Warum Klartext?

 

Warum Klartext? Wer’s noch nicht weiß: einfach die Podcast-Episode mit meinem Interview bei Nicola Fritze hören.



2 Kommentare zu „Warum Klartext?“

  1. Anna

    Hallo Herr Baum,

    hab gerade diese Episode angehört, da ich schon lange Frau Fritzes Motivationspodcast verfolge. Ich hab eine richtige Erleichterung verspürt, bei dem, was Sie gesagt haben. Ich bin, um ehrlich zu sein, total unempfänglich für solche Zwischentöne und würde es wirklich sehr begrüßen, wenn jeder Klartext sprechen würde. Phrasen wie „Das Packen wir schon“ oder die beschriebene Sandwichtaktik (vor allem, weil sie jeder kennt) gehen mir tierisch auf die Nerven. Mein Chef möchte auch immer lieber Freund als Feind sein, und hat deshalb Schwierigkeiten zu sagen, wenn etwas schlecht war oder bis wann er etwas braucht. Ich frage ihn deshalb immer (was aber auch nicht wirklich gut ankommt) : „Bis wann müssen Sie es haben?“, nachdem ich am Anfang gemerkt habe, dass seine Wischi-Waschi-Aussagen wie „Wäre schön, wenn Sie das machen könnten“ bedeuten, morgen soll es fertig sein. Cool ist auch, „Kein Problem, wenn Sie nicht dazu kommen“ und 2 Tage später „Haben Sie schon die Zahlen?“ Was ich auch gerne mag ist, wenn mein Pulli zu kurz für manche Geschmäcker ist und man mir sagt, dass ich mir die Nieren verkühlen werde. :-)

    Gleichzeitig ist es für mich z.B. schwierig, ein Lob nach einem Vortrag richtig zu bewerten, da mir niemand sagen wird, was schlecht war. Da hört man ein „Das war doch schon ganz gut“ was für mich irgendwie eine herbe Kritik darstellt, aber in welcher Hinsicht? Echt nicht hilfreich!

    Es mag ja sein, dass manche so harte Worte von zu Hause nicht gewohnt sind, aber für mich ist es richtig anstrengend, ständig rauszufiltern und zu interpretieren, was man eigentlich von mir will.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass alle Chefs in Deutschland Ihnen zuhören, und endlich mit den Wohlfühl-Phrasen aufhören mögen.

    Liebe Grüße

    Anna

  2. Anna

    P.S. Besonders frustrierend sind übrigens die unklaren Ansagen des Chefs deswegen, weil man ja eigentlich gute Arbeit leisten will. Man stellt also das „Könnten Sie vielleicht…“ zurück, macht die Dinge, die einem wichtiger erscheinen, und dann steht der Chef da, fragt nach dem „Könnten Sie vielleicht…“ und die ganze Arbeit, die man die letzten 2 Tage gemacht hat erscheint total unwichtig. Im Gegenteil, man hat noch das Gefühl, eins -indirekt natürlich – aufs Dach bekommen zu haben, weil man nicht verstanden hat, dass „Könnten Sie vielleicht…“ oberste Priorität besitzt. Und dann ist man als Arbeitnehmer sauer. Viel besser wäre ein „Lassen Sie alles stehen und liegen und machen Sie das zuerst. Natürlich müssen Ihre anderen Aufgaben auch alle getan werden.“ Dann weiß man wenigstens, dass man Überstunden machen muss und kann sich drauf einstellen. Im ersten Fall macht man die Überstunden zum Schluss, hat aber trotzdem das Gefühl, was falsch gemacht zu haben.

    Klingt verworren? Ist es auch.

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