierung sollte von innen kommen, damit sie lebt.
Ein kreativer Geist wird immer sein Thema finden. Es mag nicht von jetzt auf gleich gehen, aber es funktioniert. Für mich war „Komm zum Punkt!“ naheliegend, weil ich als Journalist und Redakteur natürlich qua Wissen und Erfahrung Unternehmen dabei helfen kann, ihre Botschaften so zu formulieren, dass sie ankommen. Zum Kern eines Themas vorzustoßen, ist meine Expertise, und es spricht in meinen Augen für ein viel zu verschachteltes Denken im deutschsprachigen Raum, dass es einen so einfachen Titel wie „Komm zum Punkt!“ bis dahin nicht gab. Auch „Mach dein Ding!“ war neu.
Wenn ich nun also das Bildungssystem revolutionieren will, weil es jungen Menschen das wirklich nötige Wissen vorenthält, und wenn ich nun glaube, dass der Weg dorthin über die Entwicklung originären Wissens führt, dann liegt es ebenfalls nahe, Bücher zu fabrizieren. Derzeit liegen drei weitere Titel in der Schublade und wachsen, alle haben provokante, kurze und klare Titel. Einige Kolleginnen und Kollegen aus der Speaker- und Weiterbildungslandschaft coache ich darüber hinaus derzeit zu ihren Büchern. Ich stelle so lange Fragen, bis der Kern des Themas klar und originär ist. Dann entwickeln wir ein Inhaltsverzeichnis, das jeden Besucher einer Buchhandlung sofort in seinen Bann zieht. Und erst wenn dieses Inhaltsverzeichnis in allen Punkten stimmt und knallt, schreiben wir das Buch voll.
Dieser Zugang geht vom Leser aus – anders, als wir es als Volk von Dichtern und Denkern gewöhnt sind, die erst einmal ausufernde Inhalte entwickeln und glauben, sie müssten erschöpfend formulieren. Gute Texte sind, und dabei weichen wir heute krass von der Denkweise der Schule ab, nicht allumfassend, sondern zuspitzend. Sie erlauben keine ständigen Relativierungen, sondern entscheiden sich für Positionen. Nur unter diesen Voraussetzungen, davon bin ich überzeugt, ist ein Inhalt tauglich zur Vermarktung und dazu, die Welt zu verändern. Die Menschen lesen Texte, wenn das Thema glasklar ist, mutig aufgestellt und die Überschrift funktioniert. Und ich helfe Menschen dabei, sich mit ihren Themen stark zu exponieren, gerne polarisierend.
Falls Sie ebenfalls mit dem Gedanken an Ihr erstes Buch spielen, könnte mein Buch-Seminar etwas für Sie sein: Am 25. August gebe ich einen dreistündigen Schnupperkurs im Internet, am 10. September einen einstündigen Workshop auf der GSA-Convention und am 25. September und 26. September zwei jeweils eintägige Präsenz-Workshops in Berlin zur individuellen Vertiefung.
4. „Wir sind Umsatz!“
Eine irrwitzige Idee und zugleich ein Beweis dafür, dass kreative Inhalte ungewöhnliche Plattformen anziehen: Beim Internet-Marathon-Seminar „Wir sind Umsatz!“ am 24. September sehen Sie jede volle Stunde einen anderen Vortrag, über vierundzwanzig Stunden hinweg, rund um die Uhr. Sie sitzen vor Ihrem Rechner, wir im Studio. Dabei sind Martin Limbeck, Andreas Buhr, Stefan Frädrich, Dirk Kreuter und viele andere Stars der Szene. Meinen Auftritt erleben Sie zu der herzallerliebsten Zeit von 3 bis 4 Uhr morgens. Ein Euro Teilnahmegebühr, Zielgruppe Marketing- und Verkaufsleute, die Einnahmen fließen in die Stiftung „Innocence in Danger“. Die Trainer treten unentgeltlich an, ich selbst reise wie die meisten anderen dazu nach Oberhausen ins Seminar-Studio.
An Ihrer Stelle würde ich mir das Ganze rund um die Uhr geben – meine Top-Empfehlung für Sie. Anmeldung auf der „Wir-sind-Umsatz!“-Seite.
5. „Mach dein Ding!“ live in Berlin!
Es ist eine Seminar-Premiere: „Mach dein Ding!“ läuft als Nachmittagsseminar am 23. Oktober in Berlin, der Eintritt kostet 99 Euro brutto. Wie funktioniert berufliche Selbstfindung? Wie gelangt man zu Klartext fürs eigene Leben und Arbeiten? Gemeinsam mit dem Medienpartner Radiohaus („Jam FM“, „Radio Paradiso“, „Jazz Radio“) streuen wir die Gedanken aus dem gleichnamigen Buch nun ins Volk. Informationen und Buchung im Shop.
6. Termine
Ein paar Termine: Beispielsweise bin ich am 14. September mit unserer Pressetext-Roadshow „The Company is the News“ in Zürich, am 21. September in Stuttgart, am 28. September in München – weitere Städte, Infos und Anmeldung auf der Pressetext-Seite. Mehr Termine mit mir finden Sie wie gewohnt unter http://www.thilo-baum.de/termine.
Und nun herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Tragen Sie dazu bei, dass die wirklich wichtigen Inhalte in die Schulen kommen, wählen Sie Stefan Frädrich und schreiben Sie Ihr Buch.
Frohes Schaffen und eine tolle Zeit wünscht Ihnen
Ihr Thilo Baum







