Im März 2012 erscheint es, und es ist auch schon vorbestellbar: mein neues Buch „Denk mit!“. Es ist die logische Folge in der bisherigen Reihe meiner Bücher.

In „Komm zum Punkt!“ ging es darum, wie wir uns klar ausdrücken und sagen, was wir meinen. In „Mach dein Ding!“ ging es darum, wie wir klar ausdrücken, was uns ausmacht, und wie wir die Schlagzeile fürs Arbeitsleben finden. Der nächste Schritt ist die Frage: Wie bekommen wir heraus, was von dem, was wir können und lieben, anderen nützlich ist? Und das ist ganz einfach: indem wir uns in die Perspektive unserer Mitmenschen versetzen und mitdenken.

Mitdenken ist ein riesiges Thema, und es taucht bislang nirgends entsprechend auf. Es gibt eine Menge Literatur über Empathie, Altruismus und soziale Kompetenz, es gibt eine Menge Zeug über Werteverfall und abnehmende Rücksicht, aber das Thema Mitdenken ist unterrepräsentiert. Vielleicht, weil unsere Gesellschaft dazu neigt, die Realität zu theoretisch anzugehen.

Die meisten Leute verbinden „mitdenken“ mit Mitgefühl und sind schnell beim moralischen Anspruch der emotionalen Intelligenz. Was ihnen den Zugang zum Thema versperrt. Wenn wir die Züge unseres Schachpartners voraussehen und überlegen, wie er wohl reagieren wird, wenn wir den Läufer ziehen, brauchen wir keinerlei Empathie. Wir brauchen Geistesgegenwart.

Und wenn ein Hotel nicht mitdenkt, weil es uns ein vierzig Zentimeter langes Netzwerkkabel zumutet, wobei die Steckdose am Bett ist, hilft keine empathische Entschuldigung. Denn es geht nicht um die Korrektur des Patzers oder um eine nette Atmosphäre, sondern ums Mitdenken von Anfang an. Mitdenken ist eine Form von Gehirnaktivität, die uns zu dem befähigt, was das Mitdenken ausmacht: zum Wechsel der Perspektive, weg aus unserer Binnensicht hin zum externen Blick auf uns und unser Business.

Die meisten Unternehmen suchen Kunden für ihre Produkte. Klüger ist es, Produkte zu finden für die Kunden. Es ist immer klug, die Perspektive seiner Mitmenschen einzunehmen. Doch die allerwenigsten Unternehmen tun das. Seltsam, denn die meisten Menschen, die in Unternehmen arbeiten, sind doch selbst in vielerlei Hinsicht Kunden!

Und die Egozentrik zieht sich durch die Unternehmenskommunikation. Die meisten Unternehmen denken im Warum-Schema. Warum tun wir etwas? Weil wir es schon immer so gemacht haben. Statt dass sie im Wozu-Schema denken: Was ist das Ergebnis, was steht am Ende unseres Handelns, was wollen wir bewirken? Statt zu überlegen, was Kunden interessiert, schreiben die meisten nur von sich.

Wer im Wozu-Schema denkt, wird kaum einen so egozentrischen Newsletter verschicken wie das Hotel aus meinem kurzen Film. Man stelle sich vor: Die Top-Story des Newsletters eines Hotels ist die neue Direktorin. Doch eine intern sicher relevante Nachricht muss draußen noch lange nicht relevant sein. Besser ist da der Newsletter der Detektive Kocks. Lassen Sie sich überraschen!

Der Film zeigt Ausschnitte aus meinem Auftritt am 12. September 2011 beim VIP-Business-Club in St. Gallen. Viel Spaß!