Zahlreiche Menschen bilden sich ihre Meinungen aufgrund falscher oder unvollständiger Vorstellungen. Beispielhaft geht es in diesem Podcast um die Behauptung auf einer österreichischen Website, die Schweiz empfehle keine Covid-19-Impfungen mehr. Ärzte müssten „jetzt“ für Nebenwirkungen haften. Tatsächlich schreibt mir das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG): „An den Schweizer Regeln zur Haftung hat sich nichts geändert: Bei empfohlenen Covid-19-Impfungen kommen weiterhin die üblichen Haftungsregeln zur Anwendung, die bei allen Impfungen gelten. Daran hat sich mit den per April aktualisierten Schweizer Covid-19-Impfempfehlungen nichts geändert.“ Tatsächlich wird wegen der erreichten Durchseuchung die Impfung für die meisten nicht mehr empfohlen. Die österreichische Website bezieht das auch auf Risikogruppen. Mir dagegen schreibt das BAG, für Ältere, Schwangere und Kranke werde die Impfung dann empfohlen, „wenn die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt diese als medizinisch notwendig erachtet und wenn dadurch ein vorübergehend erhöhter Schutz vor schwerer Erkrankung zu erwarten ist“. Ein Unterschied, auf den es ankommt, wenn es um Meinungsbildung geht.

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